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2.) Historische Reminiszenzen (1910) [PDF]

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2.) Historische Reminiszenzen (1910)

Photographische Korrespondenz 1910. Historische Reminiszenzen. Die Geschichte der Photographie gewinnt aktuelles Interesse, weil sie ein Prüfstein ist, ob die enorme Entwicklung des Gesamtgebietes der Photographie von Persönlichkeiten herbeigeführt wurde, deren ursprüng licher Bildungsgang außerhalb des Photographengewerbes lag, oder ob diese Pioniere der Lichtbildkunst im Sinne des von den Zünftlern angestrebten Befähigungsnachweises emporgewachsen waren. Greifen wir einige Förderer der Photographie heraus, deren Namen auch die Zünftler gerne – allerdings mit tendenziöser Verdrehung der Sachlage – im Munde führen. Wir wollen kurz ihre Vorbildung schildern, welche sie vor ihrer Betätigung in der Photographie mitbrachten. Sie brachten keine Lehrlings- und Gehilfenjahre in den neuen Beruf mit, sondern vorwiegend Hochschulstudien, Lehrjahre an Malerakademien, Tätigkeit in der Technik oder Chemie befähigten sie zur Hebung der Photographie. Wäre etwa um diese Zeit der Befähigungsnachweis mit seinen Konsequenzen eingeführt worden, so würde sich die Entwicklungsgeschichte der Photographie vermutlich wesentlich anders gestaltet haben. Zuerst wollen wir von Rabending, dem Erfinder der Negativretusche, dieses Danaergeschenks für nur handwerksmäßig geübte Hände, sprechen. Emil Rabending, welcher in den 60er Jahren nach Wien kam, war Photo graph, aber er brachte die Bildung eines Malers mit. Er war Mitglied der Wiener Photographischen Gesellschaft seit dem Jahre 1864 und bezeich nete sich selbst bei seiner Anmeldung in diesen Verein als Maler. Dank seiner Vorbildung lag ihm auch die Idee nahe, durch zeichnerische Nachhilfe das Negativ, und zwar anfänglich mit Rosafarbe, später mit Graphitstiften, zu verbessern, was früher keinem anderen Berufsphotographen eingefallen war. – Die in einer genossenschaftlichen Zeitung kürzlich aufgetauchte Meldung, daß Rabending anfangs »Silberoxyd« zur Retusche verwendete, ist unrichtig. So ungeschickt und unwissend war Rabending nicht, daß er ein lichtunechtes Material, einen nur durch chemische Prozeduren zu gewinnenden Edelmetallniederschlag, verwendet hätte, der zur Negativretusche ganz ungeeignet erscheint; er nahm eben die Materialien des Malers, welche ihm ja nahelagen. Gehen wir auf den Münchener Erfinder Albert über, von dem die genossenschaftliche Zeitung Konfuses meldet und der gewiß kein lehrlingsmäßig herangewachsener Photograph war. Der Betreffende hieß Josef Albert 1 ) und nicht E. (nicht der Vater, sondern dessen Sohn heißt Eugen); er war der Sohn eines Kreis ingenieurs, besuchte in München das Gymnasium und später das Polytechnikum, um sich dem Baufache zu widmen. Damals gab sich ein Hausgenosse, Prof. Festner, nach dem Bekanntwerden von Daguerres Erfindung photographischen Versuchen hin und der junge Architekt Albert widmete diesen Bemühungen so große Teilnahme, daß er sich der Photo graphie zuwandte. Sein Sohn Dr. Eugen Albert, der die Kollodiumemulsion in die Praxis einführte, besuchte die technische Hochschule und erwarb auf der Universität den philosophischen Doktorgrad, auf Grund einer wissenschaft lich-optischen Arbeit, welche ihn zu seinen farbentonrichtigen Platten führte. J. B. Obernetter, einer der berühmtesten deutschen älteren Photo chemiker, »welcher ein Einstaubverfahren, ein Ätzverfahren und ein Emulsionsverfahren erfand«, war der Sohn eines Inspektors im königlich topographischen Bureau in München, zeigte schon in frühester Jugend Neigung zum Studium der Chemie, welchen Zweig der Wissenschaft er sich auf der Universität Leipzig unter Prof. Erdmann, in Heidelberg unter Bunsen und endlich in München unter Leitung Pettenkofers, Liebigs und Kaisers voll und ganz widmete. Liebig war derjenige, der ihm den Rat gab, sich der Photographie zu widmen. 1 ) Josef Albert führte den Lichtdruck in die Praxis ein; der Licht druck selbst wurde von A. Poitevin, einem Salineningenieur, erfunden. 1

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