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Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“

Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“

Abb. 2: Bestandstrend

Abb. 2: Bestandstrend der Feldlerche (¡ ¢£¤¢ ¢¥¦§¨©�©) in Deutschland und Europa für die Zeiträume 1980- 2008 bzw. 1990 bis 2008. Aus: Cimiotti & Joest (2010). 5

3. Darstellung der Arbeitsschritte und Methoden 3.1 Maßnahme „Feldlerchenfenster“ Um eine effiziente Landwirtschaft bei gleichzeitigem Schutz der Feldlerche zu erreichen, wurde in Großbritannien vor einigen Jahren das Konzept der „undrilled patches“ oder „skylark plots“ entwickelt (Morris 2009). Dabei wird die Sämaschine bei der Aussaat (v.a. bei Wintergetreide) für einige Meter angehoben, so dass eine nicht eingesäte Fehlstelle entsteht, das sogenannte Feldlerchenfenster (Abb. 3 und 4). Dieses Feldlerchenfenster kann im Rahmen der weiteren Bewirtschaftung wie der restliche Schlag bewirtschaftet, also z.B. gespritzt und gedüngt werden. Dabei entsteht entweder ein artenarmer Wildkrautbewuchs oder die Fläche bleibt offen. In jedem Fall wird die Strukturvielfalt des Schlages wesentlich erhöht. Neben der Anlage im Wintergetreide sollte im Rahmen dieses Projektes auch Feldlerchenfenster in anderen Kulturen wie Raps, Mais und Sommergetreide angelegt werden, um die Effekte in diesen Kulturen bewerten zu können. Abb. 3: Feldlerchenfenster im Wintergetreide im Frühjahr, Schleswig-Holstein, April 2010. Foto: D. Cimiotti. Die Maßnahme „Feldlerchenfenster“ wurde ausgewählt, da sie leicht umzusetzen ist und der Ertragsausfall gemäß der im Projekt empfohlenen Größe und Dichte der Fenster bei nur etwa fünf Euro pro Hektar liegt. Auf Grund dieser Eigenschaften wird die Maßnahme nach den Erfahrungen aus anderen Projekten (s.o.) generell von Landwirten akzeptiert. Die leichte Umsetzbarkeit (Erläuterung in einem Faltblatt) ist wichtig, da bei diesem bundesweiten Ansatz eine intensive Betreuung vor Ort in der Regel nicht möglich ist. Es ist notwendig, den Ertragsausfall so gering wie möglich zu halten, da im Rahmen des Projektes keine Entschädigung für Ertragsverluste gezahlt wird. Nach den Erfahrungen aus dem von DBU und BIN� ¡ Umweltlotterie geförderten Projekt „Freiwilliger Naturschutz in der Landwirtschaft“ waren zwar einige Landwirten auch zur Umsetzung komplexer und kostenintensiver Maßnahmen wie der Anlage eines Flachgewässers als unentgeltliche Umweltleistung bereit (Helmecke et al. 2010), jedoch setzt dies eine intensive persönliche Betreuung der Landwirte voraus. 6

Feldlerchenprojekt: 1000 Fenster für die Lerche.
Feldlerchenprojekt: 1000 Fenster für die Lerche. - Rhein-Sieg-Kreis
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