die Elternschule in Dortmund - Dortmunder & Schwerter ...

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die Elternschule in Dortmund - Dortmunder & Schwerter ...

Christian Konrad in seinem Brief

insbesondere die Tatsache, dass

die Schule Teil eines Netzwerkes

von Einrichtungen ist, die in direkter

Nachbarschaft für die

Dorstfelder Kinder vorhanden

sind: der Kindergarten, die Familienberatungsstelle

des Sozialdienstes

Katholischer Frauen, das

Pfarrheim mit seinen zahlreichen

Gruppen- und Freizeitangeboten

und nicht zuletzt die Pfarrkirche

St. Barbara.

Überhaupt sorgt sich Konrad um

die Zukunft von Altdorstfeld.

„Obwohl ich ja erst seit gut anderthalb

Jahren hier arbeite und

lebe, spüre ich schon sehr gut,

dass es um die Gutenbergschule

noch dörfliche Strukturen gibt.

(...) Will man Altdorstfeld aufwerten

und nicht (noch mehr) zur

städtischen Problemzone werden

lassen, so bedarf es dort auch der

Gutenbergschule. Ein weiteres

leer stehendes Schulgebäude stände

einer positiven Entwicklung

dieses Standortes entgegen.“

Zudem weist er darauf hin, dass

das Schulgebäude erst vor zwei

Jahren saniert wurde und die politischen

Beschlüsse für den notwendigen

Anbau bereits vorliegen.

Bonekamp: Diskussion

basiert auf Gerüchten

Während Pastor Christian Konrad

die tiefe Besorgnis des Kirchenvorstandes,

aber auch seine

persönlichen Bedenken ausdrückt,

kommen aus dem Schulverwaltungsamt

ganz andere

Töne. Schuldezernentin Waltraud

Bonekamp beantwortete

unsere Fragen in Vertretung von

OB Ullrich Sierau wie folgt: „Die C

gegenwärtige Diskussion über den M

Standort der Gutenberg-Grund-

Y

schule basiert in der Tat auf Ge-

rüchten, die offensichtlich durch CM

Diskussionen vor Ort entstanden

MY

sind. In der Schulverwaltung gibt

es keine Überlegungen zur Aufga- CY

be dieses Schulstandortes, da sich

CMY

die Schülerzahlentwicklung stabil

K

zeigt. Es ist geplant, sobald die

Haushaltsfragen geklärt sind, den

Beginn der Maßnahmen für den

OGS (Offene Ganztagsschule)-

Neubau einzuleiten.“

Verwunderung über Antrag

von Grünen und CDU

Also in der Tat nur ein Gerücht?

Die Linke wundert sich deshalb

über den Antrag von B90/Die

Grünen und der CDU.

Nazli Ghanoui, Mitglied der BV

In-West, zum Antrag: „Warum?

Die Schule steht gar nicht zur Disposition.“

Und weiter: „Ein einfaches

Telefonat mit dem Schulverwaltungsamt

reichte aus, um

festzustellen, dass es sich lediglich

um ein Gerücht handelt. Das

Schulverwaltungsamt wies gegenüber

den Linken die Schließungspläne

der Gutenberg-Grundschule

nachdrücklich von sich.“

Dr. Petra Tautorat, stellvertretendes

Mitglied im Schulausschuss:

„Das Schulverwaltungsamt

hat sich uns gegenüber

energisch dagegen gewehrt, dass

sie Pläne zur Schließung der Schule

vorantreibt. Es scheint sich also

nur um ein Gerücht zu handeln.

Andernfalls hätte uns das Amt

bewusst fehlinformiert oder

Schließungspläne werden von anderer

Seite ins Auge gefasst. Auch

wenn es sich um eine Konfessionsschule

handelt, steht DIE LIN-

KE an diesem Standort an der Seite

der SchülerInnen, Eltern und

Lehrer für den Erhalt der Schule!

Nach unserer Auffassung wäre es

fatal, eine Schule mit rund 160

Schülern in sieben Klassen zu

schließen und diese womöglich in

weiter Entfernung in einer anderen

Umgebung neu einzuschulen.“

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Entscheidung nicht aus

dem hohlen Bauch

Auch nach Aussage von Matthias

Schmidt, FDP-Vertreter in der

BV, handelt es sich lediglich um

ein Gerücht, welches sich in keinster

Weise mit Vorlagen aus dem

Rat oder der Bezirksvertretung

deckt. „Ich persönlich spreche für

eine wohnortnahe Grundschulversorgung.

Es ist unabdingbar,

dass vor allem die Schüler der ersten

bis vierten Klasse ihre Schule

nach Möglichkeit fußläufig erreichen

können. Dies trägt bei vielen

Schülern bereits in jungen Jahren

zur Entwicklung der persönlichen

Souveränität bei, ohne dass die Eltern

sich Sorgen über einen zu

langen oder gar verkehrsbedingten

unsicheren Schulweg machen

müssen. Die Wirtschaftlichkeit

der Einrichtungen dürfen wir dabei

jedoch vor allem in Zeiten leerer

Haushaltskassen nicht aus

dem Auge verlieren. Eine Abwägung

kann an dieser Stelle nicht

aus dem hohlen Bauch heraus getroffen

werden. Sollte das Thema

tatsächlich auf die Agenda kommen,

so wäre ein Ortstermin zunächst

angebracht um sich eine

weitere Meinung bilden zu können.“

Über den Wert der Gutenbergschule

am jetzigen Standort gibt

es ohnehin keine zwei Meinungen.

So teilt Hans-Ulrich Fibitz

mit: „Dorstfeld – vor allem das

Unterdorf wäre bei einem möglichen

Umzug der Gutenberggrundschule

ins „Westend“ ärmer!

Die wohnortnahe Grund-

Trotz Umbau geht der

Verkauf weiter!

versorgung ist uns nicht nur bei

den Grundschülern (Kurze Beine

– kurze Wege) ein Herzensanliegen,

sie ist uns auch bei den älteren

Damen und Herren wichtig,

wie die Abstimmung zu dem

REWE an gleicher Stelle, deutlich

zeigt (kurzer Atem – kurze

Wege).“ Fibitz sagt aber auch:

„Wir als Vertreter der Bezirksvertretung

können eine Entscheidung

zum Erhalt des Standortes

leicht fällen. Der Rat aber und vor

allem die Bezirksregierung in

Arnsberg haben andere Kriterien

zu beachten, und angesichts der

leeren Kassen, hier eine Turnhalle

zu bauen, wo auf der anderen Seite

eine leer steht, wird den Rat und

vor allem den Kämmerer in Erklärungsnöte

bringen.“

Jörg Tigges: „Wir halten es für äußerst

wichtig, dass gerade die katholische

Grundschule in Dorstfeld

verbleibt. Dies sind wir den

Eltern in unserem Stadtbezirk

schuldig.“ Letztendlich würde der

Verbleib der Gutenberg-Grundschule

auch zur sozialen Stabilität

beitragen und weiteren Leerstand

in Dorstfeld vermeiden, so Tigges

abschließend.

Zum Schluss bleibt uns wohl nur

Goethe: „Da steh ich nun, ich armer

Tor, und bin so klug als wie

zuvor.“ Die Verwirrung geht weiter...

Wer helfen kann, Licht in das

Dunkel zu bringen, möge sich bei

den IN-Stadtmagazinen melden:

Telefon: 0231 - 42 78 08-0

s.kottkamp@in-stadtmagazine.de

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