Sicherheits- kennzeichnung am Arbeitsplatz - HTL Wien 10

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Sicherheits- kennzeichnung am Arbeitsplatz - HTL Wien 10

Richtlinien

Sicherheitskennzeichnung

am

Arbeitsplatz

(Stand: Juni 2005)

R2


Vorbemerkung

Die Sicherheitskennzeichnung dient dazu, schnell, eindeutig und leicht

verständlich die Aufmerksamkeit auf Bereiche und Gegenstände zu

lenken, die

zur Gewährleistung der Sicherheit erforderlich sind

oder bestimmte Gefahren verursachen können.

Neben der sicherheitstechnischen Kennzeichnung sind unbedingt

auch die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu treffen!

Die Wirksamkeit der Sicherheitskennzeichnung hängt wesentlich von

umfassenden und in angemessenen Zeitabständen wiederholten Unterweisungen

über dieses Thema ab.

Die 1. Auflage dieser Broschüre bestand aus einer aktualisierten Zusammenfassung

der von Ing. Wilhelm SCHMUDERMEYER verfaßten

Artikel zum Thema „Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz“, die in

den Jahren 1996 bis 1998 im Mitteilungsblatt “SICHERHEIT ZUERST”

veröffentlicht wurden.

Für die 2. Auflage wurde der Inhalt Anfang 2003 vom Autor ergänzt

und überarbeitet. Weiters wurde der eisenbahnspezifische Anhang

„Merkblatt für Kennzeichner“ hinzugefügt.

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4

Bedeutung der SICHERHEITSFARBEN und

SICHERHEITSZEICHEN

Es wurden Farben gewählt, die als Farbreiz bedeutende psychologische Eigenschaften

haben.

Farbe

ROT

Bedeutung oder

Aufgabe

Halt

Verbot

Gefahr–Alarm

GELB Achtung!

Vorsicht!

mögliche Gefahr

GRÜN Gefahrlosigkeit

Erste Hilfe

Rettungszeichen

BLAU Gebotszeichen

Hinweise

Anwendungsbereich

Haltezeichen

Notausschalteinrichtungen

Verbotszeichen

Diese Farbe wird auch zur Kennzeichnung von Material

und Ausrüstung zur Brandbekämpfung verwendet

Hinweis auf Gefahren

(Feuer, Explosion, Strahlen, chem.

Einwirkung u. dgl.)

Kennzeichnung von

Schwellen,

gefährlichen Durchlässen,

Hindernissen

Kennzeichnung von

Rettungswegen,

Notausgängen,

Rettungsduschen,

Erste Hilfe- und

Rettungsstationen

Verpflichtung zum Tragen

einer persönlichen Schutzausrüstung,

Besonderes Verhalten


Die Sicherheitsfarbe vermittelt Gefährdungsgrad, Gebote und Verbote oder auch

Gefahrlosigkeit sowie Erste Hilfe.

Die KONTRASTFARBE kennzeichnet die genaue Bedeutung

Sicherheitsfarbe Kontrastfarbe

Die Signalwirkung der Farbgebung wird zusätzlich unterstützt durch die Wahl der

GEOMETRISCHEN FORMEN für bestimmte Bedeutungen:

Erst in KOMBINATION von geometrischer Form und Sicherheitsfarbe entsteht ein

unverwechselbares und eindeutiges SICHERHEITSKENNZEICHEN:

Farbe

Farbe des

Bildzeichens

ROT WEISS SCHWARZ

GELB SCHWARZ SCHWARZ

GRÜN WEISS WEISS

BLAU WEISS WEISS

geometrische Form Bedeutung

Form

ROT Verbot

GELB

GRÜN

BLAU Gebot

Gebots- u. Verbotszeichen

Vorsicht -

mögliche Gefahr

Warnzeichen

Rettungs-, Brandschutz-,

Hinweis- u. Zusatzzeichen

Material zur

Feuerbekämpfung

Gefahrlosigkeit

Rettungsmittel

Hinweis oder

Unterrichtung

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Kennzeichnung von Stoffen nach

dem Chemikaliengesetz

(ChemG. BGBl. I Nr. 53/1997 i.d.g.F.)

Kennzeichnungspflicht

1. Kennzeichnung von Verpackungen

Mit dem Chemikaliengesetz und der Chemikalienverordnung (ChemV. BGBl II Nr.

81/2000 i.d.g.F.) wird die Kennzeichnungspflicht für gefährliche Stoffe und gefährliche

Zubereitungen geregelt.

Als gefährlich gelten Stoffe und Zubereitungen, die mindestens eine der folgen-

den Eigenschaften aufweisen:

- explosionsgefährlich

- brandfördernd

- hochentzündlich

- leicht entzündlich

- entzündlich

- sehr giftig

- giftig

- gesundheitsschädlich

(mindergiftig)

- ätzend

- reizend

- sensibilisierend

- umweltgefährlich

- krebserzeugend

- fruchtschädigend

- erbgutverändernd

- fortpflanzungsgefährdend

(reproduktionstoxisch)

Stoffe (Stoffgemische) mit diesen Eigenschaften sind zu kennzeichnen.

Die Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Zubereitungen muss umfassen:

1) Name des gefährlichen Stoffes / der gefährl. Zubereitung

2) zusätzliche Angaben wie folgt:

3) zutreffende(s) Gefahrensymbol(e)

4) zutreffende Gefahrenbezeichnungen

5) notwendige Gefahrenhinweise (R-Sätze)

6) notwendige Sicherheitsratschläge (S-Sätze)

7) Hinweis auf Gegenmaßnahmen im Unglücksfall

8) Hinweis auf schadlose Beseitigung

9) Name und Anschrift des Herstellers / Importeurs / Inverkehrbringers

10) Gegebenenfalls zugeordnete EG Nr. - „EG-Kennzeichnung“

11) Für Zubereitungen die Nennmenge


Die Kennzeichnung ist auf jeder Verpackung anzubringen. Sie muss

dauerhaft, gut sichtbar, gut lesbar und allgemein verständlich sein.

Gefahrensymbole und Gefahrenbezeichnung

- Kennbuchstaben:

E O F+

F

Xi

Explosionsgefährlich

2. Piktogramme

Bedeutung:

Kann mit dem

Hausmüll entsorgt

werden.

Brandfördernd

Hochentzündlich

Hausmüll Problemstoff

Bedeutung:

Nicht mit dem Hausmüll

entsorgen.

Abfall-/Altölsammler übergeben.

Zur Problemstoffsammelstelle

bringen.

Gifte dem Abgeber bzw.

der Verkaufsstelle zurückgeben.

Leichtentzündlich

T+ T Xn

C N

Sehr giftig Giftig

Gesundheitsschädlich

Ätzend

Reizend

Umweltgefährlich

Verbot der Beseitigung

über die Kanalisation

Bedeutung:

Reste nicht in

Ausguss oder WC leeren,

sondern mit dem

Hausmüll entsorgen bzw.

Abgeber/Verkaufsstelle/Ab-

fallsammler/Problemstoffsammelstelle

übergeben.

Gefahrensymbole

Piktogramme

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R-Sätze

Liste der R-Sätze

R 1 In trockenem Zustand explosionsgefährlich

R 2 Durch Schlag, Reibung, Feuer oder andere Zündquellen explosionsgefährlich

R 3 Durch Schlag, Reibung, Feuer oder andere Zündquellen besonders

explosionsgefährlich

R 4 Bildet hochempfindliche, explosionsgefährliche Metallverbindungen

R 5 Beim Erwärmen explosionsfähig

R 6 Mit und ohne Luft explosionsfähig

R 7 Kann Brand verursachen

R 8 Feuergefahr bei Berührung mit brennbaren Stoffen

R 9 Explosionsgefahr bei Mischung mit brennbaren Stoffen

R 10 Entzündlich

R 11 Leichtentzündlich

R 12 Hochentzündlich

R 13 Hochentzündliches Flüssiggas

R 14 Reagiert heftig mit Wasser

R 15 Reagiert mit Wasser unter Bildung hochentzündlicher Gase

R 16 Explosionsgefährlich in Mischung mit brandfördernden Stoffen

R 17 Selbstentzündlich an der Luft

R 18 Bei Gebrauch Bildung explosionsfähiger/leichtentzündlicher Dampf-Luftgemische

möglich

R 19 Kann explosionsfähige Peroxide bilden

R 20 Gesundheitsschädlich beim Einatmen

R 21 Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut

R 22 Gesundheitsschädlich beim Verschlucken

R 23 Giftig beim Einatmen

R 24 Giftig bei Berührung mit der Haut

R 25 Giftig beim Verschlucken

R 26 Sehr giftig beim Einatmen

R 27 Sehr giftig bei Berührung mit der Haut

R 28 Sehr giftig beim Verschlucken

R 29 Entwickelt bei Berührung mit Wasser giftige Gase

R 30 Kann bei Gebrauch leicht entzündlich werden

R 31 Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase

R 32 Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase

R 33 Gefahr kumulativer Wirkungen

R 34 Verursacht Verätzungen

R 35 Verursacht schwere Verätzungen

R 36 Reizt die Augen

R 37 Reizt die Atmungsorgane

R 38 Reizt die Haut

R 39 Ernste Gefahr irreversiblen Schadens

R 40 Irreversibler Schaden möglich

R 41 Gefahr ernster Augenschäden

R 42 Sensibilisierung durch Einatmen möglich

R 43 Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich

R 44 Explosionsgefahr bei Erhitzen unter Einschluss

R 45 Kann Krebs erzeugen

R 46 Kann vererbbare Schäden verursachen

R 47 Kann Missbildungen verursachen

R 48 Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

R 49 Kann Krebs erzeugen beim Einatmen

R 50 Sehr giftig für Wasserorganismen

R 51 Giftig für Wasserorganismen

R 52 Schädlich für Wasserorganismen


R 53 Kann in Gewässern langfristig schädliche Wirkungen haben

R 54 Giftig für Pflanzen

R 55 Giftig für Tiere

R 56 Giftig für Bodenorganismen

R 57 Giftig für Bienen

R 58 Kann längerfristig schädliche Wirkungen auf die Umwelt haben

R 59 Gefährlich für die Ozonschicht

R 60 Kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

R 61 Kann das Kind im Mutterleib schädigen

R 62 Kann möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

R 63 Kann das Kind im Mutterleib möglicherweise schädigen

R 64 Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen

R 65 Gesundheitsschädlich: kann bei Verschlucken Lungenschäden verursachen

R 66 Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen

R 67 Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen

Kombination der R-Sätze (Auswahl)

R 14/15 Reagiert heftig mit Wasser unter Bildung hochentzündlicher Gase

R 15/29 Reagiert heftig mit Wasser unter Bildung giftiger und hochentzündlicher

Gase

R 20/21 Gesundheitsschädlich beim Einatmen und bei Berührung mit der Haut

R 20/22 Gesundheitsschädlich beim Einatmen und Verschlucken

R 20/21/22 Gesundheitsschädlich beim Einatmen, Verschlucken und Berührung

mit der Haut

R 21/22 Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut und beim

Verschlucken

R 23/24 Giftig beim Einatmen und bei Berührung mit der Haut

R 23/25 Giftig beim Einatmen und Verschlucken

R 23/24/25 Giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut

R 24/25 Giftig bei Berührung mit der Haut und beim Verschlucken

R 26/27 Sehr giftig beim Einatmen und bei Berührung mit der Haut

R 26/28 Sehr giftig beim Einatmen und Verschlucken

R 26/27/28 Sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut

R 27/28 Sehr giftig bei Berührung mit der Haut und beim Verschlucken

R 36/37 Reizt die Augen und die Atmungsorgane

R 36/38 Reizt die Augen und die Haut

R 36/37/38 Reizt die Augen, Atmungsorgane und die Haut

R 37/38 Reizt die Atmungsorgane und die Haut

R 39/23 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen

R 39/23/24 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen und

bei Berührung mit der Haut

R 39/23/24/25 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen, Berührung

mit der Haut und durch Verschlucken

R 39/23/25 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen und

durch Verschlucken

R 39/24 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens bei Berührung mit der

Haut

R 39/24/25 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens bei Berührung mit der

Haut und durch Verschlucken

R 39/25 Giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Verschlucken

R 39/26 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen

R 39/26/27 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen

und bei Berührung mit der Haut

R 39/26/27/28 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen,

Berührung mit der Haut und durch Verschlucken

R 39/26/28 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Einatmen

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und durch Verschlucken

R 39/27 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens bei Berührung mit

der Haut

R 39/27/28 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens bei Berührung mit

der Haut und durch Verschlucken

R 39/28 Sehr giftig: ernste Gefahr irreversiblen Schadens durch Verschlucken

R 40/20 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens durch

Einatmen

R 40/20/21 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens durch

Einatmen und bei Berührung mit der Haut

R 40/20/21/22 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens durch

Einatmen, Berührung mit der Haut und durch Verschlucken

R 40/20/22 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens durch

Einatmen und durch Verschlucken

R 40/21 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens bei Berührung

mit der Haut

R 40/21/22 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens bei Berührung

mit der Haut und durch Verschlucken

R 40/22 Gesundheitsschädlich: Möglichkeit irreversiblen Schadens durch

Verschlucken

R 42/43 Sensibilisierung durch Einatmen und Hautkontakt möglich

R 48/20 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Einatmen

R 48/20/21 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Einatmen und durch Berührung mit der

Haut

R 48/20/21/22 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Einatmen, Berührung mit der Haut und

durch Verschlucken

R 48/20/22 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Einatmen und durch Verschlucken

R 48/21 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Berührung mit der Haut

R 48/21/22 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Berührung mit der Haut und durch

Verschlucken

R 48/22 Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei

längerer Exposition durch Verschlucken

R 48/23 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Einatmen,

R 48/23/24 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Einatmen und durch Berührung mit der Haut

R 48/23/24/25 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Einatmen, Berührung mit der Haut und durch Verschlucken

R 48/23/25 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Einatmen und durch Verschlucken

R 48/24 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

bei Berührung mit der Haut

R 48/24/25 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Berührung mit der Haut und durch Verschlucken

R 48/25 Giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition

durch Verschlucken

R 50/53 Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig

schädliche Wirkung haben

R 51/53 Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig

schädliche Wirkung haben

R 52/53 Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig

schädliche Wirkung haben


Liste der S-Sätze

S 1 Unter Verschluss aufbewahren

S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen

S 3 Kühl aufbewahren

S 4 Von Wohnplätzen fernhalten

S 5 Unter ... aufbewahren (geeignete Flüssigkeiten vom Hersteller anzugeben)

S 6 Unter ... aufbewahren (Inertes Gas vom Hersteller anzugeben)

S 7 Behälter dicht geschlossen halten

S 8 Behälter trocken halten

S 9 Behälter an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren

S 12 Behälter nicht gasdicht verschließen

S 13 Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten

S 14 Von ... fernhalten (inkompatible Substanzen vom Hersteller anzugeben)

S 15 Vor Hitze schützen

S 16 Von Zündquellen fernhalten – Nicht rauchen

S 17 Von brennbaren Stoffen fernhalten

S 18 Behälter mit Vorsicht öffnen und handhaben

S 20 Bei der Arbeit nicht essen und trinken

S 21 Bei der Arbeit nicht rauchen

S 22 Staub nicht einatmen

S 23 Gas/Rauch/Dampf/Aerosol nicht einatmen (geeignete Bezeichnung(en) vom

Hersteller anzugeben)

S 24 Berührung mit der Haut vermeiden

S 25 Berührung mit den Augen vermeiden

S 26 Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt

konsultieren

S 27 Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen

S 28 Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel ... (vom Hersteller

anzugeben)

S 29 Nicht in die Kanalisation gelangen lassen

S 30 Niemals Wasser hinzugießen

S 33 Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladungen treffen

S 35 Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden

S 36 Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen

S 37 Geeignete Schutzhandschuhe tragen

S 38 Bei unzureichender Belüftung Atemschutzgerät anlegen

S 39 Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen

S 40 Fußboden und verunreinigte Gegenstände mit ... reinigen (vom Hersteller

anzugeben)

S 41 Explosions- und Brandgase nicht einatmen

S 42 Beim Räuchern/Versprühen geeignetes Atemschutzgerät anlegen (geeignete

Bezeichnung(en) vom Hersteller anzugeben)

S 43 Zum Löschen ... (vom Hersteller anzugeben) verwenden (wenn Wasser

die Gefahr erhöht, anfügen: Kein Wasser verwenden)

S 45 Bei Unfall oder Unwohlsein sofort den Arzt hinzuziehen (wenn möglich

dieses Etikett vorzeigen)

S 46 Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder

Etikett vorzeigen

S 47 Nicht bei Temperaturen über ... °C aufbewahren (vom Hersteller anzugeben)

S 48 Feucht halten mit ... (geeignetes Mittel vom Hersteller anzugeben)

S 49 Nur im Originalbehälter aufbewahren

S 50 Nicht mischen mit ... (vom Hersteller anzugeben)

S 51 Nur in gut gelüfteten Bereichen verwenden

S 52 Nicht großflächig für Wohn- und Aufenthaltsräume zu verwenden

S 53 Exposition vermeiden – vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen!

S 56 Diesen Stoff und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen

S 57 Zur Vermeidung von Kontamination der Umwelt geeignete Behälter

verwenden

S-Sätze

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12

S 59 Informationen zur Wiederverwendbarkeit/Wiederverwertbarkeit bei Hersteller

bzw. Lieferanten erfragen

S 60 Dieser Stoff und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen

S 61 Freisetzung in die Umwelt vermeiden – Besondere Anweisungen

einholen / Sicherheitsdatenblatt zu Rate ziehen

S 62 Bei Verschlucken kein Erbrechen herbeiführen. Sofort ärztlichen Rat

einholen und Verpackung oder dieses Etikett vorzeigen.

S 63 Bei Unfall durch Einatmen: Verunfallten an die frische Luft bringen und

ruhigstellen

S 64 Bei Verschlucken Mund mit Wasser ausspülen (nur wenn Verunfallter bei

Bewusstsein ist)

Kombination der S-Sätze (Auswahl)

S 1/2 Unter Verschluss und für Kinder unzugänglich aufbewahren

S 3/7 Behälter dicht geschlossen halten und an kühlem Ort aufbewahren

S 3/9 Behälter an einem kühlen, gut gelüfteten Ort aufbewahren

S 3/9/14 An einem kühlen, gut gelüfteten Ort, entfernt von ... aufbewahren (die

Stoffe, mit denen Kontakt vermieden werden muss, sind vom Hersteller

anzugeben)

S 3/9/49 Nur im Originalbehälter an kühlem, gut gelüfteten Ort aufbewahren.

S3/9/14/49 Nur im Originalbehälter an einem kühlen, gut gelüfteten Ort, entfernt von ...

aufbewahren (die Stoffe mit denen Kontakt vermieden werden muss, sind

vom Hersteller anzugeben)

S 3/14 An einem kühlen Ort, entfernt von ... aufbewahren (die Stoffe, mit denen

Kontakt vermieden werden muss, sind vom Hersteller anzugeben)

S 7/8 Behälter trocken und dicht geschlossen halten

S 7/9 Behälter dicht geschlossen an gut gelüftetem Ort aufbewahren

S 7/47 Behälter dicht geschlossen und nicht bei Temperaturen über ….°C aufbewahren

(vom Hersteller anzugeben)

S 20/21 Bei der Arbeit nicht essen, trinken und rauchen

S 24/25 Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden

S 27/28 Bei Berührung mit der Haut beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen

und Haut sofort abwaschen mit viel…..(vom Hersteller anzugeben)

S 29/35 Nicht in die Kanalisation gelangen lassen; Abfälle und Behälter müssen in

gesicherter Weise beseitigt werden

S 29/56 Nicht in die Kanalisation gelangen lassen; diesen Stoff und seinen Behälter

der Problemabfallentsorgung zuführen

S 36/37 Bei Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen

S 36/39 Bei Arbeit geeignete Schutzkleidung und -brille/Gesichtsschutz tragen

S 36/37/39 Bei Arbeit geeignete Schutzkleidung, -handschuhe und -brille/Gesichtsschutz

tragen

S 37/39 Bei Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und -brille/Gesichtsschutz tragen

S 47/49 Nur im Originalbehälter bei einer Temperatur von nicht über ... °C (vom

Hersteller anzugeben) aufbewahren


Kennzeichnung beim

Transport

gefährlicher Güter

Warntafeln

Beförderungseinheiten (Kraftfahrzeuge und Anhänger) in denen gefährliche Güter

auf der Straße befördert werden, müssen mit zwei rechteckigen, rückstrahlenden,

orangefarbenen Warntafeln mit einem schwarzen Rand gekennzeichnet werden,

die vorne und hinten an der Beförderungseinheit deutlich sichtbar sein müssen.

Bei Schienenfahrzeugen wird diese orangefarbene Kennzeichnung an den Längsseiten

der Wagen angebracht.

Bei der orangefarbenen Warntafel dürfen deren Maße für die Grundlinie 40 cm

Allgemeiner Hinweis auf

gefährliche Güter

Nummer zur Kennzeichnung

der Gefahr (KEMLER ZAHL)

Nummer zur Kennzeichnung

des Stoffes (UN-Nummer)

und deren Höhe mindestens 30 cm betragen.

Die orangefarbenen Warntafeln mit Kennzeichnungsnummern werden vorne und

hinten sowie gegebenenfalls, bei mehreren Tankabteils, seitlich an Tankfahrzeugen,

an Fahrzeugen mit Aufsetztanks, an Tankcontainern sowie an Fahrzeugen, die ein

gefährliches Gut in loser Schüttung transportieren, angebracht.

Sie sind ein Hinweis auf bestimmte gefährliche Güter und deren Gefahren.

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14

Bedeutung der Nummern zur Kennzeichnung der

Gefahr (Kemler Zahl):

Die Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr besteht aus

zwei oder drei Ziffern und weist auf folgende Gefahren hin:

2 Entweichen von Gas durch Druck oder chemische Reaktion

3 Entzündbarkeit von flüssigen Stoffen (Dämpfen) und Gasen oder selbsterhitzungsfähiger

flüssiger Stoff

4 Entzündbarkeit von festen Stoffen oder

selbsterhitzungsfähiger fester Stoff

5 Oxidierende bzw. brandfördernde Wirkung

6 Giftigkeit oder Ansteckungsgefahr

7 Radioaktivität

8 Ätzwirkung

9 Gefahr einer spontanen heftigen Reaktion

X Stoff reagiert in gefährlicher Weise mit Wasser

Die Verdoppelung einer Ziffer weist auf die Zunahme der entsprechenden Gefahr hin.

Wenn die Gefahr eines Stoffes ausreichend durch eine einzige Ziffer angegeben

werden kann, wird dieser Ziffer eine Null angefügt.

Wenn der Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr der Buchstabe "X" vorangestellt

ist, bedeutet dies, dass der Stoff in gefährlicher Weise mit Wasser reagiert.

Nummern zur Kennzeichnung der Gefahr haben

folgende Bedeutung:

20 erstickendes Gas oder Gas, das keine Zusatzgefahr aufweist

22 tiefgekühlt verflüssigtes Gas, erstickend

223 tiefgekühlt verflüssigtes Gas, entzündbar

225 tiefgekühlt verflüssigtes Gas, oxidierend (brandfördernd)

23 entzündbares Gas

238 entzündbares Gas, ätzend

239 entzündbares Gas, das spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

25 oxidierendes (brandförderndes) Gas

26 giftiges Gas

263 giftiges Gas, entzündbar

265 giftiges Gas, oxidierend (brandfördernd)

268 giftiges Gas, ätzend

28 ätzendes Gas

285 ätzendes Gas, oxidierend (brandfördernd)

30 - entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23°C bis einschl. 61°C) oder

- entzündbarer flüssiger Stoff oder fester Stoff in geschmolzenem Zustand

mit einem Flammpunkt über 61°C, auf oder über seinen Flammpunkt

erwärmt, oder

- selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff


323 entzündbarer flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

X323 entzündbarer flüssiger Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und

entzündbare Gase bildet

33 leicht entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt unter 23°C)

333 pyrophorer flüssiger Stoff

X333 pyrophorer flüssiger Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *)

336 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, giftig

338 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend

X338 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser gefährlich reagiert *)

339 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

36 entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23°C bis einschl. 61°C), schwach giftig,

oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff, giftig

362 entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

X362 entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und entzündbare

Gase bildet

368 entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, ätzend

38 entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23°C bis einschl. 61°C), schwach ätzend,

oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff, ätzend

382 entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase

bildet

X382 entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und entzündbare

Gase bildet

39 entzündbarer flüssiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

40 entzündbarer fester Stoff oder selbsterhitzungsfähiger Stoff oder selbstzersetzlicher Stoff

423 fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

X423 entzündbarer fester Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und entzündbare Gase

bildet

43 selbstentzündlicher (pyrophorer) fester Stoff

44 entzündbarer fester Stoff, der sich bei erhöhter Temperatur in geschmolzenem Zustand

befindet

446 entzündbarer fester Stoff, giftig, der sich bei erhöhter Temperatur in geschmolzenem

Zustand befindet

46 entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff, giftig

462 fester Stoff, giftig, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

X462 fester Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und giftige Gase bildet

48 entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff, ätzend

482 fester Stoff, ätzend, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

X482 fester Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *) und ätzende Gase bildet

50 oxidierender (brandfördernder) Stoff

539 entzündbares organisches Peroxid

55 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff

556 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig

558 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, ätzend

559 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen

kann

56 oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig

568 oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig, ätzend

58 oxidierender (brandfördernder) Stoff, ätzend

59 oxidierender (brandfördernder) Stoff, der spontan zu einer heftigen

Reaktion führen kann

60 giftiger oder schwach giftiger Stoff

606 ansteckungsgefährlicher Stoff

15


16

623 giftiger flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

63 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich 61°C)

638 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich 61°C), ätzend

639 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt nicht über 61°C), der spontan zu einer heftigen

Reaktion führen kann

64 giftiger fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig

642 giftiger fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

65 giftiger Stoff, oxidierend (brandfördernd)

66 sehr giftiger Stoff

663 sehr giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt nicht über 61°C)

664 sehr giftiger fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig

665 sehr giftiger Stoff, oxidierend (brandfördernd)

668 sehr giftiger Stoff, ätzend

669 sehr giftiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

68 giftiger Stoff, ätzend

69 giftiger oder schwach giftiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

70 radioaktiver Stoff

78 radioaktiver Stoff, ätzend

80 ätzender oder schwach ätzender Stoff

X80 ätzender oder schwach ätzender Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *)

823 ätzender flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

83 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich

61°C)

X83 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich

61°C), der mit Wasser gefährlich reagiert *)

839 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich

61°C), der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

X839 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich

61°C), der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann und der mit Wasser gefährlich

reagiert *)

84 ätzender fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig

842 ätzender fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

85 ätzender oder schwach ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd)

856 ätzender oder schwach ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd) und giftig

86 ätzender oder schwach ätzender Stoff, giftig

88 stark ätzender Stoff

X88 stark ätzender Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert *)

883 stark ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23°C bis einschließlich 61°C)

884 stark ätzender fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig

885 stark ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd)

886 stark ätzender Stoff, giftig

X886 stark ätzender Stoff, giftig, der mit Wasser gefährlich reagiert *)

89 ätzender oder schwach ätzender Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen

kann

90 umweltgefährdender Stoff verschiedene gefährliche Stoffe

99 verschiedene gefährliche Stoffe in erwärmtem Zustand.

*) Wasser darf nur im Einverständnis mit Sachverständigen verwendet werden!


Für den Transport gefährlicher Güter wird die "UN-Nummer" als eindeutiges Identifizierungsmerkmal

eines Stoffes bzw. einer Zubereitung verwendet. Diese Nummer

ist vierstellig.

Gefahrzettel

Für den Straßen- und Schienentransport (ADR bzw. RID) ist festgelegt, dass auf

Versandstücken Gefahrzettel zur Kennzeichnung des gefährlichen Gutes anzubringen

sind.

Diese Gefahrzettel, mit einer Größe von mind. 100 x 100 mm müssen auf eigene

Weise und deutlich sichtbar, sowie dauerhaft angebracht werden.

Die Großzettel (Placards) sind auf der äußeren Oberfläche der Container, MEGC,

Tankcontainer, ortsbeweglichen Tanks und Fahrzeuge anzubringen. Die Größe von

Großzettel (Placards) muss mindestens 250 x 250 mm betragen.

Stoffklassen:

1 Explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff

2 Gase

3 Entzündbare flüssige Stoffe

4.1 Entzündbare feste Stoffe, selbstzersetzliche Stoffe und desensibilisierte

explosive feste Stoffe

4.2 Selbstentzündliche Stoffe

4.3 Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündliche Gase entwickeln

5.1 Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe

5.2 Organische Peroxide

6.1 Giftige Stoffe

6.2 Ansteckungsgefährliche Stoffe

7 Radioaktive Stoffe

8 Ätzende Stoffe

9 Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände

Die gefährlichen Stoffe und Gegenstände der Klassen 1 bis 9 werden mit

Gefahrzetteln der jeweiligen Klasse versehen. Bedeutung der Gefahrzettel: Siehe

Abbildungen auf den nächsten Seiten.

Handhabungszettel

Die Handhabungszettel sind als zusätzliche Angabe an

den Versandstücken anzubringen.

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Verpackungskennzeichnung

gemäß ADR/RID

Nr. 1

Explosiv

Unterklassen 1.1; 1.2

und 1.3

Nr. 1.4

Explosiv

Unterklassen 1.4

Nr. 2.1

Entzündbare

Gase

Nr. 2.2

Nicht entzündbare,

nicht giftige Gase

**

*

= Angabe der entsprechenden

Unterklasse, sowie der

Verträglichkeitsgruppen

= Angabe der entsprechenden

Verträglichkeitsgruppe

Nr. 1.5

Explosiv

Unterklassen 1.5

Nr. 2.1

Entzündbare

Gase

Nr. 2.2

Nicht entzündbare,

nicht giftige Gase

Nr. 1.6

Explosiv

Unterklassen 1.6

Nr. 2.3

Giftige Gase


Verpackungskennzeichnung

gemäß ADR/RID

Nr. 3

Entzündbare

flüssige Stoffe

Nr. 4.2

Selbstentzündliche

Stoffe

Nr. 5.1

Entzündend (oxidierend)

wirkende Stoffe

Nr. 6.1

Giftige

Stoffe

Nr. 3

Entzündbare

flüssige Stoffe

Nr. 4.3

Stoffe, die in Berührung

mit Wasser entzündbare

Gase entwickeln

Nr. 5.2

Organische

Peroxide

Nr. 6.2

Ansteckungsgefährliche

Stoffe

Nr. 4.1

Entzündbare feste Stoffe,

selbstzersetzliche Stoffe

und desensibilisierte

explosive Stoffe

Nr. 4.3

Stoffe, die in Berührung

mit Wasser entzündbare

Gase entwickeln

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Verpackungskennzeichnung

gemäß ADR/RID

Nr. 7A

Radioaktiver Stoff

in Versandstücken

der Kategorie I - WEISS

Nr. 7D

Radioaktiver Stoff

in Versandstücken

zur Kennzeichnung der Fahrzeuge

Nr. 9

Verschiedene

gefährliche Stoffe

und Gegenstände

Nr. 7B

Radioaktiver Stoff

in Versandstücken

der Kategorie II - GELB

Nr. 7E

Spaltbare Stoffe

der Klasse 7

Nr. 7C

Radioaktiver Stoff

in Versandstücken

der Kategorie III - GELB

Nr. 8

Ätzende Stoffe

Kennzeichen für

Stoffe, die in

erwärmtem Zustand

befördert werden

Warnzeichen für

begaste Fahrzeuge,

Container oder Tanks


Sicherheitskennzeichnung

am Arbeitsplatz

1. WARNZEICHEN

Warnzeichen sind Sicherheitszeichen, die vor

Risiko oder Gefahr warnen.

Warnzeichen haben eine dreieckige Form mit gelber Grundfläche, schwarzem

Rand und schwarzen Bildzeichen.

Sie warnen vor Gefahrensituationen an den entsprechenden Arbeitsplätzen. Warnzeichen

stellen einen wirksamen Personenschutz dar und senken das Unfallrisiko

unter folgenden Bedingungen (lt. Kennzeichnungsverordnung - KennV BGBl. Teil II

101 VO vom 11. 4. 1997 i.d.g.F.)

� Optimale Lesbarkeit

� Kenntnis der unterschiedlichen Bedeutung

� Unbedingte Beachtung

� Langjährige Haltbarkeit

Die Warnzeichen sind an Eingängen von Arbeitsräumen (wie z.B.: Verarbeitungs-,

Umfüll-, und Lagerräume) zu finden, in denen die Gefahren, vor denen gewarnt

wird, vorhanden sind, aber ebenso an Türen von Lagerräumen und -schränken, in

denen solche Stoffe aufbewahrt werden.

Warnung vor feuergefährlichen Stoffen

oder hoher Temperatur.

Hier ist mit leicht entzündlichen, also in erster Linie mit

brennbaren Flüssigkeiten, wie Benzin, Lacke, Lösungsmittel,

aber auch Gase, wie Wasserstoff, und feste Stoffe, wie

Karbid zu rechnen. Alle diese Stoffe müssen trocken gelagert

werden, die Behälter müssen dicht sein, die Aufbewahrungsräume sollen

gut gelüftet bleiben. Und selbstverständlich ist das Rauchen und hantieren mit

offenem Licht dort zu unterlassen. In solchen feuergefährlichen Bereichen

muss man besonders darauf bedacht sein, dass kein Brand entsteht.

21


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Warnung vor explosionsgefährlichen Stoffen

Achtung! Hier gibt es Gefahren durch explosionsgefährliche

Stoffe. Hier werden Sprengstoffe verarbeitet oder gelagert.

Diese Stoffe können auf bloßen Schlag oder Stoß reagieren,

und jede Zündquelle in diesem Bereich bedeutet höchste

Gefahr.

Warnung vor giftigen Stoffen

Das Totenkopfsymbol kennt wohl jeder, und weiß auch,

dass damit Gifte gekennzeichnet werden. Hier werden Stoffe

gelagert und verarbeitet, die Gesundheitsschäden erheblichen

Ausmaßes oder sogar den Tod verursachen können.

Deshalb: Betreten für Unbefugte verboten, so lautet im allgemeinen

die beste Schutzmaßnahme für Räume, die mit diesem Zeichen

versehen sind. Entsprechende Vorsicht und geeignete Schutzausrüstungen sind

unerlässlich. Im allgemeinen ist in solchen Räumen das Essen und Trinken

zu unterlassen, auch darf hier nicht geraucht werden.

Warnung vor radioaktiven Stoffen oder

ionisierenden Strahlen

Niemand kann die Strahlen, die von radioaktiven Stoffen

ausgehen, sehen oder fühlen, und dennoch sind diese

Strahlen gefährlich. Deshalb sind hierfür umfangreiche organisatorische

Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Abschirmungen

und Absperrungen sind einzurichten, Begrenzung des Aufenthaltes veranlassen,

Schutzausrüstung bereitstellen, Strahlenmessungen vornehmen, regelmäßige

Prüfungen der Anlage veranlassen, ärztliche Überwachung sicherstellen.

Warnung vor elektromagnetischen Feldern

Entspricht derselben Warnung wie vor radioaktiven Stoffen.

Warnung vor gefährlicher elektrischer

Spannung

Bei dieser Warnung ist Vorsicht geboten. Abstand halten ist

die beste Schutzmaßnahme. Ein Durchströmen mit einem

zu hohen elektrischen Strom ist lebensgefährlich, und zwar

insbesondere für das Herz, das dann praktisch zum Stillstand

kommt. Aber auch die Verbrennungen, die elektrischen Funken und

Lichtbögen, können schwere Gesundheitsschäden zur Folge haben.


Warnung vor einer Gefahrenquelle

Im Betrieb wird dieses Warnzeichen an solchen Gefahrstellen

eingesetzt, die besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht

erfordern. In der Regel finden Sie meist die erforderliche

Zusatzinformation als Text auf einem Zusatzzeichen. Dadurch

wissen Sie, worum es sich handelt und man kann

das richtige Verhalten danach einrichten.

Warnung vor ätzenden Stoffen

Ätzende Stoffe können bei Berührung mit der Haut deren

Zerstörung verursachen. Als ätzend eingestuft werden Säuren

und Laugen. Wenn Sie dieses Warnzeichen sehen, sollten

Sie daran denken, dass viele ätzende Flüssigkeiten

schon bei Raumtemperatur stark verdunsten und daher nicht

nur bei direkter Benetzung der Haut, sondern bereits durch ihre Dämpfe die

empfindlichen Schleimhäute der Atemwege besonders gefährden können. Beim

Umgang mit solchen Stoffen sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen.

Hierzu gehören geeignete persönliche Schutzausrüstungen, wie Schutzbrille,

Gesichtsschutz, Handschuhe, Schürze, Schutzstiefel und unter Umständen

auch ein geeigneter Atemschutz. Auf keinen Fall dürfen für diese ätzenden

Stoffe Getränkeflaschen, –kannen, –becher und Tassen verwendet werden.

Warnung vor Flurförderzeugen

Der innerbetriebliche Verkehr bildet eine besondere Unfallgefahr.

Dieses Zeichen warnt insbesondere an unübersichtlichen

Kreuzungen, Einfahrten und Durchgängen vor unerwarteten

Flurförderzeugen. Eine besondere Gefahr stellen fahrerlose

Flurförderzeuge dar. Hierfür sind natürlich besondere

Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben, die Unfälle verhindern sollen. Eine

sehr gute Sicherheitsmaßnahme ist die Trennung der Wege für Fußgänger

und Fahrzeuge z.B.: durch gelbe Sperrlinien auf dem Boden. Achten Sie auf

diese Linien, benutzen Sie nur die für Sie vorgesehenen Wege, auch wenn

es ein Umweg sein sollte.

Warnung vor Laserstrahl

Laserstrahlen erzeugen einen äußerst intensiven, stark gebündelten

Strahl. Deshalb kann dieser Strahl ohne viele

Verluste über große Entfernungen geführt werden. Der intensive

Lichtstrahl kann insbesonders die Augen schädigen.

Dieses Zeichen warnt vor solchen Gefahren. Oft wird auch

das Gehäuse dieses Lasers mit dem Warnzeichen gekennzeichnet.

Warnung vor Stolpergefahr

Dieses Warnzeichen weist Sie auf Stolpergefahren bzw. ungewöhnliche

Bodenunebenheiten hin.

23


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Warnung vor Absturzgefahr

In der Regel werden Abdeckungen, Umwehrungen und Abgrenzungen

als Absturzsicherung vorgesehen. Weiters können

Fanggerüste, Auffangnetze und Dachschutzblenden verwendet

werden. Sie sollen mit diesem Warnzeichen auf die

bestehenden Absturzgefahren, welche auch witterungsbedingt

sein können, hingewiesen werden. Bei Arbeiten in solchen Situationen ist besondere

Vorsicht geboten.

Warnung vor schwebender Last

Unter schwebenden Lasten darf man sich nicht unnötig aufhalten.

Es ist dies jedoch kein absolutes Aufenthaltsverbot.

Dieses Zeichen warnt vor Gefahren, die von oben kommen

können. Nicht immer muss es gleich die ganze Last, sondern

es können auch lose Teile, Baumaterial und Arbeitsstoffe

sein. Bleiben Sie also immer aufmerksam, wenn Sie sich in diesem

Bereich bewegen und tragen Sie ständig Ihren Schutzhelm. Wenn Sie dort

nichts zu tun haben, meiden Sie diesen Gefahrenbereich.

Warnung vor schädlichen oder irritierenden

Stoffen

Die Warnung vor schädlichen oder irritierenden Stoffen verdeutlicht,

daß bei diesen Stoffen der Verdacht auf krebserzeugende

Potentiale besteht und irreversibler Schaden möglich

ist. Es bedeutet auch, dass eine Sensibilisierung durch

Einatmen oder Hautkontakt möglich ist. Daher sind in diesem Bereich die notwendigen

Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen einzuhalten.

ANMERKUNG: Der Grund dieses Warnzeichens darf wegen der Verwechslungsgefahr

mit einem Verkehrszeichen ausnahmsweise orangenfarbig sein.

Warnung vor Biogefährdung

Was heißt Biogefährdung? In medizinischen Laboratorien,

Arztpraxen und Krankenhäusern, aber auch bei Arbeiten mit

Material, das Bakterien oder Viren, Pilze oder andere Parasiten

enthält, tritt die Biogefährdung auf. Die Kennzeichnung

soll dazu dienen, dass eine Verschleppung oder unkontrollierte

Vermehrung von solchen gefährlichen Kleinlebewesen verhindert wird und

Personen vor einer Infektion geschützt werden.

Warnung vor explosionsfähiger

Atmosphäre

Explosionsfähige Atmosphäre kann durch brennbare Flüssigkeiten

entstehen. Sie verdampfen leicht und können sodann

Dampf-Luft-Gemische bilden, deren Gefährlichkeit man oft

nicht erkennt. Auch feiner, aufgewirbelter Staub kann eine

explosionsfähige Atmosphäre mit der umgebenden Luft bilden.

Räume und Raumteile, in denen solche Gefahren bestehen oder entstehen

können, werden als explosionsfähige Bereiche bezeichnet und mit diesen

Warntafeln gekennzeichnet. Im EX-Bereich ist immer Vorsicht geboten und

jede Möglichkeit einer Zündung ist zu verhindern.


Warnung vor starkem magentischem Feld

Dieses Warnzeichen ist weit genug von dem Gefahrenbereich

angeordnet, sodass dies eine rechtzeitige Warnung bedeutet.

Wenn man in diesen Bereichen zu tun hat, soll

man sich über die notwendigen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen

informieren.

Warnung vor brandfördernden Stoffen

Brandfördernde Stoffe sind Stoffe, die in Berührung mit anderen,

insbesonders entzündlichen Stoffen unter starker

Wärmeentwicklung reagieren. Sie geben sehr leicht Sauerstoff

ab und dürfen daher auch nie mit explosions- und

brandgefährlichen Stoffen (brennbares Material) zusammen gelagert werden.

Selbstverständlich ist in diesem Bereich das Rauchen und Hantieren mit offenem

Licht zu unterlassen.

Warnung vor Kälte

Vorgesehen ist dieses Warnzeichen hauptsächlich an Türen,

Eingängen und Einfahrten zu Kühlbereichen um auf die dort

auftretenden Temperaturunterschiede hinzuweisen. Geeignete

Kälteschutzkleidung ist hier zu tragen.

Warnung vor Gasflaschen

Druckgasflaschen können, wenn sie falsch behandelt werden,

zur Gefahr werden. Sie sind vor Hitze zu schützen

und sollen aufrecht gestellt werden. Jeder Sturz kann sie

beschädigen und zum Zerknall führen.

Man kann diese Gefahr nicht sofort erkennen, daher ist bei

diesen Warnzeichen entsprechende Vorsicht geboten.

Wenn dieses Zeichen sich an Türen befindet, sind dahinter Gasflaschen gelagert.

Warnung vor Gefahren durch Batterien

Hier wird vor möglichen Gefahren gewarnt, die durch elektrische

Batterien verursacht werden können. Gefahren nicht

durch Taschenlampenbatterien sondern durch Akkumulatoren.

Beim Aufladen von Akkumulatoren entsteht Wasserstoff.

Dieses Gas ist deshalb so gefährlich, weil es keinen typischen,

warnenden Geruch hat, sein Explosionsbereich sehr

weit ist, es leicht entzündet werden kann und diese Explosionswirkung sehr

stark ist.

Zündquellen müssen aus Räumen, in denen Batterien aufgestellt sind, ferngehalten

werden. Das Rauchen ist in diesen Bereichen verboten.

Die Belüftung der Räume darf nicht verstellt oder sonst wie behindert werden.

Akkumulatoren enthalten Säure. Auch vor deren Gefahren warnt dieses Zeichen.

In Batterieladeräumen ist auch das Essen und Trinken verboten. Nach Arbeiten

an Batterien müssen die Hände gründlich gewaschen werden.

Besteht die Gefahr der Verätzung, sind Schutzhandschuhe und Schutzbrillen

unbedingt zu tragen.

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Warnung vor Quetschgefahr

Zum Schutz vor Quetschgefahren an baulichen Einrichtungen

oder an Maschinen gibt es Verkleidungen, Verdeckungen,

Umzäunungen oder Umwehrungen.

In seltenen Fällen können wegen bestimmter Arbeitsverfahren

oder der Arbeitsweise solche Schutzeinrichtungen nicht oder nur teilweise

verwendet werden. Dann kann das Warnzeichen "Warnung vor Quetschgefahr"

einen Gewinn an Sicherheit bringen.

Es fordert jedermann zur vermehrten Aufmerksamkeit auf.

Warnung vor Fräswellen

Dieses Zeichen wird man an Straßenfräsen finden. Dies

sind Maschinen zum Ablösen von Straßenbelägen.

Diese Fräswellen, die sich in Bodennähe befinden sind eine

Gefahr für die Füße.

Die Schutzeinrichtungen können die Fräsen nicht allseitig völlig umschließen.

Einzugstellen für Füße können nicht absolut verhindert werden.

Warnung vor automatischem Anlauf

In manchen Produktionsanlagen kann man nicht erkennen,

wann einzelne Bestandteile der Anlage anfangen zu arbeiten.

Meistens wird man bei einem automatischen Start dieser

Teile durch Hupen oder Blinklicht gewarnt.

Wenn man dieses Warnzeichen erkennt, muss man besonders aufmerksam bleiben.

Die Anlage oder Maschine kann jederzeit auch ohne Warnung anlaufen.

Halten Sie also genügend Abstand zu allen Teilen die sich bewegen können,

denn dort besteht z.B.: Quetsch- oder Einzugsgefahr.

Warnung vor heißer Oberfläche

Achtung, Verbrennungsgefahr!

Berühren dieser Flächen, vor denen dieses Warnzeichen

angebracht ist, ist verboten.

Das können heiße Maschinenteile, Behälter oder Werkstoffe

sein, aber genauso auch heiße Flüssigkeiten.

Abstand halten ist hier oberstes Gebot.

Nicht immer spürt man die Hitze in der Nähe. Trotzdem kann es immer gefährlich

werden. Hitze kann man bekanntlich nicht sehen.

Mit diesen Zeichen wird man auf die Verbrennungsgefahr aufmerksam gemacht.

Warnung vor Handverletzungen

Verletzung der Hände sind die häufigsten Folgen von Arbeitsunfällen.

Hier werden die Mitarbeiter besonders auf die Gefahr

von Handverletzungen hingewiesen. Die Hände können

eingequetscht, eingezogen oder sonst wie verletzt werden.

Also Achtung! Hände weg von Stellen, die diese Warnzeichen tragen!


Warnung vor Rutschgefahr

Hier ist Vorsicht beim Gehen, Laufen oder Steigen geboten.

Normalerweise sollten alle Böden oder Treppen ohne

Rutschgefahr begangen werden können.

Es gibt aber Ausnahmesituationen.

Wenn der Boden frisch gereinigt und durch Nässe rutschig geworden ist, stellt

das Reinigungspersonal dieses Warnzeichen auf. Auch bei Schnee und Eis

kann es auf Böden insbesondere in Eingangsbereichen, über die man sonst

ohne Gefahr gehen kann, plötzlich spiegelglatt werden.

Da hilft nur eines: Keine falsche Eile, wenn Sie dieses Zeichen sehen!

Warnung vor Engstellen

Dieses Zeichen warnt den innerbetrieblichen Verkehr rechtzeitig

vor baulich bedingten Engstellen.

Ebenso ein wichtiger Hinweis für Fußgänger an solchen

Stellen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Warnung vor Treppe

Die Fußgänger werden durch dieses Warnzeichen auf unübersichtliche

Treppen bzw. auf die Sturzgefahr und Stolpergefahr

auf Treppen hingewiesen.

Warnung vor Gefahr des Einzugs

Hauptsächlich bei Walzenpaaren, Walzen und Mulden sowie

Walzen und festen Maschinenteilen können Einzugsstellen

auftreten. In der Regel werden diese Gefahrenstellen mittels

Schutzeinrichtungen abgesichert, um Körperteile den Zugriff

zu den Einzugsstellen zu verwehren.

Trotzdem ist Vorsicht bei solchen Arbeiten, insbesondere an drehenden Teilen,

geboten. Es ist daher unbedingt anliegende Kleidung und bei langen Haaren

ein Haarnetz zu tragen, damit die Einzugsmöglichkeit vermieden wird.

Kennzeichnung von Hindernissen

und Gefahrenstellen.

Bestehen Hindernisse und Gefahrenstellen, an denen die

Gefahr des Anstoßens, Stürzens, Stolperns von Personen

oder des Fallens von Lasten, müssen sie durch gelbschwarze

Streifen deutlich und dauerhaft markiert werden.

Durch rot-weiße Streifen werden Brücken und Engstellen gekennzeichnet, die

nicht betreten werden dürfen.

Die Streifen sind in einem Neigungswinkel von etwa 45° anzuordnen und

müssen in etwa die gleiche Breite aufweisen.

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2. VERBOTSZEICHEN

Dies sind Zeichen, die ein Verhalten durch das

eine Gefahr entstehen kann, untersagen.

Sie sollen unmißverständlich signalisieren, welche

Handlungen und Situationen verboten sind.

Verbotszeichen haben eine runde Form mit weißer Grundfläche, rotem

Rand, schwarzem Bildzeichen und rotem Querbalken. Der Querbalken

verläuft unter einem Neigungswinkel von 45° von links oben nach

rechts unten.

Verbotszeichen laut KennV BGBl. Teil II 101 VO vom 11. 4. 1997:

Rauchen verboten

Hier soll nicht geraucht werden, weder Zigaretten, wie das

Symbol auf dem Zeichen signalisiert, noch Zigarre oder Tabakpfeifen.

Dieses Verbotszeichen wird in erster Linie dort

eingesetzt, wo eine Belästigung oder Gefährdung durch Tabakrauch

für andere Menschen vorliegt. Das Rauchen muss

auch dann verboten werden, wenn Gefahren für den Raucher selbst bestehen.

Dies gilt z.B. für bestimmte Laboratorien. Hier kann nicht immer ausgeschlossen

werden, dass sich gefährliche Substanzen an den Händen befinden.

Sie können auf Zigaretten gelangen und dann über den Rauch eingeatmet

oder über das Mundstück verschluckt werden. Zusätzlich bestehen Brandgefahren,

die nicht immer offensichtlich sind.

Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten

Dieses Zeichen verbietet alle Zündquellen:

Also nicht nur die offene Flamme eines Zündholzes, sondern

jede brennende Zigarette, Zigarre oder Tabakpfeife, jedes

Entzünden eines Feuerzeuges, aber auch jede

Schweiß- oder Lötflamme, ja sogar das Schleifen und

Schneiden, wenn dabei Funken entstehen können. Hinter diesem Zeichen

stecken Brandgefahren, die nicht immer offensichtlich sind. Sehr oft handelt es

sich um die Lagerung von feuergefährlichen Stoffen.

Zutritt für Unbefugte verboten

Dieses Zeichen weist auf das Zutrittsverbot hin.

Es bedeutet: Halt! Niemand darf hier weitergehen, hineingehen,

hinauf- oder hinuntersteigen, wenn er dazu nicht ausdrücklich

befugt ist. Und befugt ist man nur, wenn man den

ausdrücklichen Auftrag hat, den Gefahrenbereich zu betreten,

um dort Arbeiten zu verrichten. Alle anderen Personen müssen hier anhalten

und umkehren. Das gilt sowohl für betriebsfremde Personen als auch

für Betriebsangehörige, die in dem gekennzeichneten Bereich nichts zu tun

haben. (Gleisbereich!)


Berühren verboten

Gegenstände, die mit diesem Verbotszeichen versehen sind,

dürfen Sie nicht mit der Hand anfassen. Auch jede andere

Berührung ist gefährlich und deshalb verboten. Diese Gefahren

an dieser Stelle sind nicht sichtbar und dennoch vorhanden.

Das kann für elektrische Ladungen gelten. Bestimmte

elektronische Bauteile vertragen keinerlei Berührung; sie würden sonst

durch geringe Ladungsunterschiede zerstört.

Für Flurförderzeuge verboten

Hier gilt: Halt für Flurförderzeuge.

Dieser Verkehrsweg ist für solche Fahrzeuge völlig gesperrt

und unzulässig.

Unter dem Begriff Flurförderzeuge werden Gabelstapler,

Elektrokarren und auch fahrerlose Flurförderzeuge gemeint.

Kein Fahrzeug darf hier durchfahren. Meistens wird dieses Verbot erlassen,

wenn Personen durch den Fahrbetrieb gefährdet werden können. Dieses Verbotszeichen

kann auch erforderlich sein, wenn die Tragfähigkeit des Bodens

nicht ausreicht.

Für Fußgänger verboten

Mit diesem Zeichen wird Fußgängern der Durchgang verboten.

In bestimmten Bereichen wo erfahrungsgemäß besonders

gefährlicher Fahrzeugverkehr herrscht, wird dieses Verbotszeichen

eingesetzt. So sieht man es an Hallentoren und

-einfahrten, die nur von Fahrzeugen benutzt werden sollen.

Deshalb soll eine Trennung der Wege für Fußgänger und Fahrzeuge angestrebt

werden, um solche Unfallgefahren zu verringern.

Verbot mit Wasser zu löschen

Im allgemeinen ist Wasser ein gutes Löschmittel.

Und dennoch: Es gibt Fälle, in denen Wasser falsch ist,

weil es nutzlos wäre oder die Gefahr wesentlich vergrößern

würde.

Wird z.B. versucht, brennende Flüssigkeiten mit Wasser zu

löschen, so werden diese Flüssigkeiten, weil sie leichter als Wasser sind,

oben auf dem Wasser schwimmen und unverändert weiterbrennen. Bei Bränden

in elektrischen Anlagen besteht Gefahr für die löschende Person selbst,

falls sie Wasser verwendet. Wasser ist bekanntlich ein guter Leiter für Strom.

Wirkungslos ist Wasser im übrigen auch bei brennenden Leichtmetallen, wie

Natrium, Magnesium udgl. Bei diesen Leichtmetallen treten in Verbindung mit

Wasser, leicht entzündbare Gase auf. Daher müssen andere Löschmittel eingesetzt

werden, wie Sand, Löschgas oder Löschpulver.

Kein Trinkwasser

Das Wasser aus Trinkwasserleitungen hat im allgemeinen

gute Qualität. Wenn jedoch dieses Zeichen an einer Wasserleitung

oder an einem Brunnen zu erkennen ist, wird

darauf aufmerksam gemacht, daß es zum Trinken nicht geeignet

ist.

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Neben diesen Verbotszeichen der Kennzeichnungsverordnung

werden oft noch zusätzliche Verbotszeichen

zur Warnung verwendet:

Nichts abstellen oder lagern

Die Verkehrswege müssen freigehalten werden. Und doch

werden an dieser Stelle immer wieder Kisten und Paletten,

Transportwagen und Verpackungsmaterialien abgestellt. Gefährliche

Stolperstellen und Engpässe entstehen, und die

Unfälle sind damit vorprogrammiert. Besonders gefährlich

wird es, wenn Rettungswege oder Notausgänge verstellt sind. Deshalb wird in

Unfallverhütungsvorschriften gefordert, dass sie stets freizuhalten sind, ja sogar,

dass sie nicht einmal eingeengt werden dürfen. Dies darf auch nicht vorübergehend

geschehen. Ihre Laufbreite muss immer und zu jeder Zeit voll

nutzbar sein, denn Sie können nie wissen, wann die Rettungswege einmal

gebraucht werden. Das kann nämlich schon in der nächsten Minute der Fall

sein. Mit diesem Verbotszeichen werden Sie an das Gebot, Rettungswege

freizuhalten und nicht einzuengen, dessen Einhaltung lebenswichtig sein kann,

erinnert.

Nicht berühren, Gehäuse unter Spannung

Bei gefährlicher elektrischer Spannung wird mit dem

Blitzpfeil gewarnt. Hier ist - zu Ihrem eigenen Schutz vor

der Elektrizität - jede Berührung verboten. Es besteht Lebensgefahr!

Ihre beste Schutzmaßnahme ist ein respektvoller Abstand

von jedem Teil, das dieses Zeichen trägt.

Verbot für Personen mit Herzschrittmacher

Herzschrittmacher dienen der Unterstützung der Herzleistung.

Es sind elektronische Geräte, die vom Arzt in den Körper

eingesetzt werden und die im allgemeinen völlig störungsfrei

arbeiten. Bestimmte elektromagnetische oder magnetische

Felder können aber in diese Geräte hineinwirken und Funktionsstörungen

verursachen.

dort arbeiten.

Mobilfunk verboten

Hier ist die Benutzung von Mobiltelefonen und Funkgeräten

verboten. Diese Geräte können durch ihre Strahlung Störungen

in elektronischen Anlagen verursachen. Die Funktion

von Maschinensteuerungen kann ausfallen. Das bedeutet

unter Umständen erhebliche Gefahr für die Mitarbeiter, die

Verbot

Dieses Zeichen werden Sie nur in Verbindung mit einem Zusatzzeichen

sehen, auf dem ein Text das Verbot näher bezeichnet.

Für manche Zwecke gibt es kein spezielles Verbotszeichen,

dann muss man sich mit dieser Lösung eines

Textes helfen. Die Zusatztexte sollen möglichst kurz und

knapp sein, sie sollen für jeden leicht verständlich das Verbot deutlich machen.


Nicht schalten

Dieses Verbotszeichen betrifft in der Regel Elektrofachkräfte

und besonders unterwiesene Personen. Sie dürfen die so

gekennzeichnete Anlage nicht einschalten. Dieses Zeichen

wird dann verwendet, wenn in der Anlage gearbeitet wird.

Oft werden zusätzliche Schlösser eingesetzt, um ein Einschalten

der Anlage sicher zu verhindern.

Aber auch ohne einem Schloss gilt: Nur derjenige, der das Verbotszeichen

an dem Schalter angebracht hat, darf es wieder entfernen und einschalten.

Niemand darf, so lange das Verbotszeichen dort hängt, die Anlage einschalten.

Personenbeförderung verboten

Dieses Zeichen kommt aus dem Bergbau und weist darauf

hin, dass Personen nicht mitfahren dürfen. Dieser Aufzug ist

insbesondere nur für Lasten bestimmt.

Jede Personenbeförderung ist verboten.

Mitführen von Tieren verboten

Tiere haben in vielen Betrieben nichts zu suchen. Das ist

oft aus Gründen der Hygiene erforderlich.

Dieses Zeichen wird daher meist nur dann eingesetzt, wenn

Besucher oder andere betriebsfremde Personen auf ein Verbot

hingewiesen werden müssen.

Verbot für Personen mit Implantaten

aus Metall

Implantate sind Teile, die vom Arzt in den Körper eines

Menschen eingesetzt werden. Das können künstliche Gelenksknochen

sein, sowie das Symbol am Verbotszeichen

dies zeigt. Das können auch Nägel, Spangen und andere

Hilfsmittel aus Metall sein. Sind solche Implantate aus Metall, so können

manchmal Gefahren für den Menschen entstehen, der diese im Körper trägt.

Starke elektromagnetische oder magnetische Felder können Implantate erwärmen,

dass zu erheblichen Körperschäden führen kann.

Tragen Sie Implantate, bleiben Sie außerhalb des gekennzeichneten Bereiches!

Mit Wasser spritzen verboten

In vielen Betrieben müssen Maschinen und Anlagen regelmäßig

durch Abspritzen mit Wasser gereinigt werden.

Hauptsächlich in der Lebensmittelbranche. Manche Teile vertragen

aber kein Wasser.

So dürfen elektrische Anlagen und Geräte, die nicht wasserdicht

sind, nicht mit dem Wasserschlauch abgespritzt werden.

Auch Hochdruckreiniger dürfen hier nicht eingesetzt werden.

Das Wasser schädigt nicht nur die elektrischen Teile, es kann auch eine Gefahr

für den Menschen bedeuten, in der Weise, dass elektrischer Strom in

den menschlichen Körper gelangen kann.

Plötzlich werden Sie über den Schlauch und den Wasserstrahl elektrisiert.

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Mitführen von magnetischen oder elektronischen

Datenträgern verboten

In Hochfrequenzbereichen aber auch in Röntgenbereichen

könnte es beim Mitführen von magnetischen oder elektronischen

Datenträgern zu einer Beschädigung kommen.

Mitführen von Metallteilen oder

Uhren verboten

Induktionsvorgänge in diesen Bereichen könnten zur Erwärmung

von Metallteilen und Uhren führen, dass eine Verbrennungsgefahr

darstellt. In explosiven Bereichen könnten

Metallgegenstände ungewollte Vorgänge auslösen.

Uhren sind wegen der Beschädigungsgefahr in Hochfrequenzbereichen nicht

zu tragen.

Trinken und Essen verboten

In Arbeits- und Lagerbereichen an denen mit giftigen oder

ansteckungsgefährlichen Stoffen gearbeitet, hantiert oder verladen

wird, ist das Trinken und Essen aber auch das Rauchen

unbedingt zu verbieten. Durch dieses Verbotszeichen

werden diese Bereiche gekennzeichnet.

Besteigen für Unbefugte verboten

Es besteht ein striktes Verbot für das Besteigen dieser Leitern,

Gerüste udgl. durch unbefugte Personen.

Diese Verbotszeichen werden bei hohen Masten, Gerüsten

und Außenleitern von Gebäuden angebracht und sollen auf

die Gefahr des Herabstürzens hinweisen.

Nicht hinter den Schwenkarm treten

In Bereichen von Schwenkarmen, Lade- und Hebebühnen

aber auch bei Kippeinrichtungen ist das Betreten des Gefahrenbereiches

verboten. Diese Anlagen werden in der Regel

von geschulten Personen außerhalb von Fahrzeugen

bedient. Es können durch Teile der Anlagen oder durch

Ladegut Personen verletzt werden.

Nicht in die Schüttung greifen

Für Reinigungspersonal ist dieses Verbotszeichen unbedingt

zu beachten, wenn sie nicht durch einen Handschutz geschützt

sind. Man kann die gefährlichen Gegenstände oder

Substanzen von außen nicht erkennen und die Gefahr der

Verletzung ist dadurch sehr groß. Es können Stich- Schnittoder

Schürfverletzungen aber auch Verätzungen durch den Griff in die Schüttung

auftreten.


Mit Hubwagen rollen verboten

Das Verbotszeichen "Mit Hubwagen rollen verboten" weist

auf die hohe Unfallgefahr mit Hubwagen hin. Bodenunebenheiten

und Schlaglöcher erhöhen die Sturzgefahr.

Mitfahren auf Gabelstapler verboten

Grundsätzlich ist das Mitfahren von Personen auf Gabelstaplern

verboten, außer bei Vorhandensein eines Beifahrersitzes

mit Anhaltemöglichkeiten.

Für nicht befugte Personen besteht eine große Unfallgefahr

bei Durchfahren von Kurven, beim Anfahren und beim

Bremsen sowie bei Befahren von Bodenunebenheiten und Schlaglöchern.

Nicht unter angehobene Last treten

Das Verweilen unter hochgehobener Last bei Hubstaplern ist

ausnahmslos verboten, da die Gefahr besteht, das Lasten

herabfallen oder gesenkt werden können.

Durchgang verboten

Dies ist ein sehr wichtiges Verbotszeichen im gefährlichen

Eisenbahnbereich, denn es soll den Übergang bzw. Durchgang

verbieten. Es wird häufig im Gleisbereich angetroffen

und weist auf die tödliche Gefahr beim Überschreiten von

Geleisen hin.

Laufen lassen von Verbrennungskraftmaschinen

verboten

Kohlenmonoxid ist in den Auspuffgasen von Benzinmotoren

enthalten und ist ein farbloses und geruchloses Gas, welches

beim Einatmen sehr giftig wirkt. Aus diesen Grund

wird in den Garagen dieses Verbotszeichen angebracht.

Einfahrt für flüssiggasbetriebene Kraftfahrzeuge

verboten

Bei Garageneinfahrten wird mit diesen Verbotszeichen die

Einfahrt für flüssiggas- betriebene Kraftfahrzeuge untersagt,

da Flüssiggas besonders gefährlich ist und in Garagenräumen

daher eine hohe Explosionsgefahr besteht.

Betreten der Fläche verboten

Dieses Verbotszeichen weist auf Flächen hin, die nicht betreten

werden dürfen, da in diesen Bereichen hohe Unfallgefahren

durch Gegenstände, Maschinenteile oder Lasten

auftreten können.

33


34

3. Gebotszeichen

…sind Sicherheitszeichen, die aufzeigen, welche

Schutzmaßnahmen an den entsprechenden Arbeitsplätzen

eingehalten werden müssen und daher ein

bestimmtes Verhalten verbindlich vorschreiben.

Die Gebotszeichen weisen auf ein besonderes Verhalten bei Tätigkeiten

hin und verpflichten zum Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung,

damit dadurch die Gefahren bei der Arbeit verringert werden.

Die Form der Gebotszeichen ist rund mit blauer Grundfläche, weißem

Rand und weißem Bildzeichen.

Laut Kennzeichnungsverordnung - KennV BGBl. Teil II 101 VO vom

11.April 1997 sind Gebotszeichen mit folgender Bedeutung zu

verwenden:

Augenschutz tragen

In vielen Arbeitsbereichen ist trotz aller Schutzmaßnahmen

mit Gefahren für die Augen zu rechnen. Man muss deshalb

wirkungsvoll geschützt werden. Bekannt ist, dass man ohne

Augenschutz nicht schweißen kann, die Augen verblitzen

sonst. Aber auch beim Schleifen ist ein Augenschutz unbedingt

erforderlich, wenn die Schleifscheibe kein eigenes

Schutzfenster hat. Dieses Gebotszeichen an der Schleifscheibe erinnert an die

Pflicht, dort beim Arbeiten eine Schutzbrille zu benutzen.

Schutzhelm tragen

Bei allen Arbeiten, bei denen durch herabfallende, umfallende

oder fortgeschleuderte Gegenstände, aber auch durch

pendelnde Lasten oder durch Anstoßen an Hindernissen,

Kopfverletzungen auftreten können, sind Schutzhelme zu tragen.

Der Arbeitsschutzhelm ist inzwischen an vielen Arbeitsplätzen

zur Selbstverständlichkeit geworden, und das ist gut so, denn er bewahrt

durch seine Durchdringungsfestigkeit und Stoßdämpfung den Kopf wirksam vor

Verletzungen. Ein besonderer Helm ist der Bolzensetzhelm, der unbedingt zur

richtigen Ausrüstung desjenigen gehört, der mit Bolzensetzwerkzeugen umgeht.

Schutzschuhe tragen

An vielen Arbeitsplätzen sind die Füße der Arbeitnehmer

gefährdet. Werkstücke oder Werkzeuge können umfallen

oder herabfallen, Lasten falsch abgesetzt werden, Fahrzeuge

weiterrollen. Die Füße können eingeklemmt werden, man

kann in Nägel oder Metallspäne hineintreten, heiße oder ätzende

Flüssigkeiten können verspritzen. Durch das Tragen von Schutzschuhen

lassen sich viele Fußverletzungen vermeiden oder zumindest mildern.


Atemschutz tragen

Hier wird angezeigt, daß ein Atemschutzgerät getragen werden

muss. Nun aber nicht irgendeine Maske aufsetzen,

sondern die richtige! Denn nicht jeder Atemschutz ist immer

geeignet, und ein zu schwacher, unwirksamer oder ein verbrauchter

Filter erzeugt nur falsche Sicherheit. Das Symbol

auf diesem Gebotszeichen zeigt ein Filtergerät. Der Filter hält die Schadstoffe

zurück. Das kann er aber nur, wenn er auf die Art der schädlichen Stoffe abgestimmt

und frisch ist. Die Geräte müssen daher sachkundig gewartet, gepflegt

und eingesetzt werden. Und bei bestimmten Gefahren, wie Sauerstoffmangel,

nützt ein solches Filtergerät überhaupt nichts. Dann werden Geräte

verwendet, die unabhängig von der Außenluft über Schläuche aus eigenen

Luftbehältern versorgt werden.

Gehörschutz tragen

Man kann sich im Laufe der Zeit an den Lärm am Arbeitsplatz

gewöhnen – das Ohr aber niemals!

Kein Ohr ist auf die Dauer „lärmfest“, bei längerer Einwirkung

ist unweigerlich eine Schwerhörigkeit die Folge – mit

allen unangenehmen Wirkungen, die diese Behinderung hat.

Gehörschutz bewahrt unser feines Ohr vor Schaden, zuverlässig und dauerhaft,

vorausgesetzt, der Gehörschutz wird getragen!

Daran erinnert dieses Gebotszeichen. Dort wo man dieses Gebotszeichen

sieht ist auch ein "Lärmbereich".

Schutzhandschuhe tragen

Die Hand wird bei Arbeitsunfällen am häufigsten verletzt.

Durch das Tragen von Schutzhandschuhen kann dieses

Verletzungsrisiko wesentlich vermindert werden. Schutzhandschuhe

müssen sorgfältig ausgewählt werden. Das Material

muss den zu erwartenden Beanspruchungen widerstehen,

die Form soll eine möglichst große Schutzwirkung gewährleisten, ohne übermäßig

zu behindern. Ausdrücklich muß aber darauf hingewiesen werden, daß

bei bestimmten Arbeiten das Tragen von Handschutz, wie Schutzhandschuhen,

aber auch Handleder, verboten ist, weil dadurch die Unfallgefahr erhöht wird.

Das gilt für alle Arbeiten an Maschinen mit drehenden Werkstücken oder

Werkzeugen, soweit die Gefahr des Erfasstwerdens besteht.

Schutzkleidung tragen

Spezielle Schutzkleidung kann an vielen Arbeitsplätzen erforderlich

sein. Die allgemeine Arbeitskleidung ist nämlich nicht

immer ausreichend. Es gibt Wetterschutzkleidung, besondere

Hitze- und Kälteschutzkleidung, aber auch Schutzkleidung

für ganz bestimmte Arbeitsplätze, wie z.B. Schutzkleidung

gegen Chemikalien, Schutzkleidung für Schweißer und elektrisch isolierende

Schutzkleidung für Elektriker. Auch der Stechschutz des Fleischers ist eine

Schutzkleidung. Mit diesem Gebotszeichen wird signalisiert, daß hier eine spezielle

Schutzkleidung getragen werden muss.

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36

Gesichtsschutzschild tragen

Beim Schweißen und Schneiden müssen bestimmte Schutzbrillen

getragen werden, welche die Schweißflamme genügend

abdunkeln. Aber nicht nur die Augen sind gefährdet,

auch Funken und Schweißspritzer können das ganze Gesicht

treffen.

Diese Gesichtsschutzschilder sollen bei der Manipulation von Chemikalien verwendet

werden, da sie das Gesicht abdecken und vor diesen Gefahren

Schutz bieten.

Auffanggurt anlegen

Bei größeren Absturzhöhen muss ein Auffanggurt oder Anseilschutz

verwendet werden.

Wenn auf Baustellen, auf Dächern oder anderen hochgelegenen

Arbeitsplätzen gearbeitet werden muss, kann der

Standort nicht immer durch Geländer gesichert werden.

In diesen Fällen ist immer ein Auffanggurt zu benutzen, denn es besteht dort

am Arbeitsplatz ein hohes Absturzrisiko.

Gebot für Fußgänger

Diesen vorgeschriebenen Weg sollen die Fußgänger nehmen.

Hier wird aufgezeigt, dass man ungefährdet vom

Fahrzeugverkehr sich bewegen kann. Für den anderen

Verkehr ist dieser Weg nämlich verboten. Dieses Gebotszeichen

findet man an besonderen Fußwegen im Betrieb, aber

auch oft an Fußgängertüren von Werkhallen. Hier ist man in Sicherheit, da

diese Wege von Verkehrsgefahren freigehalten werden.

Übergang benutzen

In vielen Betrieben gibt es Förderanlagen, mit denen Material

oft über große Strecken transportiert wird. Vor allem

Förderbänder und Walzen können dabei für die Beschäftigten

gefährlich werden, wenn man zu nahe kommt. Auch

das Material kann eigene Gefahren erzeugen. Auch im

Schienenbereich weist dieses Gebotszeichen darauf hin, den sicheren Übergang

über die Gefahrenstellen zu benutzen. Solche Übergänge werden insbesondere

an großen Anlagen angebracht, um allzu lange Umwege zu ersparen.

Vor Öffnen Netzstecker ziehen

Arbeiten an elektrischen Geräten und Einrichtungen dürfen

nur durch Elektrofachkräfte oder besonders unterwiesene

Personen ausgeführt werden. Bei solchen Arbeiten müssen

besondere Sicherheitsregeln beachtet werden. Dazu gehört

auch, dass die Geräte vor dem Öffnen eindeutig vom elektrischen

Netz getrennt sind. Bei Geräten mit Steckverbindung

muss dies durch Ziehen des Netzsteckers erfolgen. Wenn man mit Arbeiten

an elektrischen Geräten nicht beauftragt ist, darf man selbst solche Arbeiten

niemals ausführen. Störungen an den Geräten sind zu melden und

man soll die Hände davon weglassen.


Vor Arbeiten freischalten

Auch dieses Gebotszeichen richtet sich nur an Elektrofachkräfte

und speziell unterwiesene Personen. Außer diesen

Personen darf niemand in einer elektrischen Anlage arbeiten.

Man wird durch dieses Zeichen auf die Beachtung der

speziellen Sicherheitsregeln für elektrische Arbeiten aufmerksam

gemacht. Dazu gehört, dass vor Beginn der Arbeit die

elektrischen Anlagen freigeschaltet werden. Das heißt: Spannungsfrei machen!

Dies ist die Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten an elektrischen Anlagen.

Allgemeines Gebotszeichen

Dieses Gebotszeichen wird nur zusammen mit einem Zusatzzeichen

verwendet, das mit einem kurzen Text genaue

Hinweise gibt, was hier zu tun ist. Es wird damit genauso

wirksam und verbindlich wie jedes andere Gebotszeichen.

Augen und Gehörschutz tragen

Dieses Gebotszeichen weist auf eine Kombination von Augenschutz

und Gehörschutz hin. In diesem Arbeitsbereich ist

mit Gefahr für die Augen durch starkes Licht oder Schleiffunken

und mit Gefahr für die Ohren durch erhöhte Lärmeinwirkung

zu rechnen.

Gehör- und Kopfschutz tragen

Dieses Gebotszeichen weist auf eine Kombination von Gehörschutz

und Kopfschutz hin.

Daher ist in diesen Arbeitsbereichen das Tragen von Gehörschutz

und Kopfschutz unbedingt notwendig.

Augen und Kopfschutz tragen

Dieses Gebotszeichen weist auf eine Kombination von Augenschutz

und Kopfschutz hin. In vielen Arbeitsbereichen ist

trotz aller Schutzeinrichtungen, das Tragen von Schutzbrillen

und zusätzlichen Schutzhelm aufgrund der dort auftretenden

Gefahren für die Augen und den Kopf, vorzusehen.

Gasflaschen sichern

Bei der Lagerung von Gasflaschen im Freien, in der Halle,

in speziellen Schränken oder in Lagerräumen besteht die

Gefahr der Verletzung durch Umfallen der Gasflaschen. Aus

diesem Grund ist es notwendig auf die Sicherung der Gasflaschen

mit diesem Gebotszeichen hinzuweisen.

Sicherheitsgurt anlegen

Der Sicherheitsgurt kann ein Leben retten.

Daher wird mit diesem Gebotszeichen auf das Anlegen der

Sicherheitsgurte im Bereich von Baustellen, Dächern, Fenstern

und hochgelegnen Arbeitsplätzen hingewiesen. Dies sollte

aber auch in jedem Straßenfahrzeug angewendet werden!

37


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Für Rollstuhlbenutzer

Diesen vorgeschriebenen und sicheren Weg sollen Rollstuhlbenutzer

nehmen. Der Rollstuhlbenutzer können sich ungefährdet

vom Fahrzeugverkehr bewegen. Dieses Gebotszeichen

soll auf einen sicheren und hindernisfreien Weg für

den Rollstuhlbenutzer hinweisen.

Hände waschen

Der Hinweis, dass man sich die Hände waschen muss ist

in diesen Fall sehr wichtig, da nach dem arbeiten, hantieren

oder verladen von giftigen oder ansteckungsgefährlichen

Stoffen dies unbedingt notwendig ist. Jedoch soll man bei

der Arbeit vor dem Essen und Trinken aber auch vor dem

Rauchen sich immer die Hände reinigen.

Rauchen gestattet

Das Gebotszeichen "Rauchen gestattet" dient zur Kennzeichnung

von Raucherzonen in generellen Rauchverbotsbereichen.

Rettungsweste anlegen

Die Rettungsweste ist dann anzulegen, wenn dieses Gebotszeichen

darauf hinweist und die Gefahr des Ertrinkens

möglich ist. Die Gebrauchshinweise sind vor Benützung der

Rettungsweste zu beachten, denn dies kann Leben retten.

Hupen

Um die Unfallgefahr im innerbetrieblichen Verkehr gering zu

halten, soll das Gebotszeichen "Hupen" insbesondere an

unübersichtlichen Kreuzungen, Einfahrten oder Durchfahrten

vor unerwarteten Flurförderfahrzeugen warnen.

Der Lenker des Flurförderfahrzeuges ist somit verpflichtet an

diesen gefährlichen Stellen ein Hupsignal zur Warnung abzugeben.

Gebrauchsanweisung beachten

Für Arbeiten bzw. Hantieren mit neuen Maschinen und Geräten

bei denen ein hohes Gefährdungspotential besteht

wird auf die Beachtung der Gebrauchsanweisung hingewiesen,

damit nicht aufgrund falscher Bedienung ein Unfall geschieht.

Versperrt halten

Insbesondere bei Lagerung von gefährlichen Stoffen und

Gegenständen weist dieses Gebotszeichen darauf hin, dass

diese Räume unbedingt versperrt sein müssen, damit nicht

unbefugte Personen falsche oder gefährliche Handlungen

setzen können.


4. Rettungszeichen

... sind Sicherheitszeichen, die den Rettungsweg

oder Notausgang, sowie den Weg zu einer Erste-

Hilfe Einrichtung oder diese Einrichtung selbst

kennzeichnen.

Sie sind quadratisch bzw. rechteckig mit grüner Grundfläche und weißen

Bildzeichen und weisen oft in Verbindung mit einem Richtungspfeil

auf Fluchtwege oder auf Erste-Hilfe Einrichtungen hin. In Notfällen

weisen diese Zeichen ins Freie oder in einen anderen sicheren

Bereich. Dies gilt vor allem bei Notfällen wie etwa: Feuer, Explosion,

Gasaustritt u.dgl.

Richtungsanzeige

Das Rettungszeichen Richtungsanzeige wird als Richtungsangabe

für Erste-Hilfe Einrichtungen nur in Verbindung mit

den Zeichen Erste Hilfe, Krankentrage, Notdusche, Augenspüleinrichtung

und Notruftelefon verwendet..

Erste Hilfe

Die Erste-Hilfe Einrichtungen und ihre Aufbewahrungsorte

müssen durch Rettungszeichen kenntlich gemacht werden,

damit ihre Lage im Notfall bekannt ist. Im Notfall darf es

kein langes Suchen geben. Mit diesem Zeichen wird in erster

Linie das Erste-Hilfe Material, also die Verbandskästen

gekennzeichnet. Aber auch die Arbeits- und Aufenthaltsplätze der Ersthelfer

werden damit kenntlich gemacht.

Notruftelefon

Hiermit können Sie Hilfe herbeirufen. Dieses Telefon verbindet

Sie mit einer Einsatzstelle oder einem Hilfsdienst.

Geben Sie bei der Verwendung klare Hinweise.

� Wer spricht?

� Wo befinden Sie sich?

� Was ist geschehen?

Wichtig ist immer, dass Sie ruhig bleiben und die Anweisungen, die Sie erhalten,

befolgen.

Krankentrage

Für Notfälle ist hier die Krankentrage zu finden. Mit dieser

Krankentrage (Bahre) können zwei Personen Verletzte oder

Kranke zum Sanitätsraum oder zum Rettungsfahrzeug tragen

oder rollen.

Man sollte sich die Krankentrage ruhig einmal ansehen, damit

man in Notfällen damit vertraut ist.

39


40

Rettungsweg - Notausgang

Man fragt sich, warum eigentlich zwei Begriffe zur Verfügung

stehen, die doch scheinbar das Gleiche aussagen:

Wenn jemand aus einem gefährlichen Bereich flüchtet, will

er sich selbst retten. Rettungsweg und Notausgang haben

unterschiedliche Funktionen, auch wenn diese über gleiche

Flächen führen können. Der Rettungsweg ist eine Verkehrsfläche

mit Gegenverkehr. Wer sich noch selbst auf diesem

Weg befreien kann, bewegt sich auf ihm in einen sicheren

Bereich. Ihm kommen aber die Helfer entgegen, die seiner

Kollegin oder seinem Kollegen, die sich nicht mehr selbst

retten können, helfen wollen. Sie müssen also im Gefahrenfalle

immer davon ausgehen, dass ihnen auf diesem Weg

jemand entgegenkommt. Das darf Sie nicht verwirren. Die

Notausgänge (auch als Fluchtwege bezeichnet) sind Einbahnstraßen.

Sie werden von jedermann benutzt, der noch

in der Lage ist, sich aus der bedrohlichen Situation zu befreien.

Im Gefahrenfall sind Arbeitsplätze und -räume schnell

zu verlassen.

� Fluchtwege und Notausgänge sind möglichst geradlinig zu führen.

� Sie sollen mindestens einen Meter breit sein.

� Sie sollen nicht eingeengt werden.

� Sie sollen eindeutig gekennzeichnet sein.

� Sie sind immer frei zu halten.

� Es darf vor oder auf diesen Wegen nichts abgestellt werden.

� Ihre Türen müssen sich von innen leicht öffnen lassen und nach außen

aufschlagen.

Nicht nur in Ausnahmefällen sollten Sie sich nach diesen Rettungszeichen an

Ihrem Arbeitsplatz umsehen. Genauso wichtig ist es, dass Sie sich schon jetzt

orientieren, wo Rettungswege und Notausgänge für Sie zu finden sind. Bei

den regelmäßigen Unterweisungen sollten Sie die Rettungswege und Notausgänge

mit allen betroffenen Kolleginen und Kollegen abgehen. Prägen Sie

sich den Rettungsweg, der Ihnen durch dieses Zeichen gewiesen wird, ein.

Dann brauchen Sie ihn nicht zu suchen, wenn es zu einem Notfall kommt.

Rettungsweg - Notausgang für Behinderte

Zur Kennzeichnung der Rettungswege für Behinderte, insbesonders

für Behinderte im Rollstuhl dient dieses Rettungszeichen,

dass einen Rettungsweg (Fluchtweg) kennzeichnet, der

frei von Hindernissen und Treppen ist. Es wird gewährleistet,

dass über solche Rettungswege ein schnelles und sicheres

Verlassen von Arbeitsplätzen und Räumen für Rollstuhlfahrer möglich ist.

Augenspüleinrichtung

Augenspüleinrichtungen sind kleine Duschen, aus denen auf

Hebeldruck Wasser nach oben gesprüht wird.

Sie werden in der Regel in einer solchen Höhe angebracht,

dass man sich leicht darüber beugen kann, um die Augen

schnell auszuspülen. Sie sind dort zu verwenden, wo die

Gefahr der Augenverätzung besteht.


Notdusche

Notduschen sind Rettungseinrichtungen, mit denen Personen

vollständig und schnell mit Wasser überspült werden können.

Das kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn jemand mit ätzenden

Flüssigkeiten überschüttet wurde oder durch brennbare

Flüssigkeiten in Brand geraten ist.

Die Notdusche spült gefährliches Material ab, löscht die Kleidung

und kühlt die betroffene Person.

Notduschen müssen schnell öffnende Ventile haben, die griffbereit und verwechslungssicher

angebracht sein müssen. Das Ventil darf, wenn es einmal geöffnet

worden ist, nicht von selbst schließen. Im Notfall muss die betätigte

Funktion so lange erhalten bleiben, bis sie bewusst wieder abgestellt wird.

Die Notduschen sind so gebaut, dass sie alle Körperstellen sofort mit ausreichenden

Wassermengen überfluten.

Damit die Ventile nicht verkalken, müssen die Notduschen mindestens einmal

monatlich auf ihre Funktionstüchtigkeit und Wirksamkeit geprüft werden.

Die Zugänge zur Notdusche, dürfen niemals verstellt sein, damit im Ernstfall

keine schwerwiegenden Folgen auftreten können.

Arzt

Mit diesem Zeichen wird der Arztraum gekennzeichnet. Hier

finden Sie in Notfällen medizinische Hilfe. Dieser Raum

sollte bekannt sein, damit Sie im Notfall nicht lange suchen

müssen

Defibrillator

Erste Hilfe Gerät mit dem mittels eines Stromstoßes ein

Kreislaufstillstand durchbrochen wird.

Sammelstelle

Jeder Betrieb muss für Notfälle einen Alarmplan haben.

Darin sind auch Sammelstellen zu kennzeichnen. Dies sind

Plätze, an denen sich die Mitarbeiter treffen sollen, wenn

die Arbeitsplätze geräumt werden müssen.

Hier kann sodann sehr schnell festgestellt werden, ob alle

Mitarbeiter den Gefahrenbereich verlassen haben oder ob noch jemand gesucht

werden muss. Auch für Sie gibt es einen solchen Sammelplatz, und

zwar nur einen einzigen.

Fragen Sie danach! Dann wissen Sie im Notfall ohne langes Suchen, wo Sie

sich bei einem Alarm einfinden müssen.

41


42

5. Brandschutzzeichen

... sind quadratisch mit roter Grundfläche und

weißen Bildzeichen. Sie weisen mit klar erkennbaren

Symbolen auf Brandschutzeinrichtungen

hin. Die Hinweisschilder für Material zur Brandbekämpfung

gemäß Kennzeichnungsverordnung ersetzen

insbesondere das früher gültige "F".

Richtungsanzeige:

Das Brandschutzzeichen Richtungsanzeige, wird als Richtungsangabe

für Brandschutzeinrichtungen nur in Verbindung

mit den Zeichen Feuerlöschgerät, Feuerwehrschlauch, Leiter

und Brandmeldungstelefon verwendet

tragbares Feuerlöschgerät

Mit diesem Zeichen wird auf einen Feuerlöscher hingewiesen.

Auf die erste Sekunde und Minute kommt es an, denn ein

Feuer breitet sich sehr schnell aus und ein Großbrand kann

mit Selbsthilfe nicht mehr beherrscht werden! Wichtig: Bevor

Sie mit Löschversuchen beginnen, geben Sie Brandalarm über Brandmelder,

Brandmeldungstelefon oder durch einen Boten. Im Betrieb müssen alle darauf

achten, dass die Feuerlöscher und deren Hinweisschilder jederzeit deutlich

sichtbar und nicht verstellt sind. Doch auch gut zugängliche Feuerlöscher können

im Ernstfall nur dann helfen, wenn sie regelmäßig gewartet und gepflegt

und auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Feuerlöscher sind mindestens alle

zwei Jahre zu überprüfen (Prüfplankette)!

Auch die Befestigungshöhe und -vorrichtung des Feuerlöschers müssen für jedermann

handhabbar sein.

Feuerwehrschlauch

Hier finden Sie einen Feuerwehrschlauch, den Sie bei Bränden

selbst einsetzen können. Von der Feuerwehr oder

Brandschutzhelfern des Betriebes kann der Feuerwehrschlauch

im Notfall benutzt werden. Dieser Feuerwehrschlauch

muss von allen erreicht werden können und deshalb

darf der Platz niemals verstellt sein. Jedes Hindernis kann bei Bränden

den Einsatz um entscheidende Sekunden verzögern.

Leiter

An sehr hohen oder tiefer gelegenen Plätzen müssen Leitern

eingesetzt werden, um Brände löschen oder Personen

retten zu können. Für solche schwierige Ortsverhältnisse

stehen Leitern zur Verfügung. Benutzen Sie diese Leitern

niemals für normale Arbeiten, denn sonst besteht die Gefahr,

dass sie nicht mehr dort sind, wo sie gebraucht werden.


Brandmeldungstelefon

Mit diesem Brandmeldungstelefon können Sie Brände direkt

melden. Dieses Zeichen kann jedoch auf alle anderen

Brandmeldeeinrichtungen hinweisen.

� Zögern Sie bei einem Brand nie mit Ihrer Meldung!

� Lieber einmal zu früh als zu spät gemeldet!

� Melden Sie den Brand immer zuerst, bevor Sie mit

Löschversuchen beginnen.

Hinweis auf einen

nichtautomatischen Brandmelder

Sollte die automatische Brandmeldeanlage nicht ansprechen

und der Räumungsalarm nicht ausgelöst werden, kann mit

einem nichtautomatischen Brandmelder diese Funktionen

vollzogen werden.

Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung

Dies ist ein Brandschutzzeichen für alle Einrichtungen die

für den Brandschutz notwendig sind, außer Feuerlöscher, -

schläuche und -leitern.

Hier findet man spezielle Hilfsmittel wie z.B.: einen Behälter

mit einer Löschdecke, einen Eimer mit Löschsand udgl.

Auch Rauchklappen oder ein Teich mit Löschwasser kann so gekennzeichnet

sein. Wenn es kein anderes Brandschutzzeichen gibt, kann dieses angewendet

werden.

Sollte einmal eine Feuerlöschübung veranstaltet

werden, nehmen Sie daran aktiv teil, und

machen Sie sich mit dem Gebrauch von

Feuerlöschern vertraut.

Denn auch hier gilt:

PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN !

Brandschutzzeichen

43


44

Kombination von Sicherheitszeichen

Eine Kombination von Sicherheitszeichen mit

Zusatzzeichen bzw. Hinweiszeichen auf einem gemeinsamen

Schild ist zulässig. In diesem Fall dürfen die Lichtkante des Sicherheitszeichens

sowie die Lichtkante und der Rand des Zusatzzeichens

entfallen.

Die Mindestgrößen und Schrifthöhen sind von den erforderlichen

Erkennungsweiten abhängig.

Einige Anwendungsbeispiele:


Kennzeichnung von Einbauten

im Gleisbereich

„Merkblatt für Kennzeichner“

der Österreichischen Bundesbahnen

Grundsatz: Der Aufenthalt im Bedienungsraum zwischen Einbauten

und bewegten Fahrzeugen ist verboten. Das Auf- und Absteigen

von/auf bewegte(n) Fahrzeugen ist im Bereich von Einbauten

verboten.

Einbauten bis 1000 mm Höhe über Schienenoberkante (SOK) gelten

als „Stolperstellen“. Höhere Einbauten können leicht gesehen werden,

und werden daher im Bereich 2,20 m bis 2,40 m nicht gekennzeichnet;

auch dann nicht, wenn sie in einem Bedienungsraum stehen.

Zuschläge sind gesondert zu berücksichtigen.

Erläuterung der Zeichen

Zuschläge sind zu berücksichtigen!

ANHANG

Merkblatt

für

Kennzeichner

45


ANHANG

Merkblatt

für

Kennzeichner

46

1

Einbauten im Bedienungsraum müssen, wenn höher als

1000 mm über SOK, nicht gekennzeichnet werden, da der Aufenthalt

zwischen ihnen und bewegten Fahrzeugen ohnehin verboten

ist (ÖBB 40), sie keine Stolperstellen darstellen und sie

beim Vorbeifahren am Fahrzeug keine Gefahr sind.

>> vergleiche jedoch „Farbgebung“ auf Seite 50!

2

Stolperstellen alleine müssen jedenfalls gekennzeichnet werden.


3

Einbauten im seitlichen Sicherheitsabstand sind bis 1000 mm über

SOK an der Gefahrenseite schwarz/gelb zu kennzeichnen.

4

Einbauten im seitlichen Sicherheitsabstand sind

von über 2000 mm bis 2200 mm Abstand von der Gleisachse

von 1000mm bis 3050mm über SOK schwarz/gelb zu kennzeichnen.

ANHANG

Merkblatt

für

Kennzeichner

47


ANHANG

Merkblatt

für

Kennzeichner

48

5

Seitenrampen sind an der Stirnseite rot/weiss zu kennzeichnen.

5a

Bahnsteigkanten mit einer Höhe von 550 mm über SOK oder

mehr sind dann an den Stirnseiten rot/weiss zu kennzeichnen,

wenn die Art der regelmäßigen Verschubabwicklung einen Aufenthalt

außen auf bewegten Fahrzeugen (kantenseitig)

erforderlich macht


6 ANHANG

Stellen im Bedienungsraum (wie oben der Sockel) müssen

nicht gekennzeichnet werden, wenn sie zu leicht erkennbaren

Objekten über 1000 mm über SOK gehören.

7

Einbauten im seitlichen Sicherheitsabstand sind

bis kleiner gleich 2000 mm Abstand von der Gleisachse

von 1000 mm bis 3050 mm über SOK rot/weiss zu kennzeichnen.

Merkblatt

für

Kennzeichner

49


ANHANG

Merkblatt

für

Kennzeichner

50

Farbgebung

Für Hemmschuhständer, Neumannsäulen

und Heizständer (Heizständer gegebenenfalls

an den Kanten) mit Zubehör ist die

Farbe „GELB“ zu wählen.

Bei Masten und dgl. welche in

Verkehrswegen, Bedienungsräumen

und Zugängen eingebaut

sind, ist bei einer horizontalen

Längsausdehnung von 150 mm

oder weniger (z.B.: Lichtmaste

mit einem Durchmesser von 140

mm) in einer Höhe von 1000

mm bis 2000 mm über SOK die

Farbe "Gelb" zu wählen.


Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber:

Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau

Für den Inhalt verantwortlich:

Ing. Wilhelm Schmudermeyer (Hauptteil) und

Christian Pretterhofer (ÖBB-Anhang)

Redaktion: Dr. Andreas Winkelbauer

Layout: W. Meissner

Druck: xxxxxxxx

51


Hauptstelle WIEN:

1061 Wien, Linke Wienzeile 48-52

Tel.: (01) 588 48-0, Basa: (880) 2350-0

Geschäftsstelle GRAZ:

8010 Graz, Lessingstraße 20

Tel.: (0316) 330-0

Gesundheits- u. Betreuungszentrum Linz

Bahnhofplatz 3-6, 4020 Linz

Telefon: (070) 65 23 480; BASA: (870) 5420

Außenstelle Salzburg

Hauptbahnhof, Südtirolerplatz 1, 5020 Salzburg

Telefon: (0662) 87 71 85; BASA: (8744) 5323

Außenstelle Innsbruck

Südtirolerplatz 3, 6020 Innsbruck

Telefon: (0512) 58 59 01; BASA: (860) 1446

Außenstelle Graz

Hauptbahnhof, Europaplatz 2/Stiege 1, 8020 Graz

Telefon: (0316) 71 13 32; BASA: (8955) 315

Gesundheits- u. Betreuungszentrum Villach

Bahnhofsplatz 1, 9500 Villach

Telefon: (04242) 28 473-0, BASA: (890) 40440

Außenstelle Eisenerz

Hammerplatz 1, 8790 Eisenerz

Telefon: (03848) 81 30 100

Betreuungsstelle Köflach

Kärntner Straße 9, 8580 Köflach

Telefon: (03144) 3523

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