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Stand 31.12.2004 - ecfs

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Banken-Symposium Sektors

Banken-Symposium Sektors von 12,2 % lag. Auch in Bezug auf die Aufwands-Ertrags-Relation erreicht der ge- nossenschaftliche Verbund einen Wert von 68,6 %, welcher zwar noch weiter verbessert werden muss, derzeit jedoch nur von der HypoVereinsbank übertroffen wird, die 2003 eine Cost-Income-Ratio von 63 % aufwies. Die genossenschaftliche Bankengruppe ist beim Ausbau einer Allfinanzstrategie zwar gut vorangekommen, sie muss aber die kommenden Jahre des Branchenumbruchs für sich nut- zen, um mittelfristig in Deutschland einen Marktanteil von 30 % zu erreichen. Verglichen mit anderen genossenschaftlichen Verbünden im europäischen Ausland ist die Rentabilität des deutschen FinanzVerbundes zwar auf einem guten Niveau, jedoch verfügt beispielsweise die französische Credit Agricole Gruppe aufgrund ihrer Börsennotierung über bessere Möglich- keiten der Kapitalbeschaffung. So konnte der französische Genossenschaftsverbund ausrei- chend Kapital an der Börse aufnehmen, um die Crédit Lyonnais Gruppe zu übernehmen, was dem deutschen Genossenschaftsverbund in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erfüllt im Wesentli- chen drei Kernfunktionen: die Interessenvertretung des FinanzVerbundes, die Gewährlei- stung der Stabilität des FinanzVerbundes und die Strategieentwicklung für Mitgliedsbanken verbunden mit der Strategieimplementierung. Im Rahmen der Interessenvertretung des FinanzVerbundes sind insbesondere Lobbying-Aktivitäten zu Gunsten der Volksbanken und Raiffeisenbanken von Bedeutung. Die finanzielle Stabilität des FinanzVerbundes wird vom BVR mit Hilfe der Sicherungseinrichtung garantiert. Darüber hinaus wird der BVR seine Exper- tise für die Restrukturierung von sanierungsbedürftigen Mitgliedsbanken kontinuierlich aus- bauen. Im Rahmen der Strategieentwicklung und -implementierung sind Fachräte für die Bereiche Märkte, Produkte, Informationstechnologie, Personal, Zahlungsverkehr und Controlling benannt worden, deren Aufgabe die Implementierungsunterstützung durch die Einbringung von Know-how und die Abstimmung von Entscheidungsprozessen ist. Die DZ- BANK als moderne genossenschaftliche Zentralbank wird sich in diesem Zusammenhang stärker auf ihre Zentralbank- und Holdingfunktionen konzentrieren, während die Geschäftsbankaktivitäten leicht heruntergefahren werden. Die DZ-BANK ist aktuell in die sieben Geschäftsfelder Corporate Banking, Investment Banking, Prozessmanagement, Asset Management, Retail & Private Banking, Immobilien und Versicherungen aufgeteilt, die von sieben Vorständen betreut werden. Des Weiteren existiert eine Unterteilung in die vier Ar- beitsgruppen Produkt- und Vertriebskoordination, Operations & Resources, Risikomanagement und Gruppensteuerung, denen ebenfalls vier Vorstände vorsitzen. Die Mitwirkungsrechte der Beiräte und Aufsichtsräte sind vollständig gewährleistet, so dass die Wünsche und Sorgen der Volksbanken und Raiffeisenbanken schon allein aus Satzungsgründen Berücksichtigung fin- den. In der DZ-BANK existieren für Volksbanken und Raiffeisenbanken weit über 400 Man- date in Beiräten. Die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsbanken ist ebenfalls hervorragend, was u.a. daran deutlich wird, dass im Jahr 2003 an die Volksbanken und Raiffeisenbanken insgesamt 1,3 Mrd. Euro an Provisionen und Bonifikationen ausgeschüttet wurden. Die DZ-BANK ist den Anforderungen, die der deutsche Bankenmarkt in den kommenden Jahren stellen wird, voll und ganz gewachsen. Langfristig erscheint eine Fusion mit der WGZ- Bank jedoch zweckmäßig, da diese ein ähnliches Leistungsangebot aufweist und erhebliche 18

Banken-Symposium Kostensynergien durch die Zusammenlegung der beiden Verwaltungen entstehen würden. Auf Dauer ist die Existenz zweier genossenschaftlicher Zentralbanken daher fraglich, wobei jedoch im Falle einer Fusion die jederzeitige friktionslose Leistungsfähigkeit gegenüber den Mitgliedsinstituten gewährleistet sein muss. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Ratingagenturen den genossenschaftlichen FinanzVerbund zunehmend als Einheit betrach- ten, so dass konsolidierte Finanzkennzahlen für den gesamten Verbund sowie einheitliche Kriterien des Risikomanagements in Zukunft erforderlich werden. Zur nachhaltigen Stärkung der Marktposition ist außerdem von großer Bedeutung, die Effizienz noch weiter zu steigern, das Subsidiaritätsprinzip zu wahren, die Vertriebskraft der Primärbanken zu stärken und eine solidarische Verbindlichkeit im gesamten Verbund zu erreichen. Zum Abschluss fasste Herr Dr. Brixner nochmals die Zukunftsstrategie des genossenschaftli- chen FinanzVerbundes zusammen und ging dabei auf das ihr zugrunde liegende Werte- fundament ein. Von Relevanz ist insbesondere eine Verbesserung des Ressourceneinsatzes, Respekt vor Entscheidungen von Mandatsträgern, eine freiwillige Verbindlichkeit aller Ver- antwortlichen, die Akzeptanz von Subsidiarität und Loyalität sowie eine gemeinsame Wert- orientierung. Im Rahmen dessen müssen sich alle Teile des FinanzVerbundes an einem Sy- stem von gemeinsamen Werten orientieren, das nicht die Maximierung des individuellen Eigennutzens eines Verbundunternehmens in den Vordergrund stellt, sondern die Interessen des gesamten Verbundes. Abendveranstaltung im Rheinischen Industriemuseum 19

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