Aufrufe
vor 5 Jahren

Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Ermittlung ausgewählter

Ermittlung ausgewählter Eingangsgrößen 72 _________________________________________________________________________ (1949) mit a = 0,82, b = 0,25 und c = 0,413. Diese Resultate basieren auf Nacht- und Tagesmessungen an der Seewetterwarte in Warnemünde. Die Eingabe von e in Gleichung 5.4- 1 erfolgt in Torr (bzw. hPa * 1,33). Ein anderer, ebenfalls häufig angewandter Ansatz, wurde durch BRUNT (1932) entwickelt: (5.4-2) QGA = σ TL 4 (a + b √e). Daneben wurde eine Reihe von regressionsanalytischen Eichungen vorgenommen, in denen lediglich die Lufttemperatur als Variable einging. Beispielhaft wird die Gleichung von IDSO & JACKSON (1969) wiedergegeben: (5.4-3) QGA = σ TL 4 (1 - a [-b{273-TL}exp2] ). Die recht guten Ergebnisse, die mit Gleichungen dieser Form erreicht werden, resultieren nach IDSO (1974) aus folgenden Annahmen: 1. Die oberflächennahe Schicht der Atmosphäre, die soviel Wasserdampf enthält, dass der größte Teil der an der Erdoberfläche messbaren langwelligen Eigenstrahlung der Atmosphäre von ihr ausgeht, ist in der Mehrzahl der Fälle relativ geringmächtig, so dass die Temperaturen der Luft nur wenig differieren. Die Emission langwelliger Strahlung aus dieser Luftschicht ist vor allem eine Funktion der Temperatur, die Berücksichtigung des aktuellen Dampfdruckes daher nicht notwendig. 2. Aus der Korrelation von Temperatur und Wasserdampfgehalt der Luft ergibt sich, dass der Wasserdampfdruck nicht einbezogen werden muss. Probleme und Unsicherheiten, die aus diesen Annahmen, die nicht immer zutreffen, resultieren, wurden diskutiert. Wesentlich ist, dass die genannten Ansätze lediglich für wolkenlose Verhältnisse Gültigkeit besitzen. Bei Anwesenheit von Wolken werden Korrekturen vorgenommen. Die Wolkenart und der Bedeckungsgrad des Himmels finden dabei Berücksichtigung: (5.4-4 ) QGAW = QGA * (1 + k * W 2,5 ) (BOLZ 1949). Darin sind QGAW die atmosphärische Gegenstrahlung bei Anwesenheit von Wolken, k eine wolkenartspezifische Konstante (Cirrus 0,04, Altostratus 0,2, Cumulus 0,2, Stratus 0,24, Mittelwert 0,22) und W der Bedeckungsgrad des Himmels (in 1/10). Die Messung der atmosphärischen Gegenstrahlung wird mit Hilfe von Pyrgeometern verschiedener Bauart durchgeführt und ist relativ störanfällig (BOLZ & FALCKENBERG 1949). Sie werden vorrangig für Nachtmessungen eingesetzt. Ein anderer Weg besteht in der Messung der aus dem Halbraum eingehenden Strahlung über

Ermittlung ausgewählter Eingangsgrößen 73 _________________________________________________________________________ alle Wellenlängen mit Hilfe eines Radiometers bzw. Pyrradiometers (MONTEITH 1972). Von dieser wird die mit einem temperaturkompensierten Pyranometer gemessene Globalstrahlung abgezogen (IDSO 1974). 5.5 Niederschläge Als Niederschlag bezeichnet man sowohl den Vorgang des Ausscheidens atmosphärischen Wassers an der Erdoberfläche in fester oder flüssiger Form, die Kondensations- und Resublimationsprodukte an sich sowie die Menge des Niederschlages als Wasserbilanzgröße. Es werden verschiedene Niederschlagstypen und -arten unterschieden. Wasserhaushaltliche Bedeutung haben vor allem die durch hebungsbedingte Abkühlung und nachfolgende Kondensation entstehenden, fallenden Niederschläge. Diese erreichen die Erdoberfläche in Form von Sprühregen, Regen, Schnee, Graupeln, Eiskörnern und Hagel. Als Niesel- oder Sprühregen werden flüssige Niederschläge mit kleinen Tropfendurchmessern (≤ 0,5 mm) bezeichnet. Bei Tropfen von etwa 0,5 bis 5 mm Durchmesser (in Starkregen bis 8 mm) spricht man von Regen. Schnee als fester Niederschlag besteht aus baum- oder sternartig verzweigten Kristallen mit hexagonaler Struktur, die zum Teil als Zusammenballungen mehrerer Kristalle oder von Kristallen und Wassertröpfchen aggregiert vorliegen. Abgesetzte Niederschläge, insbesondere Tauniederschläge, können in Mitteleuropa etwa 2 - 4 % des Gesamtniederschlages ausmachen. Sie werden durch Kondensation gebildet, wobei auf Wasserflächen natürlich keine sichtbare Taubildung und -ansammlung wie auf festen Gegenständen auftritt, oder aber durch Resublimation auf Eisflächen. Abgefangene Niederschläge entstehen durch das Herauskämmen bereits in der Atmosphäre kondensierter Wassertropfen aus der Luftströmung. Es werden Nebelniederschläge (Nebeltraufe) und Nebelfrostablagerungen (Rauhreif, Rauhfrost, Rauheis) unterschieden. Abgefangene Niederschläge können in Waldbeständen Anteile an der Wasserbilanz von etwa 3 - 6 % erreichen (DYCK & PESCHKE, 1992). Zu der Wasserzufuhr durch abgefangene Niederschläge in vegetationsbestandenen Wasserflächen, insbesondere Schilfgelegen, sind keine Angaben verfügbar. Die geringere Bestandshöhe wird hier möglicherweise durch eine erhöhte Nebelhäufigkeit über den Gewässern und die meist hohe Dichte des Schilfbestandes ausgeglichen (siehe auch 6.3.2). Die punktuelle Erfassung der Niederschläge wird in standardisierten Geräten, in Deutschland mit dem Regenmesser nach HELLMANN vorgenommen. Dieser hat eine Auffangfläche von 100 cm 2 , die in 1 m Höhe über dem Erdboden exponiert wird. Die Nie- derschlagsmessung erfolgt an den Stationen des Deutschen Wetterdienstes täglich um 7°° Uhr.

Grundlage der Sterilisationstechnik
1 Physikalische Grundlagen der Klimaarchive Eis und Grundwasser ...
Umgang mit wissenschaftlicher Literatur. - Blogs Freie Universität ...
Grundlagen der Pferdereproduktion - Peter Richterich
2 > Methodische Grundlagen
Flyer der Landbauschule - Freie Landbauschule Bodensee
Grundlagen Eigenschaften - Ein Würfel System
Grundlagen der Filtertechnik - HS Luftfilterbau GmbH
Grundlagen und Anwendungen in der ... - GFE Aachen
WiMi Progamm - Freie Universität Berlin
Rechtliche Grundlagen, Wasserrecht, Bergrecht - Geothermie
Private Badelandschaftenim Freien - Pool
Private Badelandschaftenim Freien - Pool
Grundlagen des Handballs Teil 3 - TV Gottmadingen
Das Intercultural Media Training - Verband Freier Radios Österreich
Seen und Sehenswürdigkeiten - Freie-texterin.de
Feng Shui Gartendesign Grundlagen - Schirner Verlag
Klimagerät auf Grundlage des Luftreinigers - creative-recycling bei ...
Mit 40kg Freigepäck Mit 40kg Frei nach El Quesir - Tauchclub Triton ...
Bitburg -mehr als eine BierMarke? - Freie Christliche Schule ...
Marktplatz freie Stellen im Bayerischen Behördennetz Grundlagen ...