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Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Die Verdunstung freier Wasserflächen – Grundlagen

Sonderfälle 82

Sonderfälle 82 _________________________________________________________________________ Die Verdunstungsminderung durch erhöhte Salzgehalte des Wassers ist insbesondere für den Wasserhaushalt von Seen in den Trockengebieten der Erde von größerer Bedeutung. Eine sehr anschauliche Berechnung für das Tote Meer wurde von STANHILL (1994) vorgelegt. Die Verdunstung von der Oberfläche des hypersalinen Sees sowie relevante Parameter wurden hier für verschiedene Zeitabschnitte geschätzt und dargestellt (Tab. 6-1). Tab. 6-1: Totes Meer - Verdunstung und verschiedene Parameter in unterschiedlichen Perioden sowie unter Annahme einer Zuleitung von Mittelmeerwasser (nach STAN- HILL 1994) Parameter Umrißgestalt Seespiegelhöh e (m) Fläche (km 2 ) Dichte (g cm -3 ) Oberflächentemperatur (°C) Verdunstung (mm a -1 ) vor 1951 -397 950 1,170 26,5 1269 1959-1960 -398 940 1,205 27,3 1228 1983-1987 -405 686 1,235 27,6 1049 Hypothetischer Mittelmeer - Totes Meer - Kanal -397 950 1,038 23,8 1659 Deutlich wird das Absinken des Seespiegels und die entsprechende Abnahme der Seefläche in den letzten 50 Jahren als Folge des nutzungsbedingt geringeren Zuflusses über den Jordan. Die ansteigenden Salzgehalte gehen trotz zunehmender Oberflächentemperaturen mit einer Verringerung der Verdunstungsrate einher. Bei hypothetischer Zuleitung von Mittelmeerwasser über einen Kanal (4.) würden sich der Wasserstand bei -397 m und damit die Fläche bei 950 km 2 stabilisieren. Durch Einschichtung des spezifisch leichteren Mittelmeerwassers in der Oberflächenlamelle würden sich der Sättigungsdampfdruck und damit auch das Sättigungsdefizit über der Wasserfläche erhöhen, die Verdunstungsrate wäre stark erhöht.

Sonderfälle 83 _________________________________________________________________________ 6.2 Die Verdunstung und Sublimation von der winterlichen Eisdecke Verdunstungs- und Sublimationsverluste von der winterlichen Eisdecke sind im Rahmen wasserhaushaltlicher Untersuchungen kaum exakt zu bestimmen. Da die absolute Höhe der Wasserdampfabgabe an die Atmosphäre aber relativ gering ist, können hier oftmals Schätzungen an die Stelle messtechnischer Lösungen treten. Der Sättigungsdampfdruck ist über Schnee- und Eisflächen deutlich herabgesetzt (vgl. Abb. 6-1, 2). Abb. 6-1, 6-2 : Sättigungsdampfdruck über Wasser und Eis Aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit und des darunter befindlichen, relativ warmen Wasserkörpers liegen die Temperaturen von Eisflächen oftmals beträchtlich über denen der Luft. Dieser Unterschied nimmt im Allgemeinen mit sinkender Lufttemperatur zu und wachsender Eismächtigkeit ab (RICHTER 1965). Schneedecken weisen bei hoher Wärmekapazität und geringer Wärmeleitfähigkeit, aus der ein beträchtlicher Isolationseffekt resultiert, meist geringere

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