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2006 - Jurybericht SBB Stadtraum HB Zürich, 70 S - Europaallee

2006 - Jurybericht SBB Stadtraum HB Zürich, 70 S - Europaallee

Beurteilung Das

Beurteilung Das Beurteilungsgremium beurteilte die eingereichten Projekte am 25. September 2006. Die Beurteilung fand in der Neuen Sihlpost, Eingang Lagerstrasse 4, 8020 Zürich, statt. Beschlussfähigkeit / Zulassung zur Beurteilung Der Vorsitzende stellte die Vollständigkeit des Beurteilungsgremiums fest. Die Mitglieder mit Stimmrecht waren vollständig anwesend, und die Beurteilungsfähigkeit des Gremiums war somit gegeben. Aufgrund der Vorprüfung beschloss das Beurteilungsgremium einstimmig, alle eingereichten Projekte zur Beurteilung zuzulassen. Die eingereichten Arbeiten wurden vom Beurteilungsgremium im Hinblick auf folgende Zielsetzungen beurteilt: Städtebau / Architektur: Städtebauliches Gesamtkonzept und architektonische Differenzierung der Baufelder a und c, Städtebaulich optimierte Dichte, Identifikationspotenzial (Image), Qualität der privaten und halböffentlichen Freiräume, Qualität des Umbaus sowie der Neu- und Ergänzungsbauten, Qualität der Innenräume und der Lichtführung Funktionalität / Nutzung: Nutzungsneutrale Primärstruktur, Qualität räumliche Gliederung / Flächenaufteilung, Rationelle Erschliessung, Attraktivität Zugangsbereiche / Erdgeschoss, Flexibilität der Erdgeschosse, Gebrauchstauglichkeit Wirtschaftlichkeit: Umgang Bausubstanz (Eingriffstiefe), Investitionskosten, Mietertrag, Schaffung von «Adressen», Etappierbarkeit / Investorenkonforme Einheiten Energie, Komfort, Ökologie: Fassadenkonzept (Tageslichtnutzung, sommerlicher und winterlicher Klimaschutz), Flächeneffizienz technische Erschliessung, Innovationskraft der Energieversorgung. Beurteilung Die Beurteilung begann mit der Einpassung der Projekte ins Stadtmodell im Amtshaus IV. Insbesondere wurden die Ausnützung und die Höhenentwicklung der einzelnen Projekte im städtebaulichen Kontext diskutiert. Das Beurteilungsgremium wechselte anschliessend zur Neuen Sihlpost, um dort vor den Plangrundlagen und Modellen 1:500 die Beurteilung fortzusetzen. Die Projekte wurden durch das Beurteilungsgremium in mehreren Rundgängen sorgfältig analysiert und die Qualitäten, Mängel und Potenziale der Studien ausführlich erörtert. 1. Rundgang In einem ersten Rundgang wurde zunächst das Baufeld a gemäss den vorgegebenen Kriterien vertieft diskutiert. Im Rundgang wurden einstimmig jene vier Projekte ausgeschieden, welche als wenig verbesserungsfähig eingestuft wurden bzw. ein zu geringes Entwicklungspotenzial erkennen liessen: ACE – P.arc Dreiklang – Architektengemeinschaft b3 URBAN DEVICE – Baumschlager Eberle VARIUS – BDE Anschliessend wurde das Baufeld c gemäss den vorgegebenen Kriterien vertieft diskutiert, immer auch im städtebaulichen Zusammenhang mit dem Baufeld a. Es wurden einstimmig jene zwei Projekte ausgeschieden, deren Entwicklungspotenzial als zu gering eingestuft wurde: Dreiklang – Architektengemeinschaft b3 URBAN DEVICE – Baumschlager Eberle 15

16 Engere Auswahl Es wurde festgestellt, dass die nach dem ersten Rundgang verbleibenden Projekte der engeren Auswahl entsprechen: Für Baufeld a: EMILE – Gigon / Guyer mit David Chipperfield Stadtskulptur – Max Dudler Für Baufeld c: ACE – P.arc EMILE – Gigon / Guyer mit David Chipperfield Stadtskulptur – Max Dudler VARIUS – BDE 2. Rundgang In einem zweiten Rundgang wurden sämtliche in der engeren Auswahl verbliebenen Projekte nochmals erörtert, einander gegenübergestellt und diskutiert. Nach einer intensiven Besprechung von Qualitäten, Mängeln und Potenzialen hat das Beurteilungsgremium einstimmig beschlossen, für das Baufeld a das Projekt Stadtskulptur von Max Dudler für die Überarbeitung zu empfehlen. Für die Überarbeitung wird ein Begleitgremium eingesetzt, welches den stimmberechtigten Mitgliedern des Beurteilungsgremiums des Studienauftrages «Projektentwicklung Sihlpost Zürich» entspricht. Das Gremium begleitet das Projekt, bis die Empfehlungen in das Projekt eingeflossen sind. In der anschliessenden intensiven Erörterung von Qualitäten und Potenzialen der in der engeren Wahl verbliebenen Projekte für das Baufeld c hat das Beurteilungsgremium festgestellt, dass die städtebaulichen Prinzipien (Körnigkeit, Zugang, Durchlässigkeit) des Projektes Stadtskulptur von Max Dudler am besten weiter entwickelbar sind und den Vorstellungen des Beurteilungsgremiums am nächsten kommen. Der Bearbeitungsstand eines Vorprojektes ist jedoch nicht erreicht. Insbesondere werden die hohe Dichte, die Baumassenverteilung, die schlechte Wirtschaftlichkeit und die nicht vorhandene architektonische Differenzierung zu den Volumetrien auf dem Baufeld a als problematisch erachtet. Das Beurteilungsgremium hat einstimmig beschlossen, für das Baufeld c das Projekt Stadtskulptur von Max Dudler für eine Überarbeitung zu empfehlen. Bedingung für die Überarbeitung ist, dass die Dichte reduziert, die Wirtschaftlichkeit optimiert sowie der architektonischen Differenzierung Rechnung getragen wird. Um die Vielfalt der Architektur zu gewährleisten, empfiehlt das Beurteilungsgremium, dass das Siegerteam mit anderen Architekten zusammenarbeitet. Dem Siegerteam bleibt dabei freigestellt, ob die am Studienauftrag beteiligten Architekturbüros einbezogen werden. Im Sinne der Qualitätssicherung wird die Überarbeitung durch das gleiche Gremium wie bei der Überarbeitung des Baufeldes a begleitet. Sollte die Überarbeitung im Baufeld c zu keiner überzeugenden Lösung führen, wird das Projekt nicht weiter verfolgt und gegebenenfalls ein neues Verfahren eingeleitet. Aus zeitlichen Gründen hat das Beurteilungsgremium beschlossen, dass die stimmberechtigten Mitglieder des Beurteilungsgremiums im Rahmen einer Nachbesprechung am Donnerstag, 28. September 2006, die Projektbeschriebe lesen und die Empfehlungen für die Weiterarbeit formulieren sowie den Entscheid für das Baufeld c bestätigen.

Christian Faber, SBB Immobilien - Europaallee Zürich
Europaallee-Journal_3/2012, 9 S., 2.5 MB
2009 - Jurybericht SBB Baufeld G, 82 S., 7.1 - Europaallee
2008 - Jurybericht SBB Baufeld E, 60 S., 11.5 - Europaallee
2010 - Jurybericht SBB Baufeld H, 77 S., 13.7 - Europaallee