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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

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Philosophie nicht davon

Philosophie nicht davon profitiert. – Die Wittgenstein Gesellschaft ist reich; schön wär’s, aber wir wirtschaften bloß sparsam und effektiv. – Die Wittgenstein Gesellschaft verleiht die beiden österreichischen Wittgenstein-Preise; das Geld für einen einzigen der „großen“ Wittgenstein-Preise würde für sehr viele Symposien reichen. – Das Komitee der Wittgenstein Gesellschaft ist eine positivistische Mafia; dass es nicht so ist, zeigen unsere Programmhefte und Veröffentlichungen. – Die Wittgenstein Gesellschaft wurde von einem amerikanischen Millionär gegründet, W. Leinfellner; die Antwort auf den „Millionär“ konnte nur „Leider nein“ sein. – ... Für Außenstehende ist es oft nicht klar, wie die Gesellschaft entstanden ist, wie sie sich entwickelt hat, und wie wir praktisch unsere Ziele verwirklichen. In diesem Essay werden diese und verwandte Themen so nüchtern als möglich dargestellt. Kleine Anfänge und ihre gar nicht kleinen Folgen Die Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft wurde 1974 zunächst als ein lokaler Wittgenstein Verein gegründet. Zuvor hatten sich zwei Leute am dritten Tisch im Gasthaus „Dretenpacherhof“ in Trattenbach – in Trattenbach hatte Wittgenstein seine zwei ersten Jahre als (provisorischer) Volksschullehrer verbracht – getroffen; einer davon ist der Tierarzt vom nahegelegenen Kirchberg am Wechsel, Adolf Hübner, der andere der Sohn eines ehemaligen Schülers von Wittgenstein, Koderhold. Man beriet sich darüber, was man in der Gegend Interessantes tun könne, und da kam man eben auf die Idee, für die Erforschung von Wittgensteins Zeit als Volksschullehrer in den niederösterreichischen Orten Trattenbach, Puchberg und Otterthal einen Verein zu gründen. Warnungen blieben nicht aus. 1975 schrieb ein Skeptiker an A. Hübner, er glaube nicht, dass der Name „Wittgenstein“ für das Feistritz-Tal das bewirken würde, was „Hugo von Hofmannsthal“ für Mönichkirchen bewirkt hatte. Weder war es Hofmannsthal, der Zeit in Mönichkirchen verbrachte, sondern Anton Wildgans; noch war die Gründung des Wittgenstein Vereins, des Vorläufers der heutigen Wittgenstein Gesellschaft, ein Fehlschlag. 23

Es ist jedoch richtig, dass der Name „Wittgenstein“ bis um die Mitte der 1980-er Jahre in Österreich nur einigen wenigen Spezialisten bekannt war. 1986 schrieb ein Kenner der österreichischen Szene, Peter Weibel: „Wittgenstein wurde vor zehn Jahren in Wien noch total ignoriert. Erst die regelmäßig stattfindenden Wittgenstein Symposien und die deutsche Übersetzung von 'Wittgenstein's Vienna' haben die Bevölkerung erkennen lassen, dass Wittgenstein ein wichtiger Wiener ist.“ Heute hat sich auch bei uns eine Art Kult um Wittgensteins Person und seine Werke gebildet. Der letzte Satz des Tractatus, „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen“, ist zum geflügelten Wort geworden, das schon einmal ein Abgeordneter im österreichischen Parlament einem anderen an den Kopf geworfen hat. Auch unsere Tages- und Wochenzeitungen veröffentlichen nunmehr Artikel zu Wittgenstein, vom Profil bis zur populären Kronen Zeitung. Der Mythos „Wittgenstein“ wird uns hier jedoch nicht weiter beschäftigen. Wenn man die Geschichte der Wittgenstein Gesellschaft, ihrer Symposien und anderer ihrer Aktivitäten betrachtet, dann wird es klar, dass sie in hohem Maße zur philosophischen Entwicklung beigetragen hat; andere Entwicklungen, die Förderung des österreichischen Tourismus und der österreichische Wittgenstein-Kult, waren eine Folge-Erscheinung, eine Nebenwirkung, aber kein Motiv. Die Geschichte der Wittgenstein Gesellschaft: ein Bündel von Biographien Es ist gesagt worden, dass die Geschichtsschreibung dem sinnlosen Geschehen Sinn verleiht, dass sie eine Handvoll von Metaphern ist, eine Ansammlung von Erzählungen, ein Bündel von miteinander verflochtenen Biographien. Die Geschichte der Wittgenstein Gesellschaft und der Symposien beginnt ganz sicher mit einem Bündel von miteinander verflochtenen Biographien. Zuerst verflechten sich zwei Biographien. Von Zeit zu Zeit läutet in einer Wohnung in Wien das Telefon; aber niemand meldet sich. Der Anrufer ist in Kirchberg am Wechsel; aber der Angerufene lebt seit vielen Jahren in den USA. Eines Tages hat der Anrufer dennoch Glück: Jemand antwortet. 24

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