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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

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Laudatio von Peter

Laudatio von Peter Kampits (Universität Wien, Vize-Präsident der ÖLWG) Es ist mir eine große Ehre – von Freude kann man ja im Rahmen einer Verabschiedung nicht gut sprechen – heute die langjährige Präsidentin und Vizepräsidentin des Vorstandes der Ludwig Wittgenstein Gesellschaft anlässlich ihres Rücktritts im Rahmen einer kleinen Feier zu begrüßen. Elisabeth und Werner Leinfellner waren es ja, die auf Initiative des leider verstorbenen Ehepaares Lore und Adolf Hübner zusammen mit Rudolf Haller und Paul Weingartner 1976 anlässlich des 25. Todestages von Ludwig Wittgenstein die ersten Wittgenstein-Tage veranstalteten, aus denen die späteren Symposien und die ÖLWG hervorgingen. Inzwischen stehen wir heute vor dem 29. Wittgenstein Symposium und das internationale Interesse an den Veranstaltungen hat nicht nachgelassen, sondern ist im Gegenteil im Steigen begriffen. Es ist darum mehr als recht und billig, den Begründern der Gesellschaft, die nunmehr ihre Funktionen niederlegen, den Dank für die jahrzehntelange Arbeit auszusprechen. Es ist aber auch recht und billig, Lore und Adolf Hübners zu gedenken, deren unermüdlicher Einsatz die Symposien ebenso erst ermöglichte, wie die wissenschaftlichen Konzepte und die Beratung durch die anderen Vorstandsmitglieder. Elisabeth Leinfellner Ihre Aktivitäten in der Gesellschaft wurden schon erwähnt, nachzutragen ist ihre Tätigkeit als Präsidentin 1994 bis 1997 und als Vizepräsidentin bis zum heutigen Tag. Elisabeth Leinfellner hat als Professorin am Institut für Sprachwissenschaften an der Universität Wien gelehrt, aber auch an der University of Nebraska, der University of Michigan und in Rom. Sie ist Linguistin und von ihren zahlreichen linguistischen Arbeiten seien erwähnt: Euphemismus in der politischen Sprache und Semantische Netze und Textzusammenhang. Besonders hervorgehoben werden soll aber auch das kleine Büchlein in Zusammenarbeit mit Sascha Windholz, Ludwig Wittgenstein. Ein Volksschullehrer in Niederösterreich, das die Tätigkeit Wittgensteins in Trattenbach, Otterthal 71

und Puchberg beschreibt. Elisabeth Leinfellner hat sich auch intensiv mit Fritz Mauthner beschäftigt, jenem österreichischen Sprachkritiker, der lange Zeit nur durch die Bemerkung Wittgensteins im Tractatus bekannt war: „‘Alle Philosophie ist Sprachkritik’ (aber nicht im Sinne Mauthners).“ Elisabeth Leinfellner hat mehrere Bände zur Sprachkritik Fritz Mauthners herausgegeben und mit großer Sensibilität das sprachkritische Werk dieses Journalisten, Literaten, Dramatikers und Sprachkritikers dargestellt. Fritz Mauthner hat bekanntlich die Sprachskepsis zu Ende gedacht und die Befreiung von der Sprache als Ziel der Selbstbefreiung gesehen. Sein Werk, das auch als gottlose Mystik bezeichnet wurde, preist wortreich, auf mehreren tausend Seiten, das Schweigen. Eine Bemerkung Mauthners, die mir persönlich sehr gefällt, möchte ich nicht vorenthalten: „In der Logik ist das Wort frech geworden.“ Leider fügte Mauthner hinzu: „auch in der Ästhetik und in der Ethik“, was mir weniger gefällt. Im Vorwort zu einem dieser Bände zu Fritz Mauthner zitierte Elisabeth Leinfellner auch Karl Kraus: „Des Weibes Sinnlichkeit ist der Urquell, an dem sich des Mannes Geistigkeit Erneuerung holt.“ Ich glaube nicht, dass dies auf das Schaffen ihres Ehemannes Werner Leinfellner unbedingt zutreffen muss. Elisabeth Leinfellner 1976 72

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