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8 Werkzeuge f¨ur Rapid Prototyping mit verteilten Soft - tuprints

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Abbildung 130: Momentane

Abbildung 130: Momentane Ambient-Intelligence-Projekte im Bereich Landwirtschaft und im Bereich Selbststeuernde Logistik. Protokollen zur Selbstorganisation und der Implementierung von Applikationen auf Basis von dynamischen Sensornetzen. Ein wichtiges Anwendungsfeld von WASP ist die Kontrolle von Kuhherden (vgl. Abbildung 130 links) und kooperative Sicherheitsassistenz im Straßenverkehr. Dabei ist ein Schwerpunkt in WASP die Vereinfachung der Erstellung von Applikationen, die mittels verteilter Sensoren aufgebaut sind. Zur Editierung und Konfiguration des Systemverhaltens werden in WASP Programmiermodelle untersucht und entwickelt, die sowohl das unterlagerte Kommunikationsverhalten der einzelnen Teilapplikationen vor den Applikationsentwicklern verbergen als auch eine Programmierschnittstelle vorhalten, die die Definition von komplexen Szenarios erlaubt. Ein Programmiermodell, welches in WASP zur Anwendung kommen soll, ist das Agentenmodell zu welchen die hier vorliegende Arbeit wichtige Beiträge liefert 115 .Inspäteren Arbeitsschritten in WASP werden weitere Methodiken der graphischen Datenverarbeitung zum Einsatz kommen. Ein solches End-User-Programming ist – ebenfalls aufbauend auf der hier vorgestellten Arbeit – wichtig, um es sowohl Entwicklern als auch anderen Benutzern (in WASP die Betreiber von Stallungen etc.) zu ermöglichen, Applikationen auf Basis verteilter Entitäten selbst zu konfigurieren und deren Verhalten zu ändern. Ein weiteres, auf dieser Arbeit aufbauendes Projekt, ist die Organisation von vernetzten intelligenten Objekten in der Logistik (VitOL) 116 . Die zugrunde gelegten Szenarios beschäftigen sich mit der Materialflusssteuerung, der Kommissionierung und der Warensicherung. In der Materialflusssteuerung (siehe Abbildung 130 rechts) werden durch Kommunikation der intelligenten Objekte mit den vorhandenen Ressourcen der Lagerinfrastruktur (unter anderen den fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTS)) die Lagerplätze reserviert und die notwendigen Transportmittel angefordert. Dabei werden durch die Software-Infrastruktur Ressourcen- 115 In WASP finden die Arbeiten am Programmiermodell in Workpackage 5 statt. Das in dieser Arbeit beschriebene Modell (siehe Kapitel 5.1.5) wird hierbei Teil des Deliverable D5.2 welches zum 1. März 2008 veröffentlicht wird. 116 VitOL – Vernetzte intelligente Objekte in der Logistik – ist ein Projekt der marktorientierten Vorlaufforschung (MAVO) der Fraunhofer-Gesellschaft und startete Anfang 2006 mit einer Laufzeit von drei Jahren. 263

Abbildung 131: Der Komponentenbasierte Ansatz zur Realisierung selbststeuernder Logistik. konflikte, z. B. um Behälter oder Transportobjekte (Reihenfolgenproblem) lokal ausgehandelt. Sowohl die zu verteilenden Waren, die an den Eingängen der Halle ankommen als auch die fahrerlosen Transportfahrzeuge sind in diesem Sinne als autonome Komponenten zu verstehen. Durch ad-hoc Kommunikation und Integration und die Ausführung geeigneter Konfliktlösungsstrategien sind diese in der Lage sich dezentral zu koordinieren (siehe Hellenschmidt und Wichert [113]). Abbildung 131 zeigt hier den vorgeschlagenen Lösungsansatz auf Basis der in dieser Arbeit beschriebenen verteilten Software-Infrastruktur. Sowohl die zu verteilenden Waren als auch die fahrerlosen Transportfahrzeuge bilden Komponenten im Sinne des SODAPOP-Modells. Auf Basis ortsbezogener Information der FTS sind diese in der Lage verteilt die Aufgaben zu koordinieren. Ein ähnlich gelagertes Projekt ist von der Zusammenarbeit des Fraunhofer-IPA mit der DaimlerChrysler AG und der Schneider Electric GmbH aus dem Jahre 2000 bekannt [179]. Hier sind drei Roboter, als technische Agenten implementiert, in der Lage Aufgaben unter einander bei Ausfall eines der Roboter zu koordinieren. Die in VitOL zu realisierende Anwendung wird viel komplexer ausfallen. Sowohl die Anzahl der Warenpakete als auch die Anzahl der FTS wird nicht vorgegeben sein. Voraussetzung zur Realisierung dieses selbstorganisierten selbststeuernden Szenarios werden die in der Arbeit vorgestellten Mechanismen zur dezentralen Konfliktlösung sein. Zuletzt soll an dieser Stelle das zu Jahresanfang 2007 gestartete EU-IST Projekt PER- SONA 117 genannt werden. PERSONA stellt sich der Herausforderung einer alternden eu- 117 PERSONA steht für ” Perceptive Spaces Promoting Independent Aging“ und ist ein Projekt des 6. Rahmenprogramms (Call 6, Objective 2.6.2 Ambient Assisted Living (AAL) in the Ageing Society) der Europäischen Commission. Das Integrierte Projekt (Vertragsnummer IST 045459) startete am 1. Januar 2007 264

eine infrastruktur f ¨ur das management von verteilten ... - DVS