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ohne - Kreon

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Resektion der

Resektion der Bauchspeicheldrüse 36 • Duodenumerhaltende Pankreasteilresektion Immer häufi ger wird, insbesondere von der Schule von BEGER (BEGER 1987, BEGER und Mitarbeiter 1989, BITTNER 1994, BÜCHLER 1995), ein Verfahren angewendet, bei dem Duodenum und Magen erhalten bleiben, der Pankreaskopf aus dem Duodenum herauspräpariert und reseziert wird und eine Anastomose zwischen einem Jejunuminterponat und dem Pankreasschwanz bzw. mit der Schnittfl äche des Pankreasrests am Duodenum angelegt wird (Abb. 4). Diese Operation ist offensichtlich ähnlich anspruchsvoll wie diejenige nach WHIPPLE (TREDE 1987) und führt wohl auch in ähnlichem Umfang zu einer exokrinen Pankreasinsuffi zienz. Das Duodenum bleibt zwar erhalten, es ist jedoch davon auszugehen, 1. Jejunuminterponat 2. Y-Roux Anastomose 2 1 Abb. 4: Schematische Darstellung der duodenumerhaltenden, partiellen Pankreatektomie (mit freundlicher Genehmigung von M. M. W. BÜCHLER 1995)

dass hier ein saures Milieu herrscht, weil der alkalisierende Bauchspeichel weiter distal zugeführt wird. Deswegen ist die Substitution von säuregeschützten Verdauungsenzymen bei den meisten Patienten unerlässlich. Vorteilhaft bei dieser Operation sind die Erhaltung der Papille und damit die offenbar selteneren Gallenwegserkrankungen. Gutachterlich ist allerdings zu berücksichtigen, dass dieser Vorteil bei denjenigen Patienten verlorengeht, bei denen zusätzlich eine biliodigestive Anastomose angelegt werden musste, weil es präoperativ zu einer Cholostase gekommen war. Auch hier muss ein ggf. vorhandener Diabetes mellitus berücksichtigt werden. Allerdings soll dieser (BITTNER et al. 1994) seltener sein, weil die enteroinsuläre Achse offensichtlich intakt bleibt. Veränderung Pathophysiologie 1. Magen o o o Funktionsminderung 2. Duodenum Übersäuerung Partieller Funktionsverlust Ulcus? + bis + + + 3. Papille o (+) o Bilio-digestive Anastomose o (+ bis + +) 4. Gallenblase o (+) o o 5. Pankreas Teilresektion ( 1 /2 - 2 /3) Exokrine Insuffi zienz Ggf. Diabetes mellitus 6. Milz o o 7. Desintegration der Oberbaucheinheit Pankreasressekretion fl ießt ins Jejunum Verdauungsinsuffi zienz (Zymogenaktivierung) + + bis + + + o bis + + + = leicht ++ = mittel +++ = schwer o = keine Veränderung GdB 30-60 Tab. 7: Partielle Pankreatektomie (duodenumerhaltend) Resektion der Bauchspeicheldrüse + 37