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Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Methoden der

Methoden der Verdunstungsbestimmung 58 ___________________________________________________________________________ 4.6.3 Weitere empirische Ansätze In die Systematik schwer einzuordnen sind statistische Näherungslösungen, die unter Berück- sichtigung einzelner meteorologischer Größen oder in multipler Ableitung erarbeitet wurden. Hier steht weniger die mathematische Darstellung physikalischer Zusammenhänge, als die Suche nach der Funktion, die eine optimale Anpassung gewährleistet, im Vordergrund. Das Ziel der Untersuchungen bestand oftmals darin, Ansätze anzubieten, die eine Berechnung der Ver- dunstung aus den verfügbaren Daten routinemäßiger meteorologischer Beobachtungen ermög- lichen. Beispielhaft für eine derartige Parameter- und Modelloptimierung werden die Ergebnisse von RICHTER (1977) dargestellt (Tab. 4-10). Die Grundlage der Eichfunktionen bildeten Floßver- dunstungskesselmessungen am Stechlinsee, die durch Untersuchungen an den Talsperren Spremberg und Pöhl ergänzt wurden. Die Kalibrierung der gefundenen Ansätze erfolgte mit den Daten meteorologischer Beobachtungen an nahegelegenen Stationen. Tab. 4-10: Regressionsbeziehungen zwischen der Verdunstung (E) und ausgewählten hydrometeorologischen Elementen (Dekadenmittel) für den Stechlinsee nach RICHTER (1977) (ermittelt auf Grundlage von Floßverdunstungskes- selmessungen) (4.6-29) E = 0,248 tWO - 0,838, r = 0,859; (4.6-30) E = 0,214 tL + 0,396, r = 0,738; (4.6-31) E = 0,00543 Q + 1,414, r = 0,549; (4.6-32) E = 0,370 u + 2,546, r = 0,173; (4.6-33) E = 0,241 u 0,5 (E0 - eL) + 0,00230 QG - 0,022, r = 0,965; (4.6-34) E = 0,218 u 0,5 (E0 - eL) + 0,0824 tL - 0,101, r = 0,967; (4.6-35) E = 0,337 (E0 - eL) + 0,00237 QG - 0,036, r = 0,942 (Q in cal * cm -2 * d) SCHENDEL (1967) gab eine Gleichung an, die mit Temperatur und Luftfeuchte einfach zu bestimmende Eingangsdaten für die Berechnung der Verdunstung nutzt. Die Gleichung eignet sich für die Bestimmung von Tages-, Wochen- und Monatsmitteln der potentiellen Evaporation, wobei eine bestmögliche Übereinstimmung der berechneten mit den gemessenen Werten für

Methoden der Verdunstungsbestimmung 59 ___________________________________________________________________________ Monatswerte gegeben ist. Die Eichung erfolgte an den Messwerten von Class-A-Pfannen, die sich durch Multiplikation mit dem Faktor 0,7 ± 0,1 in die Abschätzung der Verdunstung von freien Wasserflächen einbeziehen lässt. (4.6-36) E = f * (t / H) mit: f ... empirischer Faktor, von SCHENDEL mit 480 angegeben t ... Monatsmittel der Temperatur H ... Monatsmittel der Luftfeuchte. Der Ansatz von SCHENDEL ist für Lufttemperaturen oberhalb des Gefrierpunktes definiert. PREUSS (1976) modifizierte den empirischen Faktor f für die einzelnen Monate und konnte so eine Verbesserung der Anpassung erreichen. Darin sind: f = 771 (April), f = 668 (Mai), f = 578 (Juni), f = 478 (Juli), f = 439 (August), f = 318 (September) und f = 181 (Oktober).

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