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Stand 31.12.2004 - ecfs

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Lehre und Forschung

Lehre und Forschung Promotionen (Campus Duisburg) Im Jahr 2004 konnten am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rolfes Dr. Cordula Emse, Dr. Jens Sträter und Dr. Klaus Strenge ihre Promotionsvorhaben erfolgreich abschließen. Folgende Themen waren Gegenstand der Dissertationen: Dr. Cordula Emse „Verbriefungsaktionen deutscher Kreditinstitute – eine Analyse al- 54 ternativer Strukturvarianten und deren regulatorischer Erfassung nach Grundsatz I und Basel II“ Dr. Jens Sträter „Der Customer-Lifetime-Value von Privatkunden im Finanzdienstleistungssektor“ Dr. Klaus Strenge „Kalkulation von Einlagensicherungsbeiträgen – eine kritische Ana- lyse unter besonderer Berücksichtigung der Finanzierungs- und Lenkungsfunktion“ Dr. Cordula Emse beschäftigte sich im Rahmen ihrer Promotion mit dem Thema „Verbriefungs- transaktionen deutscher Kreditinstitute - Eine Analyse alternativer Strukturvarianten und de- ren regulatorischer Erfassung nach Grundsatz I und Basel II“. In Zeiten einer zunehmend aktiven Kreditportfoliosteuerung unter Risiko-/Ertragsgesichtspunkten kommt Instrumenten zum Transfer von Kreditrisiken eine immer stärkere Bedeutung zu. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund aufsichtsrechtlicher und ökonomischer Eigenkapitalknappheit. Durch die Forderungsverbriefung wird es den Kreditinstituten ermöglicht, bestehende (illiquide) Buch- kredite in fungible Wertpapiere zu transformieren und dabei Kreditrisiken an den Kapital- markt zu transferieren. Frau Dr. Emse greift mit ihrer umfassenden Aufarbeitung der Struktur- vielfalt des deutschen Verbriefungsmarktes einerseits der kritischen Analyse der regulatorischen Erfassung von Verbriefungstransaktionen nach gegenwärtigem und zukünftigem Recht so- wie der Herleitung möglicher Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Neuregelungen auf den deutschen Verbriefungsmarkt andererseits eine höchst aktuelle Problematik auf. Mit dem empirischen Nachweis der Ungleichgewichte in der Erfassung von unverbrieften Krediten versus Verbriefungstransaktionen sowie eines bei Verbriefungen teilweise höheren Kapital- bedarfs im Gesamtsystem leistet Frau Dr. Emse einen erheblichen Erkenntnisfortschritt. Ihre Dissertationsschrift stellt eine rundum exzellente Arbeit dar. Dr. Jens Sträter behandelte in seiner Promotionsschrift das Thema „Der Customer- Lifetime-Value von Privatkunden im Finanzdienstleistungssektor“. Der Charakter und Wert einer Kundenbeziehung sind für Finanzdienstleistungsunternehmen im Rahmen einer systematischen und differenzierten Marktbearbeitung von entscheidender Bedeu- tung. Herkömmliche Ansätze wie v. l. n. r.: Dr. Klaus Strenge, Dr. Cordula Emse, Prof. Dr. Bernd Rolfes

Lehre und Forschung Kundenscoring-, Kundenportfolio- sowie Kundensegmentierungsverfahren verknüpfen zwar soziodemografische und psychografische Merkmale mit kundengruppenspezifischen Dek- kungsbeiträgen oder Barwerten, eine Quantifizierung des den gesamten Lebenzyklus be- rücksichtigenden Ertragswertes von Kundenbeziehungen, des so genannten „Customer- Lifetime-Value“, erfolgt jedoch nicht. Herr Dr. Sträter entwickelt in seiner Arbeit daher ein Modell, mit dem es ihm gelingt, den Customer-Lifetime-Value systematisch aus den Schlüssel- faktoren für das Geschäftspotenzial mit Privatkunden herzuleiten. Darüber hinaus zeigt er mit seiner eigenen empirischen Untersuchung, wie sich kundengruppenspezifisch besonders entscheidende Merkmale herausfiltern lassen. Angesichts der ausgesprochen umfangreichen Analysen und sehr wertvollen Ergebnisse sowohl im Rahmen der Auswertung der Einkom- mens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes als auch hinsichtlich der selbst konzipierten und durchgeführten Erhebung, trägt die Arbeit nennenswert zum Erkenntnis- stand der Kundenbewertung im Finanzdienstleistungsgeschäft bei. Dr. Klaus Strenge verfasste seine Doktorarbeit zum Thema „Kalkulation von Einlagen- sicherungsbeiträgen - Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Finanzierungs- und Lenkungsfunktion“. Um das Vertrauen in die Sicherheit von Einlagen bei Banken zu festigen, sind in den sechziger Jahren die ersten (freiwilligen) Einlagensicherungs- systeme in Deutschland begründet und im Laufe der Jahre weiter entwickelt worden. Vor dem Hintergrund der in jüngerer Zeit vermehrt aufgetretenen Problemfälle bei Kreditinsti- tuten und erheblicher Inanspruchnahmen der Sicherungseinrichtungen sowie der im Jahr 2005 auslaufenden Gewährträgerhaftung und Anstaltslast bei den öffentlich-rechtlichen Spar- kassen und Landesbanken legt Herr Dr. Strenge mit seiner Arbeit eine hoch aktuelle Analyse der Finanzkraft und Lenkungsfunktion der bestehenden Sicherungssysteme vor. Mit seiner Dissertationsschrift gelingt es ihm, den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu den Einlagen- sicherungssystemen im deutschen Bankgewerbe nicht unwesentlich voranzutreiben. Heraus- zustellen ist hierbei insbesondere, dass Herr Dr. Strenge eine Reihe von Fakten zusammen- getragen hat, die bislang nicht öffentlich verfügbar waren, für eine differenzierte Beurteilung der Sicherungssysteme jedoch unverzichtbar sind. Ebenso beeindruckend ist die Vollständig- keit und Tiefe, mit der Herr Dr. Strenge die deutschen Einlagensicherungssyteme durchdrun- gen und unter Beweis gestellt hat, dass er zu den nur wenigen Experten auf dem Gebiet der Einlagensicherung gehört. 55

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