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8 Werkzeuge f¨ur Rapid Prototyping mit verteilten Soft - tuprints

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schriebenen Anwendung

schriebenen Anwendung auf den Ereigniskanal publizieren. 8.2.2 Regelgestützte Interpreterkomponenten Die Reaktivität eines Raumes geschieht auf Basis der Interpretation von Kontextdaten und der Interpretation von Ereignisketten (siehe hierzu auch Kapitel 6.2.1). Kontext kann als die Antworten auf die ” Was, Wer, Wo, Wann und Wie“-Fragen bezüglich des aktuellen Benutzers und des aktuellen Zustandes der Umgebung, in der sich der Benutzer gerade befindet, verstanden werden [161]. Dey [49] definiert hierzu, dass oftmals zwischen relevantem und unrelevantem Kontext unterschieden werden muss. Relevanter Kontext seien hierbei Daten und Informationen, die wichtig sind um den Benutzer bei der Erfüllung seiner Aufgabe bestmöglichst zu unterstützen. Konsequenterweise müssen Systeme die den aktuellen Kontext berücksichtigen, die oben genannten Fragen beantworten können und in ihren internen Verarbeitungsstufen berücksichtigen. • Wer handelt? In einem intelligenten Raum ist dies offensichtlich der Benutzer, der gerade unterstützt werden soll. Ein kontext-bewusstes System muss somit in der Lage sein, den Benutzer zu identifizieren und seine persönlichen Präferenzen zu berücksichtigen. • Was tut der Benutzer? Welche Arten an konkreten Aktionen müssen beachtet werden? Welche Aktionen des Benutzers bedingen welche Reaktionen der Geräte eines intelligenten Raumes? • Wann handelt der Benutzer und wo handelt er? Was ist der exakte Ort der Handlung? Gibt die Zeit einen Hinweis auf mögliche Reaktionen des intelligenten Raumes? • Wie handelt der Benutzer? Handelt er explizit oder implizit? Dies zur Basis genommen können folgende semantische Regeln als Beispiel für die Reaktivität eines intelligenten Raumes definiert werden: 1. wenn der Benutzer mit der Identifikationsnummer 123 erkannt ist und dieser Benutzer von seinem Stuhl aufsteht und nach vorne geht, so ist von dem entsprechenden Laptop (der auf dem Platz steht, zu dem dieser Stuhl gehört) die Präsentation zu starten und auf den Projektor zu geben. Gleichzeitig ist das Licht im gesamten Raum zu dimmen und der Rollladen komplett zu schließen. 2. wenn der Benutzer mit der Identifikationsnummer 456 erkannt ist und dieser Benutzer von seinem Stuhl aufsteht und nach vorne geht, so ist von dem entsprechenden Laptop die Präsentation zu starten und auf den Projektor zu geben. Gleichzeitig wird am Tag das Licht im gesamten Raum gedimmt und der Rollladen halb heruntergefahren. Nachts und abends bleibt der Raum beleuchtet und der Rollladen oben. 227

3. bei einem Benutzer, der ein Besucher ist, wird der Projektor gestartet, der Rollo halb heruntergefahren und das Licht im Raum gedimmt. Solcherart Regeln können syntaktisch wie folgt formuliert werden: Regel 1: sequence(bp1,bp2,bp3) & context.uid == 123 => func(projector(on)) -> func(powerpoint(start, user.seat)) -> func(roomlights(0.0)) -> func(shutter(0.0)); Regel 2-1: sequence(bp1,bp2,bp3) & context.uid == 456 & context.time > 8:00:00 & context.time < 18:00:00 => func(projector(on)) -> func(powerpoint(start, user.seat)) -> func(roomlights(0.0)) -> func(shutter(0.0)); Regel 2-2: sequence(bp1,bp2,bp3) & context.uid == 456 & (context.time > 18:00:00 | context.time < 8:00:00) => func(projector(on)) -> func(powerpoint(start, user.seat)) -> func(roomlights(1.0)) -> func(shutter(1.0)); Regel 3: sequence(bp1,bp2,bp3) & user.status == visitor => func(projector(on)) -> func(powerpoint(start, user.seat)) -> func(roomlights(0.5)) -> func(shutter(0.5)); Regel 1 beschreibt das Verhalten des Raumes sobald der Benutzer mit der Identifikationsnummer 123 (indiziert mittels context.uid) drei Bodenplatten in der definierten Sequenz betätigt hat (siehe hierzu z. B. Abbildung 116 links). Die Identifikationsnummer des aktuellen Benutzers kann hierbei z. B. mittels RFID-Technologie am Vortragspult ermittelt werden. Das Verhalten des Raumes bestimmt sich dann aus der Kaskade an Funktionsaufrufen. Hierbei wird der Projektor eingeschalten, das Programm Microsoft Power Point auf dem entsprechenden Rechner gestartet (indiziert mittels der Variable user.seat, die den Sitzplatz des aktuellen Benutzers angibt), und dann nacheinander die Raumbeleuchtung ausgeschalten und die Rollos heruntergelassen. Die beiden zu 2 gehörenden Regeln sind abhängig von der Tageszeit, da hier für den betreffenden Benutzer in Abhängigkeit der Tageszeit das Raumverhalten unterschiedlich ist. Tagsüber (Regel 2-1) wird das Licht im Raum gedimmt, abends und nachts (Regel 2-2) bleibt der Rollladen oben und das Licht im Raum an. Besucher erfahren mittels Regel 3 ein neutrales Raumverhalten bezüglich des Verhaltens von Rollladen und Raumbeleuchtung. Die hier beschriebenen 228

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