Aufrufe
vor 5 Jahren

Stand 31.12.2004 - ecfs

Stand 31.12.2004 - ecfs

Banken-Symposium Banken

Banken-Symposium Banken können vom Wachstumsmarkt „Altersvorsorge“ profitieren, indem sie neue Vertriebs- wege bzw. Vertriebseinheiten aufbauen, ihren bestehenden Vertrieb optimieren und die Zu- sammenarbeit mit unabhängigen Finanzdienstleistern fördern. Als Beispiele für den Aufbau neuer Vertriebswege im Bankensektor sind beispielsweise die comdirect private finance AG und die Postbank Vermögensberatung AG zu nennen. Im bestehenden Vertrieb haben Ban- ken eine sehr gute Ausgangsbasis, da sie bereits über einen großen Kundenstamm und die entsprechenden Daten verfügen und auf zumeist selbst erstellte Produkte und Lösungen zurückgreifen können. Zudem bietet sich den Banken die Möglichkeit, den Kunden ein zusätzliches Darlehen einzuräumen, um auf diese Weise die Attraktivität eines Abschlusses zu erhöhen. In Bezug auf die Kooperationen mit unabhängigen Finanzdienstleistern sollten die Banken ihre Vorbehalte diesen gegenüber ablegen und spezielle Betreuer benennen, deren Aufgabe ausschließlich in der Betreuung dieser Unternehmen liegt. Des Weiteren muss das Konzept des Multikanalvertriebs in den Banken konsequent neu definiert und umgesetzt werden, da die gezielte Kundenansprache auf mehreren Ebenen entscheidend für den Vertriebserfolg ist. Zusammenfassend stellte Herr Sturtzkopf fest, dass das Potenzial der Banken im Bereich der Altervorsorge zwar enorm ist, jedoch bisher nur unzureichend erkannt wurde. Das Wachs- tum der unabhängigen Vertriebe tangiert die Chancen der Banken aufgrund der Größe des Marktes dabei nicht. Mit Versicherungsthemen und den damit verbundenen Produkten können sich Banken neue Wachstumsfelder erschließen und diese in Kooperation mit unabhängigen Finanzdienstleistern nutzen. Auf diese Weise ent- steht eine Win-Win-Situation zwischen Banken und unabhängigen Finanzdienstleistern. 28 Mittagessen im Atrium

Banken-Symposium Die S-Finanzgruppe NRW - Ein Player im Herzen Europas Dr. Rolf Gerlach, Präsident des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes (WLSGV), stellte in seinem Vortrag „Die S-Finanzgruppe NRW - Ein Player im Herzen Europas“ heraus, dasss das kommunale Sparkassenwesen in Westfalen-Lippe auf wirtschaftlich gesunder Basis steht und im Rahmen des arbeits- teiligen Verbundes durch ein hohes Maß an Selbständigkeit gekennzeichnet ist. Das kommunale Sparkassensystem in Westfalen-Lippe kann durch zwei wesentliche Merk- male charakterisiert werden - die Rechtsform der Sparkassen sowie das Regionalprinzip. In Bezug auf die Rechtsform ist festzustellen, dass es sich bei den Sparkassen um rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts handelt. Ihre Anteile können nicht frei auf dem Markt gehandelt werden, d. h. eine Fungibilität der Anteile an kommunalen Sparkassen ist nicht gegeben. Das Regionalprinzip sagt aus, dass eine Arbeitsteilung im Sparkassenverbund in regionaler Hinsicht erfolgt. Westfalen-Lippe selbst weist zurzeit 76 Sparkassen mit einer ku- mulierten Bilanzsumme von rund 105 Mrd. Euro auf. Die Zielsetzung liegt nach Aussage von Herrn Dr. Gerlach darin, die Anzahl der Sparkassen zukünftig auf 60 zu verringern. Sowohl die Rechtsform als auch das Regionalprinzip tragen dazu bei, dass die Sparkassen in wirt- schaftlicher Hinsicht als gesund bezeichnet werden können. Ein wesentliches Verbundelement stellt der Unterbau der westfälisch-lippischen Sparkassen dar. Dieser dient mit seinen Produkten, der Technik und Organisation dazu, die Nachteile der ökonomischen „Kleinheit“ aufzuwiegen. So ist es unmittelbar einsichtig, dass die Vielzahl der von den Kunden nachgefragten Produkte nicht von jedem einzelnen Kreditinstitut eigen- ständig produziert werden kann. Daher greifen die kommunalen Sparkassen auf die Produk- te ihrer Verbundpartner zurück. Die Deka ermöglicht den Sparkassen den Vertrieb einer Vielzahl von Investmentfonds, über die LBS Westdeutsche Landesbausparkasse wird die Ver- sorgung mit Bausparprodukten sichergestellt und das Angebot von Versicherungspolicen der Westfälischen Provinzial rundet das Produktspektrum ab, so dass den Kunden die gesamte Palette an Finanzdienstleistungen aus einer Hand zur Verfügung gestellt werden kann. Die Dr. Rolf Gerlach Qualität der gelieferten Produkte wird dadurch sichergestellt, dass der WLSGV für seine Mitgliedsinstitute Beteiligungen an diesen Unterneh- mungen unterhält. Darüber hinaus ist der Verband auch an der Spar- kassen Informatik, der Deutschen WertpapierService Bank AG (dwpbank AG) sowie dem Deutschen Sparkassenverlag beteiligt. Diese drei Einrichtungen fungieren als Unterbau der Sparkassen in Bezug auf Technik und Organisation. So ist die Sparkassen Informatik schon allein auf Grund ihrer Größe in der Lage, be- trächtliche Kostenvorteile im Bereich der Informations- technologie zu erzielen. Die dwpbank dient als Transaktions- bank und bündelt die Abwicklung von Wertpapier- 29

Stand: 21.11.2007
EUROPACE - Hypoport AG