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Editorial - Quickborn. Vereinigung für niederdeutsche Sprache und ...

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REZENSIONEN Rezensionen

REZENSIONEN Rezensionen 42 BÖKER BÖKER Nachtschatten Nachtschatten Nachtschatten Willi F. Gerbode, vielen bekannt als niederdeutscher Lyrik-Preisträger aber auch als hochdeutsch schreibender Autor, hat ein neues Werk vollendet, dessen Besprechung in unserer Zeitschrift lohnt. Hat doch schon sein Roman ‚Die Wellen der drei Meere‘ vor einiger Zeit starke Beachtung gefunden. Wieder einmal war Gerbode, seit 2002 freiberuflicher Schriftsteller, auf Rhodos, wo er im ‚International Writers‘ and Translaters’ Centre Rhodes’ ein Aufenthaltstipendium abwohnen durfte. Unter der warmen Sonne der griechischen Insel gedeiht auch Literaturproduktion fruchtbar. So legte der bilinguale Autor 2007 ein neues Werk mit ‚anderen Crimestories‘ unter dem Titel ‚Nachtschatten bei Tage‘ vor. 21 mehr oder weniger lange Kriminalgeschichten, besser: ‚Kriminalkurzgeschichten‘ nehmen uns mit in verschiedene Länder, berichten von außerordentlichen Todesfällen und makabren ‚Verunfallungen‘ – wie man das neudeutsch zu nennen pflegt. Als Krimifan hat mich Gerbodes Auswahl begeistert und überrascht, denn wer rechnet schon am Nordseestrand damit, dass ein Lenkdrachen seinem ‚Herrchen‘ durch die Brust fährt oder das Halsband einer Katze, mit Sprengstoff geladen, die Tapete im Wohnzimmer ihres Frauchens mit dem Blut eben dieser gemeinsam besprenkelt? In der längsten Geschichte ‚Das Eishaus‘, gelesen etwa 30 Minuten lang, baut eine Wissenschaftlerin sich willentlich in ein Iglu ein, nachdem sie ihren Geliebten, einen älteren Kollegen, vorher geheimnisvoll entsorgt hat. Einige Geschichten wie z.B. ‚Westschnee‘ nehmen Themen wie ‚Republikflucht‘ wieder auf, die in unserer Staatsgeschichte schon ein wenig in den Hintergrund gerückt sind, oder paraphrasieren Märchen wie ‚Ziege und Wölfe‘ den ‚Wolf und die sieben Geißlein‘. Zwei Geschichten arbeiten mit Slang, wie ‚Schwarz‘ und ‚Von Nord nach Süd‘. Zwei spielen in Griechenland: ‚Heiligabend‘ mit der späten Rache einer Frau an ihrem Ehemann und ‚Ende der Saison‘ mit einem Auftragsmord an einer Frau, die dem untreuen Ehemann im Weg war. Unter die Haut geht ‚Krokodile‘ mit dem Thema Kindesmissbrauch. Es lohnt sich, alle genau zu lesen, denn sie zeigen zahlreiche formale Varianten bis hin zur klassisch englisch erzählten letzten Geschichte ‚Beton‘. Überhaupt lassen Vorbilder wie Dahl oder

Slezar grüßen. Die ‚Bestie Mensch‘ ist in Gerbodes Buch frei gelassen und darf sich in vielerlei Variationen ausleben und aussterben. Eigentlich mag Willi F. Gerbode gar keine Kriminalgeschichten. In seiner ‚Zueignung‘ begründet er sein opus so: ‚Nur für Dich, die Du Kriminalgeschichten liebst und in all den vielen gemeinsamen Jahren nicht verlernt hast, dieses Gefühl auch für mich zu haben!‘ Gemeint ist Mrs. Gerbode. Wenn das keine Liebe ist! Willi F. Gerbode: Nachtschatten bei Tage – Andere Crimestories, Rothenberg Literaturverlag, Rosendahl 2007, 178 Seiten, ISBN: 978-3-9811635-0-6. Dirk Römmer Jahresgabe Jahresgabe Jahresgabe 2008 2008 Lange war nicht klar, ob die Fritz-Reuter-Gesellschaft aus finanziellen Gründen in diesem Jahr eine Jahresgabe würde verteilen können. Doch zu unser aller Freude erfüllte sich die Hoffnung: kikut Nr. 29 konnte verteilt werden. In diesem Fall als ‚Bibliografie der Sekundärliteratur zu Fritz Reuter – Leben, Werk und Wirkung‘. Teil 1 bietet die von Dr. Arnold Hückstädt und Wolfgang Siegmund 1982 erstellte Bibliografie der Jahre 1854 bis 1980, die seinerzeit als Sonderdruck des Fritz-Reuter-Literaturmuseums herauskam. Der zweite Teil, der die Jahre 1981 bis 2007 erfasst, wurde von Renate Drefahl vom Literaturmuseum und Dr. Peter Düsterdieck zusammengestellt und orientiert sich an den Be- ständen des Museums und der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Cornelia Nenz, die Direktorin des Fritz-Reuter-Literaturmuseums, führt in ihrem plattdeutsch geschriebenen Vorwort aus, dass der ‚kikut‘ diesmal wirklich einen anderen Charakter angenommen und die Fritz Reuter Gesellschaft einen Großteil der Druckkosten übernommen hat. Eine kurze Biografie Reuters steht am Anfang des 180 Seiten starken Heftes. Es folgen die beiden Bibliografieteile bis Seite 159, bis das Personenregister zu den beiden Teilen, eine Übersicht zur Artikelsammlung des Fritz- Reuter-Literaturmuseums, eine kurze Vorstellung des Museums mit schönem Bildmaterial und Anmerkungen zu zwei Ausstellungen über das Leben und Werk Ernst Lübberts sowie zur Franzosenzeit in Mecklenburg 1806- 1813, die im Stavenhagener Schloss gezeigt wird, abgehandelt werden. Eine bunte volle Bücherwand mit einer bronzenen Reuter-Figur davor schmücken den Titel. Fein, dass es dies Heft gibt! Fritz-Reuter-Literaturmuseum (Hrsg.) – Cornelia Nenz: Bibliografie der Sekundärliteratur zu Fritz Reuter – Leben, Werk und Wirkung, kikut 29, Stavenhagen 2007, 180 Seiten, realisiert von werbeC Schölzel GmbH, ISBN: 3-910030-08-4. Dirk Römmer kikut kikut 28 28 Rezensionen Bei mir war dieser ‚kikut‘ von 2006 relativ spät auf dem Tisch gelandet. Und 43

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