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Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010 - 2025

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht 3.3.3 Berücksichtigung der Ziele im Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010-2025 sind keine Siedlungserweiterungen vorgesehen, die das Vorbehaltsgebiet zur Sicherung der Wasservorkommen tangieren. Die Neuausweisung des Naturschutzgebiets und vorgeschlagene Grünflächen unterstützen das Ziel der Sicherung der Wasservorkommen. Zur Verbesserung der Strukturgüte der Oberflächengewässer und zur Erhaltung und Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes sind im Landschaftsplan Maßnahmen vorgeschlagen, die im Flächennutzungsplan Wernau / Neckar 2010-2025 als Flächen / Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 10 BauGB dargestellt sind. Bei einer ökologischen Aufwertung des Neckars wird im Bereich des Neckarwasens der Schutz der dortigen Trinkwasserfassungen vorrangig berücksichtigt. Für die angesichts des Klimawandels erforderlichen Anpassungen der Hochwasserschutzeinrichtungen wurde auf Basis der Berechnungen der vorläufigen Hochwassergefahrenkarte eine Machbarkeitsuntersuchung zum Hochwasserschutz am Neckar erstellt, die für den Siedlungsbereich bereichsweise eine Erhöhung sowie Erweiterung von Schutzdämmen und –wänden empfiehlt. Der hierfür erforderliche (kleinflächige) Flächenbedarf ist im Maßstab des Flächennutzungsplans nicht darstellbar, für die benötigten Flächen wurden jedoch keine entgegenstehenden Ausweisungen getroffen. Am Plochinger Dreieck wird eine kleinere, als Lager- und Abstellfläche genutzte Fläche neu als Gewerbefläche ausgewiesen, um einen dort bereits bestehenden gewerblichen Betrieb zu sichern. Diese Gewerbefläche liegt in einem Bereich, der nach den Berechnungen der vorläufigen Fassung der Hochwassergefahrenkarte Neckar (2009) unter dem Schutzniveau für ein 100-jährliches Hochwasserereignis liegt. Für den ebenfalls betroffenen Bereich des Gewerbegebiets Neckartal werden seitens des Landes Anpassungen der Hochwasserschutzeinrichtungen auf ein 100-jährliches Hochwasserereignis empfohlen. Bei Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durch die Stadt Wernau wird zugleich die neu ausgewiesene Gewerbefläche am Plochinger Dreieck geschützt. Der Bedarf für die im Regionalplan 2020 am Bodenbach dargestellte Hochwasserrückhaltefläche wurde bei der hydrologisch-hydraulischen Neuberechnung des Bodenbachs bestätigt, die Hochwasserrückhaltefläche oberhalb der Ortslage wird im Flächennutzungsplan 2010-2025 nachrichtlich dargestellt. Die bei einem 100-jährlichen Hochwasser oder bei einem Extremereignis von Überflutung betroffenen Flächen sind im Flächennutzungsplan 2010-2025 nach der vorläufigen Fassung der Hochwassergefahrenkarte Neckar (2009) nachrichtlich dargestellt. Das Verfahren der Plausibilisierung der Berechnungswerte ist noch nicht abgeschlossen. Aussagen hinsichtlich einer Überschwemmung sowie hinsichtlich der Anpassung von Hochwasserschutzeinrichtungen stehen deshalb zum Zeitpunkt der Beschlussfassung des Flächennutzungsplans noch unter Vorbehalt. II Einleitung 85

Flächennutzungsplan 2010-2025 Wernau / Neckar Teil B: Umweltbericht 3.4 Klimaschutz und Luftreinhaltung 3.4.1 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) Ziel ist Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre und Kultur- und Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen 3 zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen (§ 1 Abs. 1 BImSchG). Gemäß § 50 BImSchG sind bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen die für eine bestimmte Nutzung vorgesehenen Flächen einander so zuzuordnen, dass schädliche Umwelteinwirkungen und von schweren Unfällen im Sinne des Artikels 3 Nr. 5 der Richtlinie 96/82/EG in Betriebsbereichen hervorgerufene Auswirkungen auf die ausschließlich oder überwiegend dem Wohnen dienenden Gebiete sowie auf sonstige schutzbedürftige Gebiete so weit wie möglich vermieden werden. Bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen in Gebieten, in denen die in Rechtsverordnungen nach § 48a Abs. 1 festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden, ist bei der Abwägung der betroffenen Belange die Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität als Belang zu berücksichtigen. 3.4.2 Klimaatlas Region Stuttgart Die klimaökologischen Belange sind im Klimaatlas der Region Stuttgart ausführlich dargestellt und bewertet. Für die dichtbesiedelte Region ist die Erhaltung und Entwicklung klimatischer Ausgleichsräume wie Freiflächen und Wälder als Kalt- und Frischluftproduzenten sowie Kaltluftabfluss-und Luftaustauschbahnen von besonders hoher Bedeutung. Zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität sind neben weiteren Emisssionsminderungen aus Industrie und Gewerbe auch aus dem privaten Sektor Beiträge erforderlich. Neben der Förderung des ÖPNV und des Fußgänger- und Radverkehrsanteils zur Reduzierung von Kfz- Emissionen ist eine Minderung der Hausbrandemissionen, z.B. durch Dämmung der Gebäude, Einsatz von Solaranlagen etc. anzustreben. 3.4.3 Regionalplanerische Vorgaben Die Ausweisung von großflächigen Grünzügen im Regionalplan als Vorranggebiete dient auch dem Schutz der klimatischen Ausgleichsfunktionen und der Erhaltung der für den Luftaustausch bedeutsamen Luftleitbahnen. 3 Schädliche Umwelteinwirkungen sind Immissionen, das heißt auf bestimmte Güter einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkungen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen. II Einleitung 86

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