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Dr. Heinz-Josef Horstschäfer: "Haus Altenmdorf - enge Kontakte

Dr. Heinz-Josef Horstschäfer: "Haus Altenmdorf - enge Kontakte

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Nr. 1) an, mit der Belagerung von Rheinberg und der Einnahme der schwer umkämpften Festung Bonn 1743, wo er Stabsritmeister wurde. Ein Jahr später erhielt er eine Kompanie. Nach dem Sieg bei Malplaquet in Frankreich 1709 - in dieser Schlacht wurde sein Schwager Jobst Adam von Grüter (1686 - 1756) vom Hause Altendorf als Stabsrittrreister schwer verwundet - . erhielt er 1710 seine Befürderung zum Major. Zwei Jahre später 1712 war von Buddenbrock Oberstleutnant. Am 08. Jrmi 1713 starb seine Frau Anna Clara Catharina von Grüter auf dem Gut Tilsewischken mit erst 38 Jahren. Den Pommemfeldäg im lkieg gegen Schweden l7l5 machte von Buddenbrock mit seinem Regiment mit. Er wurde 1718 Oberst. Am 11. Mai 1720 wurde er Kommandeur seines Kärassienegimentes Nr. I und am 18. JrÄi 1724 als Nachfolger des Generalmajors Kuno Emst von Bredow auch sein Chel nachdem er ihm bereits 34 Jahre 1728 empfing er seine Ernennung zum Generalmajor. Ab 15. Juli 1729 gab ihm der König Friedrich Wilhelm I.(1713 * 1740) die Amtshauptmannschaften in Labiau und Neuhausen. ln der Affäre des Kronprinzen Friedrich im August 173A, der gegen seinen Vater Friedrich Wilhetn I. wegen dessen strenger soldatischer Disziplin und Erziehungsgewalt rebellierte und als Achtzehnjähriger zus{ü}men mit seinem Freun4 Leuürant Hans Hermann von Katte, Sohn des späteren Generalfeldmarschalls Hans Heinrich Graf von Katteo versuchte, aus dem Lande nach Frankreich zu fliehen, befahl der tiberaus mißtauische König nach der Ergreifung dem Wilhelm Dietich von Buddenbroclg unter welchen Vorsichtsmaßregeln der Kronprinz von Wesel quer durch die verschiedenen Staatsgebiete zur Festung Käshin gebractr werden sollte. Beide wurden wegen Fahnenflucht vor ein Kriegsgericht im Schloß Köpenick gestellt und von Katte zu lebenslanger Festungshaft vsrurteilt. Fär den Kronprinzen ftihlte sich_ das Gericht nicht zuständig, Der gestrenge Vater verlangt ftir die Frewrde gleiches Recht, ftir beide die Todessfrafe. Da erhebt sich mutig der Generalmajor von Buddenbrock, wendet sich an seinen König Friedrich Wilhelm I. und spricht: ,,Wenn Ew. Majestäit Blut verlangen, so nehmen Sie meines, das des Kronprinzen bekommen sie nicht, solange ich noch sprechen darf," Der König zeigte sich tief beeindruckt und bestand jetzt nur noch darau{ daß zur ewiglichen Abschreckung der junge Friedrich der Hinrichtung seines Freundes Katte mit dem Schwert io der Festung Küshin beiwohnen mässe. Kronprinz Friedrich hat das mutige Aufueten seines Lebensretters nie vergessen. Am 14. Juli 1739 wurde V/ilhelm Dietrich von Buddenbrock in das Gefolge des Königs Friedrich Wilheln L {1713 - n4q aufgenommeno zum Genenlleuhant befordert und er erhielt am 18. August d. Js. den höchsten preußischen Orden vom Schwarren Adler (vergeben von 1701 - 1918). Er war Mitglied des Tabal*ollegiums und auch des Königs Gesellschafter am Sterbelager.3

Am 02, Mai 1740 wurde Wilhelm Dietrich von Buddenbrock ,,wegen seiner rtihmlichen Qualitäten und seiner langiährigen und dero königlichem Haus geleisteten treuen Dienste" als Generalleutrant und Ritter vom Schwarzen Adler mit evangelisch lutherischer Religion zum Propst des adeligen Damenstiftes St. Walburgis in Soest gewählt, wo er zuvor wahrscheinlich auch seine Frau Anna Clara Catharina von Grtiter kennengelernt hatte. Diese war in noch kindlichem Alter von l0 Jahren am 05. Mai 1685 als refonnierte Kanonissin in dieses Stift und hatte alrl.29. Januar 1698 mit grrt22 Jahren wegeü ihrer Heirat resigniert und das Stift verlassen. König Friedrich \I/ilhelm I. hatte dem Stift anvor die Empfehlung gegeben, seinen Generalleutnant zum Propst zu wählen, zumal er einer der besten Kavallerieführer des 18. Jabrhuaderts sei. Sein VotgEinger als Propst im Walburgis-Stift war der katholische Goswin Diederich von Krane vom Hause Matena bei Welver. Er war kurz zuvor gestorben. Er entstammte der Altendorfer von Krane-Linie (siehe Ahnhen Johann von Krane). Kurioserweise hatte sich neben dem Vater Wilhelm Dietrich auch noch sein jtingster Sohn, Johann Heinrich Wilhelm Jobst von Buddenbrock, kgl. preußischer Major, der fiA7 auf Haus Altendorf geboren ist, zur Wahl als Propst gestellt. Dem Vater Wilhelm Dietich hat sein Schwager Jobst Adam von Grüter aus Altendorf am 29. September 1737 dre Präpende am St. Walburgis-Stift für 1000 Reichstaler verschafft, die er bei der Witwe von Berswordt zu Dortnuod geliehen hatte.a Die zu der Tnitim Stift St. Walburgis lebenden Kanonissinnen aus Altendorf Agnes Elisabeth Helene von Grtiter {* 22. März 1683} und Anna Wilhelmina Catherina von Grüter (* 01. November 1716) haben natürlich den Generalleuürant gewäblt.s Im 1. Schlesischen Ktieg (1740 - 1742) Friedrich des Grokn (1740 - 1736) gegen Maria Theresia von Österreich (1740 - 1780 kämpfte Wilhelm Dietrich von Buddenbrock als Kavalleriefrhrer an 17. Mat 1742 erfolgreich in der schweren Schlacht bei Chotusitz in Böhmen auf dem rechten Flügel, in der sein ältester Sohn Karl Friedrich von Buddenbrock (* 1698) fiel. Der Vater Wilhehn Dietich wurde General der Kavallerie ,,wegen besonderer Tapferkeit bei der blutigen Bataille" und bekam mit dem Ort Zehden seine dritte Amtshauptmannschaft mit jährlich 300 Talera. Da er inzwischen als bester Kavallerieftihrer galt, wurde er ab Mäs 1743 mit dem Kommando über die 5 Kürassier- und 2 Dragoner-Regimenter in Schlesien betraut-6 Erst 30 Jahre nach dem Tod seiner ertten Frau Anna Clara Catharina voa Grtiter hat Wilhelm Dietrich am 14. August 1743 füt 71 Jahren wiedergeheiratet. In Schlesien wurde Beata Abigail, geborene Siegroth und Schlawikaq verwitwete von Nostiz (geb. am 09. Januar 1700), die die schlesischen Güter Pläswitz, Zucknich Metschkau und Johnsdorf im Kreise Striegau einbrachte, seine anreite Frau-? Im 2. Schlesischen Krieg (1744/45) nalrm Wilhelm Die*ich im September 1744 an der Belagerung und Einnahme von Prag teil und erlebte 6sl anschließenden schweren Rückzug nach Schlesien, wo ihm der König Friedrich tr. das verantw'ortungsvolle Gouvenrement von Breslau anvertraute. Am 16. Januar 1745 machte ihn der Köuig zum Generalfeldmarschall. Ihm sind entschiedene Verdienste um die Reittechnik und die Hebung des wissenschaftlichen Sinnes in Offizierskreisen nachzurühmen. In der Schlacht bei HohenfriedebergA',{iederschlesien am 04. Juni 1745 führte er wieder den rechten Kavallerieflügel mit 73 Jahren gegen Österreicher und Sachsen, womit die Schlacht zugunsten Preußen's entschieden wurde. Sein jtingster Sohn Johann Heinrich Wilhelm Jobst

Dr. Heinz-Josef Horstschäfer - Geschichtswerkstatt Unna
OMR Dr. Karl Heinz Reymann – Ehrenbürger der Gemeinde St. Josef