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8 Werkzeuge f¨ur Rapid Prototyping mit verteilten Soft - tuprints

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Abbildung 125: Vier

Abbildung 125: Vier (virtuelle) Druckplatten erkennen den Weg eines Teilnehmers einer Besprechung vom seinem Sitz vorne links zur Präsentationsfläche. im Wesentlichen dem bereits in diesem Kapitel beschriebenen. Bewegt sich ein Teilnehmer von seinem Sitzplatz zur Präsentationsfläche, so überschreitet er einige im Boden eingelassene Druckplatten. In Abbildung 125 sind hierzu vier Druckplatten virtuell dem Raum hinzugefügt. Dies indiziert, dass von einem Laptop, der mit Bodentank 3 verbunden ist (dies ist der Bodentank, der der ersten Bodenplatte, die der Teilnehmer beschritten hat, am nächsten ist) eine Präsentation auf der Projektionsfläche wiedergegeben werden soll. Eine einfache Regel, um dies zu beschreiben, kann nun mittels der in Kapitel 8.2.2 definierten Syntax angegeben werden: Regel 1: sequence(bp4,bp3,bp2,bp1) => func(projector(on)); -> func(source(bt3)); -> func(roomlights(0.0)); -> func(projectorlights(0.5); -> func(shutter(0.5)); -> func(openPresentation()); Nach Betätigen der vier Bodenplatten in der in der Sequenz von Regel 1 definierten Reihenfolge wird der Projektor eingeschalten, die Quelle für den Projektor auf den Bodentank 3 geschalten, der Rollladen halb geschlossen und die Raumbeleuchtung eingestellt. Zuletzt wird der Befehl gegeben eine Präsentation zu öffnen (func(openPresentation())). Hierbei wird davon ausgegangen, dass auf dem Laptop des Teilnehmer eine Präsentationskomponente läuft, wie sie in Kapitel 8.2.3 beschrieben ist. Abbildung 126 zeigt links das Verhalten des Raumes nachdem alle Funktionen ausgeführt wurden. Die Präsentationskomponente auf dem Laptop hat hierbei diejenige Präsentation gestartet, die vom Benutzer zuletzt ausgewählt war. Weitere Anmerkungen bezüglich der Dynamik und des selbstorganisierenden Verhaltens seien hier gemacht: In Anlehnung an das in Kapitel 7.2 gegebene Anwendungsbeispiel ist z. B. die nahtlose Integration eines Spracherkenners möglich. Abbildung 127 verdeutlicht die sich hier ergebende Architektur an Komponenten. Bringt der Spracherkenner 241

Abbildung 126: Verhalten des Raumes nach Ausführen aller in einer Regel zur Vortragspräsentation enthaltenen Funktionsaufrufe (links), rechts die Wiedergabe eines Filmes unter Verwendung einer Filmwiedergabekomponente. Abbildung 127: Dynamische Integration eines Spracherkenners und weiterer Komponenten zur Kontexterfassung in das intelligente Szenario. neben der Eingabekomponente auch eine eigene Interpretationskomponente mit sich (die dunklen Komponenten in Abbildung 127), so ist ein Benutzer in der Lage Kommandos wie ” nächste Folie bitte“, ” Präsentation beenden“ oder ” vorhergehende Folie bitte“ zu äußern. Die entsprechende Interpretationskomponente des Spracherkenners ist dann in der Lage aus diesem erkannten Sätzen die für die Präsentationskomponente verständlichen Funktionsaufrufe nextSlide() oder previousSlide() als Remote Procedure Call abzusenden. Abbildung 127 zeigt ebenso, dass die dynamische Integration von Komponenten zur weiteren Kontexterfassung ohne Weiteres möglich ist. Vorstellbar sind hier Komponenten, die die Identifikationsnummer des Benutzers bestimmen können, aber auch andere sensorische Erfassungen wie Temperatur oder persönliche Benutzerprofile sind hier denkbar. Diese Kontextdaten sind dann sofort in erweiterten Regeln der in Kapitel 8.2.2 spezifizierten Interpreterkomponente verwendbar. 242

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