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ohne - Kreon

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96 5. Diäthinweise bei

96 5. Diäthinweise bei häufig auf- tretenden Verdauungsproblemen 5.1 Blähungen Der Dickdarm enthält eine reiche Bakterienflora (Darmflora). Unverdaute Nahrungsbestandteile (z. B. Cellulose) werden durch diese Bakterien zersetzt, es entsteht reichlich Gas. Die Gasbildung kann zu unerwünschten Blähungen führen. Häufigste Nahrungsbestandteile, die Blähungen auslösen: • Hülsenfrüchte • Derbe Kohlsorten • Rosenkohl • Grünkohl • Sauerkraut, auch Sauerkrautsaft • Blumenkohl • Rettich • Schwarzwurzeln • Lauch • Schnittlauch • Zwiebeln • Knoblauch • Rohe Pflaumen • Birnen • Trockenobst • Frisches Brot • Frisches Hefegebäck

• Getreiderohbreie (Müsli) • Sorbit (Zuckeraustauschstoffe für Diabetiker) • Evt. auch größere Mengen Fruchtzucker • Kohlensäurehaltige Getränke • Apfelsaft • Werden MCT-Margarine und -Öl verwendet, kann es bei zu schneller Steigerung der Fettmenge zu Blähungen kommen. Weiterhin ist zu beachten: • Luftschlucken beim Essen und Trinken ist zu meiden • Die exokrine Pankreasinsuffizienz (ausreichend Enzyme?) • Resorptionsstörung (z. B. Unverträglichkeit von Milchzucker) • Wichtig ist, die als blähend empfundenen Nahrungsmittel zu vermeiden. Küchentechnisch ist zu beachten: • Beim Garen von kritischen Gemüsen, z. B. Blumenkohl, keinen Deckel auf den Topf geben. Mit dem Dampf entweichen blähende Stoffe. Aus diesem Grunde auch keinen Dampfdrucktopf verwenden. • Bei bedenklichen Gemüsesorten das Kochwasser nicht verwenden. Auch dieses kann zu Blähungen führen. • Wo immer es möglich ist, Kümmel zum Gemüse geben; entweder als Körner oder Kümmelpulver, das die gleiche blähungshemmende Wirkung hat und unauffällig wirkt (z. B. beim Garen von Möhren). Diätetik 97