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Stand 31.12.2004 - ecfs

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Lehre und Forschung

Lehre und Forschung Habilitationen (Campus Duisburg) Habilitation von Prof. Dr. Ulrich Koch Im Jahr 2005 schloss Prof. Dr. Ulrich Koch mit seiner Schrift über „Duale Allokation und Bepreisung von Risikokapital in Kreditinstituten“ sowie einem Probevortrag zum Thema „Stär- ken-/Schwächenanalyse von Fußball-Kapitalgesellschaften“ sein Habilitationsvorhaben er- folgreich ab. Habilitationsschrift Die zunehmende Shareholder Value-Orientierung hat in der deutschen Kreditwirtschaft zu einer weiteren Verstärkung des Rentabilitätsdrucks geführt. Mit der expliziten Vorgabe von risikoadjustierten Soll-Rentabilitäten seitens der Eigenkapitalgeber ist nach der seit Mitte der achtziger Jahre andauernden Phase der „Er- tragsorientierung“ nun nicht mehr lediglich die Erreichung einer Ko- stendeckung und eines „freiwilligen“ Gewinns, sondern die Erzie- lung einer risikoadjustiert angemessenen Verzinsung des inve- stierten Eigenkapitals sicherzustellen. Für die Unternehmens- steuerung ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, die bestmögli- che Zuweisung des knappen Risikokapitals auf die alterna- tiven Verwendungsrichtungen zu gewährleisten (Allokation) und die Renditevorgaben in Form von Eigenkapitalkosten bzw. Risikokapitalkosten auf Geschäftsbereiche und Einzel- geschäfte zurechenbar zu machen (Ergebnisrechnung). Aufgrund der im Vergleich zu anderen Branchen relativ weit entwickelten methodischen Basis bei der Risikoquantifizierung bestehen im Bankenbereich gute Grundvoraussetzungen für eine risikobezogene Zurechnung von Renditeansprüchen. Das zentrale Grundproblem der Berücksichtigung von risikoreduzierenden Portfolioeffekten ist jedoch auch hier als weitest- gehend ungelöst zu betrachten. Die bislang in der allgemeinen Finanzierungslehre und in der speziellen Bankbetriebslehre entwickelten Ansätze sind für die Problemstellung der Risiko- kapitalallokation auf Geschäftsbereiche nicht anwendbar. Vor diesem Hintergrund entwik- kelte Herr Prof. Koch ein Modell zur bankinternen Risikokapitalallokation und zur Ermittlung bereichsbezogener Risikokapitalkosten. Dabei wird das im Rahmen der dualen Struktur- organisation real zu beobachtende Nebeneinander zentraler und dezentraler Entscheidungs- kompetenzen explizit berücksichtigt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieses Forschungsvor- haben von erheblichem Interesse, da erst durch die adäquate Berücksichtigung von Risiko- Diversifikationseffekten die bestehende konzeptionelle Lücke zwischen der bankbetrieblichen Kapitalallokation und der Portfoliotheorie geschlossen werden kann. Da Risikodiversifikations- effekte als eines der wesentlichsten Motive für die Bündelung verschiedener Geschäftsberei- che in der Hülle von Universalbanken anzusehen sind, lässt ihre Nichtberücksichtigung die Steuerungsimpulse der bislang entwickelten Modelle fragwürdig erscheinen. Angesichts der in allen Bankengruppen zu beobachtenden verstärkten Berücksichtigung von Risikokapital- 52 Prof. Dr. Ulrich Koch

Lehre und Forschung kosten in der (Kredit-)Preisstellung und der Geschäftsbereichsrechnung hat die vorliegende Themenstellung daneben nicht nur eine theoretische, sondern auch eine besondere prakti- sche Relevanz. Bei der Habilitationsschrift handelt es sich um eine in ihrer theoretischen Tiefe sowie in ihrem Anwendungsbezug ausgezeichnete Arbeit. Der wissenschaftliche Erkenntnisstand über die Allokation von Risikokapital sowie die Kalkulation bereichsbezogener Risikokapitalkosten wird maßgeblich vorangetrieben. Erstmalig wird dieses gerade in der jüngeren Vergangen- heit in Wissenschaft und Praxis vielfach und intensiv diskutierte Thema in dieser konzeptio- nellen Geschlossenheit behandelt und ein Modell entwickelt, das den Transfer der Kapitalmarkttheorie auf die betriebswirtschaftliche Ebene der Unternehmenssteuerung tat- sächlich schafft. Herauszuheben ist die eigenständige basistheoretische Entwicklung des dualen Risikokapital-Allokations- und Bepreisungsmodells. Der Verfasser weist hier in beeindrucken- der Weise seine tiefen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sowie seine gestalterischen Fähig- keiten nach. Durch die integrierte Betrachtung der Rendite- und Risikodimension gelingt ihm die schlüssige Lösung des Diversifikationsproblems bei der Separierung von Risikokapital- kosten aus einem Risikoverbund. Probevortrag Da die europäischen und nationalen Lizenzierungsvorschriften insbesondere auf die Sicher- stellung der Liquidität von Fußball-Kapitalgesellschaften in der laufenden Spielzeit ausgerich- tet sind, bleibt eine Einbeziehung der betrieblichen Zielgröße Rentabilität in das interne Rech- nungswesen oftmals aus. Eine alleinige Fokussierung auf die Liquidität als primäre Steuerungs- größe ist jedoch nicht geeignet, das Fortbestehen eines Unternehmens auf Dauer zu garan- tieren, da die Berücksichtigung der Rentabilität im Rahmen einer langfristig orientierten Unter- nehmenssteuerung von großer Bedeutung ist. v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrich Koch, Prof. Dr. Bernd Rolfes Vor dem Hintergrund der Krisensituation der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat Herr Prof. Koch in seinem Vortrag eine ertrags- und risikoorientierte Kennzahlensystematik für die unter- nehmensinterne Analyse und Steuerung auf Basis von Kosten und Leistungen entwickelt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Kosten- und Ertragsstruktur von Fußballkapitalgesellschaften lässt sich das Jahresergebnis in seine Bestandteile aufspalten, wodurch eine Identifizierung potenzieller Stärken und Schwächen möglich wird. Die sich hieraus ergebenden Steuerungsimpulse führen c.p. aufgrund des direkten Ursache-Wirkungszusammenhangs im Mo- dell zu einer erhöhten Rentabilität. 53

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