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amz_2010_09

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technik autogas Alles

technik autogas Alles Schrott? Streit um die Gasumrüstung _ Auf Gas umgerüstete Fahrzeuge werden in den nächsten Jahren verstärkt auf den Straßen unterwegs sein. Als Alternative zum Benzin steigen viele auf diesen Antrieb um, egal ob Flüssiggas oder Erdgas. Doch die Umrüstung auf den alternativen Antrieb hat ihre Tücken. D er Bundesverband Freie Gastankstellen e.V. (BFG) warnt eindringlich vor dem Kauf und Einbau von LPG/CNG-Nachrüstanlagen sowie dem Kauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen mit nachgerüsteten Gasanlagen. Als Gründe führt der Verband an, dass gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten würden. Verschiedene Typgenehmigungen seien nicht vorschriftsgemäß, heißt der Vorwurf. Ebenso würden technische Vorgaben durch die Gasanlagenhersteller für ihre Produkte in Verbindung mit der Abnahme durch „Technische Dienste“ zur Wiedererlangung der Betriebserlaubnis nicht den Vorschriften entsprechen. Vorschriften und Normen Auch werde eine ECE-Norm der Gas-Gemisch-Erkennung und die damit verbundenen vorgeschriebenen Emissionswerte bei Euro 3 und 4 nicht eingehalten. Zu- Objekt: amz dem 9 gebe es manipulierte Gassteuerge- Kunde: Vogels Rubrik: räte und damit verbundene Zuführung von zwei Kraftstoffen gleichzeitig in den Verbrennungsraum (Benzin/LPG) sowie die Manipulation der OBD- Überwachung Autogas-Nachrüstung Teile/Behälter/Service Landi und OMVL Ersatzteile ab Lager Landi Einbauschulung und OMVL Ersatzteile in Ihrem Haus! ab Lager Einbauschulung Vogels Autogassysteme in Ihrem Haus! Vogels Autogassysteme, 53359 Rheinbach 53359 Rheinbach Tel.: 02226-908517-Fax: 02226-908240 Tel.: 02226-908517-Fax: 02226-908240 www.vogelsautogas.de – info@vogelsautogas.de www.vogelsautogas.de – info@vogelsautogas.de 138 amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2010 auf der Benzinseite unter Gasbetrieb. Außerdem wirft der BFG den Umrüstern ekla- tante Verstöße gegen Verbraucherschutzbestimmungen und das Wettbewerbsrecht in Deutschland und der EU durch Gasanlagenhersteller/Großhändler/Importeure im Zusammenhang mit dem Verkauf von „Nachrüstanlagen“ vor. Ebenfalls kritisiert der Verband, dass Nachrüstgasanlagen mit gefälschten Abgasgutachten in Verkehr gebracht würden, und zwar in tausenden von Fällen. Der Gesetzgeber könne dies nicht erkennen, ebenso wenig der Autofahrer, der damit ohne gültige Betriebserlaubnis unterwegs sei. Diese Liste von Verstößen könne laut dem Verband noch um rund dreißig belegbare Positionen erweitert werden, die gegen Recht und Gesetz verstoßen (Typgenehmigung/Zulassungsverfahren). „Neben meiner Verbandsarbeit leite ich ein Umrüstunternehmen und sehe also, was passiert, wenn Umrüstanlagen nicht den Anforderungen entsprechen“, sagt BFG-Verbandsvorsitzender Peter Ziegler. „Bei zehn Instandsetzungsbetrieben haben wir insgesamt 3000 kaputte Zylinderköpfe aufgrund mangelhafter Autogasanlagen gezählt. Das kann doch nicht sein“, so Ziegler. Wer haftet? Gasanlagenhersteller und Verkäufer vermarkteten zum Teil ihre Gasanlagen mit dem Vermerk „weder der Hersteller noch der Importeur übernimmt nach Einbau der Gasanlage eine Garantie auf Motor oder Antriebsstrang“. Somit bleibe die Verantwortung bei Motorschäden, verursacht Die Abstimmung der Elektronik ist ein starker Eingriff in das gesamte System. Nicht immer ist das Fahrzeug nachher optimal eingestellt. Foto: Rinn durch die Gasanlage und deren Einbau, beim Umrüstbetrieb und dem Kunden. Hunderte Verfahren stünden bei den Gerichten in Deutschland an. Der Ausgang sei für den Umrüstbetrieb und den Verbraucher wegen der Kompliziertheit in der Beweisführung immer mit einem Risiko, auch finanziell, verbunden. Der TÜV Süd führt zu diesem Thema an, dass man die Begutachtung von Nachrüstanlagen gemäß den gesetzlichen Grundlagen durchführt wie in § 41a StVZO, den einschlägigen Richtlinien und der Verlautbarung des Bundesverkehrsministeriums gefordert. „Wenn der BfG die Auffassung vertritt, dass die Konformitätsprüfungen nicht ausreichend sind, ist es Sache des Gesetzgebers, die rechtlichen Grundlagen entsprechend zu ändern“, sagt Frank Volk von der Unternehmenskommunikation des TÜV Süd. Dort hält man die geltende Rechtslage grundsätzlich für ausreichend, um sichere und umweltfreundlich nachgerüstete Fahrzeuge in den Verkehr zu bringen. Der TÜV Süd bietet an, seine Erfahrungen einzubringen, wenn über eine rechtliche Prüfung weitere Klarheit bei der Begutachtung von Nachrüstanlagen geschaffen werden sollte. Elbert Vliesshouwer vom Verband der Gasanlagenimporteure kann die Kritik indes nicht nachvollziehen: „Wir haben einen Arbeitskreis, bestehend aus Mitarbeitern des Verkehrsministerium, der Dekra und des TÜV und haben den Vorwürfen schon mehrfach widersprochen. Alles was im Markt verbaut wird, entspricht den ECE- Normen und ist somit legal. Es ist natürlich kaum zu vermeiden, dass Anlagen aus zweifelhaften Quellen verbaut werden, die dann Ärger machen. Zudem gibt es nicht qualifizierte Umrüstbetriebe. Außerdem muss man differenzieren und schauen, ob die Schäden wirklich von der Autogasanlage verursacht wurden.“ Geschludert Dass beim Umrüsten nicht selten geschludert wird, bestätigt auch die Prüforganisa- Bei der Prüfung nach dem Einbau ist sorgfältige Arbeit Pflicht. Foto: Rinn

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