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Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil A: Begründung 2.4 Östlicher Ortsrand 2.4.1 Erweiterung Adlerstraße Ost Das Gebiet Adlerstraße Ost hat in der Vergangenheit die größten Flächenzuwächse für Siedlungserweiterungen verzeichnet. Es ist über die Nordöstliche Randstraße zusätzlich gut erschlossen und mit Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, kirchliche Einrichtungen und Kindergärten, Einkaufsmöglichkeit, Bushaltestellen und Grünflächen ausgestattet. Aufgrund der bestehenden leistungsfähigen Erschließung und der vorhandenen Infrastruktur ist das Gebiet Adlerstraße Ost für eine Erweiterung der Wohnbauflächen prinzipiell geeignet. Im Rahmen der Umweltprüfung des Regionalplans wurde der hier ausgewiesene regionalbedeutsame Wohnungsbauschwerpunkt im Vergleich zu alternativen Standorten im Neckar-Fils-Bereich als besonders geeignet beurteilt und daher im Regionalplan dargestellt. Wie bereits mit den Bebauungsplänen Adlerstraße Ost Teile I und II verwirklicht, soll bei zukünftigen Erweiterungen der inneren Durchgrünung und der Anbindung an die freie Landschaft eine besondere Bedeutung zukommen. Die im Wohnungsbauschwerpunkt vorgegebene Siedlungsdichte von 90 Einwohnern pro Hektar orientiert sich an der Siedlungsdichte der Baugebiete Adlerstraße Ost Teil I und II. Eine konzentrierte, kompakte Siedlungserweiterung bietet zudem die Möglichkeit, eine energiesparende und umweltfreundliche dezentrale Wärmeversorgung z.B. mit Kraft-Wärme-Kopplung umzusetzen. Bei großflächigeren Ausweisungen von Bauflächen sind darüber hinaus die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung und die Stellung der Gebäude und Lage der Grünflächen für die Durchlüftung zu berücksichtigen. Lärmbelastungen sind durch Straßen- und Schienenverkehr gegeben und in Bebauungsplanverfahren vertieft zu untersuchen. 2.4.2 Flächenherausnahme / -reduzierung Katzenstein VI Im Flächennutzungsplan 1981 wurde die Wohnbaufläche Katzenstein VI neu dargestellt, bislang aber noch nicht durch einen Bebauungsplan ausgewiesen. Diese Fläche ist im nördlichen Teil stärker geneigt und landschaftlich besonders exponiert. Eine landschaftliche Einbindung des Baugebiets ist aufgrund der topographischen Verhältnisse nicht möglich. Zur Entsorgung sind erhebliche dauerhafte Mehraufwendungen gegenüber einer herkömmlichen Freispiegelentwässerung erforderlich. Daher wird der nördliche Teilbereich zurückgenommen und als Fläche für Landwirtschaft ausgewiesen. 2.4.3 Bereich Kehlen / Schloss Der Bereich um das Schloss ist landschaftlich von besonderem Reiz. Er gilt aber auch als mögliche langfristige städtebauliche Arrondierungsfläche zu den bereits bebauten Flächen. VI Entwicklungskonzeption der Stadt Wernau / Neckar 51

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil A: Begründung 3 Weitere Grundsätze einer zukünftigen Entwicklung 3.1 Hochwasserschutz Infolge der klimabedingten Änderungen der Niederschlagsverteilung sind Neuberechnungen der Hochwasserabflüsse für die großen Flüsse erfolgt, die für das 100-jährliche Ereignis (HQ 100) zu einer Erhöhung von rund 15 % führen und ggf. eine Anpassung von Hochwasserschutzmaßnahmen erfordern. Die vorläufige Fassung der Hochwassergefahrenkarte Neckar (2009) stellt u.a. die bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis sowie die bei einem Extremereignis überfluteten Flächen dar. In Wernau sind bei einem 100-jährlichen sowie bei einem Extremereignis im Neckartal auch bebaute Bereiche wie die Flächen zwischen Bundesstraße 313 und Bahnlinie betroffen, für die in der Machbarkeitsuntersuchung zum Hochwasserschutz am Neckar seitens des Landes Anpassungen der Schutzeinrichtungen für HQ 100 empfohlen sind. Bei einem Extremereignis sind darüber hinaus gewässernahe bebaute Flächen im mündungsnahen Bereich der Fils, Bereich Bahnhof Wernau/ Plochinger Straße sowie am Bodenbach im Bereich Friedhof bis Hermannstraße und südlich der Brühlstraße gefährdet. Zum Schutz der bei HQ 100 gefährdeten Siedlungsbereiche sind Ertüchtigungen bestehender Hochwasserschutzeinrichtungen und für den Bodenbach eine Rückhaltefläche oberhalb der Siedlung vorgesehen. Im Außenbereich sind Flächen im Bereich des Naturschutzgebiets Wernauer Baggerseen betroffen, für die keine Schutzmaßnahmen empfohlen sind. Im Flächennutzungsplan 2010-2025 werden die für Hochwasserschutzmaßnahmen benötigten Flächen von Bebauung freigehalten. Darüber hinaus soll in bebauten hochwassergefährdeten Bereichen auf eine schadensbegrenzende Nutzung (z.B. keine hochwertigen Anlagen in überflutungsgefährdeten Untergeschossen) hingewirkt werden. Neben verstärkten Hochwasserabflüssen wird infolge des Klimawandels künftig auch mit extremeren oder länger anhaltenden Niedrigwasserständen in den Flüssen zu rechnen sein. Um die Auswirkungen auf die Fließgewässerlebensgemeinschaften zu mindern, sind geeignete Maßnahmen wie Umgestaltungen des Niedrigwasserbettes absehbar. Im Sinne des vorbeugenden Hochwasserschutzes und der Verstetigung des Basisabflusses in Trockenzeiten sollen die Böden in ihrer Funktion als flächenhafte Speicher für Niederschlagswasser geschützt werden. In Neubaugebieten soll die Retentionsfähigkeit durch Maßnahmen zur Wasserrückhaltung im Gebiet und eine Begrenzung der Versiegelung (wasserdurchlässige Beläge) gefördert werden. 3.2 Biotopverbund und Förderung der biologischen Vielfalt Der Biotopverbund ist für die dauerhafte Erhaltung der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von besonderer Bedeutung. Zum einen führt die Klimaerwärmung zu Arealverschiebungen vieler Arten, zum anderen wirkt der Austausch von Individuen einer genetischen Verarmung und damit einem erhöhten Aussterberisiko lokaler Populationen entgegen. VI Entwicklungskonzeption der Stadt Wernau / Neckar 52

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