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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

einer

einer bestimmten, fest umrissenen philosophischen Ausrichtung zu sein, und doch keine elitäre Veranstaltung eines Klubs von Eingeweihten? Zunächst: Alle Vorträge und sonstigen Veranstaltungen können von allen Interessierten besucht werden. Bei den nicht eingeladenen, beigetragenen Vorträgen wird einfach nach der Qualität des eingereichten Vortrags entschieden, und ob er, bei großzügiger Auslegung unserer philosophischen Ziele, zum Thema passt. Daher sprechen auf den Wittgenstein Symposien auch viele Studenten und Studentinnen, von denen gar nicht so wenige nachher Professoren und Professorinnen geworden sind. So wird einerseits das Ziel der Gesellschaft erfüllt, eine bestimmte Philosophie zu vertreten. Andererseits: Wie auf einer Agora diskutiert hier jeder mit jedem, unabhängig vom institutionellen Rang, der (künftige) Nobelpreis-Träger mit einer Studentin, der Lehrer an einem Gymnasium mit der Inhaberin eines Lehrstuhls, ... Zusätzlich bemühen wir uns, dass neben den Vorträgen auch etwas zur Erholung geboten wird: Konzerte, Ausstellungen, eine Weinkost, Lesungen und Buch-Präsentationen; Wittgenstein-Theaterstücke wurden dort uraufgeführt, und jedes Jahr gibt es eine Führung durch die Wittgenstein-Dokumentation Wittgenstein und Trattenbach im denkmalgeschützten „Schachnerstüberl“ in Trattenbach, mit anschließendem Umtrunk im Garten. Prinzipiell hat die Gesellschaft also die Haltung, dass sie nicht eine geschlossene Gesellschaft sein will, eine Wittgenstein-Kirche oder -Sekte, sondern eine Agora, ein Forum, ein Marktplatz, oder, um Poppers Worte zu paraphrasieren, eine „offene Gesellschaft“ für alle, die an dieser bestimmten Philosophie interessiert sind. Eine von Wittgensteins Metaphern – eigentlich für den Vergleich zwischen Aphorismen und einem linearen Text gedacht – passt auch hier sehr gut: „Rosinen mögen das Beste an einem Kuchen sein; aber ein Sack Rosinen ist nicht besser als ein Kuchen; & wer im Stande ist uns einen Sack voll Rosinen zu geben kann damit noch keinen Kuchen backen [...]“. Wir sind keine Rosinen-Picker. 33

Ziele und ihre Verwirklichung Eine derartige Organisation kann sich nicht in einem Vakuum entwickeln. Die Mitglieder des Komitees der Gesellschaft und des Programm- Komitees verbringen viele Tage, Wochen und Monate mit der Planung der Symposien und verwandter Aktivitäten, und sie tun dies auf freiwilliger Basis und ohne Gewinn, außer dem Gefühl, dass dies das Richtige für eine bestimmte Philosophie im Rahmen des kulturellen Lebens in Österreich ist. Im Prinzip sind unsere Ziele von Anbeginn bis heute dieselben geblieben: (1) die Diskussion von Wittgensteins Philosophie, von derjenigen Philosophie, der Analytischen Philosophie, die von ihm (mit)begründet wurde, und, allgemein, von derjenigen Philosophie, die aus dem Wiener Kreis hervorgegangen ist, der heutigen Wissenschaftstheorie. (2) Wir haben immer die neuesten philosophischen Entwicklungen berücksichtigt, und wir werden das immer tun, vorausgesetzt, sie stimmen mit den methodologischen Grundlagen überein, wie sie von Wittgenstein und der Analytischen Philosophie, dem Wiener Kreis, der Wissenschaftstheorie entwickelt wurden. Anders ausgedrückt: Wir wollen heutige Probleme im Rahmen einer Philosophie diskutieren, die methodologisch explizit ist, deren Resultate mit größtmöglicher Klarheit dargestellt werden, und die empirische Probleme nicht als nebensächlich oder sogar unphilosophisch ansieht. Was (1) betrifft, so hat sich ein „historischer“ Aspekt geändert. Am Anfang sahen wir es als eine wichtige Aufgabe an, Vertreter und Vertreterinnen unserer Richtung, die von den Nazis aus Österreich vertrieben worden waren, wieder in Person nach Österreich zu bringen, und mit ihnen eine Philosophie und Wissenschaft, die von den Nazis geächtet worden war. Diese bildeten die erste Kohorte. Zwischen dem 2. Symposium von 1977 und dem 30. von 2007 sind so viele Jahre vergangen, dass es die zweite und sogar schon die dritte Kohorte von Forschern und Forscherinnen ist, denen dieses Erbe übergeben wird. Wie es auch immer sein mag, das Komitee der Gesellschaft geht davon aus, dass die Wittgenstein Symposien niemals ausschließlich zu einem Forum der Wittgenstein-Interpretation werden sollen – und dies stimmt, zumindest zum Teil, mit Wittgensteins eigenen Vorstellungen überein, wie er sie 1947 ausgedrückt hat: „Kann ich nur keine Schule gründen, oder kann es ein Philosoph nie? Ich kann keine Schule gründen, 34

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