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in ihrem

in ihrem Neuwagenprogramm, doch die Erfahrung des Motorenspezialisten zeigt, dass selbst herstellerseits mit Erd- beziehungsweise Flüssiggasanlagen ausgerüstete Aggregate vielfach einem erhöhten Verschleiß unterliegen. Charakteristisch für den besagten Verschleiß ist ein erosionsartiger Materialabtrag am Ventilsitz. „Dieser entsteht durch so genanntes Mikroverschweißen zwischen Ventilteller und -sitz. Beim Öffnen des Ventils werden kleinste Teile aus dem Sitzmaterial herausgerissen. Ursache ist unter anderem die ungenügende Schmierwirkung des vergleichsweise trockenen Gas-Kraftstoffs“, erklären die Fachleute der MS Motor Service International GmbH (MSI) in Neuenstadt. Speziallösungen gegen Verschleiß Um das Mikroverschweißen zu verhindern, muss entweder die Materialpaarung entsprechend hochwertig sein – oder ein entsprechender Verschleißschutz zwischen Ventil und Ventilsitz aufgebracht werden. Bewährt für trockene und thermisch hoch belastete Motorensysteme haben sich spezielle Ventilsitzringe aus Sinterwerkstoff wie sie etwa Spezialisten wie MS für die Instandsetzung und Umrüstung anbieten. Das Material dieser Problemlöser wurde laut MS auf eine hohe Temperatur- und Verschleißbeständigkeit hin entwickelt und weist gegenüber herkömmlichen Ventilsitzringen eine große Menge eingebetteter Gleitmittel auf, welche das Mikroverschweißen nahezu verhindern. Undichtigkeiten aufgrund herausgerissener Partikel aus den Dichtflächen seien daher bei Sintermetall-Sitzringen so gut wie ausgeschlossen. Eine andere Möglichkeit, den Ventilverschleiß zu reduzieren, bieten chemische Zusätze. Diese werden dem Motor entweder mit einem Dosiersystem tröpfchenweise über den Ansaugtrakt zugeführt oder über den Tankstutzen dem Gas-Kraftstoff direkt beigemischt. Gänzlich verhindern lässt sich der Verschleiß den Experten zufolge zwar nicht, doch sehr lange hinauszögern. Diese Spezialchemie wirkt in etwa wie die Kraftstoffzusätze, die mit Letzte Rettung: Nahezu alle Motoren lassen sich mit harten Ventilsitzringen versehen. Zum Herstellen der erforderlichen Sitz- und Korrekturwinkel verlangt das harte Material spezielle Schneidvorrichtungen. XenonMax the first bulb to put up to more light on the road Leading Original Equipment Manufacturer’s +90% H7 beam Tested on ProMetric Imaging Photometer 28/08/09 See us at 100% more light is compared to a standard headlamp bulb www.ringautomotive.co.uk XenonMax H7 beam 14th - 19th September 2010 at FrankfurtAM Main Hall 3.1 Stand F52 E Street Legal amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2010 153

technik autogas Rundum rund: Soll die Performance des umgerüsteten Zylinderkopfs optimal ausfallen, sollte man auch den Rundlauf der Ventile prüfen und gegebenenfalls die Sitzwinkel an der Ventilschleifmaschine nacharbeiten. Spieltrieb: Mit der Messuhr lässt sich die Einbaulage des Ventils exakt prüfen. Bei Bedarf muss man den Schaft entsprechend nacharbeiten. Schmiermaxe: Spezielle Schmiersysteme können helfen, den Ventilverschleiß zu minimieren. 154 amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2010 dem Wegfall des verbleiten Otto-Kraftstoffs für Motoren mit „weichen“ Ventilsitzen auf den Markt kamen. Motorenspezialisten können weiterhelfen Ist ein Motor werkseitig nicht gastauglich – oder ist es bereits zu einem Defekt gekommen – lässt sich ein Zylinderkopf auch nachträglich mit Spezial-Ventilsitzringen ausrüsten. Dies erfordert allerdings die fach- und sachkundige Hand und den Maschinenpark eines professionellen Motoreninstandsetzers wie Otmar Gährken. Dieser reinigt und zerlegt den Zylinderkopf, um diesen dann umfassend zu prüfen. Anschließend entfernt er die zu weichen Ventilsitzringe mit Hilfe einer Spezial-Fräsmaschine und arbeitet gegebenenfalls die Sitzaufnahmen im Zylinderkopf nach. Auch vorhandene Risse lassen sich in diesem Reparaturstadium bestens beseitigen. Im Anschluss daran setzt der Motorenfachmann die neuen, mittels flüssigen Stickstoffs unterkühlten Sitzringe ein. Diese kommen entweder aus dem Ersatzteilprogramm einschlägiger Motorenteilelieferanten wie MS Motor Service oder werden vom Instandsetzer selbst aus Rohlingen hergestellt und für den jeweiligen Kopf angepasst. Anschließend steht das präzise Fräsen der Ventilsitz- und Korrekturwinkel gemäß den Vorschriften des Motorenherstellers auf dem Programm. Aufgrund des harten Sitzmaterials kommen hierfür spezielle Schneidstähle zum Einsatz, die für ein hochpräzises Ergebnis notwendig sind. Bei Bedarf prüft der Spezialist zusätzlich den Rundlauf sämtlicher Ventile mit Hilfe einer speziellen Messvorrichtung an der Ventilschleifmaschine. Läuft das Ventil rund und ist eine eventuell aufgebrachte Härteschicht am Ventilteller, etwa bei nitrierten Ventilen, noch in ausreichender Dicke vorhanden, schleift man auch dort die Winkel vorschriftsgemäß nach. Unrunde oder verschlissene Ventile werden natürlich erneuert. Auch das Spiel der Ventile in ihren Führungen ermittelt der Spezialist. Gährken legt nach eigenem Bekunden bei gasbetriebenen Motoren strengere Maßstäbe als bei normalen Motoren an. Der Einbau neuer Schaftabdichtungen schließt die Instandsetzung ab. Wenn nötig, ist der Zylinderkopf vor dem Wiedereinbau noch zu planen. Adressen von entsprechenden Mo- toreninstandsetzern gibt es auf der Inter- netseite des VMI unter www.vmi-ev.de. Klaus Kuss

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