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amz_2010_09

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nen Differentialschaden

nen Differentialschaden hinweisen. Kontinuierliche Brumm- oder Summgeräusche dagegen sind meist die Folgen eines Schmiermittelmangels im Gleichlaufgelenk – etwa aufgrund eines undichten Faltenbalgs. Vibrationen und Antriebswellengeräusche wiederum lassen meist auf einen Schaden des getriebeseitigen Gleichlaufgelenks schließen. Treten die Vibrationen überwiegend beim Beschleunigen oder bei höheren Geschwindigkeiten auf, ist vielfach ein „ausgelaufenes“ inneres oder äußeres Gleichlaufgelenk daran schuld. Doch auch eine verbogene Antriebswelle kann eine ähnliche Unwucht verursachen. Problemzone Faltenbalg Eine häufige Ausfallursache bei Gleichlaufgelenken beschädigte Faltenbälge. Doch nur ein intakter Faltenbalg kann die hochbelasteten Oberflächen des Gleichlaufgelenks dauerhaft vor Fettaustritt, Trockenlaufen, aggressiven Stoffen, Fremdkörpern, Schmutz und Feuchtigkeit schützen, erklären die Schweinfurter Fachleute. Viele Beschädigungen werden allerdings oft zu spät entdeckt, weil sie AMZ-PRAxISTIPP „Gelenk-Arthrose“ sicher erkennen Gesichtskontrolle: Weder die Kugeln noch deren Laufbahnen und Käfige dürfen Verschleissspuren aufweisen. Die Pfeile markieren die neuralgischen Stellen. Foto: SKF Zum Prüfen wird der innere Laufring des ausgebauten Gelenks zunächst so weit wie möglich zur Seite gekippt. Die erste Kugel liegt dann frei und lässt sich mit einem dünnen, stumpfen Werkzeug aus dem Käfigfenster hebeln. Dann drückt man den Laufring in die entgegensetzte Richtung, um die nächste Kugel zu entnehmen. Nach dem gründlichen Reinigen lassen sich die Oberflächen aller Kugeln auf Beschädigungen oder Verschleiß sowie die inneren und äußeren Laufringflächen auf Spurrillen prüfen (siehe Bilder oben). Sämtliche Kugeln müssen perfekt in ihr Käfigfenster passen, ein zu großes Spiel führt nämlich nicht nur zu Klick- und Knackgeräuschen, sondern begünstigt auch den vorzeitigen Verschleiß. Da Gleichlaufgelenke sehr enge Toleranzen besitzen, müssen die Kugeln beim Zusammenbau wieder an ihre ursprüngliche Position zurück. Jede Kugel und jede Laufspur hat ein spezifisches Abnutzungsmuster, ein Vertauschen wirkt sich negativ auf das Spiel aus und fördert Verschleiß- und Geräuschprobleme. Bei dieser Gelegenheit sollte man bei ABS-Fahrzeugen auch gleich den am Gelenk angebrachten ABS-Impulsring auf beschädigte Polzähne oder Rost prüfen – und je nach Befund reinigen oder auch erneuern, empfehlen die Spezialisten von SKF. kk Profi (l) gesucht Mehrmarken-Fullservice ist schon eine Herausforderung – und ohne Unterstützung fast nicht nicht zu schaffen. Gut, dass dass es ein Mittel gibt, um Kfz-Betriebe wettbewerbsfähig zu machen: die ATR SERVICE GmbH. Mit unseren Werkstattkonzepten Meisterhaft und AC AUTO CHECK dem Fachhandelskonzept autoPARTNER bieten wir drei Erfolgsrezepte für die Kfz-Branche. Weitere Informationen gibt es unter www.atr.de ATR SERVICE GmbH Otto-Hirsch-Brücken 17 70329 Stuttgart www.atr.de

technik werkstattpraxis meist schlecht einsehbar im Verborgenen stattfinden. Am häufigsten sind Risse, Brüche oder Löcher durch Alterung, Fremdkörper, falsche Montage oder Marderverbiss sowie gelöste Spannringe anzutreffen. Wird der Schutzbalg nicht umgehend ersetzt, ist ein baldiger – und teurer – Gelenkschaden programmiert. „Schon deswegen sollte der Werkstattfachmann sämtlichen Faltenbälgen einen prüfenden Blick schenken, sobald ein Fahrzeug auf der Bühne steht – insbesondere bei „Gelenkproblemen“, empfehlen die Spezialisten von SKF. Zum Prüfen dreht der Werkstattfachmann die Antriebswellen bei angehobenen und eingeschlagenen Räder und guten Sichtverhältnissen langsam durch. Liegen relativ junge Beschädigungen vor, lässt sich das Problem meist noch mit einer neuen Manschette beheben und ein Unter Zugzwang: Nur mit einer Spezialzange lassen sich die Spannringe fachgerecht – erst außen, dann innen – montieren und dauerhaft befestigen. Das Zusammenquetschen mit dem Seitenschneider ist tabu. Foto: SKF späterer Gelenkausfall verhindern – vorausgesetzt, die Kugeln und Laufbahnen des Gelenks haben noch keinen Schaden genommen. Reinigen vor dem Prüfen Um festzustellen, ob ein Gleichlaufgelenk noch in Ordnung ist, sollte man diese den Spezialisten von SKF zufolge in zerlegtem Zustand beurteilen (siehe dazu den Info- Kasten auf Seite 83). Dazu muss man das Gelenk von der Welle abziehen, um alle Teile gründlich reinigen zu können. Steht nach einer eingehenden Sichtprüfung der Wiederverwendung nichts im Wege, sind alle Teile vor dem Zusammenbau mit einem Spezialschmierfett zu versehen – am besten mit dem vor Korrosion und Verschleiß schützenden Schmierstoff Molybdändisulfid (MoS2). Verursacht ein Gleichlaufgelenk allerdings schon Ge- 84 amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2010 Wer gut schmiert ...: Das MoS 2 -(Molybdändisulfid-)haltige Spezialfett ist hitzebeständig, schmiert optimal und schützt vor Korrosion. Beim Ersatz der Gelenkschutzhülle ist immer eine frische Fettpackung angesagt. Foto: SKF räusche, deutet dies meist einen längeren Trockenlauf im Vorfeld hin. Dann ist das Gelenk wegen des Schmierfettverlusts oft schon mechanisch beschädigt und vielleicht sogar kurz vor dem Festfressen – zumindest aber ist das Gelenk stark mit Schmutz kontaminiert. In einem solchen Fall fühlt sich das noch anhaftende Fett zwischen den Fingerkuppen „sandig“ an. Derart beschädigte Gelenke sollte man laut SKF in jedem Fall ersetzen. Die Experten weisen zudem darauf hin, den richtigen Faltenbalg zu wählen und auf Größe, Material, und Öffnungsdurchmesser zu achten. „Faltenbälge aus Thermoplast sind widerstandsfähiger gegen Hitze und Schmutz als solche aus herkömmlichem Neopren. Allerdings sind die- se flexibler als solche aus Thermoplast“, erläutern die Spezialisten. Erst schmieren, dann montieren Vor dem Ein- beziehungsweise Zusammenbau der Antriebswelle sind zunächst die Keilnutwelle und der Sitz des Faltenbalg-Spannrings gründlich von anhaftendem Fett zu reinigen. Eine Schutzpaste gegen Passungsrost (zum Beispiel SKF LGAF 3E) verhindert, dass die Kontaktflächen zwischen Gleichlaufgelenk und Nabe festkorrodieren und erleichtert so einen späteren Ausbau der Antriebswelle. Anschließend befestigt der Kfz- Fachmann den Faltenbalg mit einem Spannring an der Welle und schiebt die Unterlegscheibe und die Dichtung über die Welle, bevor er schließlich den Sicherungsring in der Nut platziert. Beim Aufsetzen eines neuen Gleichlaufgelenks Gelenk-Prophylaxe: Macht ein schadhaftes Gleichlaufgelenk mit Knack- und Klackgeräuschen auf sich aufmerksam, lässt sich das erhöhte Laufspiel auf der Hebebühne meist schon eindeutig feststellen. Foto: Kuss klopft man dieses mit dem Gummihammer mit leichten Schlägen auf die Antriebswelle, bis der Sicherungsring in die Keilnut der Welle einrastet. Kommt ein neues, werkseitig bereits vorgefettetes Gleichlaufgelenk zum Einsatz, sollte man dessen Schutzabdeckung erst unmittelbar vor dem Einbau entfernen, damit kein Schmutz eindringen kann. Zum Schluss kann der Faltenbalg über das Gelenk gezogen und der äußere Spannring mit der Spezial-Spannzange befestigt werden. Nach dem Anbringen und vorläufigen Befestigen der kompletten Antriebswelle mit den vorgeschriebenen Anzugsdrehmomenten an Radlager (mit neuer Achsmutter) und Getriebe (mit neuen Schrauben und über Kreuz) kann das Fahrzeug abgelassen und dann mit den vorgeschriebenen Anzugsmomenten endgültig festgeschraubt werden. Die Experten von SKF mahnen dabei zur Vorsicht: Übermäßiges Anziehen beschädigt das Radlager, bei einem zu geringen Anzugsmoment dagegen kann sich die Achsmutter oder -schraube lösen. Klaus Kuss

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