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Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht Zur frühzeitigen Abklärung einer möglichen Betroffenheit von europarechtlich geschützten Arten wurde für die geplanten Wohnbauflächen ein Artenschutzbeitrag erstellt (GÖG, 2010). Darin werden geringe artenschutzrechtliche Konflikte prognostiziert. Für Fauna und Flora besonders wertvolle Gebiete sind von den geplanten Bauflächenausweisungen nicht tangiert. Am Bodenbach ist oberhalb der Brücke zur Kranzhalde eine Hochwasserrückhaltefläche nachrichtlich dargestellt, die innerhalb des Natura 2000-Gebiets „Vorland der mittleren Schwäbischen Alb liegt, desweiteren ist der Bachabschnitt als Naturdenkmal geschützt. Die naturschutzrechtlichen Belange sind im Zuge der Fachplanung darzulegen, insbesondere ist die Verträglichkeit mit dem Natura 2000-Gebiet (Vogelschutzgebiet) im Planfeststellungsverfahren zu gewährleisten. Im Neckartal ist nördlich des Naturschutzgebiets „Wernauer Baggerseen“ das geplante Naturschutzgebiet „Wernauer Neckaraue/ Wendlinger Wasen“ dargestellt. Der Korridor des regionalen Biotopverbunds ist in die Flächen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft einbezogen, die auch Kompensationsmaßnahmen für Bauflächen enthalten. 3.2 Bodenschutz Neben der Berücksichtigung des Naturguts Boden im Naturschutzgesetz werden im Bundesbodenschutzgesetz und im Baugesetzbuch folgende Vorgaben zum Bodenschutz getroffen. 3.2.1 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) Gemäß § 1 BBodSchG sind „nachhaltig die Funktionen des Bodens zu sichern oder wiederherzustellen. Hierzu sind schädliche Bodenveränderungen abzuwehren, der Boden und Altlasten sowie hierdurch verursachte Gewässerverunreinigungen zu sanieren und Vorsorge gegen nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu treffen. Bei Einwirkungen auf den Boden sollen Beeinträchtigungen seiner natürlichen Funktionen sowie seiner Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte so weit wie möglich vermieden werden“. Die natürlichen Bodenfunktionen definiert § 2 BBodSchG wie folgt: „natürliche Funktionen als a) Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen, b) Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen, c) Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigenschaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers. Weiterhin erfüllen Böden Funktionen als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte sowie Nutzungsfunktionen als a) Rohstofflagerstätte, b) Fläche für Siedlung und Erholung, c) Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, d) Standort für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung. II Einleitung 81

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht 3.2.2 Bodenschutzklausel des § 1a BauGB Die Bodenschutzklausel des § 1a Abs. 2 BauGB besagt, dass mit Grund und Boden sparsam und schonend umzugehen ist. Zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen sind die Möglichkeiten der Gemeinde insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. 3.2.3 Regionalplanerische Vorgaben Zum flächensparenden Umgang mit dem Boden und zum Schutz seiner Ausgleichsfunktionen sind im Regionalplan Siedlungsdichten für Orte im Siedlungsbereich von 60 Einwohnern je Hektar und für den regionalen Wohnungsbauschwerpunkt Adlerstraße Ost von 90 Einwohnern je Hektar vorgegeben (Plansatz 2.4.0.8 Z). Außerdem ist der Vorrang der Innenentwicklung (Plansatz 2.4.0.6 Z) verbindlich festgelegt. Hierzu sind die Innenentwicklungspotenziale zu erfassen und der im Planungszeitraum mobilisierbare Flächenanteil bei der Bedarfsermittlung neuer Siedlungsflächen in Abzug zu bringen. 3.2.4 Berücksichtigung der Ziele im Flächennutzungsplan Zum sparsamen Umgang mit der nicht erneuerbaren Ressource Boden sind im Entwurf des Flächennutzungsplans Wernau / Neckar 2010-2025 mehrere alternative Standorte für Wohnbauflächenerweiterungen jeweils im Anschluß an bestehende Siedlungsgebiete untersucht worden. Das Gebiet Adlerstraße Ost, das über eine leistungsfähige Erschließung über die Nordöstliche Randstraße und direkte Anbindung an das Schulzentrum Katzenstein verfügt, ist als Entwicklungsschwerpunkt vorgesehen. Zur Unterstützung der Innenentwicklung führt die Stadt Wernau seit mehreren Jahren ein Bauflächenkataster für Wohn-, Misch- und Gewerbebauflächen, das Baulücken im Siedlungsbestand und bislang unbebaute Flächen in Bebauungsplangebieten erfasst und Bauwilligen zur Verfügung stellt. Die vorhandenen Wohnbauflächenpotenziale im Bestand wurden zu 50% als mobilisierbar eingeschätzt und bei der Bedarfsermittlung zukünftiger Wohnbauflächen bedarfsmindernd berücksichtigt. Für die Erweiterung des Schulzentrums Katzenstein und Betreuungseinrichtungen für Kinder sind Gemeinbedarfsflächen im Bereich Adlerstraße Ost vorgesehen. Bei gewerblichen Bauflächen ist im wesentlichen ein Rückgriff auf Bestandspotenziale vorgesehen, Neuausweisungen sind nur in geringem Umfang geplant. Weitere Flächenausweisungen mit möglichen negativen Wirkungen auf den Boden sind nicht vorgesehen. Die Flächen mit Altlasten werden im Flächennutzungsplan nachrichtlich gekennzeichnet. Um Gefahren für Mensch und Umwelt zu vermeiden, werden die Altablagerungen „Neue Wiesen“ im Neckartal und „Kranzhalde“ behördlich überwacht. Verdachtsflächen sind bei einer Nutzungs- II Einleitung 82

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