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Resektion der

Resektion der Bauchspeicheldrüse 40 Totale Pankreatektomie Bei der totalen Pankreatektomie werden neben dem Pankreas 2 /3 des Magens, das Duodenum, die Gallenblase und die Milz entfernt (Abb. 3). Diese Resektion ist mit allen Komplikationen behaftet, die für die Teilresektionen beschrieben werden. Ein kleiner Vorteil besteht allenfalls darin, dass die schwierige pankreaticoenterale Anastomose mit ihren Komplikationen entfällt. Zusätzlich zu dem schwer einstellbaren Diabetes mellitus sind die Folgen der Magenresektion, der Gallengangsanastomose und der totalen exokrinen Pankreasinsuffizienz zu berücksichtigen. Die Verdauung und – damit verbunden – die Menge der resorbierten Kohlenhydrate wird zudem durch Störungen der gastrointestinalen Motilität beeinflusst. Ohne Enzymsubstitution sind die Patienten nicht lebensfähig. Die Einstellung des durch die totale Entfernung der Bauchspeicheldrüse entstandenen Diabetes mellitus = pankreopriver Diabetes = Diabetes mellitus Typ 3C ist eine besonders schwierige Aufgabe (CREUTZFELDT 1971, WILLIG 1980, POLL et al. 1982, WILLIG und DRESCHER 1988 und 1992). Die Patienten neigen zu Hypoglykämien, die u. a. dadurch zustande kommen, dass Glukagon, der Antagonist des Insulins, nicht mehr ausreichend synthetisiert wird. Außerdem hängt der labilere Glukosespiegel davon ab, dass die Verdauung und damit die Resorption nicht immer gewährleistet ist. Diese Insulinempfindlichkeit kann durch kleine Veränderungen der therapeutischen Insulindosis demonstriert werden (WILLIG 1980). Die von uns beobachteten mehr als 70 totalpankreatektomierten Patienten (WILLIG und SINGER 1994) benötigten zwischen 16 und 44 Einheiten Insulin pro Tag (durchschnittlich 27,2 Einheiten). Dieser Wert entspricht auch den in der Literatur bekannten Daten (CREUTZFELDT 1971, CRUCITTI et al. 1994). Hypoglykämien sahen wir in der Klinik selten. Allerdings wurde uns von häuslichen Hypoglykämien berichtet. Ein diabetisches Koma ist bei unseren Beobachtungen nicht aufgetreten. Diätberatung und ausreichende Substitution mit Pankreasenzymen sind außerordentlich wichtig. Die totale Pankreatektomie hinterlässt eine Reihe von Folgezuständen, mit denen nur sorgfältige Patienten bei guter und regelmäßiger ärztlicher Betreuung ein bilanziertes Leben führen können.

Dass dies möglich ist, haben wir an vielen Einzelbeobachtungen feststellen können. Der Eingriff ist jedoch so weitgehend, dass ein GdB von 100 in jedem Fall angemessen ist (Tab. 9). Dieser wird auch erfahrungsgemäß von allen Versorgungsämtern gewährt. 1. Magen Veränderung Pathophysiologie 2 /3-Resektion 2. Duodenum Resektion 3. Papille Resektion Komplikationen der Magenteilentfernung Resorptionsverlust Maldigestion (Enterokinase) Offene biliodigestive Anastomose Chronische Cholangitis Chronische Cholostase 4. Gallenblase Resektion o 5. Pankreas Resektion 6. Milz Entfernung 7. Desintegration der Oberbaucheinheit Tab. 9: Totale Pankreatektomie Humorale und nervale Unterbrechung Exokrine Insuffi zienz Endokrine Insuffi zienz Pankreopriver Diabetes Haematol Immunol Verdauungsinsuffi zienz Verlust der Gegenregulation Resektion der Bauchspeicheldrüse Funktionsminderung + bis + + + + + + + + + + + + + = leicht ++ = mittel +++ = schwer o = keine Veränderung GdB 100 + + + 41

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