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Internistische

Internistische Konsequenzen 50 Die Stoffwechseleinstellung muss sorgfältig erfolgen (Insulin und Diät), weil durch die immer vorhandene Verdauungsinsuffizienz Hypoglykämien (Unterzuckerungen) zu befürchten sind. Die regelmäßige Einnahme der Pankreasenzympräparate dient deswegen auch der guten Einstellung des Diabetes mellitus. 2. Maldigestion: (betrifft in unterschiedlichem Umfang alle partiellen Pankreasresektionen) Wieviel der verbliebene Teil der Bauchspeicheldrüse noch zur Verdauung beitragen kann, muss internistisch geprüft werden. Leider reicht die Restfunktion der Bauchspeicheldrüse bei den meisten Patienten nicht aus. Die Gabe von Enzympräparaten ist deswegen bei den meisten Patienten bei jeder Mahlzeit erforderlich. Besonders bei den Patienten nach magenerhaltender Operation ist es wichtig, dass die Enzympräparate säureresistent sind. Im Rahmen der Verdauungsinsuffizienz kommt es auch hier zu einem zusätzlichen Bedarf an Calcium, Magnesium und Eisen. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K müssen regelmäßig durch Injektionen zugeführt werden. 3. Durch die Magenteilresektion (totale Pankreatektomie und WHIPPLE-Operation) ist die Reservoirfunktion des Magens eingeschränkt. Auch hieraus ergibt sich die Notwendigkeit häufiger kleiner Mahlzeiten (Diätrichtlinien siehe S. 58). Vitamin B12 sollte regelmäßig ersetzt werden, weil durch die Resektion von Magen und Bauchspeicheldrüse ein wichtiger biologischer Faktor fehlt. Bei der magenerhaltenden und duodenumerhaltenden Resektion wird der Magen nicht operiert. Es kann deswegen erforderlich sein, zur Säurehemmung und zur Vermeidung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcera) säurehemmende Präparate auf Dauer zu verabfolgen.

4. Die Entfernung des Duodenum (totale Pankreatektomie und Operation nach WHIPPLE) bedeutet, dass der obere Dünndarm (Jejunum) die Aufgaben des Zwölffingerdarms übernehmen muss, was teilweise möglich ist. Nur im Duodenum wird ein Enzym, die Enterokinase, gebildet, das für die Aktivierung der in der Bauchspeicheldrüse gebildeten Enzyme nötig ist (siehe S. 25). 5. Der Gallengang Internistische Konsequenzen (totale Pankreatektomie und Operation nach WHIPPLE) muss in eine Dünndarmschlinge neu eingepflanzt werden, weil die eigentliche Mündungsstelle, das Duodenum, entfernt wurde. Die neue Verbindung besitzt keinen Schließmuskel, weswegen es leichter zum Eindringen von Bakterien in die Gallenwege kommt (Entzündungsgefahr). Das Auftreten einer Cholangitis ist zumeist mit deutlichem Fieber verbunden, bevor es zu einer bakteriellen Blutvergiftung kommt (Sepsis). Es müssen deswegen geeignete Antibiotika verordnet werden. Mit bildgebenden Verfahren (Sonographie, Röntgen) sollte nach einer Cholostase bzw. nach Luft in den Gallenwegen gefahndet werden. 6. Die pankreato-jejunale Anastomose (operative Verbindung zwischen Dünndarm und verbliebenem Rest der Bauchspeicheldrüse) ist bei der Operation nach WHIPPLE bzw. bei der duodenumerhaltenden Resektion die empfindlichste Verbindung. Komplikationen an dieser Stelle treten meist früh nach der Operation auf (Nahtdehiszenz = die Verbindung ist nicht vollständig, es kann zum Austritt von Bauchspeichel kommen). Außerdem kann es zu einer Entzündung im verbliebenen Drüsenrest kommen (Restpankreatitis). 51

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