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Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht änderung genauer zu untersuchen, um mögliche Risiken (Entsorgung belasteten Bodens) frühzeitig zu erfassen (sog. B-Fälle). Diese liegen der Verwaltung vor. Weitergehende Untersuchungs- oder Sanierungserfordernisse sind derzeit nicht gegeben. 3.3 Gewässerschutz und Hochwasservorsorge 3.3.1 Wasserhaushaltsgesetz und Wassergesetz Baden-Württemberg Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG vom 31. Juli 2009) will durch eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut schützen (§ 1). Die Grundsätze der Gewässerbewirtschaftung formuliert § 6: „(1) Die Gewässer sind nachhaltig zu bewirtschaften, insbesondere mit dem Ziel, 1. ihre Funktions- und Leistungsfähigkeit als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu verbessern, insbesondere durch Schutz vor nachteiligen Veränderungen von Gewässereigenschaften, 2. Beeinträchtigungen auch im Hinblick auf den Wasserhaushalt der direkt von den Gewässern abhängigen Landökosysteme und Feuchtgebiete zu vermeiden und unvermeidbare, nicht oder nur geringfügige Beeinträchtigungen so weit wie möglich auszugleichen, 3. sie zum Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch im Interesse Einzelner zu nutzen, 4. bestehende oder künftige Nutzungsmöglichkeiten insbesondere für die öffentliche Wasserversorgung zu erhalten oder zu schaffen, 5. möglichen Folgen des Klimawandels vorzubeugen, 6. an oberirdischen Gewässern so weit wie möglich natürliche und schadlose Abflussverhältnisse zu gewährleisten und insbesondere durch Rückhaltung des Wassers in der Fläche der Entstehung von nachteiligen Hochwasserfolgen vorzubeugen … . (2) Gewässer, die sich in einem natürlichen oder naturnahen Zustand befinden, sollen in diesem Zustand erhalten bleiben und nicht naturnah ausgebaute natürliche Gewässer sollen so weit wie möglich wieder in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden, wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit dem nicht entgegenstehen.“ Oberirdische Gewässer sind so zu bewirtschaften, dass eine Verschlechterung ihres ökologischen und ihres chemischen Zustands vermieden und ein guter ökologischer und ein guter chemischer Zustand erhalten oder erreicht wird. Bei künstlich oder erheblich veränderten Gewässern wie dem Neckar ist eine Verschlechterung des ökologischen Potenzials und chemischen Zustands zu vermeiden und ein gutes ökologisches Potenzial und ein guter ökologischer Zustand zu erhalten oder zu erreichen (§ 27). Das Grundwasser ist so zu bewirtschaften, dass eine Verschlechterung seines mengenmäßigen und seines chemischen Zustands vermieden wird, alle signifikanten und anhaltenden Trends ansteigender Schad- II Einleitung 83

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht stoffkonzentrationen auf Grund der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten umgekehrt werden und ein guter mengenmäßiger und chemischer Zustand erhalten oder erreicht werden; zu einem guten mengenmäßigen Zustand gehört insbesondere ein Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und Grundwasserneubildung (§ 47). Im Wassergesetz Baden-Württemberg (WG vom 20.01.2005) ist geregelt, dass Gewässerrandstreifen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen der Gewässer dienen. Sie umfassen im Außenbereich die an das Gewässer landseitig der Böschungsoberkante angrenzenden Bereiche in einer Breite von 10 m. Fehlt eine Böschungsoberkante, gilt die Linie des mittleren Hochwasserstands (§ 68b WG). Zur Minderung der Hochwassergefahren sollen Gebiete, die bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis überschwemmt oder durchflossen werden, von (zusätzlicher) Bebauung freigehalten werden (§§ 77, 78, 80 WG, § 78 WHG). Die Hochwassergefahrenkarten mit Flächendarstellungen der Überschwemmungsgebiete und der überschwemmungsgefährdeten Gebiete befinden sich noch in der Plausibilisierung und liegen lediglich als vorläufige Fassung vor. Für die Siedlungsflächen im Neckartal ist erkennbar, dass größere Teile des Gewerbegebiets Neckartal und der Gewerbeflächen auf der rechten Neckarseite bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis überschwemmt werden, da die vorhandenen Hochwasserschutzeinrichtungen nicht ausreichend sind. Bei einem Extremereignis sind im Neckartal Flächen zwischen Bahnlinie und Bundesstraße B 313 von Überflutung betroffen, darunter die Gewerbegebiete links und rechts des Neckars sowie der Bereich um Bahnhof / Plochinger Straße. Im Filstal sind im mündungsnahen Bereich ebenfalls Siedlungsgebiete betroffen. Am Bodenbach können bei einem Extremereignis Überflutungen im Siedlungsbereich bis zur Brühlstraße sowie im Bereich Friedhof bis Hermannstraße nach der vorläufigen Fassung der Hochwassergefahrenkarte Neckar (2009) auftreten. 3.3.2 Regionalplanerische Vorgaben Der Regionalplan sieht die Erreichung der Ziele der europäischen Wasserrahmenrichltinie (Schutz und Entwicklung von naturnahen Oberflächengewässern in ihrer Struktur und Wasserqualität zur Erreichung des guten ökologischen und chemischen Zustands sowie Schutz und Verbesserung der Grundwasservorkommen zur Erreichung eines guten chemischen und mengenmäßigen Zustands) bis 2015 vor. Weitere Ziele sind die Sicherstellung der Trink- und Brauchwasserversorgung bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Grund- und Oberflächengewässern und der vorbeugende Hochwasserschutz. Im Bereich des Wernauer Neckartals mit seinen Hangflanken ist im Regionalplan ein Vorbehaltsgebiet zur Sicherung der Wasservorkommen (Plansatz 3.3.6 Z) ausgewiesen. Am Bodenbach ist oberhalb der Brücke zur Kranzhalde eine Rückhaltefläche für Hochwasser dargestellt. II Einleitung 84

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