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Umzüge privat und gewerblich – Montage, Reparaturen

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SENIORENHILFE LANGEN

SENIORENHILFE LANGEN E.V. Erinnern Sie sich noch… Hatten Sie Spaß beim Lesen über die 50er Jahre? Mit den 60er Jahren verbinde ich ein Jahrzehnt des enormen Fortschritts. Es gab kaum große öffentliche Skandale. Aber das Leben wurde sicherer und komfortabler. Die Fresswelle der 50er Jahre ist abgeebbt. Wir Deutschen lebten aber weiter auf hohem (Essmengen)- Niveau. Korpulente Menschen, darunter aber auch Kinder, waren jetzt häufiger zu sehen. Noch waren wir weit entfernt von amerikanischen Zuständen. Es hat sich aber schon angedeutet, dass die dortigen, meist negativen, Trends mit einigen Jahren Verzögerung auch zu uns kommen werden. Die Warteschlangen vor den Kinos sind kleiner geworden. Grund: Das Fernsehen, einst als Monopol der ARD gestartet, ist zum Oligopol geworden, denn jetzt gibt es auch das Zweite Deutsche Fernsehen, besser bekannt als ZDF. Die Sendezeiten sind ausgeweitet worden. Sandmännchen und Mainzelmännchen kennt fast jedes Kind. Fern wird nicht mehr nur in Gaststätten geglotzt, nein, immer mehr Familien versammeln sich abends vor dem Kasten. Gut, es ist noch in Schwarz/ Weiß, aber dafür gibt es einen zeitlich genau festgelegten Werbeblock, den man locker vermeiden kann. Waren früher die Hörspiele ausgesprochene Straßenfeger, so 36 sind es jetzt Sendungen wie „Stahlnetz“ oder Mehrteiler wie „Das Halstuch“. Kaum jemand, der am nächsten Tag nicht mitreden konnte. Mit dem Fernsehen kamen täglich Informationen. Wir waren nicht mehr auf die „Fox tönende Wochenschau“ als Vorfilm in den Kinos angewiesen. Durch Reisejournale verloren Italien und Österreich ihr quasi Monopol als Urlaubsland. Spanien und hier vor allem Mallorca waren stark im Kommen. Politische Sendungen verstärkten die demokratische Gesinnung der kriegsmüden Deutschen. Erste Politiker hielten ihre Reden zwar noch im Bundestag, aber deren Zielgruppe waren nicht mehr die Bundestagskollegen, sondern die Zuschauer! So ganz nebenbei schürten die Medien auch die Angst vor dem Kalten Krieg und vor einem heißen Atomkrieg. Die Medienlandschaft war noch nicht gefährdet. Etablierte Zeitschriften wie der Stern oder der Spiegel, ebenso wie die Tageszeitungen, hatten immer mehr Werbeeinnahmen, denn die Wirtschaft hat den (zweifelhaften?) Nutzen der Werbung entdeckt. Als Folge gab es eine Schwemme von neuen Publikationen. Regenbogenpresse mit fast entblößten Busen auf der Titelseite, die „Quick“ mit herrlich anzüglichen Bildberichten, zahllose Fachzeitschriften von A, wie Ang- ler, bis Z, wie Zugliebhaber hatten ihren Käuferkreis. Mit dem Spielen auf der Straße war es vorbei. Der Verkehr hatte zugenommen. Es gab viel mehr Ampeln, auch Staus auf den Autobahnen häuften sich. Die LKW sahen futuristischer aus, zogen aber noch immer Rußwolken vor allem bei Steigungen hinter sich her. Der 3rädrige „Goliath“ hatte ausgedient. Und der 3. Klasse bei den Zügen trauert sicher niemand mehr nach. Die deutsche Wirtschaft boomte. Der dicke Wirtschaftsminister Erhard (der mit der Zigarre) hat ganze Arbeit geleistet. Erst Vollbeschäftigung, dann Arbeitskräftemangel (mein Gott, wie gerne würden die heutigen Politiker über solch einen Zustand klagen!). Was tun? Gastarbeiter wurde das Wort des Jahrzehnts. Conny Froboess sang 1962 das Lied: „Zwei kleine Italiener, am Bahnhof erkennt man sie“. Sie kamen: bescheiden, fleißig, ehrlich, die Familie blieb im Heimatland, die deutsche Sprache zu lernen war selbstverständlich. Staatlich finanzierte Sprachkurse zur Integration waren unbekannt und vor allem auch nicht notwendig. Wir Deutsche. Weltoffen waren wir. Urlaub im Ausland, Musik für Jugendliche vorwiegend aus dem Ausland, Filme aus dem Ausland (das war aber auch alles so verteufelt gut!), jetzt besuchten wir auch

noch die Restaurants mit auslän- dischem Essen. „Gehen wir zum Italiener“ war kein ungewöhnlicher Satz mehr, um der Mama das sonntägliche Kochen abzunehmen. Auch erste chinesische Lokale konnte man in Großstädten finden. Unser Essen wurde nicht nur durch die Restaurants bereichert. Die Zahl der „Tante Emma“-Läden ging zurück, die etablierten Lebensmittelketten waren überschaubar, den „Konsum“ gab es noch, aber die ersten Supermärkte eröffneten. Die Waren fand man vorwiegend bereits abgepackt in den Regalen. Exotische Früchte und Gemüse -ja, damals waren selbst Auberginen exotisch - fanden bereits ein Plätzchen. Die Produktvielfalt nahm zu. Es gab nicht einfach nur Joghurt. Jetzt waren Fruchtjoghurts im Angebot. Nudeln Spaghetti, Bandnudeln, Makkaroni, die gab es schon immer, jetzt gab es diese aber aus Hart-, Mittel- und Weichweizen. OK, jetzt übertreibe ich. Apropos Vielfalt: Die Anzahl nutzloser Medikamente hat sich in diesem Jahrzehnt vervielfacht. Wir wohnten inzwischen besser. Zwar verschandelten die ersten Plattenbauten die Städte, aber wenigstens hatte jetzt jeder genügend Wohnraum. Telefone erreichten einen steigenden Prozentsatz der Deutschen. Frieren musste keiner mehr. Der Kohleofen hatte fast ausgedient. Öl-, Gas- oder gar Zentralheizung boten uns einfach erreichbaren Luxus. Vergessen wir dabei nicht die Nierentische. Die Hifi-Anlagen waren anfangs ausgesprochen hochpreisig, was sich aber bei den Pilzköpfen, den Beatles, (noch) nicht gelohnt hätte, denn hier war die Hörerklientel deutlich eine andere als die Käuferklientel. Wir Deutsche hatten jetzt die Muße, uns um die anderen Werte des Lebens zu kümmern, außerhalb der existenziellen Dinge des Lebens. Die Kirchen hatten einen schweren Stand, bot doch tatsächlich einer dieser gottlosen Pharmakonzerne die Antibabypille an. Alle Versuche, diese zu verteufeln, half nichts. Keiner wollte wirklich glauben, dass die Pille äußerst gesundheitsschädlich sei. Embolien, Bluthochdruck, Libidoverlust - all die Horrorszenarien stellten sich nicht ein. Die Deutschen wollten sorgenfrei ihrer Liebeslust frönen. Zum Schrecken der Erzkonservativen kamen auch noch so Leute wie Oswalt Kolle und Beate Uhse, die den Sex noch mehr enttabuisierten. Staatsanwälte beobachteten aufmerksam das neue Treiben, stets bereit, die Moral zu retten. Glücklicherweise siegten die menschlichen Bedürfnisse … Im Schulsystem tat sich Bahnbrechendes. Musste für die weiterführenden Schulen bisher ein Schulgeld bezahlt werden, so sorgte die boomende Wirtschaft für entsprechendes Geld im Staatssäckel. Und weil die Politikerrenten noch nicht so hoch waren und die Anzahl der Politiker in Bundestag und Bundesrat noch zählbar, so war genügend Geld da, die Schulen (einschließlich der Universitäten) gebührenfrei anzubieten. Mehr noch: der Nachholbedarf an Bildung wurde gestillt durch massenhafte Angebote für Erwachsene im Rahmen eines zweiten Bildungsweges. Die Firmen klagten nicht über Fachkräftemangel sie bildeten selbst aus! Allen Deutschen ging es gut allen? Nein, da gab es einen Teil im Osten, dessen politisches System suboptimal war, dem es daher an wirtschaftlichen Erfolgen fehlte. Es war nur menschlich, dass diese benachteiligten Deutschen zu den bevorteiligten Deutschen wollten. Republikflucht nannte es das DDR- Regime. Es baute also flugs eine Mauer, sicherte die Grenze durch Selbstschussanlagen und brachte diejenigen um, die es wagten, des SENIORENHILFE LANGEN E.V. schnöden Vorteils willen in den Westen zu flüchten. Auch die Anwesenheit des mächtigsten Mannes der Welt, Präsident Kennedy, („Ich bin ein Berliner“), konnte die Mauer nicht einreißen. Der Mauerbau war eine Krise, doch die Stationierung russischer Raketen in Kuba führte zu einer Weltkrise. Den Franzosen gelang das Meisterstück, sich aus Vietnam zurückziehen zu können und die USA, die ihre Großmachtsucht ausleben wollten, in ein fatales Abenteuer zu stürzen. Trotzdem: die Menschheit erholte sich vom Krieg. Der Aufbau war fast abgeschlossen. Man hatte Zeit, über andere Dinge nachzudenken, beispielsweise, wie kann ich meine eigenen politischen Ziele erreichen. Einer der ganz schlechten Lösungsansätze war es, Präsident Kennedy zu ermorden. Unsere politische Landschaft war noch von gegenseitigem Respekt geprägt. „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“ solche Aussprüche waren noch Zukunft. Obwohl auch Deutschland die Theorien von John Maynard Keynes befolgte (der forderte, dass der Staat durch gezielte Ausgabenpolitik, sprich Schulden machen, die Wirtschaft steuern soll), war der Schuldenstand des Staates überschaubar. Das absolute Highlight (jaja, damals ging das schon mit den Anglizismen los also der Höhepunkt, aber das hat ja inzwischen auch etwas Unanständiges) nach dem Start des ersten Weltraumsatelliten „Sputnik“ im Jahre 1957 war die Erkundung des Mondes. Angefangen hat das mit den ersten Menschen im All, dann den unbemannten Mondraketen. Welch eine Enttäuschung für manchen Erdenbürger, dass die Rückseite des Mondes ganz unspektakulär genauso aussah wie die Vorderseite. Keine Spur von grasenden Mondkälbern, keine Außerir- 37

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