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Netzwerke - lafim

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4 Projekte LAFIMAktuell

4 Projekte LAFIMAktuell 2/2011 | Juni 2011 FALKENSEE Zurzeit werden 180 behinderte Menschen in der Werkstatt an der Spandauer Straße beschäftigt, 60 mehr, als die eigentliche Planung aussagt. Das ging nur, weil die Mitarbeiter kreativ und deeskalierend handelten. Betreuer verzichteten auf den großen Beratungsraum und rückten auch sonst enger zusammen. Doch nun ist endlich Entspannung in Sicht. Der Landesausschuss für Innere Mission – Dienste für Menschen gAG – hat in der Halleschen Straße im Falkenseer Gewerbegebiet Süd eine Immobilie angemietet, die mit zwei riesigen Hallen aufwarten kann. Es ist ein modernes, verklinkertes Betriebsgebäude. Dieser Gebäudekomplex wird seit Anfang des Jahres durch die IS-Immobilienmanagement social GmbH für die Bedürfnisse der Beschäftigten umgebaut. Ute Breywisch OLAF EGGERT: Frau Breywisch seit Oktober 2010 läuft das durch Aktion Mensch geförderte Projekt „Ehrenamt bei Fliedners – für mich und andere- Sinnvolles tun“. Was steckt hinter dem auf drei Jahre angelegten Projekt? UTE BREYWISCH: Wir wollen neue ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen und pflegen. Dies umfasst die Werbung von Ehrenamtlichen, die Einarbeitung und die fachliche Anleitung. OLAF EGGERT: Wie sind Sie im ersten halben Jahr vorgegangen? UTE BREYWISCH: In den ersten Monaten wurden vorwiegend arbeitsorganisatorische Aufgaben geregelt, wie z. B. den Bestand an Ehrenamtlichen in einer Ehrenamtsdatenbank zu erfassen, eine Kostenstelle einzurichten oder Standards für eine Anerkennungskultur festzulegen. Der Bereich lebt von seiner Bekanntheit, daher lag ein Schwerpunkt darauf, Kontakte zu den Freiwilligenzentren der Städte Brandenburg und Bad Belzig aufzubauen und die Zusammenarbeit zu regeln. Nebenher haben wir 24 neue Ehrenamtliche gewonnen, deren Aufnahme und Begleitung ebenfalls Zeit in Anspruch nahm. OLAF EGGERT: Das Angebot soll nachhaltig helfen, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu erhöhen. Wie kann das geschehen, was wird entwickelt? UTE BREYWISCH: Am deutlichsten ist dies im Bereich Freizeit zu bemerken. Wo einst Wohnmobile standen … Ehrenamt bei Fliedners Interwiev mit Frau Ute Breywisch, Freiwilligenkoordinatorin Viele Freizeitangebote sind ohne Ehrenamtliche nicht denkbar, sowohl durch die Vielfalt der Angebote, wie Trommeln, Tischtennis als auch in der Begleitung zu Veranstaltungen und bei Reisen. So werden z. B. in diesem Reisejahr alle 14 Reisen durch Ehrenamtliche unterstützt. Ein anderer Bereich, der stark auf Ehrenamtliche angewiesen ist, sind die niedrigschwelligen Betreuungsangebote. Dies ist eine Leistung der Pflegekasse für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz nach § 45 SGB XII und darf nur von Ehrenamtlichen erbracht werden. OLAF EGGERT: Der Aufbau der Arbeit mit Ehrenamtlichen soll personell und fachlich entwickelt werden, damit sich Menschen in der Region ehrenamtlich betätigen können. Wie kann ich mir das vorstellen? UTE BREYWISCH: Für unsere Einrichtung bedeutet dies, dass wir die Ehrenamtlichen fachlich begleiten und unterstützen. Zum einen durch eigene Schulungen und zum anderen bieten wir spezielle Weiterbildungen dem Einsatzgebiet entsprechend an. Des Weiteren ist eine klare Kommunikationsstruktur wichtig. Jeder Ehrenamtliche soll wissen, welche Rechte und Pflichten mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit laut Gesetz verbunden sind und wie wir dies in der Einrichtung umsetzten oder welche Kommunikationsstrukturen in der Einrichtung bestehen. OLAF EGGERT: In welchen Tätigkeitsfeldern kann sich heute ein ehrenamtlicher Mitarbeiter engagieren? UTE BREYWISCH: Die Tätigkeitsfelder in unserer Einrichtung sind so vielfältig wie das Leistungsspektrum Fliedners. Wichtig ist immer, den Ehrenamtlichen entsprechend seiner Fähigkeiten und Interessen einzusetzen, denn er kommt ja schließlich in seiner Freizeit zu uns und bietet seine Arbeitskraft In Falkensee entsteht ein LAFIM- Verpackungs- und Logistikzentrum Ende April soll hier Fliedners Verpackungs- und Logistikzentrum mit 70 Arbeitsplätzen eröffnet werden. Das linke Hallenschiff wird als Lager, mit ca. 1300 Palettenstellplätzen und die rechte Halle als Arbeitsstätte umgebaut. Im Arbeitsbereich können Waren aller Art weiterverarbeitet werden. Zu den Verarbeitungen gehören unter anderem die: • Kommissionierung: Wir stellen Ihre Lieferung zuverlässig aus mehreren Chargen zusammen, verpacken und versenden die Güter bei Bedarf • Konfektionierung: Wir stellen ihre Waren fertig • Weiterveredelung: Alle Arbeiten, die Sie nicht maschinell erledigen können Eigentlich war ein Erweiterungsbau im rückwärtigen Bereich der im Jahr 2001 an der Spandauer Straße eröffneten Werkstatt vorgesehen. Doch das setzt ein langwieriges Planverfahren voraus. Diese Zeit hatten wir einfach nicht. Marko Nickel, Werkstättenleiter Fliedners Werkstätten im Havelland an. Es müssen beide Seiten zueinander passen, der Ehrenamtliche und der Bereich, in dem er eingesetzt wird. OLAF EGGERT: Es ist heute viel von Netzwerken die Rede, wo holen Sie sich Unterstützung, wie breit ist das Projekt schon jetzt aufgestellt? UTE BREYWISCH: Wichtige Kontakte sind die Freiwilligenkoordinatorinnen der Städte Brandenburg und Bad Belzig. Ansonsten setzten wir auf „Mundzu-Mund“ Propaganda. Fliedners ist eine große Einrichtung mit vielen Mitarbeitern. Dies ist eine große Ressource, wenn es darum geht Menschen für das Ehrenamt zu akquirieren. Wir sprechen gezielt Mitarbeiter bei der Suche an bzw. erzählen von unserer Arbeit. OLAF EGGERT: Sie halten die Fäden in der Hand und sind die wichtigste Ansprechpartnerin für das Ehrenamt bei Fliedners. Ehrenamtliche müssen gewonnen, vorbereitet, begleitet und unterstützt werden. Wie sieht das im Alltag aus? UTE BREYWISCH: Der Arbeitsalltag besteht aus vielen Gesprächen, Telefonaten und der Datenpflege. Bei derzeit um die 30 Ehrenamtlichen und monatlichen 2 bis 3 Neuaufnahmen, nimmt die Kontaktpflege viel Zeit in Anspruch. Und dazu kommen noch mal ca. 45 betreute Familien dazu mit ihren Wünschen und Bedarfen. Daneben sind wir ständig dabei, den Bereich auszubauen. OLAF EGGERT: Was wünschen Sie sich? UTE BREYWISCH: Dass wir fachlich weiterhin gute Arbeit machen bei steigenden Ehrenamtszahlen. OLAF EGGERT: Ich bedanke mich für das Gespräch Netzwerk Kunde – Der Kundenbeirat der WI­LAFIM Kunden mischen mit MASSEN Es ist ja nicht neu, dass der Kunde König ist, dass er den Ton angibt und nach Vertragsgrundregeln die Leistung und die Qualität bestimmt – das ist selbstverständlich auch in der WI-LAFIM so. Hier gibt es jedoch eine Besonderheit. In den vergangenen Jahren haben wir uns auf das interne Geschäft konzentriert. Es gibt Rahmenrichtlinien durch das zentrale Qualitätsmanagement, Festlegungen aus dem Hauswirtschaftshandbuch der LAFIM Gruppe sowie diverse Regelungen, die in Arbeitskreisen oder Projektgruppen festgelegt worden sind. Kurz um Standards. Standards haben viele Vorteile, jedoch den Nachteil, dass man darauf achten muss sie regelmäßig zu aktualisieren, damit sie nicht „einstauben“. Wie den meisten Leserinnen und Lesern nicht entgangen sein wird, haben wir in den vergangenen Jahren immer mehr externe Kunden hinzugewonnen. Das stellt uns vor die Aufgabe, die Tradition des LAFIM und die neuen Kinder in unserer Kundenfamilie zu vernetzen. Aus diesem Grund wurde ein Kundenbeirat gegründet. Dieser hatte seine Auftaktsitzung am 17. März diesen Jahres. Der Beirat besteht derzeit aus unseren externen Topkunden wie Lutherstift Seelow/Frankfurt (Oder), das zu Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin gehört, und durch Herrn Ausserfeld vertreten wurde. Der Jedermann Gruppe (Hauptstandort Brandenburg an der Havel), die durch Herrn Rohde repräsentiert wird und die Weibliche Wohlfahrt Berlin, für die Frau Brücher teilnahm. Frau Dehl Ökotrophologin (Ernährungswissenschaft) war als Gastdozentin zum Thema BIO Ja-Nein eingeladen. Dieser Beirat ist eine ständig wachsende Gruppe, in der Geschäftsführungen und Vorstände der einzelnen Bereiche Visionen und Wünsche offen diskutieren können. Wir als moderner Dienstleister versuchen diese Anregungen in Formen zu gießen und neue Leistungen daraus zu entwickeln oder unsere Standards zu modernisieren. Daniel Engler, Prokurist der Wi-LAFIM GmbH V.l.n.r. Herr Oppitz, Herr Rohde, Herr Ausserfeld, Herr Engler, Frau Brücher, Frau Dehl. Die Bauprojekte des LAFIM Thomas Glaubitz MARTIN DUBBERKE: Zur LAFIM-Gruppe gehört auch ein kleines, sehr produktives Unternehmen: die IS-Immobilienmanagement social GmbH unter der Geschäftsführung von Thomas Glaubitz. Die IS – wie das Unternehmen intern genannt wird – steuert sämtliche Bauprojekte der LAFIM-Gruppe und derer gibt es zurzeit viele. Lieber Herr Glaubitz, bei der Vielzahl der Projekte, die von Ihnen betreut werden, schlage ich einfach mal vor, dass ich immer ein Projekt nenne und Sie erzählen uns kurz etwas dazu. Ich fange an mit Frankfurt/Oder: Evangelisches Seniorenzentrum „Siegfried Ringhandt“. THOMAS GLAUBITZ: Hierbei handelt es sich um ein modernes Seniorenzentrum mit Wohngemeinschaftskonzept, das 78 Pflegeplätze hat. Das Haus wurde Ende April fertiggestellt und am 27. Mai sind die Bewohner der Stoeckerhauses in das neue Haus umgezogen. Der Neubau wurde mit 6,7 Millionen Euro aus Eigenmitteln gebaut. Da das Haus deutlich größer als das Stoeckerhaus ist, konnten hier für Frankfurt/Oder auch gleichzeitig 21 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. MARTIN DUBBERKE: Nachfolgebau Evangelisches Seniorenzentrum „Bethesda“ in Teltow. THOMAS GLAUBITZ: Am 7. Juni fand hier mit viel lokaler Prominenz die Grundsteinlegung für den Nachfolgebau des Evangelischen Seniorenzentrums „Bethesda“ statt. Der Neubau wird 96 Pflegeplätze bieten. Auch dieser Bau wird aus Eigenmitteln finanziert mit insgesamt 6,2 Millionen Euro. MARTIN DUBBERKE: Stiftung St. Georgen-Hospital in Templin. THOMAS GLAUBITZ: Das historische Gebäude wurde aufwändig saniert und seniorengerecht umgebaut. Am 18. Februar wurde das Haus in Gegenwart des Landrats eingeweiht und noch am gleichen Tag konnte die erste Wohnung vermietet werden. In der Zwichenzeit sind sowohl im Neubau als auch im Altbau alle Wohnungen vermietet. Auch das ist eine Leistung der IS-Immobilienmanagement social GmbH. Sie baut nicht nur, sondern sie verwaltet auch die Immobilien, wozu u.a. auch die aktive Akquise von Mietern gehört. MARTIN DUBBERKE: Das Haus Belizi in Bad Belzig. THOMAS GLAUBITZ: Ende Januar konnte das frühere Hotel nach dem Umbau fristgerecht seiner neuen Bestimmung übergeben werden, so dass schon im Februar die ersten Bewohner einziehen konnten. MARTIN DUBBERKE: Stichwort: Umbau einer Werkshalle in Falkensee. THOMAS GLAUBITZ: Hierbei handelt es sich um das neue Verpackungs- und Logostikzentrum der Dienste für Menschen mit Behinderungen in Falkensee. Die Umbauarbeiten dafür fanden unter der Leitung und Verantwortung der IS statt. Hier ist es sogar gelungen, die Kosten unterhalb der Kostenberechnung zu lassen. MARTIN DUBBERKE: Lieber Herr Glaubitz, vielen Dank für das Gespräch.

LAFIMAktuell 2/2011 | Juni 2011 Netzwerke 5 POTSDAM Der LAFIM arbeitet immer stärker in Projekten. Das ist ein sehr professioneller Weg, neue Ideen, Dienstleistungen oder Produkte in der Unternehmensgruppe zu etablieren. Mit zwei sehr innovativen Projekten im Bereich der stationären Altenhilfe ist der LAFIM derzeit in Brandenburg Vorreiter. Zum einen mit dem Heimarztmodell „CAREplus“ und zum anderen mit dem Projekt zur Medikamentenverblisterung. Beide Projekte zielen darauf ab, die medizinische und therapeutische Versorgung unserer Bewohnerinnen und Bewohnern weiter zu verbessern und nachhaltig zu sichern. CAREPlus Für die Umsetzung des Projekts „CAREplus“ hat der LAFIM mit der AOK Nord/ Ost einen Rahmenvertrag geschlossen und fünf unserer Einrichtungen bauen das Heimarztmodell derzeit auf. Mit dabei sind Einrichtungen in Finsterwalde, Fürstenberg, Ketzin, Potsdam und Luckau. In jeder Einrichtung wird es zwei feste Ärzte geben, die regelmäßig, mindestens einmal in der Woche, eine Visite durchführen. Darüber hinaus gibt es eine Rufbereitschaft zu den Heimärzten. So können schnelle Entscheidungen unkompliziert getroffen werden. Ein wesentliches Ziel beim Heimarztmodell ist die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten. In der gegenwärtigen Praxis werden Bewohner oft in ein Krankenhaus eingewiesen, weil der gerufene Notarzt den Patienten nicht kennt und eine Abklärung in der Klinik vorzieht. Durch die Rufbereitschaft der PflegePlus Die Vorteile des Heimarzt modells und der Verblisterung Heimärzte, die ihre Patienten gut kennen, kann eine solche Einweisung oft vermieden werden. Ein wesentlicher Vorteil ist es, dass für die medizinische und therapeutische Versorgung ein extra Budget von den Krankenkassen bereitgestellt wird. In diesem Budget sind auch physio-, ergo- und sprachtherapeutische Behandlungen vorgesehen, somit kann in den teilnehmenden Einrichtungen ein intensives und effektives Therapie- und Trainingsprogramm aufgebaut werden. Auch mit den Therapeuten werden Kooperationsvereinbarungen geschlossen, somit sind sie verlässliche Partner und eine Kontinuität ist gewährleistet. Medikamentenverblisterung Das Projekt zur Medikamentenverblisterung ist inzwischen flächendeckend in unseren 30 Einrichtungen der stationären Altenhilfeeinrichtungen eingeführt. Somit ist der LAFIM der erste Betreiber der auf die Medikamentenverblisterung in so großem Stil umgestellt hat. Begonnen hat der LAFIM mit einer Pilotphase an der einige Einrichtungen teilnahmen. Sie dienten sozusagen als Prototyp. Der Erfolg und die vielen Vorteile haben dazu geführt, dass nun in allen Einrichtungen die Medikamentenverblisterung eingeführt wurde. Wie funktioniert die Verblisterung eigentlich? Hier eine kurze Darstellung: Der Arzt verordnet das Medikament und durch das sogenannte Rezeptmanagement bekommt die Vertragsapotheke die Medikamentenverordnungen. Die Tabletten werden dann an das Blisterzentrum geschickt, dort werden sie „entblistert“ und in einen „Blisterschlauch“ (siehe Foto) umgefüllt. Bei diesen Blistern sind dann die Tabletten so portioniert, dass sie zu den vorgegebenen Einnahmezeiten einzeln verabreicht werden können. Internationale Netzwerkarbeit Der LAFIM zu Besuch bei seinen schwedischen Kollegen LAFIM-Mitarbeitende zu Besuch in einer Wohngruppe „Reisen erweitert den Horizont“ unter diesem Motto stand die Studienreise zu unseren schwedischen Kollegen. Vom 8. bis zum 11. Mai 2011 war die Gruppe für den LAFIM unterwegs. Ziel war es, zu schauen wie in Schweden die Alten- und die Behindertenarbeit aufgestellt sind und wie wir für unser Unternehmen von den Erfahrungen und Erfolgen der skandinavischen Nachbarn lernen können. Die Reisegruppe bestand aus acht Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Verantwortungsbereichen der LAFIM- Gruppe. Frau Bennewitz und Frau Riek für die Dienste für Menschen Wertvolle Erkenntnisse für die Arbeit des LAFIM im Alter. Frau Weigel, Frau Orlowski und Herr Nickel für die Dienste für Menschen mit Behinderung. Herr Triebel vom Vorstand, Herr Rzehak für die IBTG und ich, der Herr Mende, für die Forschung, Organisation und Entwicklung. Von der Stadt Lund aus – einem kleinen Ort bei Malmö – starteten wir unsere Besichtigungstouren in diverse Einrichtungen. Für das Programm, die Begleitung und nicht zuletzt für die Übersetzung konnten wir Herrn Lennhardt Andersson gewinnen. Herr Andersson hat die Arbeit für Menschen mit Behinderung in Schweden stark geprägt. Er hat maßgeblich an wichtigen gesetzlichen Veränderungen mitgearbeitet und die Ambulantisierung vorangetrieben. Auf jedem Blistertütchen stehen die wichtigsten Information wie der Patientenname, die Einnahmezeit, Name der Tabletten. Diese Blisterstreifen werden in die Einrichtung geliefert und können dann wie verordnet verabreicht werden. Nur Tabletten können verblistert werden, Tropfen, Pflaster oder andere Darreichungsformen werden weiterhin direkt von den Pflegefachkräften gestellt. Welche Vorteile bringt die Verblisterung mit sich? Leider ist der Mensch bei einer so sensiblen Aufgabe, wie dem Stellen von Medikamenten, noch immer die größte „Fehlerquelle“. Medikationsfehler können vermieden werden. Durch das Verblistern wird das richtige Medikament, in der entsprechenden Dosierung zum rechten Zeitpunkt unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit lückenloser Dokumentation für die jeweilige Person bereitgestellt. Der zeitliche Aufwand für Pflegefachkräfte reduziert sich und sie können ihre Arbeitszeit wieder mehr für die direkte Pflege und Betreuung der Bewohner einsetzen. Insgesamt wird eine Qualitätssteigerung durch Transparenz, Effizienz und Sicherheit erreicht. Im Gespräch mit Frau Rieck, Fachkoordinatorin der Pflege für die stationären Einrichtungen des LAFIM, hat sich noch ein weiterer positiver Effekt aus der Praxiserprobung gezeigt: Die Pflegemitarbeiter beschäftigen sich intensiver mit der Medikation und setzen sich auch stärker mit Themen wie Darreichungsformen, Dosierungen, Neben- und Wechselwirkungen sowie exakte Einnahmezeiten auseinander. Sämtliche Beipackzettel der verabreichten Medikamente sind in einer Bibliothek in unserem Intranet – dem SharePoint – hinterlegt. Auch hier zeigt sich die Qualitätsverbesserung durch Vernetzung mit unserem EDV-basierten Kommunikations- und Qualitätsmanagementsystem. Andreas M. Mende Wir kamen mit vielen Fragen nach Schweden. Wie funktioniert das schwedische Sozialsystem? Wie geht Schweden mit der Herausforderung der älter werdenden Gesellschaft um? Wie sehen die Ausbildungen aus, wie sind die Arbeitsbedingung und wie wird organisiert und dokumentiert? Welche Techniken werden bereits eingesetzt und was ist für die Zukunft geplant? Wie gestaltet sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen? Und viele weitere Fragen konnten wir stellen und haben interessante und teilweise überraschende Antworten erhalten. Wir konnten viele Eindrücke mit nach Hause bringen und wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Arbeit im LAFIM mitnehmen. Jedes Land hat seine eigene Kultur und eigene Strukturen. Das wurde uns sehr deutlich und doch haben wir auch viele Gemeinsamkeiten entdecken können. Interessant war auch die Aussage, dass Schweden viel von Deutschland gelernt habe und diese Erkenntnisse weiterentwickelte. Bei der intensiven Auswertung der Eindrücke haben wir natürlich auch unsere eigene Arbeit im LAFIM reflektiert und sowohl zufrieden als auch stolz festgestellt, dass wir ein qualitativ gutes und modernes Unternehmen sind. Andreas M. Mende Erfahrungsaustausch in Heidenheim POTSDAM Unter Leitung des juristischen Vorstandes Enrico Triebel reiste vom 17. bis zum 18. Mai eine kleine Abordnung der LAFIM-Gruppe in die Zentrale der Paul Hartmann AG nach Heidenheim. Der Delegation gehörten an Frau Bennewitz für die Dienste mit Menschen im Alter, Frau Weigel für die Dienste mit Menschen mit Behinderung (DMB), Herr Holzhauer für die LAFIM-MOBIL, hier für die LAFIM gAG. Die Paul Hartmann AG und den LAFIM verbindet eine über 10-jährige Geschäftsbeziehung und diese vielleicht in einer nicht alltäglichen Konstellation. Der LAFIM ist nämlich nicht nur Bezieher von Inkontinenz- und Pflegeprodukten, sondern fertigt auch in den Fliedners Werkstätten schon über einen längeren Zeitraum für die Paul Hartmann AG. Herr Triebel informierte in seinem Referat über die Historie des LAFIM und die neue, seit dem 1. Januar 2011 bestehende, Organisationsstruktur der LAFIM gAG. Frau Weigel, die Geschäftsbereichsleiterin der DMB, berichtete in ihrem Vortrag über die vielfältigen Arbeitsfelder, die Produktionsstätten an den Standorten und über Neuigkeiten von Fliedners, u. a. über den Ausbau und die Neueröffnung des Verpackungs- und Logistik-Zentrum in Falkensee (Warmlager für 1300 Paletten-Stellplätze). Seit der letzten Zusammenkunft vor einem Jahr in Potsdam in den Zentralen Diensten und anschließender Besichtigung der Fliedners Hauptwerkstatt in Brandenburg/Schmerzke hat V.l.n.r.: erste Reihe: Frau Weigel, Herr Triebel, Frau Bennewitz, Herr Holzhauer, zweite Reihe: Herr Pfarr, Hr. Fritzsche, Herr Klemm. sich hier einiges Neues getan. Aber auch wir konnten noch einiges neues lernen über die Geschichte und die Produktionsketten der Hartmann AG. Uns wurde der direkte Einblick in die hoch technologisierte Vorortproduktion gewährt, d.h. von der Rohstoffanlieferung bis zur Fertigung des Endprodukts, der Lagerwirtschaft, Kommissionierung und dem Versand. Es waren zwei sehr eindrucksvolle Tage, mit vielen neuen Erfahrungen, guten Gesprächen und interessanten Informationen. Aus unserer Sicht hat dies deutlich zur Vertiefung der gemeinsamen Beziehungen beigetragen. Bereits am 26. Mai 2011 waren Herr Tölken, Herr Triebel und Herr Mende beim HARTMANN Medical Gespräch – Altenhilfe trifft Politik – in Berlin dabei. Es wurde unter anderem eine enge Kooperation zwischen dem Fachbereich FOE und der Hartmann AG vereinbart. An der dualen Hochschule Baden- Württemberg gibt es einen Studiengang Sozialwesen. Dieser soll gekoppelt werden mit Praktikumsplätzen beim LAFIM und ggf. einer engen Verzahnung zu Fachhochschule Potsdam, an der Herr Mende derzeit im Bereich des Sozialmanagements seinen Einstand gegeben hat. Wir danken Herrn Dieter Buschmann, Regionaldirektor Zentraleuropa und Deutschland, für die Einladung, den freundlichen Empfang und stellvertretend für alle Beteiligten, Herrn Fritzsche, Leiter Produktion, für die exklusive Führung und ausführlichen Erläuterungen während der Besichtigung der Produktionsstätten der Inkontinenzproduktefertigung und dem Logistikzentrum in Herbrechtingen. Michael Holzhauer, Prokurist LAFIM-MOBIL gemeinnützige GmbH Netzwerke für Kindergartenkinder im Vorschuljahr BRANDENBURG Es ist April 2011. Für uns in der Kita „Haus Sonnenwinkel“ liegt wieder fast das ganze Vorschuljahr hinter uns. Noch 2 Monate intensive Vorbereitungen, dann die Ferien und den Urlaub genießen. Dann ist er da, der erste Schultag für unsere 20 Vorschulkinder. Alle sind aufgeregt, voller Erwartungen. Eine gute Vorbereitung heißt bei weitem nicht, nur Buchstaben und Zahlen zu lernen, sondern noch ganz andere Vorbereitungen, die in der Schule wichtig werden. So muss die Brotbüchse genau rechtzeitig zum Frühstück gefunden werden, und nicht erst im Musikunterricht. Der Sportbeutel muss immer bei seinem Kind bleiben – und überhaupt: Die Kinder sollen in einer großen Klassengruppe mit- und nebeneinander lernen, sich helfen und vertragen. Auf die Schule bereiten wir uns auch vor, indem wir das Schulhaus und Kinder aus der ersten Klasse kennenlernen. Wir lernen im letzten Kindergartenjahr, wo überall in der Stadt andere Menschen arbeiten, wo man lernt, Musik macht, Bücher findet. Es ist Tradition, dass Schüler aus verschiedenen Schulen zu uns kommen, uns etwas vorspielen oder mit uns singen. Oft gehen wir in die Bibliothek, die Mitarbeiter der Bibliothek kommen auch zu uns, oder ins Theater. Viel Freude macht uns der Besuch beim Kindergartengottesdienst mit den anderen Kindergärten der Stadt gemeinsam – das findet in der Woche vormittags statt – eine Kirche ist dann immer für uns vorbereitet – oder das Zusammensein mit der Katechetin, die in den Kindergarten kommt. Manche von uns wollen nächstes Jahr in die Christenlehre! Jedes Mal treffen und erkennen wir viele Leute, mit denen wir gern zusammen sind. Das soziale Miteinander ist ein Schwerpunkt in unserem Leben – wir brauchen uns gegenseitig! Es gibt dabei viele Menschen, die uns begleiten und uns den Weg bereiten! Joachim Damus, Fachkoordinator Dienste für Junge Menschen

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