Aufrufe
vor 5 Jahren

Algorithmen, Prozessierungssystem und erste Ergebnisse

Algorithmen, Prozessierungssystem und erste Ergebnisse

76 5

76 5 CHAMP-Okkultationsexperiment CHAMP-Satelliten und auch von der entsprechenden Bodenstation beobachtet werden können. Dies führt zu einem Zusammenhang zwischen der geografischen Lage der Bodenstation und den möglichen Positionen der Okkultationsereignisse. Dieser Zusammenhang wurde für die Standortwahl der GPS-Empfänger des Bodennetzes im Rahmen mehreren Studien untersucht (u.a. [Galas et al., 2001; Wickert et al., 2001a]). Dabei wurde das bevorstehende CHAMP-Okkultationsexperiment unter Berücksichtigung der Doppeldifferenzengeometrie mit realen Satellitenorbits, also realistischer Geometrie, simuliert. Diese Studien wurden mit der ROST-Software durchgeführt (Radio Occultation Simulation and Tracking Tool, Kap. 5.4.1). Als Beispiel werden Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die einen Zeitraum von 15 Tagen umfasst [Wickert et al., 2001a]. Für jedes Okkultationsereignis wurde die Anzahl der Bodenstationen ermittelt, deren Daten zur Prozessierung der jeweiligen Okkultation verwendet werden können (minimale Elevation 20°). Dann wurde die durchschnittliche Anzahl dieser Bodenstationen für alle Okkultationen innerhalb eines Rasters von 10x10° ermittelt und eine globale Konturkarte erstellt (Abb. 5.6). Die Konturkarte ordnet jedem Punkt auf der Erdoberfläche eine durchschnittliche Anzahl von GPS-Bodenstationen zu, deren Messungen zur Prozessierung einer Okkultation verwendet werden können, für die genau an diesem Punkt ein atmosphärisches Vertikalprofil berechnet werden kann. Für die in Abb. 5.5 dargestellte Bodenstationskonfiguration ergibt sich Abb. 5.6. Die minimale Redundanz von Bodenstationen beträgt demnach 2 Bodenstationen, im Mittel stehen ca. 4 und im Maximum bis zu 8 Bodenstationen zur Verfügung. Abb. 5.6: Erreichbare Redundanz von GPS-Bodenstationen zur Prozessierung von CHAMP-Okkultationen. Die Positionen der Bodenstationen sind mit roten Dreiecken markiert (aus [Wickert et al. 2001a]).

5.2 GPS-Bodennetz für CHAMP [Minuten] [Minuten] [Minuten] 20 15 10 5 Potsdam 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] 20 15 10 5 Oberpfaffenhofen 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] 20 15 10 5 Dunedin 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] Bangalore 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] Für die operationelle Bereitstellung von Atmosphärendaten müssen die Bodenmessungen den Prozessierungszentren (Orbit und Atmosphäre) mit einer möglichst minimalen Zeitverzögerung zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden die Daten in Files von 15 min Länge mit einer durchschnittlichen, durch die Datenübertragung bedingten, zeitlichen Verzögerung von ca. 10 min bereitgestellt. In Abb. 5.7 ist die Verzögerung für alle 15 min Files einer Auswahl von 6 GFZ-Bodenstationen für den 6. August 2000 dargestellt (Potsdam, Oberpfaffenhofen, Dunedin, Bangalore, Sutherland, Ny Alesund). Für jede der 6 in Abb. 5.7 ausgewählten Stationen kann der Zugriff auf die gemessenen Daten innerhalb von durchschnittlich 10 min nach der letzten Messung des jeweiligen 15 min überdeckenden Datenfiles erfolgen. Es ergibt sich eine minimale zeitliche Verzögerung von 10 min für die letzte Messung des Intervalls und eine maximale von 25 min für die erste Messung im jeweiligen Datenfile. Zusammenfassend wird eingeschätzt, dass das aufgebaute GPS-Bodennetz der Anforderung an die Sicherung einer globalen Bedeckung von Okkultationsereignissen mit hoher Redundanz gerecht wird (ca. 4 Bodenstationen, siehe auch Kap. 6.8). Weiterhin sichert das Netz durch die geringe zeitliche Verzögerung zwischen Messung und Datenbereitstellung eine hohe Operationalität. [Minuten] [Minuten] 20 15 10 5 20 15 10 5 Sutherland 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] Ny Alesund 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Zeit [h] Abb. 5.7: Zeitliche Verzögerung der Verfügbarkeit von 15 min-Datenfiles am GFZ- Netzwerkzentrum ausgewählter GFZ-Bodenstationen "HiRate & Low Latency“ JPL&GFZ- Bodennetzwerkes am 06.08.2000 (nach [Galas et al., 2001]). [Minuten] 20 15 10 5 77

Phasen im Vergleich - Erste Untersuchungs- ergebnisse - Geomatik ...
Erste Ergebnisse einer Pilotstudie mit dem TCC-3D-Prüfsystem
Optimale Parameterwahl für evolutionäre Algorithmen zur ... - BlueM
Genetische Algorithmen und Simulated Annealing: Nichtlineare ...
Erste Ergebnisse zur Ferkelerzeugung aus dem Schweinereport ...
Von Labyrinthen zu Algorithmen 2 Ariadne, die erste Informatikerin
Entwurf von time-delay Beamforming Algorithmen zur Bestimmung ...
Algorithmen und Datenstrukturen - Marcel Cuvelier Startseite
Messung an verborgenen Orten - GeoForschungsZentrum Potsdam
PIRLS: Erste Ergebnisse und Analysen
sen-Anhalt und erste Ergebnisse
DAP 2 Datenstrukturen, Algorithmen und Programmierung 2
Evolutionäre Algorithmen für die zielgerichtete Optimierung pdfsubject
PISA 2006: Erste Ergebnisse - Die Presse
Fangtipi und Pheromonfalle: erste Ergebnisse einer ... - BFW
Zentrale Ergebnisse zum ersten Messzeitpunkt der Belastungsstudie
Erste Ergebnisse zum Einfluss der Beleuchtung in Legehennenställen
TIMSS 2007: Erste Ergebnisse - Bifie
PISA 2009: Erste Ergebnisse aus Vorarlberg - Bifie
Smart Adserver enthüllt die Ergebnisse seines ersten Barometers ...
Schulbibliotheken in Berlin, 2008 [Erste Ergebnisse] - Karsten Schuldt