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Wir hofften jedes Jahr noch ein weiteres Symposium machen zu ...

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Laudatio von Gerhard

Laudatio von Gerhard Schurz (Universität Düsseldorf) Paul Weingartner, geboren 1931 in Mühlau (Tirol), begann nach zweijähriger Berufstätigkeit als Grundschullehrer sein Studium der Philosophie, Physik und Mathematik an der Universität Innsbruck. Dort kam er unter anderem durch Wolfgang Stegmüller in Kontakt mit der Analytischen Philosophie, und durch den Fulbright Gastprofessor Burnham Terrell in Kontakt mit der neuen symbolischen Logik, welche ihn nachhaltig beeindruckte. Seine großen philosophischen Vorbilder waren und blieben aber immer Aristoteles und Thomas von Aquin. Nach seiner Promotion im Jahre 1961 an der Universität Innsbruck absolvierte er mehrmalige Post-Doc Studienaufenthalte bei Karl Popper in London und bei Wolfgang Stegmüller in München. Im selben Jahr begann er seine Tätigkeit als Assistent am gerade gegründeten Internationalen Forschungszentrum in Salzburg. An diesem Institut organisierte er schon früh (1963, 1964 und 1965) mehrere hochrangig besetzte Konferenzen und entwickelte so sein herausragendes organisatorisches Talent, das auch der Wittgenstein Gesellschaft zugute kommen sollte. Nach seiner Habilitation an der Universität Graz erhielt er 1965 die venia legendi als Dozent in Philosophie. Seine Habilitationsschrift Grundfragen zum Wahrheitsproblem wurde mit dem Kardinal-Innitzer- Preis für Philosophie des Jahres 1966 ausgezeichnet. Im Jahr 1971 wurde Paul Weingartner schließlich zum ordentlichen Professor für Philosophie an der Universität Salzburg ernannt. Im Jahr 1976 formierte sich das Gründungskomitee der Internationalen Wittgenstein Symposien in Kirchberg am Wechsel, dem neben Rudolf Haller, Adolf Hübner, Lore Hübner, Elisabeth Leinfellner und Werner Leinfellner auch Paul Weingartner angehörte. Als ich im Endstadium meiner Dissertation an der Universität Graz über Wissenschaftliche Erklärung schon sehr am Zweifeln war, ob ich jemals einen dauerhaften Job in der Philosophie erhalten würde, oder doch in der Spur meines Erststudiums Chemiker werden sollte, hatte ich das Glück, dass mir Paul Weingartner bei einem Vortrag auf dem Wittgenstein Symposium 1982 mit dem Generalthema Erkenntnis- und 81

Wissenschaftstheorie zuhörte, welches er zusammen mit Hans Czermak organisiert hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, war es Herlinde Pauer-Studer, die damals Edgar Morscher auch auf mich aufmerksam gemacht hatte, der wiederum Paul Weingartner auf mich aufmerksam machte. Jedenfalls bot mir Paul Weingartner daraufhin eine zunächst zeitlich begrenzte Assistentenstelle in Salzburg an, welche er nach Beendigung meiner Dissertation im Jahre 1983 in eine Dauerstelle umwandelte. Und so wurde ich sein Assistent. Das Jahr 1983 gehört zu den Höhepunkten von Paul Weingartners Karriere, denn damals organisierte Paul zusammen mit seinem Assistenten Georg Dorn den dreijährlich stattfindenden Internationalen Kongress für Logik, Methodologie und Philosophie der Wissenschaften im Auftrag der Internationalen Vereinigung für Geschichte und Philosophie der Wissenschaften. Ich erinnere mich, wie wir damals im Rahmen einer kleinen Feier ergriffen Sir Karl Popper in unserer Mitte empfingen und ihm mit angehaltenem Atem zu Füßen lagen, während Paul kurzerhand auf einen Stuhl stieg und eine emphatische Ansprache hielt. Paul Weingartner erhielt 1995 das Ehrendoktorat der Marie-Curie- Universität Lublin und ist seit 1997 Mitglied der New York Academy of Sciences. Er hatte Gastprofessuren an zahlreichen ausländischen Universitäten (wie z.B. Kalifornien, Pittsburgh, Brasilien, Canberra/ Australien) und hielt Gastvorlesungen an mehr als 90 Universitäten, verstreut über alle Erdteile. Eines seiner großen Verdienste war es, das Austauschprogramm zwischen dem Institut für Philosophie der Universität Salzburg und dem Department of Philosophy der University of California at Irvine ins Leben gerufen zu haben. Zwei Festschriften wurden zu seinen Ehren geschrieben (1981 hrsg. von Edgar Morscher, Gerhard Zecha und Otto Neumaier, und 1991 herausgegeben von meiner Wenigkeit und Georg Dorn). Paul Weingartners Forschungsgebiete umfassen die Logik, von der Modallogik und Epistemischen Logik bis zur Relevanzlogik, die Wissenschaftstheorie und die Erkenntnistheorie, die Philosophie der Naturwissenschaften, aber auch Ethik und Wertphilosophie, sowie die Philosophie der Religion. Zugleich ist Paul Weingartner ein Kenner der Philosophiegeschichte, insbesondere der Philosophie der Antike und des Mittelalters. Mit ihm zusammen habe ich vorallem auf zwei 82

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