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Dr. Heinz-Josef Horstschäfer: "Haus Altenmdorf - enge Kontakte

Dr. Heinz-Josef Horstschäfer: "Haus Altenmdorf - enge Kontakte

von Buddenbrock wurde

von Buddenbrock wurde dabei schwer verwundet. Ftir den Frieden bestimmte der König Wilhelm Dietrich zum koarmandierenden General über insgesamt rund 45.000 Mann in ganz Schlesien unter Beibehaltung des Breslauer Gouvernements. Da sich der König selbst um Schlesien ktimmerte, hatte von Buddenbrock ständig mit ihm zu tun. Neben den Generalfeldmarschäillen Friedrich Wilhelm von Dossow (1669 * 1758) rmd Johann von Lehwaldt (1635 - 1768) (äbrigens ab Mätz 1749 sein Schwiegersohn) zeichnete der König ihn als Dritten im Bunde mit seinem brillantgefaßten Medaillon-Poreät am blauen Bande aus und lud ihn für Ende August 1753 zum ,,großen Campement" nach Berlin-Spandau ein. Die Auszeichnung wurde im Knopfloch auf der linken Brustseite getagen-8 Auf Ftirsprache Wilhelm Dietrichs von Buddenbrock beim preußischen König ist Jobst Adam von ffiter in Altendorf Landkommissarius der Grafschaft Mark geworden, ein Vorläufer des späteren Landrates. Wilhekn Dietrich ist auch noch oft in Altendorf zu Besuch geweserl auch nach dem Tode seiner Frau. In den Jahren 1722 vnd 1735 hat er die Patenschaft über zwei Kinder seines Schwagers Jobst Adam übemommen. Zwei Männer, die sich wohl bestens verstanden haben. Auch mit seiner Schwiegerrrutter, Anna Eva von Gräter, geb. von Mengede - sein Schwiegervater Henrich Adam von Grüter war bereits 1696 gestorben - scheint er ein gutes Verhältnis gehabt zn haben. Nach dem Tode ihrer ältesten Tochter Clara Anna Catharina 1?13 hat sie eine Erbschaft des Johann Friedrich von Hauss auf Haus Wandhofen von 2.600 Reichstalern zugunsten ihrer Kinder in einer sogen. Schenkungsurkunde ,,Donatio inter vivos" vor dem Unnaer Richter Carl W. Deutecom am 15. September l7l4 auf die noch kleinen Kinder ihres Schwiegersohnes Wilhelm Dietich von Buddenbrock überhagen lassen.e Zuletn hat $/ilhelm Dietich im Jahr 1755, eaua? Jahre vor seinem Tod, Haus Altendorf besucht. Er ist am 28. Mrrrz 1757 nttt 85 Jahrea in Breslau gestorben und auch dort bestattet worden. Seiner Witwe Beata Abigail schrieb der König Friedrich II.: ,,Ich habe einen sehr wtirdigerg besonders meritierten General verloren, der Mir so viele Jahre höchst nützliche rechtschaffene Dienste erwiesen und der all Mein Vertrauen und Erkenntlichkeit verdient hat."lo Das Porkait des Generalfeldmarschalls hing bis 1806107, als das Rittergut Altendorf an den Freiherrn von Ftirstenberg verkauft wurde, auf der ,,herrschaftlichen Stube* des Hauses. Es ist bisher nicht bekannt, wo es geblieben ist. Wie bereits schon angedeutet hatte Wilhelm Dietrich mit seiner Frau Clara Anna Cathmina 7 Kinder - 3 Söhne und 4 Töchter: 1. Karl Friedrich von Buddenbrock. geboren 1698 auf Tilsewischken, Erbherr auf den Gütern Klein=Tromnau und Thiergarth in Ostpreußen - ca. 7.000 Morgen groß. Er hekatete 1742 Sophie Charlotte von Schönaich, Tochter des Fabian vor Schönaich auf Kamitten. Karl Friedrich ist in der Schlacht bei ChotusitzlBöhmen im 1. Schlesischen Krieg anIT.MaL 1742 schwer verwundet worden rmd kurz darauf in Kuttenbergßöhmen gestorben. Vermutlich ist er in einer Gruft in der Alten Garnisonkirche zu Berlin bestra-ttet worden. Die Witwe hat zunächst einen Staatsminister von Brocke und nach dessen Tod den Frhrn. von Schoultz auf Ascharaden wiedergeheiratet. Alle Ehen blieben kinderlos. Sie ist am 17. August 1807 an der I I Roten Ruhr gestorben. 2. Anna Sophia Agrres von Buddenbrock. geboren 1699 auf Tilsewischken. Sie heiratete am 15. August 1737 ifuen Onkel, den Generalfeldmarschall Erhard Ernst von Roeder (1665 -

1743), der 34 Jahre älter war als sie. Auch er war Trä.ger des Schwarzen Adler Ordens und Etat- und Kriegsminister in Preußen. Nach seinem Tod 1743 hefuatete Anna Sophia Agnes mit Zustimmung des Königs Friedrich II. am 13. März 1749 ißt Königsberger Schloß den Gene- ralfeldmarschall Johann von Lehwaldt (1685 - 1768). Er war General der Infanterie, ebenfalls Träiger des Schwarzen Adler-Ordens. Außerdem erhielt er noch, so wie auch von Buddenbroch das Medaillonbild des Königs, brillantgefaßt als höchste königliche Auszeichnung, die nw dreimal vergeben worden ist. Von Lehwaldt war Gouverneur von Königsbergo Pillau und Memel. Geboren am 24. Juni 1685 zu Legitten" Kreis Labiau in Ostpreußen, gestorben am. 16. November 1768mKönigsberg, heute faUningraO.tt Kirche von Juditten Kirchturm Beide Generalfeldmarschälle ruhen in der Kirche von Juditten, einem ehemaligen westlichen Vorort von Königsberg - von Roeder in der Familiengruft und von Lehwaldt in einem Grab. Auch Anna Sophia Agnes von Buddenbrock, die zuvor auf dem Gut Juditten lebte, ist nach 1770 in dieser Kirche bestattet worden. 3. Johann Wilhelm Diesich von Buddenbrock. geboren arn 13. M?irz 1701 auf Tilsewischken. Er heiratete um 1730 Dorothee Charlotte von Knobelsdorf aus dem Hause Skandlack. Geboren an27" Dezember 1712 und gestorben am18. September 1782. Sie wm die Tochter des königl. preußischen Hauphanns Fabian Ludwig von Knobelsdorf auf Skandlack und der Marie Luise, geb. von Oelsen aus dern Hause Kudwienen. Johann Wilhelrn Dietrich von Buddenbrock vertauschte lmr 1740 das väterliche Gut Tilsewischken, das 1777 etwa eine G$ße von gut 1.200 Morgen hatte und 7.000 Reichstaler wert war, gegen das Gut Kautem im Landkreis Wehlau in Ostpreußen. Er war Erbherr auf den Gütern Skandlack, Jelack, Neumühlo Kautern und Rees. Als königl. preußischer Oberstleutrant starb er an22. August 1763 auf Skandlack.13 4. Catharina Luise von Buddeabrock geboren 1703 auf Tilsewischken. Sie war zunächst Hofdame zu Berlin. 1737 bat sie den königl. preußischen Geheimrat von Kalnein geheiratet, der auf den Gütem Orschau und Riesenwalde in Ospreußen saß. Sie ist dort am 05. April 1?61 gestorben.ra S-Helene Wilhelmine.von BuddEnbrock eeboten 1705 auf Tilsewischken. Sie war Abtissin des evangl. freiweltlichen Damenstiftes Paradiese bei Soest in Wesfalen und zwar in den Jahren 1729 * 1744.Das ursprängliche Dominikanerinnenkloster hat sich im Jahr 1660 nach einigen Quereleien in ein katholisches Kloster und ein evangelisches Sti* aufgetenn! wobei die Klosterkirche in Paradiese katholisch blieb und die etwa 8 Stiftsdamen (Capitulaxinnen) die evangelische St. Severin-Kirche in Schwefe bei Soest, zu der sieben umliegende Ortsohaften gehören, als ihre Stiffskirche betachteten. Die Kirche ist gut 2 km von Paradiese entfernt, in der die Stiftsdamen auf derNordseite des Gotteshauses dieNonnenempore, sogen. ,,Jungfernbähne"o als ihren Kirchensitz hatten" die heute noch vorhanden ist und der Gemeinde bei großen Gottesdiensten als zusätzliche Platzreserve dient.

Dr. Heinz-Josef Horstschäfer - Geschichtswerkstatt Unna
OMR Dr. Karl Heinz Reymann – Ehrenbürger der Gemeinde St. Josef