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Editorial - Quickborn. Vereinigung für niederdeutsche Sprache und ...

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Rezensionen noch

Rezensionen noch achterran müss un dat Streu denn ut de letzten Ecken tosommenkleien schull. Wenn ’n sik dorop besinnt, wo bannig groot de Maschinens in ’e Landwirtschaft middewiel woorn sünd un wo nipp un nau dat vundoog allns in ’e Buree dörploont is, wenn dat – mol seggen – bi ’n Silo geiht oder wenn ’t Hau un Stroh oppresst waarn schall, dennso kann ’n sik dat good vörstelln, dat dor ’n ganzen Barg vun dat “Hackemaih” lingen blifft – un dat nich bloots in de Landwirtschaft. Denn meent is bi Otto Pötter mit dat “Hackemaih” natürlich een Metapher: Dor blifft öberall wat lingen in unsen Alldag, lütte Krömels mitünner bloots, aff un to ook mol een ganzet Bult, man de Autor harkt dat allns tohoop un kriggt dat op. In sien “Hackemaih”-Geschichten geiht dat veel üm Johrestieden un üm dat, wat de Minschen in ’t Münsterland dor schienbor elkeen Johr mit antofangen weet. So fallt Otto Pötter to ’n Bispeel för den Märzmoond de Peer vun ’t Münsterland in, denn dat is klor: In ’n März geiht de Arbeit los mit ’e Peer op Felln. Tomindst wüür dat fröher so. In ’n Juli kummt em denn dat Radfohren in ’n Sinn, un dat is jüst so klor: Nu fangt de Ferientied an. Wedderkennen schall ’n dat “schöne Münsterland” (S. 5) ook in de Geschichten, wo dat üm de “Stutenkerlpiepken” oder de “Kiepenkerls” geiht, de dat so wohl bloots in Westfalen geben hett. Bi ’n Lesen maarkt man ook, wat för ’n wichtig Rull de kathoolsche Religion nich bloots för de Region, man ook för den Autor sülbst speelt. So mookt Otto Pötter “Peter un Paul” oder den “Erntedank” to ’n Thema, un he hett bobento een Bidragg över de kathoolsche Ordensfro 52 Schwester Maria Euthymia (1914-1955) ut Münster schreeven, de de Papst vör Johrn selig sprooken hett. Ganz toletzt drööft natürlich ook nich de Kolumnen fehlen, wo de Autor wat vun Mannslüüd un Fronslüüd, vun de Füürwehr oder wat vun “Schaufensterdekoration” verklort. Otto Pötter sien “Hackemaih”-Texten sünd liekers keen Geschichten to ’n dootlachen. To de Hauptsook sünd dat eenfach Bidrääg, wo een Autor wat vertellt vun Minschen ut dat Münsterland, so as he sik de Lüüd un de Region in sien Gedanken so vörstellt. Ook, wenn dor mol sowat as de “Gesundheitsreform” in dat Book in vörkümmt, is in de Welt vun den Verteller noch allns best op ’e Reeg; dat Leben löppt suutje vör sik hen mit bloots lütte Probleme to ’n Smüüstern. Allns annere waard utblendt ut düsse “heele Welt”, sünnerlich denn, wenn de Verteller sien Fründ “Bäänd” mit in ’t Speel bringt. Dor sitt denn meistieds ’n lütte Pointe achter, so as de Autor sik dat för plattdüütsche Geschichten un för dat Plattdüütsche an sik dinken deiht: “Worup et ankümp is ’n nettet Döönken!” (S. 10). För “Hackemaih” un ook för Kolumnen, de annerwegens in Norddüütschland eenmol de Week op Platt in ’e Zeitung stoht, mag dat angohn. Dat Book sülbst is wunnerbor mookt un langt sik fein an, wenn du dat in ’e Hand hest. De Biller passt good to de enkelten Texten. Lüüd, de nich jeden Dag wat op münsterlänner Platt leest, könnt mit dat Book ook wat anfangen: Bi Wüür, de nich so licht to verstohn sünd, hett de Autor dat Wuurt op Hochdüütsch in Klammern gliecks dorachter sett – un de Leser bruukt dorüm

ook nich lang jichtenswo nohtokieken, wat dat denn nu heet. Ook hett Otto Pötter in sien Bidrääg fooken Riemels, Spröök oder korte Textzitate binnen, de ook hochdüütsch sünd. Meisttieds bruukt he de an den Anfang vun sien Kolumnen – dat he denn wat hett, an dat he anknütten kann un dat he in sien Vertelln rinfindt. Vun Seneca bit Goethe, Fontane, Trakl un Rose Ausländer kommt dor denn allerhand in vör; meist ’n beten veel, dücht mi. Liekers waard Lüüd, de düsse “Heimaterinnerung an das schöne Münsterland” (S. 5) lieden möögt, sik an dütt Book vun Otto Pötter op jeden Fall giern an freien. Otto Pötter: Hackemaih. Alltagsgeschichten up Mönsterlänner Platt. Mit Illustrationen von Josef Heinrich gt. Ted Berges. Münster: Aschendorff Verlag 2008. 128 Seiten. ISBN: 978-3-402- 12756-8. Thomas Stelljes Redewendungen Redewendungen über über Arm Arm bis bis Zunge Zunge Aus einer Region, wo Plattdeutsch stark auf dem Rückzug und teilweise schon sehr gefährdet ist, stammt ein Buch mit Redewendungen „vorwiegend aus dem Raum Südniedersachsen“. Es ist also ostfälisches Platt. Die Redewendungen sind thematisch nach Bezügen geordnet. Es beginnt mit dem menschlichen Körper von Arm bis Zunge, dann geht es weiter mit dem menschlichen Befinden, Krankheit und Tod, schließlich mit Kleidung und Wohnbereich (Haus, Tisch usw.). Leider fehlen die Tiere, über die es ja Rezensionen auch jede Menge kluger Sprüche gibt. Zusätzlich gibt es ein Verzeichnis mit Wörtern vorwiegend aus der Forstwirtschaft. Denn wir befinden uns ja in einer waldreichen Gegend. Zu jedem Sprichwort werden die hochdeutsche Bedeutung und ein Anwendungssatz mitgeliefert. Beispiel für das Bezugswort Finger: dä Finger in Speele hebben = verdeckt mitwirken. Beispielsatz: Wer weit, wer da bie düsse Geschäfte dä Finger mee in Speele ehatt hät. Nun ist die ostfälische Sprachlandschaft sehr bunt, daher ist es unerlässlich zu sagen, in welcher Gegend dieser Satz gesprochen wird. Die Macher des Buches haben sich zwölf Orte ausgesucht, und hinter jeder Redewendung und jedem Ausdruck im Wörterverzeichnis steht eine Nummer. In unserem Beispielsatz ist es die 6. In einer etwas versteckten Liste nach den Redewendungen finden wir: 6 = Platt in Völksen, Deister. Die anderen Orte, woher die Gewährsleute stammen, sind Vornhagen (Schaumburg), Mandelsloh (Neustadt am Rübenberge), Suttorf (Neustadt a.R.), Empelde (Hannover Land), Bredenbeck (Deister), Betheln (Gronau), Greene (Kreiensen), Sievershausen (Solling), Schoningen (Solling), Capellenhagen (lth), Springe (Deister) und Dassel (Solling). Alle Orte sind in einer Landkarte auf der Titelseite verzeichnet, damit man einen Eindruck bekommt, wie groß der Sprachbereich ist. Er wird eingegrenzt von den Städten Nienburg, Hildesheim, Göttingen und Bückeburg. Die Vielfalt der Mundarten soll am Beispiel „Augen“ gezeigt werden. Sie erscheinen in den Redewendungen je 53

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