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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

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Klassischen Mechanik

Klassischen Mechanik durch die Angabe von Ort, Impuls und Zeitpunkt erfolgen. Das ist aber für ein Objekt der Quantentheorie nicht generell möglich, weil die Totalität der Eigenschaften zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht zur Verfügung steht, das heißt zum Beispiel, dass Ort und Impuls nicht gleichzeitig scharf messbar sind. Eine weitere Schwierigkeit ist die Nichtidentifizierbarkeit eines Objekts der Quantentheorie durch die Zeit hindurch. Wenn man daher die Objekte der Quantentheorie betrachtet, dann sieht es eher so aus, dass nicht nur sie, sondern auch die ihnen korrespondierenden realen Objekte des Mikrokosmos in einem gewissen objektiven Sinn unvollständige Gegenstände im Sinne Meinongs sind. 6.22. Objekte der Relativitätstheorie Auch für die Eigenschaften der Objekte der Speziellen Relativitätstheorie ist für einen Beobachter die Vollständigkeit der Wertdefinitheit nicht in jedem Zeitpunkt gegeben. Theoretisch oder prinzipiell könnte aber ein solcher Beobachter immer warten, bis das Objekt in seinem Vergangenheits-Lichtkegel aufscheint, um die jetzt definit verwirklichte Eigenschaft zu konstatieren. Sobald allerdings Gravitation und Beschleunigung zugelassen sind (Allgemeine Relativitätstheorie), wird es immer in einigen Raum-Zeitregionen solche Objekte geben, die nie im Vergangenheits-Lichtkegel eines Beobachters auftreten werden. Das gilt auch für einen auf einer Geodäsie bewegten (kräftefreien) Beobachter. Es ist klar, dass die Beschreibung solcher Objekte niemals vollständig in Bezug auf wertdefinite Eigenschaften ist. Weiters sind die essentiellen Eigenschaften wie Masse, Länge, geometrische Gestalt nicht permanent und das betreffende Objekt daher nicht starr (rigid). Die einzige Ausnahme ist die elektrische Ladung, während Masse, Länge und geometrische Gestalt sich (bei hoher inertialer Bewegung) gemäß der Lorentz-Transformation ändern. Für Objekte der Allgemeinen Relativitätstheorie gilt das in lokalen Bezugssystemen. In der Klassischen Mechanik kann ein Objekt als einziges (uniqueness) oder individuelles Objekt durch die Angabe von Ort, Impuls und Zeitpunkt gekennzeichnet werden. Für die Objekte der Speziellen Relativitätstheorie gilt das nur teilweise, das heißt eingeschränkt auf jene im Vergangenheits- und Zukunftslichtkegel des Beobachters. Für Objekte der Allgemeinen Relativitätstheorie hängt 59

die Eindeutigkeitsfrage von der Raum-Zeit-Krümmung ab. Weiters ist die Reidentifizierbarkeit eines Objekts durch die Zeit hindurch im Allgemeinen nicht gegeben. Denn die Objekte verändern je nach Bewegung ihre essentiellen Eigenschaften wie Masse, Länge und geometrische Gestalt. Schließlich gibt es sowohl nach der Speziellen als auch nach der Allgemeinen Relativitätstheorie keine absolute Zeit und keine universelle Gleichzeitigkeit, sodass jeder Beobachter (beziehungsweise jedes verschiedene Laboratorium oder Bezugssystem) seine eigene Zeit und Gleichzeitigkeit hat. Deshalb ist ein Objekt nicht dasselbe für alle Beobachter. Aufgrund dieser Ausführungen zeigt sich also in Bezug auf die Objekte der Relativitätstheorie, dass sie unvollständig bezüglich ihrer Eigenschaften sind, nicht permanent, nicht eindeutig identifizierbar durch die Zeit und von verschiedenen Beobachtern verschieden beschrieben werden. Diese Charakterisierung passt wiederum viel besser zu Meinongs unvollständigen Gegenständen als zu Russells Kennzeichnung, die auf die Objekte der Klassischen Mechanik eingeschränkt ist. Eine genauere Untersuchung von Meinongs unvollständigen Gegenständen mit dem Blickpunkt auf die Objekte in der Quanten- und Relativitätstheorie würde sich sicher lohnen. Laudatio gehalten anlässlich des Ausscheidens von Rudolf Haller aus dem Vorstand der ÖLWG, am 29. IWS 2006 in Kirchberg am Wechsel. Literatur Weingartner, P. (2007), Russell´s Concepts „Name“, „Existence“ and „Unique Object of Reference“ in the Light of Modern Physics. In: The Journal of Bertrand Russell Studies, n.s.27 (2007) pp. 60–77. Mittelstaedt, P. – Weingartner, P. (2005), Laws of Nature. Springer, Berlin-Heidelberg. Kant, I. (1787), Kritik der reinen Vernunft. Hartknoch, Riga. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1956. 60

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