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brandschutzkonzeption - Gemeinde Röderland

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3.4 Festlegung von

3.4 Festlegung von Schutzzielen und weiteren Anforderungen 3.4.1 Definition des Begriffs „Schutzziel“ Im § 3 Abs. 2 Nr. 1 BbgBKG wird wie bereits erwähnt von den Gemeinden gefordert Schutzziele entsprechend der örtlichen Verhältnisse festzulegen, welche die Grundlage für die Festlegung der Soll-Struktur der Feuerwehr bilden. „Schutzziele in der Gefahrenabwehr beschreiben, wie bestimmten Gefahrensituationen begegnet werden soll. Dabei sind festzulegen: − die Zeit, in der Einheiten zur Gefahrenabwehr an der Einsatzstelle eintreffen oder tätig werden (Hilfsfrist), − in welcher Stärke diese Einheiten benötigt werden (Mindesteinsatzstärke) und − in welchem Umfang das Schutzziel erfüllt werden soll (Erreichungsgrad).“ [15, S. 32] Die Gefahrensituationen, die festgelegt werden, entsprechen allerdings nicht zwangsläufig den zahlenmäßig häufigsten Einsätzen. Vielmehr müssen aus der Gefahrenbeschreibung Einsatzszenarien mit hohem Risiko abgeleitet werden. Mangels gesetzlicher Standards für die Schutzzieldefinition kann auf Regeln der Technik zurückgegriffen werden. „Das Rechtsamt der Stadt Düsseldorf hat in einem Gutachten festgestellt, dass die ‚Schutzzieldefinition’ der AGBF Nordrhein- Westfalen (und in der Fortsetzung auch der AGBF Bund) als eine solche Regel der Technik gesehen werden kann. Sie ist insoweit Orientierungsgröße für die kommunale Schutzzielfestlegung.“ [15, S. 34] Damit ist als erstes Schutzziel der sogenannte kritische Wohnungsbrand (in einigen Quellen auch als „Standardbrand“ bezeichnet) vorgegeben, der bundesweit bereits seit Jahren zur Beurteilung des Begriffs „leistungsfähige Feuerwehr“ herangezogen wird (vgl. [18, S. 3]). Als weitere Schutzziele werden der kritische Verkehrsunfall, der Brand einer Versammlungsstätte sowie der ABC-Ersteinsatz gewählt. Die Bemessung der benötigten Technik und des erforderlichen Personals erfolgt dabei auf der Grundlage einer angemessenen Löschwasserversorgung (vgl. Punkt 2.5)! Sofern keine angemessene Löschwasserversorgung vorhanden ist, wird dementsprechend mehr Personal und Technik benötigt. - 58 -

3.4.2 Schutzziel „kritischer Wohnungsbrand“ 3.4.2.1 Definition Der sogenannte „kritische Wohnungsbrand“ wurde von der AGBF definiert und dient mittlerweile deutschlandweit zur Überprüfung des Grundschutzes bei Bränden (vgl. [9], [10]). Dieser Brand kann in jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt auftreten, wodurch sich in Verbindung mit dem mittleren Schadenpotential ein hohes Risiko ergibt. Der kritische Wohnungsbrand ist ein Wohnungsbrand im Obergeschoss eines mehrgeschossigen Gebäudes bei verqualmten Rettungswegen. Aufgrund des verqualmten (ersten) Rettungsweges können sich die Bewohner i.d.R. nicht selbst retten. Eine Menschenrettung muss deshalb über den zweiten Rettungsweg erfolgen. „Bei Gebäuden geringer Höhe darf der zweite Rettungsweg eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle der Nutzungseinheit sein. Bei Gebäuden mittlerer Höhe darf der zweite Rettungsweg eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle der Nutzungseinheit sein, wenn die Feuerwehr über die erforderlichen Rettungsgeräte, wie Hubrettungsfahrzeuge, verfügt.“ [17, § 29 Abs. 3 Satz 1 und 2] Laut § 2 BbgBO sind Gebäude mittlerer Höhe solche Gebäude, bei denen der Fußboden eines oberirdischen Geschosses höher als 7 m und nicht höher als 22 m über der Geländeoberfläche liegt, wohingegen bei Gebäuden geringer Höhe der Fußboden eines oberirdischen Geschosses niedriger als 7 m über der Geländeoberfläche liegt. Auf jedem genormten TSF-W und Löschgruppenfahrzeug ist eine vierteilige Steckleiter mit einer Nennrettungshöhe von 7,20 m. Damit lassen sich Menschen maximal aus dem zweiten Obergeschoss retten. Für höhere Gebäude oder Gebäude, in denen Geschosse nicht über tragbare Leitern erreichbar sind, sind Hubrettungsfahrzeuge als zweiter Rettungsweg notwendig (vgl. [17, § 29 Abs. 3 Satz 2]). Wie bereits unter Punkt 2.2.1 erwähnt, existieren jedoch nur in Stolzenhain a. d. Röder und Prösen Wohngebäude auf die diese Ausführungen zutreffen. Insoweit gilt für die entsprechenden Gebäude in Prösen und Stolzenhain a. d. Röder abweichend das Schutzziel „kritischer Wohnungsbrand + Drehleiter“. - 59 -

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