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Informationsforum „E-Strategie in der Textilindustrie“ - ZiTex

Informationsforum „E-Strategie in der Textilindustrie“ - ZiTex

NUTZEN DES EINSATZES VON

NUTZEN DES EINSATZES VON INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN IN DER TEXTILINDUSTRIE ling zuordnen lassen, und eher über andere Indikatoren wie steigende Markenbekanntheit, erhöhte Kundenzufriedenheit etc. gemessen werden. Wenn also von Nutzen gesprochen wird, sind stets beide Aspekte gemeint. Trotzdem sei bereits hier darauf hingewiesen, dass es falsch wäre, gerade die Möglichkeiten der Prozessoptimierung und Integration der Zuliefererkette unter Kostenaspekten bei den Online-Aktivitäten zu unterschätzen. Zielsetzung muss insgesamt sein, größtmöglichen Nutzen aus den Informations- und Kommunikationstechnologien insoweit zu erzielen, als das Verhältnis von Mitarbeiter zu Umsatz positiver gestaltet werden kann. 3. Status quo Textilindustrie Der Umsatz an textilen Produkten ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen und der Preisdruck gestiegen, verbunden mit einem häufigen Wechsel der Konsumgewohnheiten. Kurze Produktlebenszyklen und eine starke Abhängigkeit von der Einkommensentwicklung fordern von der Herstellerseite in immer knapperen Zeiten Großserie wie Einzelfertigung in gleichbleibender garantierter Qualität zu liefern. Insbesondere bei arbeitsintensiven Produktionsprozessen ist die deutsche Textilindustrie gegenüber den Niedriglohnländern in Mittel- und Osteuropa sowie im asiatischen Raum nicht mehr konkurrenzfähig. Damit kombiniert geht die Verlagerung vieler Produktionsstätten ins kostengünstigere Ausland einher. Entsprechend konzentriert sich die heimische Industrie auf eine kapitalintensive, hochtechnologische Produktion. Und nicht zuletzt aufgrund dieser Rahmenbedingungen boten sich beispielsweise Technischen Textilien mit ihren innovativen Produkteigenschaften in den vergangenen Jahren bessere Markt- und Absatzchancen als den traditionellen Sparten. An der Produktion machen die technischen Textilien mittlerweile knapp 40 % aus, Bekleidungs- sowie Haus- und Heimtextilien jeweils ca. 30 %. Faserindustrie Textilindustrie Weiterverarbeitende Handel Industrie Kunstfasern Textile Fertigung Heimtextilien Großhandel Naturfasern Textile Ausrüstung Technische Textilien Bekleidungstextilien Einzelhandel Abb. Quelle: KPMG eCommerce in der Textilwirtschaft – Chancen und Herausforderungen; 2001 Die überwiegend mittelständische Struktur der deutschen Textilindustrie und die geringe Fertigungstiefe betonen die Abhängigkeit von den vor- und nachgelagerten Stufen und machen gleichzeitig deutlich, welch hoher Stellenwert dem Informationsaustausch in jeder Form gebührt. Gleichzeitig verfügen die Firmen oft nicht über die personellen Ressourcen, – 3 –

NUTZEN DES EINSATZES VON INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN IN DER TEXTILINDUSTRIE um alle IuK-Aufgaben aus eigenen Mitteln zu bedienen; so repräsentieren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern einen Anteil von mehr als 42%. Größenstruktur der deutschen Textilindustrie Unternehmen mit ... bis ... Beschäftigten Anteile in vH Zahl der Unternehmen Beschäftigte Umsatz 20 - 49 42,55% 12,40% 10% 50 - 99 25,21% 15,80% 14,40% 100 - 199 17,43% 21,50% 21,70% 200 - 499 12,09% 31,60% 32,10% 500 - 999 2,34% 14,10% 16,60% 1000 und mehr 0,37% 4,60% 5,20% Summe 100,00% 100,00% 100,00% Quelle: Statistisches Bundesamt / Jahrbuch Gesamttextil Die Branche steht unter wachsendem Investitions- und Innovationsdruck. So lag der Umsatz im ersten Quartal 2002 für Textil im Vergleich zum Vorjahr bei -11,3 %, für die Bekleidung bei -7,8%. 3.1 Anforderungen, abgeleitet aus der Situationsanalyse Fasst man vor oben geschildertem Hintergrund die sich daraus ergebenden Anforderungen zusammen, sieht sich die Textilindustrie – zunächst ohne Beachtung des zu wählenden Instrumentariums – folgenden „To-Dos“ gegenüber: a) Ausschöpfung innerbetrieblicher Kostensenkungspotentiale: insbesondere in Produktion / Beschaffung Lager / Logistik b) Befriedigung des erhöhten Informationsbedarfs bei der Koordination firmenintern verteilter Produktions- und Lagerstätten c) Befriedigung des erhöhten Informationsbedarfs bei der Koordination firmenübergreifend verteilter Produktions- und Lagerstätten d) Ausbau der Qualitätsführerschaft durch Fokussierung auf Produktinnovation und -entwicklung e) Kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeiter, um den wechselnden Anforderungen und Umfeldbedingungen gerecht zu werden f) Ausbau der Kundenbindung durch neue Vertriebs- und Servicekanäle g) Erschließung neuer Kundengruppen / Märkte in In- und Ausland – 4 –

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