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8 Werkzeuge f¨ur Rapid Prototyping mit verteilten Soft - tuprints

8 Werkzeuge f¨ur Rapid Prototyping mit verteilten Soft - tuprints

Abbildung 108:

Abbildung 108: Applikation mit integrierter Inferenzmaschine zur effizienten Erprobung von Regeln und deren Verhalten. Abbildung 109: Illustration der Verwendung der Anwendung Reiseradar in einem Volkswagen Golf. Dabei wurde die hier vorgestellte Interpreterkomponente im Dauereinsatz betrieben 81 . Alle zwei Sekunden wurden hier mehr als 700 POIs gegen mehr als 100 Regeln evaluiert. Die Anwendung ging – nach der Prototypphase im März 2005 – direkt in die Evaluationsphase beim Projektpartner Volkswagen über. Abbildung 109 illustriert hierbei die bei Volkswagen angedachte Verwendung in der Mittelkonsole eines Kraftfahrzeuges vom Typ Volkswagen Golf 82 . 81 Zur Realisierung der gesamten Reiseradar-Anwendung wurde hierbei von Volkswagen ein Komponentenkommunikationssystem und eine Visualisierung von einem Drittanbieter verwendet. Dies ändert jedoch nichts an den in diesem Abschnitt beschriebenen Anwendungen. 82 Die Abbildung ist der Broschüre ” Driving Life“ der Group Research Mobility der Volkswagen AG entnommen (2005). Die Visualisierung ist hierbei von Volkswagen AG auf Basis der Frogs-Eye-View- Technologie implementiert worden. Weitere Informationen sind unter [209] zu finden. 217

8 Werkzeuge für Rapid Prototyping mit verteilten Software-Infrastrukturen Die Entwicklung von verteilten Komponentenensembles und darauf aufbauend die Realisierung von intelligenten Umgebungen stellt den Entwickler (bzw. Gruppen von Entwicklern) vor zwei zentrale Herausforderungen. In dynamischen Komponentenumgebungen ist der ” Überblick“ über alle vorhandenen Komponenten und deren selbstorganisierendes Verhalten auf Basis von kanaleigenen Konfliktlösungsstrategien schwer möglich. Somit ist vor allem in der Entwicklungszeit das Verhalten von solchen Komponentenensembles schwer analysierbar. Zum anderen ist die Bereitstellung von intelligenten Räumen, die nicht nur aus den ansteuerbaren Geräten, sondern vor allem aus sinnvoll eingesetzter Sensorik und Systemen zur Kontexterfassung bestehen, nur sehr zeitaufwändig und damit auch kostenintensiv realisierbar. Im Rahmen dieser Arbeit wurden daher zwei graphische Visualisierungswerkzeuge realisiert: Zum einen ein Werkzeug zur dreidimensionalen Darstellung des momentan agierenden Komponentenensembles und des zeitgleich stattfindenden Nachrichtenaustausches. Zum anderen ein Werkzeug zur augenblicklichen Integration von virtuellen Komponenten zur Sensorik und Kontexterfassung. Das erste Werkzeug erlaubt dem Entwickler eine Einsicht und einen Überblick über das Gesamtverhalten eines Komponentenensembles, das zweite Werkzeug erlaubt die Integration, Versetzung und Justierung von virtuellen Sensorkomponenten und die augenblickliche Erprobung im realen Umfeld. Ist die Erprobung erfolgreich, dann können die Sensorik und Systeme zur Kontexterfassung später real installiert werden. Methoden der graphischen Datenverarbeitung und der graphischen Visualisierung sind hierzu unverzichtbar. Weiterhin wird in diesem Kapitel die Spezifikation und Realisierung einer regelgestützten Interpreterkomponente beschrieben. Komponenten dieser Art sind unerlässlich für die Realisierung intelligenten Verhaltens auf Basis vorher festgestellter Kontextdaten. 8.1 Topologie- und Datenflussvisualisierung Selbstorganisation von Komponenten innerhalb eines dynamischen Komponenten- und Geräteensembles bewirkt einen Datenfluss von Komponenten zu Komponenten, der nicht statisch ist. Speziell in der in dieser Arbeit spezifizierten Software-Infrastruktur für verteilte Komponenten verhält sich der Datenfluss von Komponente zu Komponente und von Komponentenebene zu Komponentenebene hochdynamisch. Die im DYNAMITE- Projekt verwendete Komponententopologie (vgl. Kapitel 6.1, die generische Topologie in Abbildung 73 d) und Instantiierungen in Abbildung 92, Abbildung 95 und Abbildung 97) besteht aus Eingabekomponenten, Dialogkomponenten, Ausgabekomponenten, Strategiekomponenten und Aktuatoren. Für jedes Ereignis und für jeden Remote Procedure Call evaluiert der zuständige Kanal die UtilityValue-Funktionen der am Kanal als Event-Senken (für Ereignisse) bzw. Event-Quellen (für Remote Procedure Calls) registrierten Komponenten und entscheidet auf Basis des Ergebnisses der Ausführung der Konfliktlösungsstrategie welche Komponenten das entsprechende Ereignis oder den entsprechenden RPC bekommen. Schon die Anwendungsbeispiele aus Kapitel 7.2, in der 218

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