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DE 06/23
400 m² Laborfläche
zu verkaufen
400 m² Laborfläche zu verkaufen
Reinraum-Dienstleister UNIQSANA
sucht neuen Investor
Die UNIQSANA GmbH & Co. KG mit Sitz in Heilbronn ist ein hochmoderner
Reinraum-Labordienstleister mit einer sehr guten Infrastruktur
sowie einer größtenteils GMP-konformen Laborausstattung.
Seit dem 13.04.2023 befindet sich die Gesellschaft im vorläufigen
Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Heilbronn. Zum vorläufigen
Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Sebastian Krapohl von
der Rechtsanwaltsgesellschaft GÖRG in Stuttgart bestellt. Mithilfe
der Unternehmensberatung allea consult GmbH aus Biberach a. d.
Riss wird nach einer zukunftsorientierten Lösung für die 25 mannstarke
Belegschaft sowie für die beiden voll funktionsfähigen Reinraumlabore
(Reinraumklassen D, C und B sowie A in C und A in B)
gesucht.
Zum Verkauf stehen:
– Zwei hochmoderne miteinander verbundene Reinraumlabore
auf insgesamt 400 m² Laborfläche mit aktueller Reinraumtechnologie.
– Ein hochmotiviertes Team, bestehend aus 25 Professionals aus
den Bereichen Technische Assistenten (PTA, MTA, CTA)
und Experten der Biologie, Pharmazie, Ökotrophologie mit
diversifizierten Beratungskompetenzen sowie aus erfahrenen
Verwaltungs- und Lagermitarbeitern.
– Infrastruktur und Laborausstattung - größtenteils nach
GMP-Standard – u.a. für eine sterile Herstellung im Bereich der
Human- und Veterinärmedizin oder eine hochreine Produktion
für Hightech-Industrie.
Weitere barrierefreie Informationen, insbesondere zu den Laboren,
erhalten Sie unter: https://uniqsana.de/m-and-a/
Bei Interesse wenden Sie sich an Tina Kade
(allea consult GmbH) unter
tina.kade@allea-consult.de.
UNIQSANA GmbH & Co. KG
D74076 Heilbronn
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023
Seite 2/83
JUNI 2023
Liebe Reinraum-Tätige
und -Interessierte,
alles neu macht der Mai. Das haben wir
uns gedacht und das Erscheinungsbild
von Reinraum Online und dem
NEWSLETTER überarbeitet.
Sichtbar wird dies zuerst am neuen
Logo. Die neue Wort-Bild-Marke ist
prägnant und modern, einzigartig und
schnell erfassbar. Im Bild kann man,
wenn man will, einen skizzierten
Reinraum sehen oder zwei „R“ im „O“.
Der überarbeitete NEWSLETTER ist
„heller“ und übersichtlicher.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim
Lesen der im Mai für Sie gesammelten
Informationen:
> Laborfläche zu verkaufen
> Zertifizierte Servopresse für den
Reinraum
> Erste zertifizierte Energiekette
für den Trockenreinraum
> Vier bedeutende Bereiche
im Reinraum
> Nicht nur sauber, sondern lupenrein
> In Sachen Reinheit unübertroffen
An dieser Stelle möchte ich noch Herrn
Win Labuda recht herzlich zu seinem
85sten Geburtstag gratulieren und ihm
für sein Engagement für den Reinraum
und für die Kunst danken.
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023
Seite 3/83
Reintechnik-Pionier Win Labuda
wird 85 Jahre alt
Win Labuda, *1938, ist Autor von Schriften über Themen der angewandten
Technologien, zur bildenden Kunst und zur Politik. Zudem ist er Gründungs-
Gesellschafter und Technik-Geschäftsführer der Clear & Clean Werk für
Reintechnik GmbH in Lübeck und eines Prüf- und Forschungslabors für
Oberflächen-Reinheit.
Dort wurden ihm für den Bereich Reintechnik 10 Patente zugesprochen.
Aus seiner Feder stammen auch 40 Fachaufsätze und Vorträge zu Themen
der Technik-Geschichte, insbesondere jedoch der Reintechnik und der
wischenden Reinigungs-Prozeduren. Sie wurden nahezu alle bei den
Verlagen VDI-Verlag und Wiley-VCH-Verlag veröffentlicht.
Darüber hinaus hat er zusammen mit
Tochter Nadja eine Netzpublikation
„Elf Essays zur Fotografie und
zu anderen Künsten“ veröffentlicht.
Sein vorerst letztes Buch trägt den Titel
„Schmunzelgedichte“,
ISBN 978-3-00-075265-0
Alle seine Publikationen sind auch online abrufbar.
Internet-Adresse: www.labuda.de.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit hat Labuda
3 Klassik-CDs für junge Künstler produziert.
Zur Jahresmitte 2023 ist die Herausgabe seines
opus magnum geplant:
„Zur Reinheit funktionaler Oberflächen“
von Win Labuda et al.,
ca. 400 S., 276.- € bei Clear & Clean GmbH, Lübeck.
Labuda lebt und arbeitet mit seiner japanischen
Ehefrau Yuko in Travemünde an der Ostsee.
CLEAR & CLEAN
Werk für Reintechnik GmbH
Niels-Bohr-Ring 36
D 23568 Lübeck
Telefon: +49 451 389500 Telefax: +49 451 389520
eMail: info@clearclean.de
www.cleanboss.com/
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Seite 4/83
Stellenausschreibung
Direktor Deutschland
Als Direktor Deutschland sind Sie verantwortlich für die Entwicklung von ABN Cleanroom Technology im deutschen Raum. Seit seiner Gründung
hat sich ABN Cleanroom Technology der Entwicklung innovativer Reinraumkonzepte verschrieben, bei denen Modularität und Pre-Engineering
Schlüsselwerte sind. Mit diesem innovativen Konzept liefern wir die beste Qualität im Bereich der Reinraumtechnik. Nicht nur in Bezug auf
Zuverlässigkeit, sondern auch in Bezug auf Lebensdauer und Leistung. Da unser Direktor Deutschland ABN Cleanroom Technology in ganz
Deutschland vertreten wird, glauben Sie fest an unser Pre-Engineering-Konzept und sind bereit, es in ganz Deutschland zu verbreiten.
Ihre Verantwortlichkeiten
> Sie sind für den Ausbau unseres Unternehmens in Deutschland verantwortlich und werden dabei von unserer
Hauptgeschäftsstelle in Belgien unterstützt.
> Als General Supervisor kümmern Sie sich um alle primären Prozesse von Supply Chain Management und HR bis hin
zu Vertrieb und Business Development.
> Sie bauen ein Partnernetz auf und machen unser Unternehmen zu einem bekannten Namen in der deutschen
Reinraumwelt.
Ihre DNA & Qualifikationen
> Sie haben ein sehr gutes Verständnis für die deutsche Reinraumumgebung.
> Sie verfügen über einen Master-Abschluss in Ingenieurwissenschaften (Dipl. Ing.)
> Sie kennen die deutschen Reinraumbranchen, in denen wir tätig sind
(Mikroelektronik, Automotive, Life Sciences, Pharma, …)
Was wir anbieten
Wir bieten Ihnen eine Direktorenstelle für die Region Deutschland, in der Sie
die Möglichkeit haben, mit einem neuen Team von Mitarbeitern einzigartige
Reinraumkonzepte und Produkte in Deutschland zu distribuieren.
Als Direktor haben Sie die Freiheit, ABN Cleanroom Technology in Deutschland
vollständig zu entwickeln und so zu unseren großen Internationalisierungsplänen
beizutragen.
Interessiert?
Bewerben Sie sich über unsere Webseite.
www.abn-cleanroomtechnology.de
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Zertifizierte Servopresse
für den Reinraum
In sensiblen Branchen wie Medizintechnik, Optische Industrie oder Elektronik sind für sämtliche Prozesse reinraumtaugliche
Komponenten erforderlich. Dazu zählen auch Antriebe. Mit den Servopressen aus der ElectricDrive Core-Serie hat
TOX® PRESSOTECHNIK jetzt eine Lösung: Sie entspricht der Luftreinheitsklasse 5 gemäß ISO 14644-1.
Wer im Reinraum arbeitet, darf sich unter keinen Umständen Verunreinigungen
im Endprodukt erlauben. Die Anlagenbetreiber
müssen die hohen Qualitätsansprüche ihrer Kunden erfüllen sowie
den verschärften Reinheitsbedingungen seitens der Gesetzgeber
entsprechen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
verlangen sie auch von den in ihren Anlagen eingesetzten Komponenten
eine zertifizierte Reinraumtauglichkeit. Das ist ein absolutes
Muss für die typischen Anwendungen in Medizintechnik,
Pharma- und Optischer Industrie sowie Elektronik und Halbleitertechnik.
Aber auch Branchen wie Erneuerbare Energien oder
Luft- und Raumfahrttechnik brauchen diesen Nachweis über die
Reinheitseignung. TOX® PRESSOTECHNIK stellt sich der Herausforderung
und passt seine Servoantriebe ElectricDrive Core
darauf an.
Untersucht und zertifiziert
Der Antriebsspezialist musste die Servopresse hierfür nur minimal
baulich verändern. Im nächsten Schritt beauftragte TOX das
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
(IPA) in Stuttgart mit der Überprüfung. Das Ergebnis: Der ElectricDrive
Core-Antrieb entspricht der Luftreinheitsklasse 5 gemäß
ISO 14644-1. „Mit dieser Reinraum-Zertifizierung haben wir einen
Meilenstein erreicht, der uns neue Türen öffnet zu Anwendungen,
die höchste Reinheitsbedingungen erfordern“, freut sich Marco
Nimz, Produktmanager bei TOX® PRESSOTECHNIK. Was bedeutet
das für die Anwender? Die Servoantriebe der Produktfamilie
ElectricDrive Core lassen sich für Produktionsumgebungen im
Reinraum einsetzen.
Präzise regelbare Kräfte
Anwender können die elektromechanische Servopresse TOX®-
ElectricDrive Core vielseitig nutzen – Pressen, Fügen, Testen, Verdichten,
Montieren, Clipsen und vieles mehr ist möglich. Das System
ist eine Kombination aus Controller, Software und Antrieb. Dank
integrierter Prozessüberwachung und Sensorik hat der User den
Pressvorgang und die Qualität seines Produkts jederzeit im Griff.
Er kann sogar Jahre später noch nachvollziehen, mit welcher Kraft
ein Bauteil gepresst wurde. Apropos Kraft – diese ist beim Electric-
Drive-System konstant und präzise regelbar. Ein weiterer Vorteil:
Der Kunde muss den Antrieb vor Inbetriebnahme nicht mehr selbst
programmieren, sondern nur noch parametrieren. TOX® kann die
Programme für das Plug-and-play-fähige System bereits im Werk
vordefinieren.
„Uns ging es zunächst darum, den Anwendern aufzuzeigen, dass
sie die Servopressen der TOX®-ElectricDrive Core-Serie tatsächlich
unter Reinraumbedingungen einsetzen können“, ergänzt Marco
Nimz. Das IPA hat im ersten Schritt einen bestimmten Antrieb von
TOX® getestet und zertifiziert. Da die mechanischen Anpassungen
im Vergleich zu den Standard-Antrieben nur minimal sind, plant
TOX®, weitere Modelle für den Reinraum zertifizieren zu lassen.
Das Fraunhofer Institut führt eine Datenbank, in der alle getesteten
Produkte – auch der TOX® ElectricPowerDrive mit der Report-
Nummer TO 2211-1362 – eingesehen werden können:
http://www.tested-device.de/
TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG
D 88250 Weingarten
TOX® beauftragte das Fraunhofer IPA mit der Überprüfung des Antriebs. Das Ergebnis: Die Servopresse entspricht
der Luftreinheitsklasse 5 gemäß ISO 14644-1. (Bild: TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG)
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Höchste Sicherheit
in der Batterieproduktion:
Erste zertifizierte Energiekette
für den Trockenreinraum
Test mit bestmöglichem Ergebnis bestanden: E6.29 von igus erhält neuartiges
Trockenreinraum-Zertifikat des Fraunhofer IPA für ISO Klasse 4
Wann immer höchste Hygienestandards gefragt sind, punktet igus mit schmierfreien und abriebfesten Kunststoff-Komponenten
für die Bewegung. Insbesondere die Batterieproduktion für die Mobilität von morgen erfordert spezielle Umgebungsbedingungen,
die durch die Kombination von Trocken- und Reinraum erzielt werden. Für genau diese Anforderungen
hat das Fraunhofer IPA ein neuartiges Zertifikat entwickelt. Die Energiekette E6.29 von igus ist die allererste Leitungsführung
überhaupt, die unter Trockenreinraum-Bedingungen getestet und nun mit ISO Klasse 4 zertifiziert wurde.
„Unsere seit vielen Jahren bewährte Energiekette E6.29 ist jetzt die
allererste Leitungsführung überhaupt, die ein neuartiges Zertifikat
des IPA für die ISO Reinraumklassifizierung unter Trockenraumbedingungen
erhalten hat.“
Einzigartige Kombination von Trockenheit und Partikelfreiheit
Für den Test hat das Fraunhofer IPA gemeinsam mit der Cellforce
Group ein mobiles Trockenreinraumzelt entwickelt. Das neue DryClean-CAPE
als flexiblere und kostengünstigere Alternative zu klassischen,
stationären Reinräumen schafft nicht nur eine hochreine,
sondern auch eine Produktionsumgebung mit geringer Luftfeuchte.
Denn das Trockencape besteht aus zwei unterschiedlichen Hüllen.
Dabei entstehen Trockenheit und Partikelfreiheit durch separate
Luftaufbereitungseinheiten unabhängig voneinander. Diese einzigartige
Kombination bietet die optimale, flexible Produktionsumgebung.
Schmierfrei, verschleißfest und jetzt auch für den Trockenreinraum
zertifiziert: Die E6.29 erhält als allererste Energiekette
das neuartige Zertifikat des Fraunhofer IPA und erreicht im Test
ISO Klasse 4. (Quelle: Fraunhofer IPA / igus GmbH)
Lithium-Ionen-Batterien sind eine Schlüsseltechnologie unserer
Zeit, die sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt hat.
Nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Marktes für Elektroautos.
Denn das Batteriesystem ist für die Elektromobilität essenziell. Um
eine fehlerfreie Herstellung und lange Akkulaufzeit zu gewährleisten,
muss der Produktionsprozess kontinuierlich optimiert werden.
Infolge der zunehmenden Anzahl an Anlagen und Automatisierung
der Systeme, wächst auch der Bedarf an zuverlässigen Leitungsführungen.
„Die Qualitätsanforderungen steigen stetig – sowohl seitens
der Kunden als auch seitens der Prüfnormen. Deshalb arbeiten wir
bereits seit 1997 mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA zusammen, wo unsere Energieketten
in genormten Bewegungsabläufen untersucht werden. So können
wir eine klare Aussage zur Reinheitsklasse unserer Energieketten
geben“, erklärt Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten bei igus.
E6.29 erreicht bestmögliches Testergebnis
Aus diesem Grund hat das IPA nun auch das neuartige Zertifikat für
die ISO Reinraumklassifizierung unter Trockenraumbedingungen
entwickelt. Die E6.29 von igus hat diesen Test nicht nur als erste
Energiekette überhaupt bestanden, sondern auch das bestmögliche
Ergebnis im Trockencape erreicht: ISO Klasse 4. Damit ist igus einer
der Vorreiter in diesem Bereich. Getestet wurde die e-kette bei -40°C
Taupunkt, was einer relativen Luftfeuchtigkeit von < 1% bei 22°C
Raumtemperatur entspricht, und in einer Reinraumumgebung der
ISO Klasse 3. Somit eignet sich die E6.29 nun auch für den sicheren
Einsatz in Trockenraumanwendungen. Die langlebige e-kette aus
reibungs- und verschleißoptimierten Hochleistungskunststoffen ist
als Standard-Katalogartikel mit verschiedenen Innenhöhen, Breiten
und Radien direkt ab Lager verfügbar. Aktuell läuft auch ein Dauertest
der E6-Verbinder in einem Trockenraum im hauseigenen igus
Testlabor. 10 Millionen Doppelhübe wurden bereits erreicht – und
die Tests laufen weiter.
igus GmbH
D 51147 Köln
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Seite 8/83
Experte im Reinraum
cleansman®
Menschen im Reinraum – reinraum online zeigt den Menschen hinter den Normen
und stellt eine „Reinraum“-Persönlichkeit vor
Thomas von Kahlden
Persönliches:
Thomas von Kahlden
geboren am 11. Dezember 1955 in Karlsruhe
Schulbildung: 1977 - 1984
Studium: Universität Karlsruhe,
Fachrichtung Maschinenbau,
Schwerpunkt Strömungsmechanik
Berufstätigkeit: 1984 - 6/1996
wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Fraunhofer Institut Produktionstechnik
und Automatisierung (IPA) in
Stuttgart, Schwerpunkt Reinraumtechnik
1986 -2000
Mitarbeit im DIN –VDI GAAR der
Reinraumtechnik
– Meßtechnik in der Reinraumluft
– Reinraumtauglichkeit von Fertigungseinrichtungen
– ISO TC 209 (WG 3 - Metrology)
1986
– Referent bei Concept Heidelberg,
I-EC – GmbH, Hygenic Design - Akademy
zu folgenden Schwerpunkten: Monitoring,
Partikelmesstechnik, Filtrationstechnik,
Reinraumtechnik und deren Qualifizierung
1996
Gründung der CCI – von Kahlden GmbH und
seit dem geschäftsführender Inhaber der CCI
Vorab eine Frage zum Thema
Reinraum: Welches ist Ihr
Spezialgebiet? Wo kennen Sie
sich besonders gut aus?
Messtechnik in der Reinraumtechnik
und Strömungstechnik
Was wollten Sie als Kind werden?
Feuerwehrmann
Welches war Ihr erstes Auto?
VW-Käfer Baujahr 1964
Worüber können Sie sich freuen?
In illustrer Runde zu sitzen und sich
über Gott und die Welt
auszutauschen, über jeden Auftrag
der eingeht, auch wenn er auch
noch so klein ist
Auf welche Leistung sind Sie
besonders stolz?
Eine Firma zu haben die sich von
den meisten anderen abgrenzt da
wir spezielle Geräte herstellen
Welche technische Leistung
bewundern Sie am meisten?
Einen Waferbelichter (Stepper ) zu
bauen der mit weniger als 20nm
Wellenlänge arbeitet (ASML)
Mit wem würden Sie gerne einen
Monat lang tauschen?
Dr. Alexander Gerst (Astroalex)
In welchem Land hätten Sie gerne
einen Zweitwohnsitz?
Neuseeland
Wem wären Sie gerne begegnet?
Den 3 Astronauten der ersten
Mondlandung
Welches Buch würden Sie derzeit
empfehlen?
Stephen Hawking: Die kürzeste
Geschichte der Zeit
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Spargel mit Pfannkuchen, Schinken
und Sauce Hollandaise
Was ist Ihre Lieblingsmusik?
Soulmusik
Was war der beste Rat, den Sie
je bekommen haben?
Nach meiner Facharbeiterausbildung
als Elektromechaniker weiter
auf die Schule zu gehen
Haben Sie ein Motto?
Niemals aufgeben und immer nach
vorne sehen, es geht immer weiter
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Abwasserreinigung
Plasma gegen toxische
PFAS-Chemikalien
Die gesundheitsschädlichen Chemikalien PFAS sind mittlerweile in vielen Böden und Gewässern nachweisbar. Die Beseitigung
mit herkömmlichen Filtertechniken ist sehr aufwendig und kaum realisierbar. Forschende des Fraunhofer-Instituts
für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB setzen im Verbundprojekt AtWaPlas erfolgreich auf eine plasmabasierte
Technologie. Kontaminiertes Wasser wird in einen kombinierten Glas- und Edelstahlzylinder eingeleitet und dort mit dem
ionisiertem Gas – dem Plasma – behandelt. Das reduziert die Molekülketten von PFAS und ermöglicht so eine kostengünstige
Beseitigung der toxischen Substanz.
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, kurz: PFAS (engl.: perand
polyfluoroalkyl substances), haben viele Talente. Sie sind thermisch
und chemisch stabil, dabei wasser-, fett- und schmutzabweisend.
Dementsprechend findet man sie in vielen alltäglichen Anwendungen:
Pizzakartons sind damit beschichtet oder auch Backpapier,
genauso wie Shampoo und Cremes. In der Industrie finden
PFAS Verwendung als Lösch- und Netzmittel. In der Landwirtschaft
werden sie in Pflanzenschutzmitteln verwendet. Mittlerweile lassen
sich Spuren von PFAS jedoch auch da nachweisen, wo sie nicht
hingehören: im Boden, in Flüssen und im Grundwasser, in Lebensmitteln
und im Trinkwasser. So gelangen die schädlichen Stoffe am
Ende auch in den menschlichen Körper. Wegen ihrer chemischen
Stabilität ist die Beseitigung der sogenannten Ewigkeitschemikalien
bisher mit vertretbarem Aufwand kaum möglich.
Das Verbundprojekt AtWaPlas soll das ändern. Das Akronym
steht für Atmosphären-Wasserplasma-Behandlung. Das innovative
Projekt wird derzeit am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und
Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart gemeinsam mit dem Industriepartner
HYDR.O. Geologen und Ingenieure aus Aachen vorangetrieben.
Ziel ist die Aufbereitung und Rückgewinnung PFAS-belasteter
Wässer mittels Plasma-Behandlung.
Das Forschenden-Team um Dr. Georg Umlauf, Experte für
funktionale Oberflächen und Materialien, macht sich dabei die Fähigkeit
von Plasma zu Nutze, die Molekülketten von Substanzen
anzugreifen. Erzeugt wird das elektrisch leitfähige Gas aus Elektronen
und Ionen durch Anlegen von Hochspannung. »In unseren
Versuchen mit Plasma ist es gelungen, die Molekülketten von
PFAS im Wasser zu verkürzen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu
einer effizienten Beseitigung dieser hartnäckigen Schadstoffe«,
freut sich Umlauf.
Die Plasma-Atmosphäre wird im
Reaktor durch das charakteristische
Leuchten und das Entladen von Blitzen
deutlich sichtbar. © Fraunhofer IGB
Versuchsanlage zur Eliminierung von
PFAS. Nach ersten erfolgreichen
Versuchen soll die Technolo-gie auch
für praktische Anwendungen im
Industriemaßstab optimiert und
skaliert werden. © Fraunhofer IGB
Plasmareaktor: Durch Anlegen von Spannung an
der Kupferelektrode entsteht ein Plasma. Kontaminiertes
Wasser wird nach oben gepumpt und fließt
in einem Spalt durch die Zone mit der Plasmaentladung
wieder nach unten. Dabei werden die
PFAS angegriffen. © Fraunhofer IGB
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Seite 10/83
Wasserkreislauf im Edelstahlzylinder
Für das Verfahren nutzen die Fraunhofer-Forschenden einen zylinderförmigen
Aufbau. Im Inneren befindet sich ein Edelstahlrohr und dieses dient als Masseelektrode
des Stromkreises. Ein äußeres Kupfernetz fungiert als Hochspannungselektrode
und wird zur Innenseite hin durch ein Dielektrikum aus Glas
abgeschirmt. Dazwischen bleibt ein winziger Spalt, der mit einem Luft-Gemisch
gefüllt ist. Durch Anlegen von mehreren Kilovolt Spannung verwandelt sich dieses
Luft-Gemisch in Plasma. Für das menschliche Auge wird es durch das charakteristische
Leuchten und das Entladen in Form von Blitzen sichtbar.
Im Reinigungsprozess wird das mit PFAS kontaminierte Wasser am Boden
des Stahltanks eingeleitet und nach oben gepumpt. Im Spalt zwischen den Elektroden
fließt es nach unten und durchquert dabei die elektrisch aktive Plasma-
Atmosphäre. Beim Entladen bricht das Plasma die PFAS-Molekülketten auf und
verkürzt sie. Das Wasser wird in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder
durch den stählernen Reaktor und die Plasma-Entladezone im Spalt gepumpt,
jedes Mal werden die PFAS-Molekülketten weiter reduziert bis zu einer vollständigen
Mineralisierung. »Im Idealfall werden die schädlichen PFAS-Stoffe
so vollständig beseitigt, dass sie in massenspektrometischen Messungen nicht
mehr nachweisbar sind. Damit werden auch die strengen Regularien der Trinkwasserverordnung
in Bezug auf die PFAS-Konzentration erfüllt«, sagt Umlauf.
Gegenüber herkömmlichen Methoden wie beispielsweise der Filterung
mit Aktivkohle weist die im Fraunhofer-Institut entwickelte Technologie einen
entscheidenden Vorteil auf: »Aktivkohlefilter können die schädlichen Stoffe
zwar binden, sie aber nicht beseitigen. Somit müssen die Filter regelmäßig ausgetauscht
und entsorgt werden. Die AtWaPlas-Technologie dagegen kann die
schädlichen Substanzen rückstandsfrei eliminieren und arbeitet dabei sehr effizient
und wartungsarm«, erläutert Fraunhofer-Experte Umlauf.
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Echte Wasserproben statt synthetischer Laborproben
Um echte Praxisnähe zu gewährleisten, testen die Fraunhofer-Forschenden die
Plasma-Reinigung gewissermaßen unter erschwerten Bedingungen. Konventionelle
Testverfahren arbeiten mit perfekt sauberem Wasser und im Labor synthetisch
angerührten PFAS-Lösungen. Das Forschenden-Team in Stuttgart dagegen
verwendet »echte« Wasserproben, die aus PFAS-kontaminierten Gebieten stammen.
Die Proben werden vom Projektpartner HYDR.O. Geologen und Ingenieure
GbR aus Aachen zugeliefert. Das Unternehmen hat sich auf die Altlastensanierung
spezialisiert und führt daneben hydrodynamische Simulationen durch.
Die realen Wasserproben, mit denen Umlauf und sein Team arbeiten, enthalten
daher neben PFAS auch weitere Partikel, Schwebstoffe und organische
Trübungen. »Auf diese Weise stellen wir sicher, dass AtWaPlas seinen Reinigungseffekt
nicht nur mit synthetischen Laborproben, sondern auch unter
realen Bedingungen mit wechselnden Wasserqualitäten unter Beweis stellt.
Zugleich können wir die Prozessparameter laufend anpassen und weiterentwickeln«,
erklärt Umlauf.
Die Plasma-Methode lässt sich auch für den Abbau anderer schädlicher
Substanzen einsetzen. Darunter fallen etwa Rückstände von Medikamenten im
Abwasser, Pestizide und Herbizide, aber auch Industriechemikalien wie Cyanide.
Daneben kommt AtWaPlas auch für die umweltschonende und kostengünstige
Aufbereitung von Trinkwasser in mobilen Anwendungen infrage.
Das Verbundprojekt AtWaPlas startete im JuIi 2021. Nach den erfolgreichen
Versuchsreihen im Technikums-Maßstab mit einem 5-Liter-Reaktor arbeitet
das Fraunhofer-Team gemeinsam mit dem Verbundpartner daran, das Verfahren
weiter zu optimieren. Georg Umlauf sagt: »Unser Ziel ist es jetzt, toxische
PFAS durch verlängerte Prozesszeiten und mehr Umläufe im Tank vollständig zu
eliminieren und die AtWaPlas-Technologie auch für die praktische Anwendung
im größeren Maßstab verfügbar zu machen.« Zukünftig könnten entsprechende
Anlagen auch als eigenständige Reinigungsstufe in Klärwerken aufgestellt werden
oder in transportablen Containern auf kontaminierten Freilandflächen zum
Einsatz kommen.
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
D 70569 Stuttgart
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NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023
Seite 11/83
Vier bedeutende Bereiche
im Reinraum
Unter dem Begriff Reinraumtechnik werden alle Maßnahmen zusammengefasst,
die dafür sorgen, dass Verunreinigungen der Luft,
des Bodens sowie der Arbeitsmittel innerhalb eines Raumes ausgeschlossen
werden. Doch wozu ist ein Reinraum notwendig?
Wenn sich das Sonnenlicht seinen Weg durch einen Raum
bahnt, kann man in der Luft viele Partikel schweben sehen. In einem
sogenannten Reinraum wird die Konzentration dieser luftgetragenen
Teilchen auf ein Minimum beschränkt. Räume mit dieser
Reinheit sind notwendig, wenn die Herstellung und Qualität eines
Produktes durch diese Partikel gefährdet wird. Staub, Haare und
Hautpartikel sowie Keime und Chemikalien zählen zu den Teilchen,
die in einem Reinraum aus der Luft und von den notwendigen
Arbeitsmitteln entfernt werden müssen. Da diese mit bloßem Auge
nicht zu erkennen sind, unterliegen Reinräume Normen und Reinraumklassen,
die für die entsprechende Sauberkeit sorgen.
Damit ein Arbeitsraum zu einem Reinraum werden kann,
müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden:
– Materialien, die in den Raum gelangen
– Luftqualität
– menschliches Verhalten
– Filtersysteme
– eingesetzte Maschinen und Werkzeuge
– Kleidung der Mitarbeiter
– Schleusen und Transfersysteme
Reinräume finden ihre Anwendung
z.B. in folgenden Industriezweigen:
– Optik
– Leiterplattentechnik
– Mikroelektronik
– Lasertechnik
– Raumfahrttechnik
– Glasfasertechnik
Absolut staubfreie und reine Räume braucht es auch in der Pharmazie,
in Krankenhäusern, der Lebensmittelindustrie sowie bei der
Herstellung von Medizinprodukten (sterile Verbände).
Um die Sauberkeit in diesen Räumen zu erhalten, wurden Standardbetriebsverfahren
und Wartungspläne eingeführt. Es ist einfacher
und günstiger, diese Räume regelmäßig zu warten, als einen
kontaminierten Reinraum komplett säubern zu lassen. In diesem Fall
ist der Reinraum für seinen vorgesehenen Zweck nicht nutzbar, was
zusätzliche Kosten verursacht.
Normalerweise finden sich in einem Raum Keime, Aerosole,
niedermolekulare Stoffe und Feinstaub. In Betriebsräumen kommen
Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Chemikalien und Partikel
hochwirksamer Stoffe wie Antibiotika, Hormone und Zytostatika
hinzu. Diese Teilchen können die Produkte, die in Reinräumen
hergestellt werden, verunreinigen und den menschlichen Körper
belasten. Durch die Reinraumtechnik werden die Luft und alle vorhandenen
Geräte von diesen Partikeln befreit, damit ein keimfreier
Raum entstehen kann.
Um die vorgegebenen Standards einzuhalten, braucht es folgende
Reinraumprodukte und -ausrüstungen sowie Protokolle, die die
Reinheit in diesen Räumen sichern.
Ersatz-Filter für das Luftstromsystem
Sobald Filtersysteme zum Einsatz kommen, müssen Sie diese regelmäßig
warten und austauschen. Was im privaten Bereich kaum
Konsequenzen nach sich zieht, kann im betrieblichen Rahmen die
gesamte Produktion lahmlegen. Fallen Filtersysteme aus, wird ein
Reinraum kontaminiert. Kleinste Partikel sind zwar mit dem Auge
nicht zu sehen, lagern sich diese jedoch auf Mikrochips oder Leiterplatten
ab, sind diese Produkte verunreinigt und unter Umständen
nicht mehr funktionsfähig.
Filtersysteme enthalten mehrere Filterstufen, in denen HEPAund
ULPA-Filter zum Einsatz kommen. Dabei werden die Vorfilter
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am meisten belastet und müssen häufig ausgetauscht werden. Zwischenfilter und
Endfilter besitzen eine längere Lebensdauer, da ihre Auffangrate geringer ist als die
der Vorfilter. Das führt dazu, dass Vorfilter für mindestens zwei Wechsel in Reserve
vorhanden sein sollten, damit die Produktion beim Ausfall eines Filters nicht unterbrochen
werden muss.
Endfilter verunreinigen langsamer, daher kann man diese mehrere Jahre ohne
Austausch nutzen. Trotzdem sollte die regelmäßige Kontrolle dieser Filter Teil der
Reinraumüberwachung sein, da diese Filter das Herzstück des Reinraumsystems
sind. Sie filtern die kleinsten Partikel des Raumes und machen den Reinraum erst
möglich.
Die korrekte Kleidung für Reinräume
Reinräume müssen mit einer speziellen Kleidung betreten werden, denn die normale
Alltagskleidung würde nicht nur die Verunreinigungen aus der Außenwelt in
den Reinraum tragen. Bei einem sehr hohen Standard müssen Sie Schutzanzüge,
Füßlinge, Reinraumhandschuhe sowie Masken, Schutzbrillen und Hauben verwenden.
Niedriger angesetzte Standards sehen Mäntel, spezielle Reinraumschuhe und
Haarnetze vor.
Um einen Reinraum steril zu halten, muss diese Schutzkleidung immer in ausreichendem
Maße vorhanden sein. Auf diese Weise sind Sie jederzeit auf akute Situationen
vorbereitet. Die Pandemie hat uns deutlich gezeigt, dass eine vorausschauende
Organisation Leben retten kann, weil in Katastrophensituationen schnell gehandelt
werden muss.
Effektive Reinigungsmaterialien für einen Reinraum
Neben der Luftreinigung und der Überwachung der Luftfilter benötigen Reinräume
eine regelmäßige Reinigung. Dadurch lässt sich der reibungslose Ablauf der Produktion
und die Gesundheit der Menschen garantieren. Individuelle Reinigungspläne
legen den dafür notwendigen Rhythmus fest. Im Schichtbetrieb sollte beispielsweise
eine tägliche Reinigung auf normalem Niveau erfolgen. Die Tiefenreinigung ist
einmal wöchentlich notwendig und eine komplette Grundreinigung wird einmal im
Monat angesetzt. Die Häufigkeit und Intensität der Reinigung hängen von konkreten
Festlegungen ab.
Weil jede Reinigung den festgesetzten Standards entsprechen soll, muss man
spezielle Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel gegen Pilze und Bakterien verwenden.
Dazu gehören destilliertes Wasser, denaturiertes Ethanol, Alkohol (IPA)
sowie nicht fusselnde Mopps und Putzwagen, die aus einem abriebarmen Edelstahl
hergestellt wurden. Generell müssen alle Reinigungsgeräte aus Materialien bestehen,
die bei der Reinigung keine Partikel auf Oberflächen hinterlassen und sich im
Kontakt mit Reinigungsmitteln nicht zersetzen.
Protokolle für einen Reinraum
Damit die Kontrolle der Lüftungssysteme und die Reinigung von Reinräumen regelmäßig
und vollständig erfolgt, wird ein Reinraummanager ernannt. Dieser ist für die
Wartung und Validierung der Reinräume verantwortlich. Dabei geht es nicht nur um
die Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen.
Menschen verfallen schnell in Routine und übersehen Vorschriften sowie alltägliche
Praktiken, die das entsprechende Berufsfeld verlangt. Deshalb liegt es auch in
der Verantwortung des Reinraummanagers, alle Personen regelmäßig an die Auflagen
zu erinnern, die mit der Arbeit in einem Reinraum einhergehen. Am effektivsten
lässt sich dieses Vorhaben mithilfe von Postern umsetzen, die optisch auf die strikte
Einhaltung bestimmter Verhaltensweisen hinweisen.
ap-systems GmbH
Halskestr. 10
D 72766 Reutlingen
Telefon: +49 7121 1453210 Telefax: +49 7121 1453289
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Seite 13/83
TKW stellt mit speziellen Gerätschaften und Reinigungsmethoden in jeder Umgebung höchste Reinigungsstandards her.
(Foto: TKW Gebäudeservice GmbH)
Die Herausforderungen in der Reinraumreinigung
Nicht nur sauber, sondern lupenrein
Ohne Mikrochips und elektronische Hightech-Produkte geht heute nichts mehr und das Wachstum dieses Wirtschaftsbereichs
ist zurzeit rasant. Bei der Herstellung dieser Bauteile müssen höchste Hygieneanforderungen erfüllt werden und es
sind hochsensible Reinigungsprozesse in einer sauberen beziehungsweise reinen Umgebung erforderlich.
Die Integrated Dynamics Engineering GmbH (IDE) hat sich als junges,
internationales Unternehmen in der Halbleiterindustrie einen
Namen als Hersteller von mechatronischer Systemtechnik gemacht.
In den Produktionsstätten in Deutschland und den USA entwickeln
und produzieren mehr als 190 Mitarbeitende anspruchsvolle Lösungen
für weltweite Kunden. Die Kernkompetenzen liegen dabei in
den Bereichen Maschinendynamik, Robotik und Mechatronik. In
diesem Kerngeschäft ist IDE weltweit die Nr. 1. Aufgrund der dort
permanent steigenden Nachfrage erweitert IDE aktuell im Headquarter
in Raunheim (Hessen) seine Reinraumkapazitäten von etwa
600 m2 um weitere 1.000 m2.
Die TKW Gebäudeservice GmbH (TKW) steht IDE bereits seit
fast zehn Jahren als kompetenter Partner mit einem breiten Dienstleistungsspektrum
zur Seite. Aufgrund der Flexibilität und der um-
André Pires, technischer Bereichsleiter von TKW und Gebäudereinigermeister,
betreut die Integrated Dynamics Engineering GmbH (IDE)
bereits seit fast fünf Jahren. (Foto: TKW Gebäudeservice GmbH)
Die Arbeit im Reinraum erfordert ein Höchstmaß an
Verantwortungsbewusstsein und Disziplin.
(Foto: Integrated Dynamics Engineering GmbH)
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Seite 14/83
fangreichen Fachkenntnisse des TKW-Serviceteams wird IDE
optimal in den Bereichen Grundreinigung, Glasreinigung, Grünflächenpflege,
Hausmeisterdienste, der technischen Reinigung von
Maschinenteilen sowie der höchsten Kunst der Reinheit, der Reinraumreinigung,
unterstützt. Diese stellt hohe Anforderungen an den
Dienstleister, ist eine der sensibelsten und anspruchsvollsten Aufgaben
in der Gebäudereinigung und zählt bei TKW seit über zehn
Jahren zum täglichen Geschäft. Zahlreiche Kunden aus den Branchen
Forschung & Entwicklung, Medizintechnik & Pharmaindustrie
vertrauen auf das Fachwissen der Mitarbeiter, die in allen Bereichen
und allen Reinraumklassen für eine sichere und reine Umgebung
sorgen.
Bei IDE sorgt das TKW-Team mit sorgfältig ausgewählter Reinraumbekleidung
und speziellem Reinigungsequipment jeden Abend
nach der regulären Tagschicht für Partikelfreiheit. „Von Tag eins an
können wir mit unserer Prüftechnik die Verbesserung des Reinheitsgrades
nachmessen.“ so Martin Pronegg, Head of IT/ERP/Facility
Management der Integrated Dynamics Engineering GmbH.
Die Reinigungsprozedur ist sehr komplex und erfordert höchste
Genauigkeit sowie ein umfangreiches Verständnis für den Reinraum.
Schon bevor mit der Arbeit begonnen wird, muss auf die richtige
Ankleidetechnik im Schleusenbereich geachtet werden. Dort
müssen zunächst sämtliche Schmutzpartikel an Körper und Kleidung
beseitigt werden, bevor eine Person in den Reinraum eintreten
darf. Ebenso wichtig ist die Anwendung der richtigen Reinigungstechniken
für Decken, Wände, Böden und Einrichtungsgegenstände,
der adäquate Einsatz von Reinigungsmitteln und der dazugehörigen
Reinigungsgeräte sowie die exakte Einhaltung aller gesetzlichen
Vorschriften und DIN-Normen. Dabei ist der Leistungsumfang
und auch die Häufigkeit der Reinigungsarbeiten in den Reinräumen
von IDE auf deren spezielle Anforderungen abgestimmt.
Das TKW-Serviceteam stellt ein wichtiges Bindeglied in den
internen Systemprozessen des Unternehmens dar. „Besonders hervorzuheben
ist der direkte Zugang zum technischen Bereichsleiter
von TKW, Herr Pires, der für jedes Thema kurzfristig telefonisch
oder vor Ort zur Verfügung steht. Die Zusammenarbeit ist sehr offen,
lösungsorientiert und vor allem auf Augenhöhe, was immer zu guten
Ergebnissen führt.“ so Martin Pronegg.
TKW Gebäudeservice GmbH
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D 64569 Nauheim
Telefon: +49 6152 94880
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Trockenraum für Entwicklung von Werkstoffen für Next-Generation Batterie-Lösungen
Daikin Chemical forscht
mit weisstechnik
Der international führende Spezialist für High-Performance Chemikalien Daikin Chemical, hat ein neues Innovation
Center in Dortmund gebaut. Darin wird unter anderem an Optimierungsmöglichkeiten für Lithium-Ionen Batterien für
Elektrofahrzeuge geforscht. Der dafür notwendige Trockenraum im personenbesetzten Labor wurde von weisstechnik
geplant und realisiert.
Erfolgreiche Tochter eines großen Konzerns
Daikin Industries ist ein japanischer Konzern mit knapp 88.000 Mitarbeitenden
und einem Jahresumsatz von 23 Mrd. Euro weltweit. Der
Konzern ist in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsfeldern
aktiv und verfügt über zahlreiche Tochterunternehmen. Dazu gehört
auch Daikin Chemical Europe, ein weltweit führender Spezialist
für Fluorchemikalien. In seinem neu gebauten Innovation Center
in Dortmund betreibt Daikin Chemical Grundlagenforschung für
Kunden sowie zur Entwicklung und Verbesserung eigener Produkte.
Ein zentrales Forschungsgebiet ist die Weiterentwicklung von Materialien
für Lithium-Ionen- und andere Batterien für die Automobilindustrie.
Ziel der Forschung ist, vorhandene Batterien weiter zu verbessern
und die Grundlagen für die nächsten Batterie-Generationen
zu schaffen.
Forschung auf neues Niveau bringen
Mit dem neu gebauten Innovation Center werden die technischen
Möglichkeiten der Forschungsabteilung deutlich verbessert.
Ab sofort ersetzt ein großzügig dimensionierter Trockenraum
für zwei Personen die bisherigen Glove-Boxen. Der
Trockenraum steigert nicht nur den Arbeitskomfort und die Arbeitseffizienz,
sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten hinsichtlich
der Prozesse und der Größe der einzubringenden Materialien
und Geräte. Die bisher genutzten Glove-Boxen konnten
nur Objekte bis zu einer Größe von 20 x 20 cm aufnehmen, die
aufwändig ein- und ausgeschleust werden mussten. Im neuen
Trockenraum geht dies wesentlich einfacher und in deutlich
größeren Dimensionen. Damit kann beispielsweise auch Ausrüstung
zum Verpressen aktiver Materialien im Trockenraum
genutzt werden.
Von Grundlagen bis Proof-of-Concept
Die Forschung von Daikin Chemical umfasst die Arbeit mit aktiven
Materialien und Mischungen, zum Beispiel für die Präparation von
Elektroden und zur Herstellung von neuartigen Festkörperelektrolyten
für die nächste Generation an Lithium-Ionen Batterien. Dabei
geht es darum, optimale Materialkombinationen zu entwickeln und
deren Einsetzbarkeit in Bezug auf Wechselwirkungen mit anderen
Materialien zu überprüfen. Damit bekommen Kunden als Ergebnis
die komplette Chemie für ihre Batterie aus einer Hand. Im Fokus der
Entwicklung stehen die Megatrends der Batterietechnologie: Erhöhung
der Energiedichte und Verkürzung der Ladezeit, Verlängerung
der Lebensdauer, Optimierung der Sicherheit und Steigerung der
Nachhaltigkeit.
Forschungsschwerpunkt Batterie-Chemie
Um die Performance der Zellchemie zu untersuchen und zu verbessern,
werden verschiedene Materialien gezielt kombiniert und
das Ergebnis zum Beispiel in Knopfzellen getestet. Eine wichtige
Komponente ist dabei auch metallisches Lithium, das schnell und
aggressiv mit Feuchtigkeit reagiert. Deshalb müssen Arbeiten und
Tests mit metallischem Lithium immer im Trockenraum stattfinden,
um Schäden für Menschen, das Labor und die Umwelt zu verhindern.
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Seite 16/83
Erfahrenes Projektteam am Start
Der Bau des Innovation Centers wurde von dem japanischen Bauspezialisten
Takenaka als Generalunternehmer betreut. Die Laborausstattung
des Trockenraumes wurde durch die Firma Hemling
fachgerecht besorgt, mit der weisstechnik bereits bei anderen Projekten
erfolgreich zusammengearbeitet hat. Den passenden Partner
für den Trockenraum ermittelte Daikin Chemical über eine Ausschreibung.
Aufgrund der bereits bestehenden positiven Geschäftsbeziehungen
– als Lieferant und als Kunde – war klar, dass auch von
weisstechnik ein Angebot eingeholt werden sollte.
Überzeugend bei Ausschreibungsverfahren
Mit Engagement und Fachkompetenz konnte sich weisstechnik
gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen. Das technische Gesamtkonzept
für den Trockenraum, das im Projektverlauf angesichts geänderter
Rahmenbedingungen mehrfach angepasst werden musste,
erfüllte alle Anforderungen sicher. Die hier erstmal eingesetzte Luftentfeuchtungsanlage
mit 2-Rotor-Konzept sorgt in Verbindung mit
einem Chiller aus dem Hause Daikin für eine optimale Energieeffizienz.
Besonders wichtig waren auch die Flexibilität und die kurzen
Reaktionszeiten des Planungsteams. Das schnelle und verbindliche
Vorgehen von weisstechnik hat den Auftraggeber begeistert und
war ein wesentliches Kriterium für die Auftragsvergabe. Ein weiterer
entscheidender Aspekt war, dass weisstechnik ein One-Stop-Shop-
Anbieter ist, der sowohl Trockenraum- als auch Reinraumtechnik im
Portfolio hat und alle Leistungen von der Planung bis zum Service
aus einer Hand kamen.
Technische Eckdaten des Trockenraums
Der Trockenraum hat eine Größe von 52 m2 und einen Taupunkt von
-55 Grad Celsius . Er ist als Labor mit entsprechenden Personenschleusen
ausgestattet und ermöglicht den permanenten Aufenthalt
von zwei Personen. Der Trockenkammerbau wurde im Ständerbau
aus Standardmodulen gefertigt und sichert die Einhaltung einer
Raumtemperatur von 21 +/- 3 Grad Celsius. Die Klimatechnik wurde
in die bestehende Haustechnik integriert. Eine Besonderheit war
die Integration des von Daikin gestellten Doppel Chillers Typ EWAQ
130G-XR. Da weisstechnik dieses Modell auch für andere Anlagen
nutzt, war die Integration problemlos zu realisieren. Der Doppel
Chiller ist zwar in der Anschaffung zunächst teurer, hilft aber über
die bessere Modulierbarkeit die Energiekosten deutlich zu senken.
Dadurch amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis in wenig
mehr als einem Jahr. Darüber hinaus hilft es Daikin, die ehrgeizigen
Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Klima- und Ventilationstechnik
wurde von weisstechnik eigenständig in den Neubau integriert,
der Laborabzug wurde mit einem zusätzlichen Lösungsabzug versehen.
Projekt erfolgreich abgeschlossen
Nach Abschluss und Inbetriebnahme der Anlage zieht Lemke ein
überaus positives Fazit: „Die Professionalität und Zuverlässigkeit
setzte sich von der Planung bis zum Betrieb des Trockenraumes
konsequent fort. Dazu gehörte auch das erforderliche Finetuning
der Anlage, das von den weisstechnik Service Spezialisten schnell
und kompetent durchgeführt wurde. Die Anlage läuft äußerst stabil
und leise und hält den Taupunkt sogar bis 2,5 Personen zuverlässig.“
In der Planung wurde bereits eine mögliche Ausbaustufe des
Trockenraumes als Reinraum berücksichtigt, die zu einem späteren
Zeitpunkt problemlos umgesetzt werden kann. Auch zeitlich war das
Projekt ein Volltreffer. Denn trotz einiger covidbedingter Verzögerungen
und bauseitiger Veränderungen konnte weisstechnik den
Trockenraum sogar noch vor dem geplanten Zeitpunkt fertigstellen.
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Röchling Medical in Neuhaus am Rennweg: Das Gebäude für die Reinräume wurde 2017 eingeweiht. Das Unternehmen musste
seine Fertigungskapazitäten erweitern, um auf künftiges Wachstum vorbereitet zu sein. (Bildnachweis: Röchling Medical Solutions SE)
Die Röchling Medical Solutions SE in Neuhaus setzt auf ölfreie Schraubenkompressoren
mit energiesparender Wärmerückgewinnung von ALMiG
In Sachen Reinheit unübertroffen
Die Röchling Medical Solution SE in Neuhaus entwickelt und fertigt maßgeschneiderte Verpackungslösungen für jedes
medizinische Füllgut. Für die Herstellung der Hohlkörper aus Kunststoff setzt Röchling unter anderem auf das Extrusionsblasformen.
Bei diesem Verfahren spielt eine öl- und keimfreie Druckluft eine entscheidende Rolle, um die geforderte
Qualität zu erreichen. Zum Einsatz kommt eine Druckluftstation mit aktuell sieben wassereingespritzten Schraubenkompressoren
der Baureihe LENTO 110 von ALMiG, die in Sachen Sicherheit einzigartig sein sollen. Geplant ist eine Erweiterung
der Station.
„Wir stellen Primärpackmittel für pharmazeutische Produkte unter
modernsten Reinraumbedingungen in der Klasse GMP C und D
her“, beschreibt Jürgen Neubauer. Er ist Manager Technical Building
Equipment bei Röchling Medical in Neuhaus am Rennweg, einer
Kleinstadt im Thüringer Wald. „Das Gebäude für die Reinräume haben
wir 2017 eingeweiht. Wir mussten hier am Standort unsere Fertigungskapazitäten
erweitern, um auf künftiges Wachstum vorbereitet
zu sein“, sagt er. 2016 hatte die Röchling-Gruppe ihre bis dato zwei
Unternehmensbereiche Industrial und Automotive um die Sparte
Medizin ergänzt. Schnell ergaben sich verschiedene Großprojekte.
Röchling Medical fertigt unterschiedliche Behälter mit
Fassungsvermögen von zwei Millilitern bis zu zehn Litern.
(Bildnachweis: Röchling Medical Solutions SE)
Die Steuerung ALMIG Air Control HE regelt die Kompressoren
verbrauchsabhängig im Verbund. Damit lassen sich die
Energievorteile der Drehzahlregelung voll nutzen.
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Das Unternehmen reagierte.
Rund die Hälfte der Waren exportiert Röchling Medical ins
Ausland. Dazu gehören Verschlüsse, Messbecher, Tropfeinsätze
und Ausgießer mit unterschiedlichen Dosiermöglichkeiten sowie
verschiedene Behälter: „Wir können Fläschchen mit einem Fassungsvermögen
von zwei Millilitern und alle Abmessungen bis zu
Kanistern mit zehn Litern oder auch größer herstellen“, erzählt Neubauer
und zeigt auf die Maschinen, die Produkte in der Reinraumklasse
GMP „C“ herstellt. Um die Hohlkörper zu fertigen, setzen wir
unter anderem auf das mehrschichtige Extrusionsblasformen.“ Bei
diesem Verfahren wird Kunststoff aufgeschmolzen und durch eine
Düse gepresst. Es entsteht ein schlauchförmiger Vorformling, der in
die bereitstehende Blasform übergeben wird. Durch einen erhöhten
Druck passt dieser sich den Innenkonturen der Form an. Der Umformprozess
erfolgt zusätzlich durch Blasluft im Werkzeug. „Wir
können so auch Hohlkörper mit mehrschichtigem Wandaufbau herstellen“,
sagt Neubauer. Entscheidend für die Qualität der Produkte:
Mit der Blasluft dürfen keine Keime in das Material gelangen. Deshalb
werden an die Reinheit der Druckluft besonders hohe Anforderungen
gestellt.
Garantiert nicht von der Stange: Die
Druckluftstation von ALMiG erfüllt ganz besondere
Anforderungen an eine saubere Druckluft.
Öl- und keimfreie Druckluft
Bis zum Neubau 2017 setzte Röchling Medical auf öleingespritzte
Kompressoren. Um die Druckluft vom Öl zu befreien, war jede Anlage
mit einer eigenen Aufbereitungskette aus Zyklonabscheider, Vorfilter,
Trockner, Nachfilter und Aktivkohlefilter bestückt. „Trotzdem
besteht bei öleingespritzten Maschinen jederzeit das Risiko einer
Kontamination. Würde Öl in das Rohrleitungsnetz gelangen, könnte
dies bei uns zu schwersten wirtschaftlichen Schäden führen“, weiß
Neubauer. „Unser Ziel war es, Druckluftklasse 1 zu erreichen, gleichzeitig
einen sichereren Betrieb zu ermöglichen und energieeffizienter
zu arbeiten.“
Die Verantwortlichen sahen sich verschiedene Konzepte diverser
Anbieter an. Überzeugen konnte schließlich die ALMiG Kompressoren
GmbH aus dem schwäbischen Köngen in der Nähe von
Stuttgart mit ihren wassereingespritzten Maschinen der LENTO-
Baureihe. „Uns hat das stimmige Maschinenkonzept beeindruckt“,
erinnert sich der Röchling-Experte.
Ein zuverlässiger Partner
Uwe Herrmann ist Geschäftsführer der KFA Drucklufttechnik aus
Zwenkau südlich von Leipzig. Mit seiner Firma bietet er Wartung
und Service sowie Projektmanagement und Verkauf von Kompressoren
an. Er ist zudem Vertriebspartner von ALMiG. „In einem
ersten Gespräch war schnell klar, dass wir sowohl die Druckluftversorgung
als auch alle erforderlichen Komponenten aus einer Hand
liefern können und der Kunde somit nicht mit verschiedenen Anbietern
zusammenarbeiten muss“, erläutert Herrmann. „Wir haben
ein Energiebilanzierungssystem aufgebaut. Damit können wir den
Druckluftverbrauch und die Stromaufnahme messen.“ Die Software
analysiert die Ergebnisse und erstellt verschiedene Simulationen.
Dazu werden gezielt Kompressoren ausgetauscht, bis der Experte
das für den Kunden energetisch optimale Ergebnis erzielt. Die Messungen
fanden in Schwachlastzeiten und auch unter Vollauslastung
statt. Nach eingehender Analyse empfahl der Experte die wassereingespritzten
Schraubenkompressoren LENTO 110 von ALMiG mit
einem Volumenstrom von 16 Kubikmetern pro Minute bei zehn bar
Überdruck bereitstellen können.
Als das Gebäude für die neue Druckluftstation stand, wurden
die ersten vier Anlagen installiert. Einige Monate später folgten
zwei weitere Kompressoren der gleichen Baureihe. 2021 haben
sich die Verantwortlichen von Röchling dazu entschieden, aufgrund
der steigenden Auftragslage in eine weitere Maschine der
LENTO-Baureihe zu investieren. Die Produktion läuft 24 Stunden
am Tag und sieben Tage die Woche. Mit dem Aufbau der neuen
Kompressoren wurden die alten Anlagen nach und nach vom Netz
genommen.
Niedrige Drehzahl, lange Lebensdauer
Die LENTO-Anlagen weisen deutlich geringere Wartungskosten im
Vergleich zu alternativen Technologien auf, wie etwa trockenlaufende
Schraubenkompressoren. „Das ist hauptsächlich durch ihren
einfachen Aufbau bedingt“, beschreibt ALMiG-Experte Herrmann.
„Die Verdichterstufen arbeiten bei wassereingespritzten Schraubenkompressoren
mit vier- bis fünffach geringerer Drehzahl als die
trockenlaufende Variante. Das wirkt sich positiv auf die Lebensdauer
der Lager und somit auf die Betriebssicherheit aus.“ Wasser besitzt
zudem im Vergleich zu Öl eine viel bessere Wärmeaufnahmekapazität.
„Wir haben bei diesen Kompressoren sehr niedrige Verdichtungsendtemperaturen
von deutlich unter 60 Grad Celsius. Der
Prozess ist nahe an der isothermen Verdichtung, das sorgt für einen
besseren Wirkungsgrad und damit für eine höhere Wirtschaftlichkeit“,
erklärt Herrmann.
Überzeugt hat vor allem die Drehzahlregelung. Damit kann
das Werk auf den wechselnden Bedarf an Druckluft reagieren. Die
Kompressoren produzieren immer den Bedarf, der gerade benötigt
wird – und verbrauchen damit auch nur die entsprechende Menge
an Energie. Im Leerlauf benötigen Standard-Kompressoren ohne
Drehzahlregelung etwa 25 bis 40 Prozent der Energie, die unter Volllast
aufgenommen wird – ohne dabei Druckluft zu produzieren. Die
Last-Leerlauf-Regelung eines Standardkompressors in Verbindung
mit einem schwankenden Druckluftbedarf verursacht deshalb teure
Leerlaufzeiten. Indem Schraubenkompressoren gleicher Größe
zum Einsatz kommen, ist eine gleichmäßige Auslastung der Anlagen
durch ständigen Grundlastwechsel möglich. Die Auslastung liegt
zwischen 60 und 70 Prozent. Dabei sind die Maschinen rotierend
im Einsatz – immer fünf zur selben Zeit. Da sich die Maschinen im
optimalen Drehzahlbereich befinden, sind sowohl der Energiebedarf
als auch die Geräuschemissionen geringer.
Zum Einsatz kommt die Steuerung ALMiG Air Control HE mit
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Seite 19/83
integriertem Webserver, über den sich alle relevanten Daten online
auslesen lassen – zum Beispiel das Laufverhalten der vergangenen
Betriebstage oder -wochen, wie stark die Kompressoren ausgelastet
sind, und wann die nächste Wartung ansteht. Zusätzlich zeichnet die
Steuerung die verbrauchte Luftmenge und den Energieverbrauch
auf. „Wenn wir merken, dass sich das Betriebsverhalten erheblich
verändert, gibt es einen Alarm, und wir können sofort reagieren“, beschreibt
Neubauer.
Doch auch wenn die LENTO-Kompressoren optimal mit niedrigen
Temperaturen arbeiten, einen Großteil der eingesetzten Energie
wandeln sie in Wärme um. Damit diese nicht einfach verpufft,
sind die Anlagen ab Werk mit einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem
ausgestattet. „Wir nutzen diese Wärme, um unsere
Reinräume im Winter zu heizen und im Sommer zu entfeuchten.
Das sind knapp 2.000 Quadratmeter“, ist Röchling-Experte Neubauer
begeistert. „Damit entfallen sowohl Fernwärme, Heizöl als auch
Gas – und das bei einem enormen Energiebedarf.“
Immer frisches Wasser
Besonders beeindruckt hat die Verantwortlichen bei Röchling
Medical das Prinzip der gewaschenen Druckluft, wie es bei den
wassereingespritzten LENTO-Schraubenkompressoren zum Einsatz
kommt. „Die Druckluft ist sauberer als die zur Verdichtung
angesaugte Frischluft, weil die darin enthaltenen Fremdbestandteile
durch das Kreislaufwasser wirksam ausgewaschen werden“,
erläutert Herrmann. Das haben mehrere unabhängige renommierte
Institute bestätigt – unter anderem Fresenius. Dazu ist in der LEN-
TO-Anlage ein Kältetrockner integriert, der ein wesentlicher Bestandteil
der Wasseraufbereitung ist. „Der Kompressor wird bei der
Inbetriebnahme mit normalem Leitungswasser befüllt“, beschreibt
der Druckluft-Experte. „Das angefallene Kondensat wird am Kondensatableiter
des Kältetrockners gesammelt und als Frischwasser
in den internen Kühlkreislauf zurückgeführt.“ Im Schnitt wird einmal
pro Schicht auf diese Weise die komplette Wassermenge getauscht.
Die Anlage arbeitet somit immer mit frischem Wasser. Eine
aufwändig installierte Wasseraufbereitung fällt weg. „Das so produzierte
Frischwasser ist kalkfrei – und frei von Viren, Bakterien oder
Algen. Es kann ohne Aufbereitung in die Kanalisation eingeleitet
werden“, sagt Herrmann. „Wir sind hier im Thüringer Wald. Durch
das Saatgut der Kieferbäume entstehen sehr kleine Partikel, die sich
als gelber Nebel niederschlagen. Saugt ein Kompressor diese organischen
Stoffe an, kann es zu einer Selbstzündung kommen. Bei den
LENTO-Maschinen werden diese Partikel komplett ausgewaschen.“
Nicht von der Stange
Zum Einsatz kommen Verfahren wie Blasformen.
Uwe Herrmann (li.) und Jürgen Neubauer an einem
Schraubenkompressor LENTO 110: „Sauberer, als die Luft,
die wir einatmen.“
Herrmann hat mit seinem Team bei Röchling alles andere als eine
Standardanlage installiert. In Sachen Sicherheit sei diese weltweit
einzigartig, sagt er. „Die Kompressoren schalten zum Beispiel automatisch
ab, wenn die Messtechnik veränderte Umweltbedingungen
registriert wie Restaerosole von Öl. Diese können etwa Lkw verursachen,
die mit laufendem Motor in der Nähe der Druckluftstation
halten.
„Saugt ein Kompressor diese Luft an, kann das eine sichere Produktion
gefährden“, sagt Neubauer. In diesem Fall wird die Druckluft
nicht ins Netz, sondern in eine Expansionskammer geleitet – so lange,
bis die Werte wieder stabil sind. Dazu kommt: Pro Wartungszyklus
stellt KFA Drucklufttechnik für jede Maschine nur 1,2 Liter Öl zur
Lagerschmierung zur Verfügung. Bei den alten, öleingespritzten Anlagen
waren es noch jeweils 80 Liter. Auch das sorgt für eine deutlich
höhere Betriebssicherheit, wie sie die ISO und die FDA fordern.
Jürgen Neubauer schaut auf die Messtechnik. „Wir haben mit
den Maschinen und der zugehörigen Aufbereitung einen Drucktaupunkt
von -50 bis -60 Grad. Auch das wirkt sich positiv auf die
Luftreinheit aus. Wenn man sich vorstellt, dass sich in einem Kubikmeter
Druckluft etwa drei Millionen Partikel befinden und wir diese
Anzahl je nach Größe auf bis zu 200 reduzieren können, ist das
schon sehr beeindruckend.“
Uwe Herrmann ist an diesem Tag mit seinem Team für Wartungsmaßnahmen
bei Röchling in Neuhaus vor Ort. „Erforderlich ist
unser Besuch bei den LENTO-Maschinen nur alle 4.000 Betriebsstunden“,
sagt er. Das entspreche etwa zwei Inspektionen im Jahr.
Jürgen Neubauer ist zufrieden mit der Anlage und dass er mit AL-
MiG und KFA Drucklufttechnik alles aus einer Hand bekommt – inklusive
eines zuverlässigen Service. „Das Projekt war bestimmt nicht
Standard“, sagt er. Als die neuen Maschinen standen, konnten wir ja
nicht einfach die alten Kompressoren abschalten. Um die Produktion
nicht zu unterbrechen, musste das Schritt für Schritt erfolgen.
Möglich ist das nur mit einem erfahrenen Partner“, sagt er. Heute
laufe alles zur vollsten Zufriedenheit.
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Seite 21/83
Das Mapping vom Kühlschrank
bis zum Lagerraum
Kühlschränke und Lagerräume stellen wichtige
Einrichtungen im Herstellprozess von
Arzneimitteln und Wirkstoffen dar. Nicht
nur Rohstoffe und andere Ausgangsprodukte,
sondern auch fertige Produkte werden
bis zur Auslieferung in Kühlschränken
und Lagern zwischengelagert. Viele dieser
Produkte sind temperaturkritisch, dementsprechend
sollten diese Geräte und Räume
konzipiert und qualifiziert werden. Mit Hilfe
dieses Berichtes möchten wir einen Einblick
in eine solche Qualifizierung, einem
sogenannten Temperaturmapping geben.
1. Qualifizierung oder Validierung?
Wer sich im Umfeld der Herstellung von
Wirkstoffen und Arzneimitteln bewegt, für
den sind regulatorische Bedingungen das
tägliche Brot. In diesen Regularien wird mit
verschiedenen Begriffen gearbeitet. Besonders
häufig tauchen dabei die Begriffe Qualifizierung
und Validierung auf. Doch was
bedeuten diese? Wo liegt der Unterschied?
Die Validierung bestätigt, dass ein zuvor
beschriebener Prozess zum erwarteten
Ergebnis führt. Bei der Qualifizierung
hingegen wird ein Gegenstand daraufhin
überprüft, ob dieser den vorher definierten
Zweck erfüllt. Die Qualifizierung ist dabei
in verschiedene Schritte unterteilt, die da
wären: Designqualifizierung, Installationsqualifizierung,
Betriebsqualifizierung und
die Leistungsqualifizierung, besser bekannt
sind diese als DQ (Design Qualification),
IQ (Installation Qualification), OQ (Operational
Qualification) und PQ (Performance
Qualification). Das Temperaturmapping ist
Teil der OQ und PQ der entsprechenden
Geräte und Räume. Um später den qualifizierten
Status des Equipments zu beizubehalten,
muss die Qualifizierung bzw. das
Temperaturmapping regelmäßig wiederholt
werden.
2. Kühlschränke
Viele Wirkstoffe und Arzneimittel müssen
gekühlt gelagert werden. Dafür stehen
verschiedenste Kühlgeräte zur Verfügung.
«Normale» Kühlschränke sind für einen
Temperaturbereich von 2 °C bis 8 °C ausgelegt,
Tiefkühlschränke für Temperaturen
von -20 °C, Ultratiefkühlschränke sogar bis
zu -80 °C. Des Weiteren existieren noch
Kühlgeräte für den Laborbedarf, welche in
speziellen Temperaturbereichen betrieben
werden. Im Gegensatz zu den im Haushalt
gebräuchlichen Kühlschränken oder
Tiefkühlschränken sind diese Geräte sehr
temperaturstabil. Das bedeutet, in allen
Bereichen des Kühlschranks herrscht die
«gleiche» Temperatur und somit sind nur
minimale Abweichungen zulässig. Um die
Temperaturverteilung nachzuweisen, werden
diese Geräte qualifiziert. Dabei sind
verschiedene Szenarien abzubilden. Diese
Szenarien spiegeln sich zum Beispiel in der
Beladung wider. Ein halbvoller Kühlschrank
verhält sich anders als ein komplett gefüllter
oder ein leerer Kühlschrank. Die Dauer des
Temperaturmappings für die verschiedenen
Beladungszustände sollte bei 24 Stunden
liegen, diese Dauer kann jedoch Risikobasiert
angepasst werden. Das Verhalten des
Kühlschranks bei Türöffnungen und die
Dauer der Erholzeit nach der Türöffnung sowie
das Verhalten bei Stromausfällen müssen
entsprechend getestet und aufgezeichnet
werden.
Unabhängig davon, welches Szenario
überprüft wird, ist es wichtig, eine genügend
grosse Anzahl an Messpositionen im
Kühlschrank zu platzieren. Dabei wird der
Innenraum in 3 Ebenen unterteilt und als
Richtwerte werden pro Ebene 1 bis 5 Messpunkte
definiert. Die genaue Anzahl sollte
mit Hilfe einer Risikobetrachtung festgelegt
werden.
Da Kühlschränke meistens in einer mehr
oder weniger temperaturkontrollierten
Zone stehen, kann in der Regel auf saisonale
Qualifizierungen verzichtet werden. Was
dies bedeutet, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
3. Kühlräume
Kühlräume unterscheiden sich zu Kühlschränken
meist nur darin, dass sie um einiges
grösser sind. Jedoch bringt genau dieser
Unterschied auch neue Herausforderungen
mit sich. Die Luftströmungen ändern sich in
Abhängigkeit der Grösse und des Designs
des Kühlraums. Zusätzlich sind viele offene
Flächen und Regale in einem Kühlraum zu
finden.
Die Temperaturbereiche dieser Kühlräume
liegen üblicherweise entweder bei
2 °C bis 8 °C oder bei 20 °C. Bei der Auswahl
der Anzahl Messpunkte besteht die
Schwierigkeit darin, die «richtige» Anzahl
zu bestimmen. Wenn zu wenig Messpunkte
ausgewählt wurden, fehlen eventuell am
Ende wichtige Informationen, wenn jedoch
zu viele Messpunkte ausgewählt wurden,
erhält man mit höherem Aufwand (und
Kosten) keine zusätzlichen Informationen
mehr über die Temperaturverteilung. Als
Richtwerte haben sich folgende Werte etabliert:
Bei kleinen Lagerräumen bis 20 m³
sollten 15 Messpunkte in einem gleichmässigen
horizontalen sowie vertikalem Raster
verteilt werden. Bei grösseren Lagerräumen
sollte das vertikale Raster zur Verteilung der
Messpunkte zwischen 4 bis max. 10 Meter
liegen. Da Kühlräume meist eine normale
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Raumhöhe vorweisen, können 2 Ebenen
ausreichen. Sollte die Raumhöhe doch 3
Meter übersteigen, sind entsprechende
Zusatzebenen hinzuzufügen. Zusätzlich
ist darauf zu achten, dass auch wirklich die
Lagerflächen geprüft werden hierfür ist es
auch angeraten einen risikobasierten Ansatz
zu wählen.
Da sich Kühlräume meistens im inneren
Teil eines Gebäudes ohne Kontakt zu einer
Aussenwand in einem mehr oder weniger
kontrolliertem Bereich befinden, haben saisonale
Temperaturschwankungen keinen
Einfluss auf die Kühlräume. Sollten diese
Annahmen jedoch nicht zutreffen, ist es
angeraten, eine saisonale Überprüfung der
Kühlräume durchzuführen. Das heisst, dass
das Temperaturmapping einmal im Sommer
und einmal im Winter durchzuführen ist.
Die Kühlräume sollten, wenn möglich,
jeweils im leeren und im beladenen Zustand
überprüft werden, wobei eine Dauer von jeweils
mindestens 72 Stunden eingehalten
werden sollte. Zusätzlich sind auch hier die
Einflüsse von Türöffnungen, Stromausfällen,
Be- und Entladungen zu überprüfen.
4. Lagerräume
Nachdem wir uns mit Kühlschränken und
Kühlräumen beschäftigt haben, kommen
wir zu den Lagerräumen. Hier möchten wir
uns im speziellen mit Raumtemperaturlagern
befassen, da bei gekühlten Lagern die
gleichen Punkte wie bei Kühlräumen gelten.
Natürlich macht das Mapping in solchen
Lagerräumen nur dann Sinn, wenn
auch Materialien gelagert werden, die temperaturempfindlich
sind. Solche Lagerräume
sind meist sehr gross. Es gelten die
gleichen Raster zur Platzierung der Messsonden
wie in Kühlräumen. Bei den Lagerräumen
sind öfter hohe Räume anzutreffen,
so dass mehrere Ebenen für das Temperaturmapping
festzulegen sind. Bei solchen
Lagerräumen sollten auch auf die Einflüsse
der baulichen Gegebenheiten geachtet werden,
wie Fenster und Türen. Die Sonneneinstrahlung
kann eine nicht unwesentliche
Temperaturveränderung mit sich bringen.
Das Lager sollte, wenn möglich, einmal im
leeren Zustand qualifiziert werden. Dabei
sollte das Mapping mindestens 72 Stunden
dauern. Die Qualifizierung im beladenen
Zustand ist jedoch unumgänglich und sollte
mindestens eine Woche dauern. Da die
Aussentemperaturen wahrscheinlich einen
Einfluss auf die Lagertemperaturen haben
werden, sind saisonale Temperaturmappings
angeraten.
5. Was noch?
Mit diesem Artikel können wir Ihnen nur
einen kleinen Einblick in einen Teil unserer
Dienstleistung geben. Jede Qualifizierung
benötigt noch weit mehr als in diesem Artikel
beschrieben. Da wäre zum Beispiel die
Auswahl der Sensoren. Je nach Räumlichkeit
und Anforderungen können verschiedene
Sensoren mit verschiedenen Genauigkeiten
eingesetzt werden.
Ein weiterer Punkt sind die Wiederholungsprüfungen.
Es ist unerlässlich, zu jeder
Qualifizierung auch eine Risikobetrachtung
durchzuführen, in welcher unter anderem
die Zyklen für Wiederholungsmessungen
bestimmt werden.
Diese aufgezählten Punkte und das
Temperaturmapping selbst sind aufwändig
und zeitintensiv. Es ist daher nur zu
empfehlen auf einen erfahrenen Partner
zurückzugreifen, der Ihnen die Arbeit abnehmen
kann. Particle Measuring Systems
(PMS) ist seit mehr als 30 Jahren in diesem
Bereich tätig. Mit regelmässigen Weiterbildungen
und hochmodernen Equipment ist
die PMS nicht nur für das Temperaturmapping
bestens gerüstet. Mit sehr erfahrenen
Mitarbeitern können auch Risikoanalysen
sowie weitere Qualifizierungsarbeiten abgedeckt
werden. Zögern Sie nicht, uns zu
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Freitag, 29. Oktober 2021 08:00:44
Das Duracher Unternehmen Pfennig verkauft Reinigungstechnik
nach China und Indien – neuer Markenauftritt
Weltweiter Erfolg mit der „Moppologie“
Mit gewieftem Know-How und höchster Qualität gelingt auch so
etwas: Während chinesische Firmen den heimischen und europäischen
Markt mit billigen Reinigungsgeräten überschwemmen, setzen
chinesische Unternehmen mit Reinraum-Produktion auf die
Spezialprodukte der Pfennig Reinigungstechnik aus dem Oberallgäuer
Durach. Und seit kurzem ist das Unternehmen auch in Indien
präsent. Im Zuge des kontinuierlichen Geschäftsausbaus wurde
jetzt der Markenauftritt erneuert, damit der Unternehmername des
Familienbetriebs sofort eindeutig zugordnet werden kann: Aus der
branchenweit bekannten „PPS“ (Pfennig-Profi-System) wird kurz
und knapp „Pfennig“.
Das Unternehmen bietet so ziemlich alles für Spezialreinigungen,
was mechanisch und nicht maschinell ist. „Das aber in epischer
Tiefe“, sagt Dietmar Pfennig (52), der zusammen mit Ehefrau Petra
die Firma leitet. Gerade ist mit den beiden Söhnen nach Abschluss
ihres Studiums auch die dritte Generation in das Unternehmen eingetreten.
Das Unternehmen hält Dutzende Patente, zum Beispiel für ihr
innerhalb von drei Jahren entwickeltem Dosiersystem „MopScoop“.
Dafür ist ein europäisches Patent und auch ein amerikanisches erteilt,
in China ist es angemeldet. Der Firmenchef hat den Begriff der
„Moppologie“ kreiert. Darauf ist er sichtbar ein wenig stolz, hat ihn
schützen lassen. Pfennig entwickelt sämtliche Produkte selbst, sogar
die Werkzeuge für die externe Produktion. Konfektioniert wird
dann wieder im eigenen Betrieb. Die für Reinräume hergestellten
und extern zertifizierten Textilien geben selbst kaum Partikel ab,
jedenfalls nur so viele, wie in den jeweiligen Reinraumklassen maximal
zulässig. Sie sind sterilisierbar und Desinfektionsmittel können
in exakt bestimmten Mengen aufgetragen werden. Dabei ist dem
Allgäuer Unternehmer noch etwas anderes sehr wichtig: „Wir kümmern
uns bereits seit 1998 darum, dass die branchenüblichen Einwegsysteme
in Reinräumen durch ein funktionierendes Mehrwegkonzept
ersetzt wird.“ Das sei alles andere als einfach umzusetzen:
Die Hochleistungsfunktionstextilien müssen es aushalten, bei 134
Grad sterilisiert zu werden. Und das sogar 50 Mal, bis eine von einem
Forschungsinstitut ermittelte Grenze erreicht ist. Ohne Sterilisation
können die Textilien in Reinräumen sogar 100 Mal verwendet werden,
in Krankenhäusern sind gar 500 Anwendungen möglich.
Mit dem System „MopScoop“ wird durch lediglich zwei bewegte
Teile eine Dosiergenauigkeit der eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel
von 99 Prozent erreicht. Es ist das aktuell erfolgreichste
Produkt von Pfennig. Der Unternehmer spricht bei diesem
Gerät gerne von „mechanischer Intelligenz“, da man es geschafft
habe, eine unabsichtliche Fehlbedienung weitgehend auszuschalten
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Der gelernte Gebäudereinigungsmeister und staatlich geprüfter
Desinfektor Pfennig hat an der DIN 16063 für die Krankenhausreinigung
mitgearbeitet. Darin wurde erstmals die Auftragsvergabe und
Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Reinigungsdienstleister
geregelt, inklusive der Festlegung von Zuständigkeiten, Vergabeverfahren
und Qualitätsmanagementsystemen. Die DIN wurde 2021
veröffentlicht. Nachdem davor die Vergabekriterien an die Leistungserbringer
vorrangig durch den Preis dominiert gewesen seien
„und man sich dann gewundert hat, dass es in der Praxis nicht funktioniert“
(Pfennig), zeige sich inzwischen immer mehr der Wert der
neu eingeführten Qualitätsstandards.
und damit den Reinigungs- und Desinfektionsprozess validierbar zu
machen. Für die Produktforschung und -Präsentation hat Pfennig
im eigenen Unternehmen einen Reinraum. Eine Laborantin misst
dort nach Wischvorgängen mit verschiedenen Wischbezügen und
Reinigungs- sowie Desinfektionsmitteln die Auftragsstärke sowie
die Rückstände penibel aus.
Pfennig ist durchaus stolz auf die Marktdurchdringung: „Wer
heute in einer Apotheke ein Medikament eines großen Pharmakonzerns
kauft, kann davon ausgehen, dass dieser in einem seiner
Werke mit Produkten von uns reinigt.“ Das System „MopScoop“
wurde zwar für den Einsatz in Reinräumen konstruiert, wird aber
nicht nur dort verwendet. „Mit diesem Gerät“, sagt der Firmenchef,
„transportieren wir den Hygienestandard von Reinräumen auch in
Krankenhäuser.“
Die Firmengruppe Pfennig mit einer Niederlassung in der Schweiz
und einem Produktionsstandort in Sachsen beschäftigt 100 Beschäftigte
und sucht derzeit weitere Mitarbeiter. Der Umsatz hat
sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf 15 Millionen Euro
verdoppelt.
Pfennig Reinigungstechnik GmbH
Heubachstr. 1
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Schneller und präziser: Wissenschaftler der Universität Siegen arbeiten
im Projekt ULTRA-SENSE 3D an Kamerasystemen auf der Basis von Sensoren
aus amorphem Silizium.
3D Bildgebung der Zukunft
Ob in der Automobilindustrie, der Medizintechnik, in Sicherheitssystemen
oder in Smartphones: 3D-Kameras finden immer größere
Verbreitung und Verwendungsmöglichkeiten. Eine Technologie,
die sich rasant weiterentwickelt. Als zukunftsorientiertes Thema
mit hoher gesellschaftlicher Relevanz ist die notwendige Sensorik
ein zentrales Forschungsgebiet des Lehrstuhls „Graphen-basierte
Nanotechnologie“ und des Lehrstuhls „Höchstfrequenztechnik und
Quantenelektronik“ an der Universität Siegen.
Ein Verfahren, das sich wegen seiner Benutzerfreundlichkeit
bei 3D-Kamerasystemen immer mehr durchsetzt, ist das Laufzeitverfahren
(Time-of-Flight, ToF). Dabei können aus der Zeitdifferenz
zwischen einem ausgesendeten und dem vom Objekt reflektierten
Lichtimpuls genaue Entfernungen bestimmt und somit Bilder mit
räumlicher Tiefe produziert werden. Allerdings benötigt die vergleichsweise
aufwendige ToF-Sensorik relativ viel Chipfläche, ist
somit teuer, und für mögliche Anwendungsfelder mit hohem Integrationsgrad
begrenzt. Der Integrationsgrad bezeichnet dabei die
absolute Anzahl lichtempfindlicher Sensoren auf einem Mikrochip.
Wissenschaftler der Universität Siegen arbeiten in dem neuen
Forschungsprojekt „ULTRA-SENSE 3D“ an neuartigen, hochpräzisen
und leistungsstarken 3D-Kamerasystemen basierend auf der
Focus-Induced Photoresponse (FIP). „FIP ist eine recht neuartige
Technologie, deren Grundstein durch intensive Forschungsaktivitäten
bei uns am ZESS, dem Zentrum für Sensorsysteme der Universität
Siegen, gelegt wurde“, erklärt Dr. Andreas Bablich, der gemeinsam
mit Prof. Dr. Peter Haring Bolívar das Projekt leitet. Die
Forschung soll sich nun auf die Leistungspotentiale von 3D-fähigen
FIP-Sensoren auf Basis von amorphem Silizium konzentrieren. „Es
freut mich, in einem solchen Projekt die enge und befruchtende
Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und Innovationsimpulsen
für die industrielle Umsetzung demonstrieren zu können“,
konstatiert Prof. Dr. Peter Haring Bolívar. ULTRA-SENSE 3D wird
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit knapp einer
dreiviertel Million Euro für drei Jahre gefördert. Für Dr. Andreas Bablich
ist der Erfolg seines Erstantrags ein wichtiger Meilenstein in
der Forscherkarriere. Die DFG unterstützt mit ihrer Förderung ausdrücklich
den Forschernachwuchs.
FIP-Sensoren können weitaus empfindlicher als aktuelle Konzepte
hochpräzise Tiefeninformationen über große Distanzen in nur
einem Bildpunkt identifizieren. Denn beim FIP-Effekt wird nicht
nur die Menge des einfallenden Lichts vom Sensor gemessen, sondern
auch die Größe des Lichtflecks, was exakte Messungen von
Entfernungen in Echtzeit ermöglicht und das auch dann, wenn das
Umgebungslicht nicht besonders gut ist. „Allerdings sind die Auslesegeschwindigkeiten
und Empfindlichkeiten aktueller FIP-Detektoren
basierend auf organischen oder bleihaltigen Materialien massiv
eingeschränkt“, erklärt Dr. Andreas Bablich weiter. In dem neuen
Ansatz wurden daher in der Siegener Arbeitsgruppe FIP-Sensoren
auf Basis amorphen Siliziums (a-Si:H) entwickelt, die aktuell einen,
verglichen zum Stand der Technik, um etwa zwei Größenordnungen
schnelleren, sensitiveren und steuerbaren FIP-Effekt aufweisen.
Das aktive Material, amorphes Silizium, wird dünn und bei niedrigen
Temperaturen auf einem Chip aufgebracht. Man spricht im technischen
Zusammenhang auch vom Aufwachsen des Siliziums auf der
Chipoberfläche. Typische Schichtdicken liegen hierbei im Bereich
von 10 Nanometer bis 1.5 Mikrometer, wobei letzteres circa einem
Hundertstel Teil des Durchmessers eines menschlichen Haares entspricht.
„Die Sensorkonzepte entwickeln, optimieren und charakterisieren
wir nicht nur am Lehrstuhl, sondern stellen die Sensoren
auch im jetzigen Reinraum der Universität selbst her. Weiterhin werden
wir die technologische Umsetzung dieser und weiterer spannender
Forschungsthemen im entstehenden INCYTE-Forschungsgebäude
am Campus Adolf-Reichwein-Straße weiter vorantreiben
und intensivieren.“
Die Siegener Wissenschaftler haben neben der Sensorik außerdem
ein neuartiges Auslesekonzept konzipiert, so dass Bildraten
integrierter 3D-Kameras erheblich gesteigert und Rauscheinflüsse
reduziert werden könnten. Dr. Bablich: „Erste Abstandsmessungen
wurden bereits erfolgreich durchgeführt und die erzielten Auflösungen
im Bereich von etwa 500 Mikrometern zeigen erhebliche
Potentiale, das Verfahren der FIP-Detektion deutlich zu verbessern.“
Ein mögliches zukunftsorientiertes Anwendungsfeld sehen
die Forscher bei der hochempfindlichen 3D-Szenenerkennung zum
Beispiel in der Sicherheitstechnik oder in industriellen Qualitätskontrollen.
Universität Siegen
D 57076 Siegen
Dr. Andreas Bablich bei der Arbeit im Reinraum.
(Foto: Heiner Manderbach)
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Weiss Technik entwickelt und erweitert Prüflösungen für neue Wege in der E-Mobilität
Feststoffbatterien sicher testen
Der Markt für E-Fahrzeuge boomt. Gleichzeitig werden immer neue Möglichkeiten gesucht, um die Reichweite zu erhöhen,
Ladezeiten zu verkürzen, Sicherheit zu steigern und Nachhaltigkeit zu verbessern. Feststoffbatterien könnten konventionelle,
Flüssigelektrolyt-basierte Li-Ionen Batterien zukünftig ersetzen. Bis dahin sind noch einige Herausforderungen zu
meistern und noch viele Prüfungen durchzuführen. Da es momentan noch keine einheitlichen Normen hierfür gibt, entwickelt
weisstechnik auf Basis seiner langjährigen Erfahrung Lösungen für kompakte Prüfschränke und Prüflabore, die alle
kommenden Anforderungen zuverlässig erfüllen werden.
Entwicklungsrennen hat begonnen
Das Wettrennen um die beste Lösung
für Feststoffbatterien ist längst
eröffnet. Je nach Hersteller sollen erste
Serien-Pkw zwischen 2025 und 2030
vom Band laufen. Bisher hat allerdings
nur das französische Unternehmen
Blue Solutions eine serienreife Lösung
vorgestellt, die unter anderem im Mercedes
eCitaro eingesetzt wird. Als Innovationstreiber
profilieren sich derzeit
überwiegend Unternehmen aus Japan, Südkorea,
China und den USA. Angesichts der langjährigen
automotiven Entwicklungserfahrung haben deutsche
Unternehmen aber ideale Voraussetzungen, entscheidende träge für den Durchbruch von Feststoffbatterien zu leisten. Prüftech-
Beinik
von weisstechnik kann dabei eine wichtige Rolle spielen.
Innovationsfeld Feststoffbatterien
Im Gegensatz zu konventionellen Li-Ionen Batterien mit Flüssigelektrolyten
arbeiten Feststoffbatterien (Solid-State Batteries,
SSB) mit Feststoffelektrolyten. Aktuell werden verschiedene Festelektrolytklassen
hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit in SSB-Vollzellen
erforscht. Im Fokus stehen dabei vor allem Oxid-, Sulfid-,
Polymer- und Halogenid-basierte Festelektrolyte sowie daraus
abgeleitete hybride Lösungen. Bei allen Entwicklungslinien ist es
erforderlich, die Batteriechemie neu zu entwickeln und alle Komponenten
perfekt aufeinander abzustimmen, um die gewünschten
Eigenschaften zu erreichen. Dabei können beispielsweise auch
neue Anodenaktivmaterialien (anode active materials, AAM) wie
Lithiummetall und Silizium eingesetzt werden. Auch für die Kathodenaktivmaterialien
(cathode active materials, CAM) werden verschiedene
Möglichkeiten erforscht.
Überzeugende Vorteile machbar
Die Arbeitshypothese zahlreicher Forschungsprojekte ist, dass
die optimale Materialkombination in Feststoffbatterien signifikante
Vorteile gegenüber Flüssigelektrolyt-basierten Li-Ionen Batterien
bietet und die Welt der E-Mobilität nachhaltig revolutionieren kann.
So versprechen Feststoffbatterien eine deutlich höhere Energiedichte
und eine um bis zu 30 % längere Reichweite bei gleichzeitig
kompakterer Bauweise. Darüber hinaus kann, je nach Zellchemie,
die Ladezeit deutlich verkürzt und die Anzahl der Ladezyklen auf
über 2.000 gesteigert werden. Ebenfalls abhängig von der Zellchemie
ist die geringe Brandgefahr von Feststoffbatterien beim thermischen
Duchgehen infolge einer Überladung oder eines Unfalls, da keine
brennbaren, flüssigen Komponenten auslaufen. Darüber hinaus
lassen sie sich deutlich nachhaltiger herstellen und haben damit in
der Summe ein erhebliches Zukunftspotenzial.
Allerdings muss
es gelingen, die Herstellung der
Komponenten und die Zellfertigung
skalierbar zu machen und
darüber die aktuell 7- bis 8-fach
höheren Produktionskosten auf
ein serientaugliches Niveau zu
senken.
Entwicklungsdruck ist enorm
Derzeit forschen Fahrzeughersteller, Zuliefererbetriebe,
Entwicklungslabore und Hochschulen
an der Feststoffbatterietechnik. Dafür stehen erhebliche
Fördermittel zur Verfügung – allein VW investiert über seinen
Kooperationspartner QuantumScape in den nächsten Jahren 300
Millionen Euro. In Deutschland engagieren sich unter anderem
Fraunhofer Institute und das KIT sowie das Forschungszentrum Jülich,
die TU Braunschweig und das MEET in Münster für das Thema.
Ein Innovationstreiber ist dabei das interdisziplinär arbeitende Zentrum
für Materialforschung (ZfM) an der Justus-Liebig-Universität
Gießen. Mit seinem rund 40-köpfigen Team forscht der international
anerkannte Spezialist Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Janek hier an den
chemischen und physikalischen Grundlagen und Herausforderungen
von Feststoffbatterien. Darüber hinaus koordiniert er die Aktivitäten
des Kompetenzclusters für Festkörperbatterien (FestBatt), der
in das Dachkonzept „Forschungsfabrik Batterie“ des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung (BMBF) eingebunden ist. „Die
Erwartungshaltung im Markt ist riesig, der Druck, schnelle Lösungen
zu liefern, ist enorm. Deshalb ist es wichtig, mit Prüftechnik zu
arbeiten, die zuverlässig präzise Ergebnisse liefert“, erklärt Prof. Dr.
Dr. h. c. Jürgen Janek, Geschäftsführender Direktor des ZfM und Koordinator
des FestBatt-Clusters.
Erfolgsfaktor Prüftechnik
Mit diesem Entwicklungsdruck wachsen auch die Anforderungen
an die Prüftechnikanbieter. Denn auch Feststoffbatterien müssen
vor der Serienreife zahlreichen Tests unterzogen werden. Dabei
ist zwar einerseits davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer Materialeigenschaften
insgesamt unproblematischer sind als konventionelle
Li-Ionen Batterien. Andererseits besitzen sie eine höhere
Energiedichte und darüber ein anderes Gefährdungspotenzial, auf
das die Prüftechnik im Bereich der Sicherheitseinrichtungen adaptiert
werden musss. Erst dann können Performance und Sicherheit
umfassend getestet werden. Da es aber noch keine anwendungsbezogene
Prüfnorm oder Herstellervorgaben gibt, stellt sich die Frage,
welche Prüfungen mit welchen Anforderungen durchzuführen sind
und welche Prüfanlagen dies zuverlässig und sicher leisten. Denn
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trotz ihres voraussichtlich geringeren Gefährdungspotenzial sind bei Prüfungen
von z. B. Sulfid-basierten Feststoffbatterien giftige und explosive Ausgasungen von
Schwefelwasserstoff (H2S) möglich. Deshalb müssen Prüfeinrichtungen so ausgelegt
sein, dass keine Gefahr für Menschen, Prüfanlagen und die Umwelt entsteht.
Anforderungen an die Prüftechnik
Neben der möglichen Gefahr durch H2S-Ausgasungen müssen Prüfeinrichtungen
auch die zum Teil erforderliche höhere Betriebstemperatur von Feststoffbatterien
berücksichtigen. Unabhängig von den genannten Besonderheiten ist zu erwarten,
dass Prüfanlagen für Feststoffbatterien gleiche oder ähnliche Anforderungen an
Tests und die Testumgebungen stellen wie konventionelle Li-Ionen-Batterien. Und
mit Fortschreiten der Entwicklungen werden sich die Inhalte der Normen sukzessive
klären. Das ist wichtig damit alle, die in diesem dynamischen Umfeld arbeiten, eine
sichere und einheitliche Grundlage nutzen und darüber vergleichbare Prüfergebnisse
liefern können.
Upgrades für Bestandsanlagen
Viele Unternehmen und Einrichtungen verfügen bereits über Prüfanlagen für
konventionelle Li-Ionen Batterien. Sofern diese von weisstechnik sind, können sie
in den meisten Fällen problemlos für Prüfungen mit Feststoffbatterien umgerüstet
beziehungsweise erweitert werden. Bei einer Prüfkammer kann es beispielsweise
ausreichen, eine H2S-Meldeeinrichtung mit Sensor und Warnlampe und gegebenenfalls
eine zusätzliche Belüftungslösung zu integrieren. Aber auch ClimeEvent
Prüfschränke für Anwendungen im Laborumfeld können für die meisten Anforderungen
schnell und einfach nachgerüstet werden. Für Unternehmen sind Upgrades
von bestehenden Prüflösungen nachhaltiger und schneller zu realisieren. Das verschafft
ihren Nutzern einen wichtigen Wettbewerbsvorteil in dem hochdynamischen
Entwicklungsumfeld, in dem es darum geht, schnellstmöglich aussagekräftige
Antworten zu finden und sichere Lösungen zu präsentieren.
Neue Prüfschränke und Kammern
Neben zahlreichen etablierten Unternehmen und Institutionen forschen auch
viele junge Unternehmen und Start-Ups an Feststoffbatterien. Diese verfügen häufig
noch nicht oder nur begrenzt über eigene Prüfanlagen und sind deshalb auf kurzfristig
verfügbare und sicher einsetzbare Prüfschränke und Prüfkammern angewiesen.
Auch hier kann weisstechnik unkompliziert helfen. Mit dem vorhandenen Hazard
Level Baukasten können die Anforderungen an Prüfeinrichtungen einfach ermittelt
werden und nach einer Risikoeinschätzung in standardisierte Lösungen oder individuelle
Sonderanfertigungen umgesetzt werden. Dabei erleichtert und beschleunigt
das modulare Grundkonzept der Prüflösungen von weisstechnik deren schnelle
Entwicklung und Lieferung.
Prüftechnik bleibt Vertrauenssache
Kompetenz, Erfahrung und Service sind zentrale Kriterien für die Auswahl eines
Partners für Prüflösungen im Automotive Bereich. weisstechnik ist ein erfahrener
Spezialist für anspruchsvolle Prüflösungen und seit mehr als 20 Jahren im Bereich
Li-Ionen Batterien aktiv. Mit diesem Wissen bietet das Unternehmen zukunftssichere
Prüflösungen, die kurzfristig einsatzbereit sind und sich auch langfristig rechnen.
Als Innovationsführer der Branche unterstützt weisstechnik Unternehmen dabei
auch im Service proaktiv und hochflexibel mit einem deutschlandweit flächendeckenden
Servicenetz und bedarfsgerechten Serviceverträgen. Das steigert die
Betriebssicherheit und ermöglicht Unternehmen, sich auf ihre Entwicklungsarbeit
zu konzentrieren.
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NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023
Seite 29/83
Temperaturüberwachung
von Kühl-/Gefriergeräten
Der Schutz von temperatursensiblen Produkten und Waren in Kühlschränken/Gefrierschänken
ist enorm wichtig, um den Reinraumbetreiber vor finanziellen Schäden
zu bewahren.
Häufig lagern in Reinraum- und Laborbetrieben temperatursensible Produkte
oder Waren mit einem erheblichen wirtschaftlichen Wert. Diese befinden sich in
entsprechenden Kühl- oder Gefriergeräten (Kühlschränke/Gefrierschänke, Kühltruhen,
Kühlräume, etc.). Ein Geräteausfall könnte zu einem großen finanziellen
Schaden führen, wenn die Ware unbrauchbar wird. Zum bestmöglichen Schutz dieser
Produkte ist ein Überwachungssystem notwendig, dass den Reinraumbetreiber
rechtzeitig und zuverlässig alarmiert.
Monitoringsysteme im GxP-Umfeld haben die Aufgabe alle relevanten Umgebungs-
und Prozessparameter zu überwachen, sie zu speichern, zu dokumentieren
und bei Grenzwertverletzungen zu alarmieren.
Die Vorteile eines ganzheitlichen Reinraum Monitoringsystems liegen darin,
dass alle Bereiche (z. B. Reinräume, Schleusen, Lagerbereiche, Kühlräume, Technikbereiche,
RLT usw.) und Parameter (z. B. Differenzdruck, Temperatur, Feuchte,
Partikel, usw.) eines GMP-Produktionsbetriebs erfasst und dokumentiert werden.
Die Temperaturüberwachung z. B. eines Kühlschrankes sieht dabei auf den ersten
Blick recht trivial aus. Wenn man sich näher mit dem Thema beschäftig, trifft
man aber auf einige wichtige Details, die auf jeden Fall zu beachten und im Vorfeld
zu klären sind.
– Wo müssen zum Beispiel die Sensoren genau montiert werden?
– Reicht es die Umgebungsluft zu überwachen oder muss die Produkttemperatur
überwacht werden?
– Wie baue ich mein Alarmierungskonzept auf?
Die Überwachung eines Kühlschrankes in einem Reinraum- oder Laborbetrieb ist
weitaus umfänglicher als oftmals angenommen. Die scheinbar „leichte“ Aufgabe der
Temperaturüberwachung (Kühlschranküberwachung) in einem Kühl-/Gefriergerät,
erfordert eine gute Planung im Vorfeld. Neben einem ausgefeilten Alarmierungskonzept
sollte man vor allem genau prüfen, ob das Überwachen der Umgebungsluft
ausreicht oder ob man die eigentliche Produkttemperatur überwachen möchte.
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Beim Bauen muss man mitunter spontan
sein und situativ entscheiden, wie DI Christian
Lorenz, Geschäftsführer von Lorenz
Consult, weiß. Dies deshalb, da sich Themen
wie Ressourcenbeschaffung, Baupreise
oder Kreislaufwirtschaft ständigen Veränderungsprozessen
unterliegen. Das Grazer
Familienunternehmen lässt sich davon
nicht aus der Ruhe bringen: Zu groß ist der
Erfahrungsschatz, auf den man im wahrsten
Sinne bauen kann. Das gilt für die Planung,
die Ausführung, die Örtliche Bauaufsicht
und auch für das Finden passender Energiesysteme.
„Bereits vor mehr als zehn Jahren
haben wir die erste Geothermieanlage
für ein großes Bürogebäude im Raum Wien
umgesetzt. Dies ging einher mit der Ausnützung
der Speichermasse des Betons und
dem Einsatz von Niedrigenergiesystemen
zum Heizen und Kühlen“, schildert Christian
Lorenz. Seither werden diese Systeme
immer stärker zum Einsatz gebracht und in
Projekten von der Chirurgie Graz, über den
Sciencetower bis aktuell zur Planung eines
Laborgebäudes umgesetzt. Mit Zukunftsblick
beschäftigt sich das Team von Lorenz
Consult mit der Möglichkeit der Energiespeicherung
und in weiterer Folge mit dem
Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen
zur Energieerzeugung. „Für einen durchgängigen
Betrieb in Produktionsunternehmen
sind diese noch in einem zu frühen
Entwicklungsstadium“, so Lorenz.
Raus aus Gas braucht passende
Energie-Alternative
Wenn es um die Wahl des passenden Energiesystems
geht, sind die Unterschiede
zwischen Bestand und Neubau gering. Für
beide ist der Ausstieg aus Gas in absehbarer
Zukunft von Bedeutung. Erst wird festgestellt,
welche anderen Energieversorgungssysteme
wie zum Beispiel Fernwärme in der
Umgebung vorhanden sind oder ob noch
genug zusätzlicher Strom bezogen werden
kann. „Gepaart werden diese Überlegungen
immer mit dem Aufzeigen von Energieeinsparungspotenzialen.
Wenn bestehende
Anlagen optimal einreguliert werden, lässt
sich viel einsparen. Dies zeigen Erfahrungs-
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Bauen und Planen unter veränderten Rahmenbedingungen
Zukunftskonzepte im Zeichen von
Klimawandel und Nachhaltigkeit
werte bei Einkaufszentren, wo 70 Prozent
Energieeinsparungen bei Lüftungsgeräten
durch eine Überprüfung und neue Einregulierung
erzielt werden konnten“, informiert
DI Christian Lorenz.
Blickt man auf Bestandsbauten dreht
sich viel um die Fragen der Reduzierung des
einzusetzenden Energieaufwandes und der
zusätzlichen Energiegewinnung, vorrangig
aus Fotovoltaikanlagen. Dazu kommen Ansätze
zur Wärmerückgewinnung von Prozessabwärmen
und Prozessabwässern.
Baumaterialien für Nachhaltigkeit
CO2-Neutralität ist das Schlagwort der
Stunde: Die CO2 neutrale Baustelle wird
immer mehr zum Thema. Ähnlich wie bei
einem Lego-Haus soll auch ein reales
Gebäude nach seiner Nutzung in seine
Einzelteile zerlegbar und wieder verwertbar
sein. Dieser Umstand beeinflusst die
Frage nach den richtigen Baumaterialien
stark. Lorenz glaubt, dass der Boom bei
der Verwendung von Holz als Baumaterial
anhalten wird: „Interessant ist der
Wettbewerb zwischen Holz als Rohstoff
für die Energieerzeugung und Holz als
Rohstoff für Baumaterialien. Im Sinne
der Nachhaltigkeit und der mehrfachen
Nutzung sollte hier dem Baumaterial der
Vorzug gegeben werden“, lautet der Ansatz
des erfahrenen Ziviltechnikers DI
Christan Lorenz.
Nachhaltige Checkliste:
– Wahl des richtigen Baustoffes im Sinne
der Nachhaltigkeit
– thermische Sanierung der Gebäudehülle
im Bestand
– Energieeffizienzmaßnahmen wie a
lternative Energieerzeugung, Fotovoltaik,
Rückgewinnung von Prozesswärme,
Pufferung der Energie, Vermeidung von
Energieverlusten, Einregulieren der
Anlage
– Anpassung der Haustechnik-Anlage
– klimaneutrale Kältemittel wie Amoniak
– Sammeln von Regenwässern
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Ein Chemikalienschutzanzug (CSA) ist eine
Persönliche Schutzausrüstung, welche die
tragende Person vor Chemikalien schützt,
die sie im gasförmigen, flüssigen und / oder
festen Zustand umgeben. CSA werden in 6
Typen mit unterschiedlichen Schutzstufen
von gasdicht bis beschränkt flüssigkeitsdicht
eingeordnet.
Seit April 2023 prüft und zertifiziert der Prüfdienstleister Hohenstein in zwei neuen Gebieten
im Bereich Schutzkleidung: Schutzanzüge und Handschuhe gegen Chemikalien und
Infektionserreger. Diese fallen unter die Verordnung (EU) 2016/425 und sind somit Persönliche
Schutzausrüstungen (PSA). Sie schützen Menschen, die wertvolle und teils gefährliche
Arbeit für unsere Gesellschaft leisten.
Schutzanzüge gegen Infektionserreger kommen bei vielen Arbeiten zum Einsatz: beispielsweise
bei Tätigkeiten an Abwasseranlagen, bei der Müllentsorgung, der Pflege von
Tieren, der Entsorgung von Risikoabfällen aus Krankenhäusern, usw. Dabei sind die Beschäftigten
unbekannten Infektionserregern (Mikroorganismen, Parasiten) ausgesetzt. Die
Schutzbekleidung soll Trägerinnen und Träger vor den Medien schützen, in dem die Mikroorganismen
enthalten sind, wie Flüssigkeiten, Aerosole oder feste Staubpartikel.
Folgende Typen prüft und zertifiziert
Hohenstein:
– EN 14605: Schutzkleidung gegen flüssige
Chemikalien: flüssigkeitsdicht (Typ3)
oder spraydicht (Typ 4) sowie die Teilschutz-Typen
PB[3] und PB[4]
– EN 13982-1: Schutzkleidung gegen feste
Partikel: Typ 5
– EN 13034: Schutzkleidung gegen flüssige
Chemikalien: Typ 6 und PB[6]
Hohenstein Laboratories GmbH & Co. KG
D 74357 Hohenstein
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Hohe Nachfrage: Erweiterung der Produktionskapazitäten
und Serviceangebote am Vorarlberger Standort
Vetter, eine weltweit führende Contract
Development und Manufacturing Organisation
(CDMO), treibt den Ausbau von Kapazitäten
und Services zur Bereitstellung von
klinischem Studienmaterial weiter voran:
Mit der Implementierung zusätzlicher Anlagen
für die aseptische Produktion und dem
Ausbau von Lagerkapazitäten am klinischen
Standort im österreichischen Rankweil reagiert
das Unternehmen auf die steigende
Marktnachfrage. Ende 2021 hat der Pharmadienstleister
die Produktion in Rankweil in
Betrieb genommen, 17 Kundenprojekte sind
bereits beauftragt.
Dynamische Entwicklung
des Standorts Rankweil
Vetter hat das erste Produktionsjahr in
Rankweil sehr erfolgreich absolviert und
bereitet sich darauf vor, die Produktionsmenge
vor Ort weiter zu erhöhen: Mit 14
Vetter baut Kapazitäten und Services
zur Bereitstellung von klinischem Studienmaterial
am Standort Rankweil weiter aus.
© Vetter Pharma International GmbH
Abfüllungen wurde im ersten Quartal 2023
bereits die Anzahl der in 2022 insgesamt am
Standort produzierten Batches erreicht. Der
weitere Ausbau des Standortes ermöglicht
es, die Produktionsmenge bis Ende des Jahres
mehr als zu verdoppeln.
Durch den Einsatz eines zweiten Autoklavs
und einer zweiten Gerätewaschmaschine
für die Materialvorbereitung wird die
Reinraumauslastung deutlich erhöht. Weiterhin
verdoppelt der Pharmadienstleister
die Kapazität zur Kühllagerung durch die
Anschaffung zusätzlicher Tiefkühltruhen.
Vetter erweitert außerdem sein kundenorientiertes
Serviceangebot: Mit der Implementierung
eines Isolators können in Rankweil
nun auch pulverförmige Substanzen
verarbeitet werden. Weitere Optionen für
Primärpackmittel erweitern das Portfolio
für die klinische Abfüllung.
Dr. Claus Feußner, Senior Vice President
Vetter Development Service, äußert
sich zufrieden: „Neben unserer bestehenden
klinischen Produktionsstätte in Chicago
hat sich Rankweil in sehr kurzer Zeit zu
einem strategisch wichtigen Standort für
uns und unsere Partner etabliert. Kundenservice,
effiziente Prozesse und gewohnt
hohe Qualität stehen im Fokus.“
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
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Forschende des Fraunhofer IWS gründen sich als »DIVE imaging systems« aus
Ein scharfes Hyperspektral-Auge
für die Chipproduktion
Eine präzise flächige Analyse von Hightech-Schichten in der Mikroelektronik, in Batteriefabriken oder auch im Automobilsektor
rückt in greifbare Nähe. Möglich macht dies ein am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
entwickeltes Messsystem, das Hyperspektral-Sensorik, Künstliche Intelligenz und spezielle Beleuchtungstechniken zu
einem leistungsfähigen hochflexiblen Inspektionssystem integriert. Ein Forscherteam des Dresdner Instituts gründet nun
BMWK-gefördert mit der »DIVE imaging systems GmbH« ein Unternehmen aus, das diese vielversprechende Technologie
kommerzialisiert.
Im Fokus von DIVE (kurz für »Digital Vision
Experts«) steht zunächst vor allem die Halbleiterindustrie.
Hier wollen die Gründer Dr.
Philipp Wollmann, Dr. Wulf Grählert, Oliver
Throl und Livia Szathmáry helfen, stabile
Prozesse zu gewährleisten, die Ausbeuten
zu erhöhen und Ressourcen zu sparen.
Die Standortwahl war keineswegs zufällig:
»Dresden ist prädestiniert für unsere Ausgründung«,
betont Philipp Wollmann. »Hier
sind wichtige Akteure der Mikroelektronik
in einem Ballungsraum konzentriert. Um
unsere Technologie bestmöglich kundenorientiert
weiterzuentwickeln, haben wir in
dieser Stadt die kürzesten Wege und können
mit dem sukzessiven Ausbau des bereits bestehenden
Netzwerks auch weitere Partner
identifizieren.«
Die Gründerinnen und Gründer denken
dabei nicht nur an Kunden aus der Halbleiterindustrie.
Perspektivisch will das Quartett
seine innovative DIVE-Technologie für die
Inspektion und Analyse von Oberflächen
und Schichten breit in unterschiedlichen
Branchen etablieren. Von den zahlreichen
Szenarien sind die schnelle flächige Schichtdickenmessung,
das Erkennen und Lokalisieren kleinster Formfehler
oder von Verunreinigungen nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten.
Das Licht in 1000 Farben zerteilt
Das DIVE-System beleuchtet mit sichtbarem Licht und unsichtbarer
Infrarotstrahlung in Frequenzen zwischen 0,4 und 2,5 Mikrometern
(Tausendstel Millimeter) jene Siliziumscheiben (Wafer), aus denen
weltweit in den Halbleiterfabriken die Mikrochips für Laptops, Handys,
Autos etc. hergestellt werden. Eine spezielle sogenannte Hyperspektralkamera
erfasst dabei das zurückgeworfene Licht. Während
das menschliche Auge zum Beispiel nur drei Primärfarben – rot,
grün, blau – registriert, unterscheidet die Hyperspektralkamera bis
zu 1000 »Farben« beziehungsweise Wellenlängen des Lichts. Anschließend
werden die hochdimensionalen Rohdaten, die schnell
auf mehrere Gigabyte anwachsen können, an eine Künstliche Intelligenz
(KI) weitergeleitet. Diese KI kann anhand des »1000-Farben-
Bildes« sowohl mögliche Schadstellen oder
Verunreinigungen erkennen als auch die
Qualität von Einzelchips oder des gesamten
Wafers bewerten. Das DIVE-System kann
somit beispielsweise erkennen, ob der Beschichtungsschritt
auf dem Wafer gelungen
ist, wie homogen, dünn, eben oder defektarm
die Schicht ist. Dadurch lässt sich sicherstellen,
dass nur die einwandfreien Wafer in den
sich anschließenden Fertigungsschritten
verwendet werden.
Auftaktprojekt mit
deutschem Chip-Konzern Infineon
Bereits heute werden die Wafer in den Halbleiterfabriken
bei den vielen Fertigungsschritten
bis zum finalen Mikrochip hinsichtlich
vieler Eigenschaften überwacht.
Die Analyse der gesamten Waferfläche ist
Im Mittelpunkt steht ein Messsystem, das vergleichsweise langsam und erfolgt daher in
Hyperspektral-Sensorik, Künstliche Intelligenz vielen Fällen stichprobenartig.
und spezielle Beleuchtungstechniken zu einem An dieser Stelle setzt DIVE an: Gemeinsam
mit dem Halbleiterhersteller Infineon
leistungsfähigen hochflexiblen Inspektionssystem
integriert. © Amac Garbe/Fraunhofer IWS entwickelt das Team zunächst ein Hyperspektralsystem
für Labore jenseits des Reinraums
und im nächsten Schritt ein System, das sich in einem solchen
einsetzen lässt. Perspektivisch plant DIVE eine inline-Lösung, die
sich direkt in die Reinraumanlagen integrieren lässt. Damit wird dann
sogar eine Echtzeitanalyse bei vielen Prozessschritten möglich.
Das vierköpfige Team rechnet angesichts des großen Potenzials
dieser Technologie mit einem raschen Wachstum. Denn vom
Fraunhofer IWS bringen die Gründerinnen und Gründer mehrere
Alleinstellungsmerkmale mit: Dazu gehören das komplette Systemkonzept
einschließlich der Probenbeleuchtung sowie die anspruchsvolle
Software zur Systemsteuerung und für die KI-gestützte
Datenauswertung. DIVE wird die konzipierten Geräte, Systeme und
später ganze Anlagenteile in einer eigenen Produktionslinie selbst
fertigen. Außerdem wird das Team Dienstleistungen, technische
Hilfe und kundenspezifische Entwicklungen anbieten. Maßgebliche
Unterstützung erhält die Ausgründung dabei vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Klima (BMWK), das im Rahmen eines
EXIST-Forschungstransfers eine 18-monatige Förderung im Umfang
von 1,2 Millionen Euro gewährt.
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Die Gründerinnen und Gründer denken nicht nur an Kunden aus der
Halbleiterindustrie. Perspektivisch will das Quartett seine innovative
DIVE-Technologie für die Inspektion und Analyse von Oberflächen und
Schichten breit in unterschiedlichen Branchen etablieren.
© Amac Garbe/Fraunhofer IWS
Neuer Blick auf alte Bücher möglich
Nach der Ausgründung wird das Fraunhofer IWS auch weiterhin
intensiv die Hyperspektraltechnologie in unterschiedliche Richtungen
weiterentwickeln. Auf der Forschungsagenda stehen beispielsweise
Konzepte, die zum Beleuchten der Proben einen Laser nutzen
oder Hyperspektralsysteme drastisch miniaturisieren. Außerdem
wollen die Forschenden mithilfe von Algorithmen deutlich mehr Informationen
aus Rohdaten extrahieren. Aus diesen Ansätzen sollen
sich künftig viele weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungsszenarien
entwickeln, wie beispielsweise die Weiterentwicklung
der Hyperspektraltechnik für Bibliotheken, um wertvolle
hochempfindliche Kulturgüter in eine öffentlich verfügbare digitale
Form zu überführen. Auf diese Weise könnten in Zukunft digitale
Zwillinge entstehen, die neben der klassischen Bild- und Schriftinformation
eine Vielzahl weiterer Daten konservieren könnte, wie
etwa Papierdicken und -sorten, Alter des Dokuments oder die eingesetzten
Farbpigmente.
Gerade dieser Know-how-Transfer in die Praxis steht am Dresdner
Institut immer wieder im Fokus. Spitzenforschungsergebnisse
rasch und kundenorientiert in die wirtschaftliche Praxis zu überführen,
gehört zur Fraunhofer-DNA. »Konkret transferieren wir hier
ein seit mehr als zehn Jahren am Fraunhofer IWS erarbeitetes Technologieportfolio
mit einem enormen Potenzial«, fasst Philipp Wollmann
zusammen. »Wir werden der Halbleiterindustrie in Deutschland
und Europa dabei helfen, besonders effizient sowie mit hoher
Qualität und Ausbeute Wafer zu prozessieren. Damit unterstützen
wir auch die Ziele der EU, den Anteil europäischer Mikroelektronik
am Weltmarkt deutlich zu steigern. Auf der anderen Seite sichern
wir damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.«
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und
Strahltechnik IWS
D 01277 Dresden
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Online-Konfigurator von Weiss Technik beschleunigt und optimiert die Planung
Trockenräume einfach
besser konfigurieren
Von der Idee bis zum fertig geplanten Trockenraum ist es meist ein weiter Weg. Schon kleinere Änderungen beim Taupunkt
oder bei der Anzahl der Personen im Raum können zu aufwändigen Umplanungen führen und den Kostenrahmen erheblich
beeinflussen. Mit dem neuen Online-Konfigurator für Trockenräume verkürzt und verbessert Weiss Technik jetzt diesen
Planungsprozess. Der Konfigurator ist eine praktische Unterstützung bei der Beratung vor Ort und ermöglicht eine erste
Trockenraum-Auslegung in Echtzeit.
Trockenräume für Batteriezellen-Fertigung
Ganz gleich ob bei klassischen Lithium-Ionen- oder Feststoffbatterien:
Batteriezellen benötigen in Forschung und Produktion ein extrem
trockenes Klima, weil ihre Aktivmaterialien stark mit Feuchtigkeit
reagieren. Um Personen, Prozesse, Produkte und die Anlage zu
schützen, werden Arbeiten an Batterien deshalb in Trockenräumen
durchgeführt. Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Batterien
steigt aber auch ihr energetisches Potenzial. Damit wächst die
Bedeutung der Trockenheit weiter. Die Planung von Trockenräumen
war bisher sehr zeitaufwändig. Um zwischen technischen Anforderungen
und budgetären Rahmenbedingungen zu vermitteln, waren
meist langwierige Korrektur- und Anpassungsschleifen nötig.
Faktoren und Auswirkungen durchspielen
Mit dem neuen Online-Konfigurator kann schnell und einfach ein
erstes Konzept für einen Trockenraum erstellt und am Rechner gemeinsam
weiter optimiert werden. Das beschleunigt die Planung
und sorgt für mehr Transparenz: Änderungen einzelner Faktoren
und Parameter können direkt simuliert werden, Auswirkungen auf
die Auslegung des Trockenraums werden umgehend angezeigt.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, unterschiedliche Auslegungen
direkt miteinander zu vergleichen. Erst nach Abschluss der
Grobplanung und damit der Bestimmung eines ersten Kostenrahmens
beginnt die Feinplanung in der Konstruktionsabteilung.
Energiefaktor Entfeuchtung
Die Luftentfeuchtung ist ein energieintensiver Prozess. Bis zu 60
Prozent der für die Batterieproduktion benötigten Energie wird
hierfür benötigt. Damit verursacht dieser einen nicht unerheblichen
Anteil der Kosten einer Batterie. Für eine effiziente Lösung ist deshalb
die optimale Abstimmung aller Parameter bereits bei der Planung
eines Trockenraumes besonders wichtig. Die drei häufigsten
Faktoren, die die Effizienz und die Luftentfeuchtung stören, sind
Leckagen, die Luftabsaugung in der Produktion und die Menschen,
die sich im Trockenraum aufhalten. Über den Online-Konfigurator
ist es möglich, verschiedene Möglichkeiten einfach zu simulieren
und anzupassen.
Parameter anpassen
Das Simulationstool geht in einem systematischen Prozess alle
relevanten Parameter durch. Der Planungsprozess startet mit dem
Trockenraum-Grundriss. Die gewünschten Abmessungen werden
einfach per Schieberegler eingestellt, Auswahlmöglichkeiten wie
abgehängte Decken lassen sich per Knopfdruck ergänzen. Anschließend
sind Wandaufbau, Leckageraten und
der Taupunkt zu wählen. Dabei lassen sich
auch Umgebungsbedingungen wie Temperatur,
Luftfeuchte und Luftdruck sowie die
Abwärme von Maschinen und gewünschte
Luftwechselraten einstellen.
Störfaktor Mensch kalkulieren
Da ein Mensch pro Stunde rund 120 Gramm
Wasser an die Umgebung abgibt, hat die Anzahl
der im Trockenraum arbeitenden Personen
einen erheblichen Einfluss auf die
Luftentfeuchtung. Eine zusätzliche Person
bedeutet erhebliche Änderungen bei den
technischen Anforderungen und in der Folge
auch bei den Kosten. Der Online-Konfigurator
ermöglicht deshalb auch alternative
Szenarien. So kann beispielsweise der Betrieb
mit unterschiedlich vielen Personen
simuliert und die Auswirkungen auf Technik
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und Kosten direkt betrachtet werden.
Luftabsaugung und Luftreinheit berücksichtigen
Ein weiterer möglicher Problemfaktor sind Prozessabgase, die beispielsweise
beim Schweißen von Batteriezellen entstehen. Diese
müssen schnell und sicher abgeführt werden. Die benötigte Abluftmenge
steigert den Bedarf der zu trocknenden Frischluft erheblich.
Mit dem Online-Konfigurator lassen sich auch hierfür konkrete
Werte eingeben und verschiedene Szenarien durchspielen. Das gilt
auch für mögliche Anforderungen an die Luftreinheit. Hier können
die bei der Batteriefertigung üblichen Reinheitsklassen ISO 7, 8 oder
9 auf Knopfdruck eingeplant werden. Das ist wichtig, um die über die
zunehmende Leistungsdichte immer dünner werdenden Schichten
der Batterien vor Staub und Verunreinigungen zu schützen.
Im Fokus: Optimale bedarfsgerechte Auslegung
Sind alle Parameter bestimmt, berechnet der Online-Konfigurator
die Auslegung von Trockenraum und Entfeuchtungstechnik. Letztere
arbeitet in der Regel zweistufig. In der Vortrocknung senken Adsorptionstrockner
den Feuchtigkeitsgehalt der Frischluft aus der Umgebung,
in der zweiten Stufe wird die Luft dann auf den Zielwert getrocknet.
Dabei wird das von Weiss Technik entwickelte Active Leakage Management
(ALM) automatisch berücksichtigt. Dieses reduziert durch
eine Vielzahl von Maßnahmen die Leckageraten deutlich. Dazu gehören
die intelligente Anpassung der Luftwechselrate, der Einsatz von
Textilschläuchen für die Lufteinblasung, hauptsächlich innenliegende
Luftkanäle, weniger Durchführungen und verschweißte Rückluftkanäle.
Nach der Auslegung und Optimierung des Trockenraumes kann
kurzfristig ein erster Kostenrahmen benannt werden. Nach Freigabe
kann die Feinplanung des Trockenraums umgehend beginnen.
Turbo für den Bestellprozess
Julian Kalmus, Projektleiter bei Weiss Technik und Mitentwickler
des Online-Konfigurators, ist begeistert von den Möglichkeiten:
„Ziel ist nicht, über den Konfigurator direkt eine fertige Bestellung
auszulösen – dafür sind Trockenräume viel zu komplex. Aber der
Konfigurator beschleunigt den Bestellprozess erheblich und macht
die Planung transparent.“ Kunden können im Konfigurator sofort
sehen, wie sich klein erscheinende Änderungen auf die Gesamtkonfiguration
auswirken und welche Alternativen möglich sind.
„Das macht ihn zu einem echten Verkaufsbooster, der hilft, schneller
und sicherer zu besseren Ergebnissen zu kommen“, so Kalmus.
Weiss Klimatechnik GmbH
Geräte- und Anlagenbau
Greizer Str. 41-49
D 35447 Reiskirchen
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So werden entscheidende
Prozessparameter
für eine effiziente Sprühtrocknung
gemessen
Sprühtrocknung ist alltägliche Praxis bei der Herstellung von Molkereiprodukten wie Molkenproteinkonzentrat
(WPC) und Laktose sowie in der pharmazeutischen Fertigung. Das Verfahren
erzeugt in einem einzigen Schritt trockenes Pulver aus einer Flüssigkeit oder Aufschlämmung,
indem es schnell mit heißem Gas getrocknet wird. Stabile und genaue Messungen von Feuchte,
Gesamtfeststoffgehalt (TS) und Temperatur können Ihnen helfen, große Einsparungen beim
Energieverbrauch und bei den Kosten zu erzielen, ohne die Qualität des Endprodukts zu beeinträchtigen.
Die Überwachung der richtigen Parameter ist entscheidend
Die Sprühtrocknung wird in einer Vielzahl unterschiedlicher
industrieller Produktionsprozesse eingesetzt, um:
– die Produkthaltbarkeit zu verlängern
– die Handhabung der Produkte bei Verpackung, Transport und Lagerung
zu erleichtern
– mikrobielles Wachstum zu verhindern
– die Produktqualität zu gewährleisten
– Energie zu sparen
– Erträge zu steigern
Um den Sprühtrocknungsprozess zu optimieren, muss man einige wichtige prozesskritische
Parameter im Auge behalten: den Gehalt an löslichen Feststoffen in der Beschickung des Trockners
(normalerweise gemessen in Brix oder den Gesamtfeststoffgehalt (TS) sowie Feuchte und
Temperatur der Zu- und Abluft.
Die Überwachung der Sprühtrocknung mit stabilen, zuverlässigen und genauen Messinstrumenten
stellt sicher, dass das Produkt ausreichend getrocknet wird, um mikrobielles Wachstum
zu vermeiden – was bei Lebensmitteln besonders wichtig ist –, aber nicht übertrocknet, was
sich negativ auf die Produktqualität auswirken kann und zu übermäßigem Energieverbrauch und
Mehrkosten führt. Angesichts der derzeit explodierenden Energiekosten steht bei allen die Effizienz
ganz oben auf der Agenda.
Optimierung von Prozessen durch genaue Brix- und TS-Messungen
Hersteller können die Produktivität steigern, indem sie ihre Prozesse automatisieren und optimieren.
Dazu können sie Inline-Messungen des Brix und des Gesamtfeststoffgehalts (TS) nutzen,
die vom Vaisala K-PATENTS Sanitärrefraktometer PR-43-AC bereitgestellt werden.
Beispielsweise hilft eine zuverlässige, genaue Inline-Messung in der Molkenprotein- und
Laktoseproduktion – wichtigen Nahrungsergänzungsmitteln, die üblicherweise konzentriert
und als Pulver konserviert werden, die Konzentrationen nach der Ultrafiltration und am Verdampfereinlass
zu kontrollieren und einzustellen. Die präzise Konzentrationsmessung am Verdampferauslass
hilft bei der Optimierung des Energieverbrauchs und sorgt für die richtige Konzentration
des Zwischenprodukts, das dem Sprühtrockner oder Kristallisator zugeführt wird.
Bei der Hefeproduktion, wo Sprühtrocknung verwendet wird, um den Hefeextrakt zu einem
feinen Pulver oder Granulat zu trocknen, kann die Inline-Konzentrationsmessung verwendet
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Präzise Messungen der Relativen
Feuchte (RH), Temperatur (T) und des
Gesamtfeststoffgehalts (TS) der Zufuhrleitung
sind entscheidend für die Gewährleistung
einer effizienten Sprühtrocknung.
werden, um in der Anfangsphase die Verdünnung der Melasse zu
kontrollieren, den Fermentationsvorgang zu kontrollieren und die
Konzentration des Hefeextrakts zu messen und sicherzustellen,
dass der angestrebte Feststoffgehalt erreicht wird.
Energie und Kosten sparen durch genaue
Feuchte- und Temperaturmessung
Neben der Sprühtrocknung sind Feuchtemessungen ein wichtiger
Faktor bei der Optimierung einer Vielzahl anderer Hochtemperatur-
Trocknungsverfahren, einschließlich Wirbelschichttrocknung und
Backvorgängen. Beim Sprühtrocknen von Molke können Feuchteund
Temperatursonden von Vaisala verwendet werden, um Feuchte
und Temperatur in der Einlass- und Auslassluft des Trockners zu
messen.
Die Feuchtedaten der Einlassluft werden zur Steuerung des Prozesses
verwendet, während die Feuchtedaten der Auslassluft mit
dem Feuchtegehalt des Pulvers korrelieren. Die Daten können daher
als Indikator für die Qualität des Endprodukts verwendet werden.
Die perfekte Balance zu finden, spart Zeit und Energie, indem Übertrocknung
vermieden wird.
Wenn man selbst sehen möchten, wie genaue Feuchtemessungen
helfen können, die Energieeffizienz zu steigern und die Qualität
und den Ertrag im Prozess zu verbessern, sollte der interaktive
Trocknungssimulator von Vaisala ausprobiert werden.
Vaisala GmbH
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Telefon: +49 228 249710
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Virtuelle Labore – Arbeiten mit teurem
Equipment und gefährlichen Experimenten
auch für Studierende
Hybride Labore können die knappen Ressourcen physischer Labore, die Raum und finanzielle Mittel benötigen, um eine
virtuelle und digitale Komponente erweitern. Das virtuelle HM-Labor für das Studium der Mikro- und Nanotechnik ermöglicht
Studierenden das Durchführen von gefährlichen Experimenten sowie den Umgang mit teurem Equipment.
Angewandte Wissenschaften, das bedeutet in den Studienfächern
an der Hochschule München (HM) auch einen großen
Anteil Praxis. Im Studium der Mikro- und Nanotechnik beispielsweise
führen Studierende in ihren Praktika reale Experimente
im Labor durch. Das ist in doppelter Hinsicht riskant: Zum einen,
weil das Equipment im Bereich der Halbleiter- und Nanotechnik
häufig sehr teuer ist, zum anderen, weil manche Versuche risikoreich
sind wie etwa der Umgang mit ätzenden Säuren. Ein Forscherteam
um Prof. Dr. Christina Schindler und Dr. Cornelius
Weiß an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und
Mechatronik der HM ist daher dabei, einen digitalen Zwilling des
HM-Labors zu erschaffen.
Virtuelle Labore eröffnen den Studierenden viele Möglichkeiten
Die 1:1 Abbildung von Laboren im virtuellen Raum eröffnet viele
Möglichkeiten: Die Studierenden können sich damit besser auf ihre
Präsenzzeit vorbereiten und sich vorab mit der Laborumgebung vertraut
machen. Offene Fragen können sie bereits im Vorfeld klären.
Fehler, die aus Sicherheitsaspekten gefährlich wären, bleiben in
einem virtuellen Labor ohne beispielsweise gesundheitliche Folgen.
Und die Einarbeitung in die Materie findet spielerisch statt.
Ganze Versuche oder einzelne Versuchsteile können wie in einem
Videospiel getestet und so erlernt werden. „Den großen Vorteil von
VR (Virtual Reality) sehe ich persönlich darin, komplexe fachspezifische
Inhalte und naturwissenschaftliche Phänomene, die sonst
schwer zu greifen oder zu visualisieren sind, anschaulich und auch
spielerisch zu vermitteln,“ sagt Weiß zur Didaktik.
Geplant ist, irgendwann einen kompletten digitalen Zwilling der
Hochschule München programmiert zu haben – doch bis dahin werden
noch einige Jahre vergehen. Derzeit ist erst einmal ein digitaler
Zwilling des so genannten Reinraums in Arbeit, eines Labors, in dem
die Konzentration luftgetragener Teilchen, Partikel oder Keime sehr
gering gehalten wird und der daher nur mit Schutzkleidung betreten
werden darf. In einer 360°-Begehung lässt sich der Reinraum erkunden
und die digitalen Zwillinge einzelner Geräte wie des Ellipsometers
oder des Profilometers können bereits genutzt werden.
Internationale Kollaboration
Spannend sind auch die Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit:
In einem Double Degree Programm des Masters Mikro- und
Nanotechnik an der HM mit dem Institut National de la Recherche
Scientifique (INRS) in Québec, Kanada, werden Studienleistungen
wechselseitig anerkannt und zugleich zwei Abschlüsse verliehen.
Den Studierenden soll künftig der wechselseitige Zugriff auf die virtuellen
Labore der jeweils anderen Institution ermöglicht werden,
damit sie verschiedenes Equipment nutzen und sich etwa auf einen
Auslandsaufenthalt vorbereiten können.
Hochschule München
D 80335 München
Christina Schindler und Cornelius Weiß am realen Ellipsometer
im Reinraum. (Foto: Mark Siaulys Pfeiffer)
Wie in der Realität: Vom Ellipsometer, das im Reinraum des
Labors steht, existiert bereits ein vollständiger digitaler Zwilling.
(Grafik: Corneliu Weiß)
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gempex und SCC
– eine Partnerschaft
für die Medizintechnik-Industrie
– Ein Full-Service Angebot für alle Themen aus dem Lifecycle der Medizinprodukte
– Für jede Aufgabe den richtigen Partner
– One-Stop-Shop für die Medizinprodukte-Branche
Gemeinsam mehr als die Summe der Einzelleistungen
gempex GmbH und SCC Scientific Consulting Company GmbH
sind vertraute Partner, die immer wieder Aufgaben, die besser in das
Portfolio des anderen gepasst haben, vertrauens-voll zu dem jeweils
anderen gereicht haben. Ganz im Sinne der Kunden, die nach fachkun-digen
Lösungen für ihre konkreten Aufgabenstellungen suchen,
zumeist unter Zeitdruck. Hier jederzeit die Anfragen kompetent und
im erforderlichen Zeitrahmen abdecken zu können entspricht dem
gemeinsamen Anspruch an Leistungsqualität. Und dank der kurzen
Wege für gegenseitigen Austausch lassen sich Kundenbedarfe zuverlässig
und sicher erfüllen.
Aus diesem Grund haben SCC und gempex eine Partnerschaft
etabliert, die als One-Stop-Shop umfassende Leistungen im Umfeld
der Medizinprodukte für Ihre Kunden ermöglicht. Das Leistungsspektrum
reicht von der hochkompetenten Beratung bis zur flexiblen
Umsetzung aller Themen aus dem Life Cycle Management der
Medizinprodukte – von der Konzeptphase über Produktplanung,
Design, Entwicklung und Umsetzung in die valide Produktion, die
Marktfreigabe und Überwachung nach dem Inverkehrbringen.
Jeder Partner hat seine Stärken
So unterstützt gempex Kunden bei der Implementierung der ISO
13485 und Umsetzung der EU MDR, beim Aufbau effizienter Qualitätssicherungs-Systeme
bis hinein in Vorbereitung und Begleitung
nationaler und internationaler Inspektionen. Besondere Expertise
liegt weiter im Feld der Kombinationsprodukte, die viele Berührungspunkte
mit klassischen Aufgaben der Good Manufacturing
Practice aufweisen.
SCC verfügt über das Fachwissen in allen regulatorischen und
wissenschaftlichen Bereichen und berät ihre Kunden bei Fragestellungen
angefangen von der Konzeption und Planung der Produktentwicklung,
der Umsetzung der Entwicklungsanforderungen
und Entwicklungsvalidierung (biologische Beurteilung, klinische
Bewertung) bis hin zur technischen Dokumentation, der Konformitätserklärung
und Überwachung nach dem Inverkehrbringen gemäß
der EU MDR und Vorschriften von anderen Ländern und Regionen.
Herausforderungen gemeinsam meistern
Für alle Aufgabe aus dem Lifecycle eines Medizinproduktes stehen
kompetente Spezialisten oder erfahrene Umsetzungsteams zur Verfügung.
gempex ist mit mehr als 80 Mitarbeitenden in Deutschland, der
Schweiz und in China seit mehr als 20 Jahren in den Projekten der
Life Sciences zu Hause. Mit einem Team von mehr als 160 Expertinnen
unterstützt SCC die Industrie mit individuellen Lösungen in
den Bereichen Regulatorik und Wissenschaft, wobei der Schwerpunkt
auf den internationalen Zulassungen und der Einhaltung der
regulatorischen Marktanforderungen liegt.
gempex und SCC beraten gemeinsam, entwickeln Strategien,
schulen und coachen, setzen mit Kunden die Aufgaben direkt vor
Ort oder remote um.
Für Fragen steht das gempex Experten-Team in Mannheim via
contact@gempex.com und das SCC Scientific Consulting Team in
Bad Kreuznach via info@scc-medical-devices.com zur Verfügung.
gempex GmbH - THE GMP-EXPERT
Besselstr. 6
D 68219 Mannheim
Telefon: +49 621 8191190
Telefax: +49 621 81911940
eMail: info@gempex.com
Internet: http://www.gempex.de
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Modulstellung für das neue Verwaltungs- und Laborgebäude in
Heidelberg, © Cadolto Modulbau GmbH
Innenansicht der Laborräume mit großflächiger Verglasung,
© Cadolto Modulbau GmbH
Baldiger Bezug nach Abnahme des ersten Bauabschnitts durch Nutzer BioLabs
Modulares Labor- und Verwaltungsgebäude
„Inkubator“ im Heidelberg Innovation Park (HIP)
Mit dem Heidelberg Innovation Park entsteht ein brandneuer Hotspot
für Innovation und Forschung. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen,
an dem Forschende an Lösungen für die Zukunft arbeiten können.
Dort wird unter anderem das mehrgeschossige Verwaltungs- und
Laborgebäude „Inkubator“ in Modulbauweise errichtet. Planung
und Realisierung gliedern sich dabei in zwei Bauabschnitte. Am
11.05.2023 fand die Abnahme des ersten Bauabschnitts statt.
Cadolto erhielt von der Gustav Zech Stiftung Management
GmbH (GZS) den Auftrag, den Neubau zu realisieren. Das gesamte
Büro- und Laborgebäude erstreckt sich über fünf Geschosse und
umfasst eine Bruttogrundfläche von ca. 7.300 m². Der erste Bauabschnitt
besteht aus 81 Modulen mit einer Gesamtfläche von über
3.300 m². Der zweite Bauabschnitt besteht aus 98 Modulen mit insgesamt
ca. 4.000 m² und wird zu einem späteren Zeitpunkt fertiggestellt.
Bereits wenige Tage nach der Abnahme wird der Neubau des 1.
BA vom Technologiepark Heidelberg übernommen, welcher diesen
an BioLabs weitervermietet. Die Labore entsprechen der Sicherheitsstufe
S2 und wurden mit modernster Labor- und TGA-Installationen
ausgestattet. Bei der Raumplanung und Gestaltung wurde
ein hohes Augenmerk auf eine große Verglasung für mehr Transparenz
in der Laborarbeit gelegt. Die weißen Deckenversorgungseinheiten,
welche die Verrohrungen abdecken, schaffen zudem eine
cleane Arbeitsatmosphäre in den Laborräumen.
Karsten Kußmann, Geschäftsführer Cadolto Modulbau GmbH:
„Die Anforderungen an heutige Laborräumlichkeiten steigen stetig.
Neben einer schnellen Bereitstellung der baulichen Infrastruktur ist
deren Flexibilität in der Nutzung ein wichtiger Aspekt. Wir freuen
uns, mit dem Neubau innovativen Forschungsprojekten am Wissenschaftsstandort
Heidelberg Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen,
welche sich mit Einzug der Nutzer mit zukunftsweisenden Ideen
füllen werden.“
Das von CYRUS.ARCHITEKTEN Partnerschaftsgesellschaft mbB
Frankfurt geplante Büro- und Laborgebäude ist einer von vier Neubauten
des Entwicklungsprojekts der GZS im Heidelberg Innovation Park.
Der Modulbau wurde für ein flexibles Nutzungskonzept ausgelegt. Die
Umnutzbarkeit der Räumlichkeiten sowie eine maximale Flexibilität
für weitere Nutzungszyklen wurde bereits in der Planung bedacht. Dies
ermöglicht auch zu späteren Zeitpunkten eine leichte Umbaubarkeit
und somit die Möglichkeit, bei Bedarf Labor- und Büroräume auf die
Anforderungen unterschiedlicher Nutzungsarten anzupassen.
Ausschlaggebend, das Projekt in Modulbauweise zu realisieren
ist unter anderem die deutliche Zeitersparnis im Vergleich zur konventionellen
Bauweise. Während beispielsweise das Untergeschoss
für die Tiefgarage durch die ZECH Bau SE in konventioneller Bauweise
errichtet wurde, werden alle Module bereits zeitlich parallel
in den Werkshallen von Cadolto produziert. Somit können einzelne
Bauphasen, die im konventionellen Bau nacheinander ablaufen,
zeitgleich stattfinden. Dadurch wird wertvolle Zeit im Bauprozess
gespart. Zudem war aufgrund der Anforderung, dass das Gebäude
eine flexible Gebäudenutzung möglich machen soll, der Modulbau
die passende Wahl, denn die Modularität ermöglicht genau diese,
auch zukünftige, Flexibilität im Büro- und Laborgebäude.
Isabel Jahrsdörfer, Projektleiterin Cadolto Modulbau GmbH:
„Das Projekt ist ein Beispiel dafür, dass innerhalb der Zech Group
alle Gewerke aus einer Hand geboten werden können. Durch die
enge Vernetzung aller Projektbeteiligten und der dazugehörigen
Prozesse können wir auf eine erfolgreiche Realisierung des ersten
Bauabschnitts zurückblicken.“
Der aus 98 Modulen bestehende zweite Bauabschnitt wird im
Herbst 2023 fertiggestellt und wird für mehrere Mieteinheiten zur
Verfügung stehen.
Cadolto Modulbau GmbH
D 90556 Cadolzburg
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Fokus auf medizintechnische Bauteile
– Einrichtung einer Reinraum-
Spritzgießproduktion
Seit Jahrzehnten fertigt das Werkzeug- und
Formenbauunternehmen Leonhardt in
Hochdorf bei Plochingen präzise Formen
und Kavitäten für die Fertigung von Bauteilen
für Medizintechnik, Optik, Elektronik
und Mikrofluidik. Die Bauteile werden immer
kleiner und anspruchsvoller, sodass es
sehr viel schwieriger wird, einen reibungslosen
Start der Serienproduktion in einem
anderen Unternehmen zu garantieren. Vor
einigen Jahren ist deshalb die Entscheidung
gefallen, eine eigene Spritzgießfertigung
einzurichten, um einerseits abmustern zu
können und andererseits Kleinserien zu
produzieren.
Wie das Unternehmen weiter mitteilt,
genügt für medizintechnische Produkte
eine übliche Fertigungslinie nicht, hier sind
zumeist Reinraumbedingungen gefragt. Mit
der Entscheidung, diesen Bereich in den
Fokus zu rücken, wurde beschlossen, eine
Reinraum-Spritzgießproduktion einzurichten.
Das Konzept sei von vornherein auf
Flexibilität und Erweiterung im Bedarfsfall
angelegt. Der Kern ist ein Reinraum, in dem
Detailansicht einer
Mehrfach-Linsenform – im
Glanzfräsverfahren, ohne
Nach arbeit hergestellt.
(Bilder: Leonhardt).
automatisierte sowie manuelle Arbeitsschritte
ausgeführt werden können. Um diese
Zelle herum sind Spritzgießmaschinen
unterschiedlicher Größe und Ausstattung
angeordnet. Hierbei
besteht weiterhin die Option,
Maschinen anzubinden
oder auch auszutauschen, sodass
man schnell auf Kundenwünsche reagieren
kann.
Der Reinraum erfüllt die Anforderungen
an Reinraumklasse 7 nach DIN EN ISO
14644-1 und ist für die Verarbeitung unterschiedlicher
Werkstoffe ausgelegt. Neben
Kunststoffen können hier auch Hochleistungskeramiken
verarbeitet werden. Diese
Werkstoffklasse ist wegen ihres Eigenschaftsprofil
besonders gut für medizintechnische
Produkte geeignet, weil keine
Bakterien in das Material eindringen können
und sich die Teile problemlos desinfizieren
lassen. Die ersten Musterteile liegen
bereits vor.
Die Einrichtung des Reinraum-Bereiches
mündet derzeit in die Zielgerade. Derzeit
laufen die Vorbereitungen für die Zertifizierung
nach ISO 13485. Die Norm regelt
die Erfordernisse für ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem
für das Design
und die Herstellung von Medizinprodukten.
Parallel dazu steht bereits die erste Erweiterung
an. Die Reinraum-Produktion wird
durch eine 2K-Spritzgießmaschine ergänzt.
Dies ermöglicht eine deutliche Ausweitung
des medizintechnischen Portfolios, sowohl
im Kunststoff- als auch im Keramikbereich.
Kavität mit gefrästem Hologramm – sichtbar, aber kaum fühlbar.
Leonhardt e. K.
D 73269 Hochdorf
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Syntegon mit stabiler Geschäftsentwicklung 2022
Syntegon blickt auf eine stabile Geschäftsentwicklung im Jahr 2022
zurück. Dank seines bewährten Maschinen- und Serviceportfolios,
seiner Innovationskraft und seiner globalen Aufstellung mit 37
Standorten in 20 Ländern hat das Unternehmen trotz anhaltender
Herausforderungen durch die globale Lieferkettenkrise im vergangenen
Jahr sowohl Auftragseingang als auch Umsatz erhöht. Der
Auftragseingang stieg um 3,0 Prozent von 1,50 Mrd. EUR auf 1,55
Mrd. EUR, während der Gesamtumsatz um 2,6 Prozent von 1,41 Mrd.
EUR auf 1,44 Mrd. EUR zulegte. Zwei Drittel des Gesamtumsatzes
entfielen auf den weltweiten Maschinenverkauf, das restliche Drittel
auf das Serviceangebot. Der Umsatz des Jahres 2022 wurde zu etwa
gleichen Teilen in den wichtigsten Märkten rund um den Globus erwirtschaftet:
32 Prozent in Europa, 33 Prozent in Nordamerika sowie
35 Prozent in Asien und dem Rest der Welt. Der Anteil Amerikas
nahm dabei leicht zu, während der Europas etwas zurückging. „In
einem Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns dank
unserer bewährten Kunden- und Lieferantenbeziehungen, unserer
globalen Aufstellung und unseren Innovationen gelungen, unser
Geschäft stabil weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Peter Hackel, Kaufmännischer
Geschäftsführer von Syntegon.
Trends im Jahr 2022
Das Geschäftsjahr 2022 war durch die Auswirkungen des Kriegs
gegen die Ukraine, die insbesondere in Europa wirkende Energiekrise
und die Herausforderungen der weltweiten Lieferketten-Situation
geprägt. Insbesondere in Europa sowie Nord- und Mittelamerika
haben zudem hohe Inflationsraten die Wirtschaft beeinflusst.
Trotz dieser Rahmenbedingungen ist es Syntegon gelungen, sein
Geschäft stabil weiterzuentwickeln.
In der Lebensmittelindustrie hält der Trend hin zu nachhaltigeren
Verpackungslösungen an. Dies nimmt Syntegon nicht nur in
seinem Neumaschinengeschäft wahr, in welchem das Unternehmen
seit vielen Jahren innovative Lösungen mit alternativen Verpackungsmaterialien
entwickelt, sondern auch verstärkt bei seinen
Serviceleistungen - beispielsweise im Zuge von Umrüstungen bestehender
Anlagen auf nachhaltige Verpackungsmaterialien.
Der durch die Corona-Pandemie beschleunigte Prozess zur verstärkten
Automatisierung hat sich 2022 fortgesetzt. Für seine Prozess-
und Verpackungstechnik im Bereich der Lebensmittelindustrie
hat Syntegon im vergangenen Jahr vor allem in Nordamerika eine
starke Nachfrage verzeichnet, insbesondere in den Marktsegmenten
Schokolade und Riegel.
In der Pharmaindustrie machte sich das Auslaufen der Covid-
19-Sonderkonjunktur im chinesischen Markt bemerkbar. 2022 haben
Trends wieder an Bedeutung gewonnen, die in den vorherigen
Jahren durch die Pandemie in den Hintergrund geraten sind. Dazu
gehört die Entwicklung hin zu kleinen Losgrößen für personalisierte
Medikamente, beispielsweise für die Behandlung von Krebserkrankungen.
Neben der Wiederaufnahme von Projekten in diesem Bereich
hat die Pharma-Division von Syntegon, welche 54 Prozent
des Gesamtumsatzes ausmacht, regional vor allem in Lateinamerika
Syntegon blickt trotz schwieriger Marktbedingungen auf eine stabile
Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 zurück.
eine hohe Nachfrage verzeichnet, wo in den vergangenen Jahren
viele Investitionen aufgeschoben wurden. Auch das Thema Nachhaltigkeit
hat im Bereich der Pharmaindustrie im Hinblick auf die
Reduzierung der CO2-Fußabdrücke herstellender Unternehmen zunehmend
an Relevanz gewonnen.
Nachhaltigkeit und Verantwortung
Im Jahr 2022 hat Syntegon erneut seine Bemühungen in den Bereichen
Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental
Social Governance, ESG) verstärkt. Eines der Ziele des Unternehmens
ist es, seine CO2-Emissionen bis 2025 im Vergleich zu 2019
um 25 Prozent zu senken. Dafür hat Syntegon 2022 unter anderem
an den Standorten Beringen, Crailsheim, Dresden und Verna (Indien)
neue Photovoltaikanlagen errichtet.
Auch seine Kund:innen unterstützt das Unternehmen auf dem
Weg zu einer nachhaltigeren Produktion. Mit einem neu entwickelten
und vom TÜV Rheinland zertifizierten Verfahren zur Berechnung
einer Life-Cycle-Analyse bietet Syntegon herstellenden
Unternehmen der Pharma- und Lebensmittelindustrie volle Transparenz
über den CO2-Fußabdruck seiner Maschinen.
Verantwortung übernimmt der Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik
darüber hinaus für seine 5.800 Mitarbeiter:innen.
Eine weltweite Befragung der Belegschaft im Jahr 2022 hat gezeigt,
dass sich das bereits im Vorjahr über dem Branchenschnitt liegende
Engagement sowie die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter:innen
noch einmal erhöht haben. Weiterer Beleg dafür ist die jüngst
veröffentlichte Rangliste „LinkedIn Top Companies“. In dieser führt
das soziale Berufsnetzwerk Syntegon auf Platz zwei der 25 besten
Arbeitgeber für die berufliche Laufbahn in Deutschland.
Forschung und Entwicklung
In seinen über zehn Kompetenzzentren hat Syntegon auch im Jahr
2022 marktspezifische Forschungsprojekte vorangetrieben. Mehr als
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– Steigerung von Auftragseingang und Umsatz im Vergleich zu 2021
– Alternative Verpackungslösungen und ressourcenschonende Technologien helfen
Pharma- und Lebensmittelindustrie für mehr Nachhaltigkeit
– Neue Lösungen für die Lebensmittelindustrie geben Antworten auf den anhaltenden Automatisierungsbedarf
– Preisgekrönte Innovation für die Verarbeitung pharmazeutischer Kleinstchargen
– Erweiterung des Portfolios im Bereich Service und digitale Lösungen
1.400 Mitarbeiter:innen in den Bereichen Forschung und Entwicklung
haben zahlreiche Innovationen entwickelt, was sich in einer gestiegenen
Zahl von 2.000 Patenten und Patentanmeldungen (2021:
1.800) widerspiegelt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung
lagen im Jahr 2022 mit 49 Millionen Euro über denen des Vorjahres
(46 Millionen Euro).
„Im Mittelpunkt unseres Geschäfts stehen die Anforderungen
unserer Kund:innen. Deshalb arbeiten wir stets an neuen Prozessund
Verpackungslösungen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie
und treiben Markttrends wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und
Automatisierung voran“, sagt Dr. Michael Grosse, Vorsitzender der
Geschäftsführung von Syntegon.
Systemkompetenz für Lebensmittel
Mehrere Neuentwicklungen, die Syntegon im Jahr 2022 auf den
Markt gebracht hat, unterstreichen das Engagement des Unternehmens
für Nachhaltigkeit. In seine bewährte Sigpack TTM
Kartonierer Plattform hat das Unternehmen eine Lock-Style-
Technologie integriert, welche es ermöglicht, Energie und Materialkosten
einzusparen. Die neue PMX Verpackungsmaschine für
Mahlkaffee und ganze Bohnen verarbeitet recycelfähige Mono-
Materialien und spart durch Condition Monitoring Energie und
Material ein.
Mit verschiedenen Innovationen hat Syntegon den Trend zu
mehr Automatisierung in der Lebensmittelindustrie im Jahr 2022
mitgestaltet. Dazu zählen die neue Austragestation DCS und das
innovative Handling-System IDH für die besonders effiziente und
schonende Verarbeitung von Keksen und Crackern sowie die Komplettlinie
NutraFlash für die Produktion von Gummi- und Geleeprodukten.
Mit der weiterentwickelten, hochflexiblen Robotic Pick
& Place Platform (RPP) automatisiert Syntegon Prozessschritte wie
Handling, Zuführung und Beladung. Auch das 300. verkaufte Verpackungssystem
für Riegel ist Beleg dafür, dass Syntegon die aktuellen
Anforderungen des Marktes im Hinblick auf Effizienz bei gleichzeitig
hoher Qualität und Flexibilität zu erfüllen weiß.
Innovationen für die Pharmaindustrie
Die Pharma-Division von Syntegon erhielt 2022 eine prestigeträchtige
Auszeichnung: Versynta microBatch wurde mit dem Deutschen
Verpackungspreis prämiert. Syntegon entwickelt die vollautomatisierte,
handschuhlose Produktionszelle gemeinsam mit dem global
agierenden Pharmadienstleister Vetter, um den Bedarf an Kleinstchargen
hochwirksamer flüssiger Arzneimittel zu bedienen.
Mit dem Wirbelschicht-Laborgerät Solidlab 2 Plus und der Tablettenpresse
TPR 200 Plus hat Syntegon 2022 zudem neue Lösungen
für die Herstellung fester pharmazeutischer Darreichungsformen
auf den Markt gebracht. Beide Technologien unterstützen
zeitsparende Produkttransfers vom Labor- in den Produktionsmaßstab
mit einem besonderen Schwerpunkt auf kontinuierliche Herstellungsprozesse.
Erweitertes Portfolio im Bereich Services und digitale Lösungen
Der kontinuierliche Ausbau der Serviceleistungen und digitalen
Lösungen hat 2022 wesentlich dazu beigetragen, dass Syntegon die
täglichen Kund:innenbedürfnisse für seine weltweit 67.000 installierten
Maschinen noch besser erfüllen konnte. Sein Portfolio hat
das Unternehmen um Service Agreements erweitert, die Kund:innen
ein effektives Anlagen- und Wartungsmanagement zu festen
Preisen bieten.
Die neue cloudbasierte Softwarelösung Synexio ermöglicht es
Maschinen- und Produktionsdaten in Echtzeit zu erfassen, auszuwerten
und zu visualisieren. Insgesamt haben die Expert:innen für
Prozess- und Verpackungstechnik die Digitalisierung von Maschinenanbindungen
vorangetrieben und eine steigende Anzahl an Maschinen
bei Kund:innen angebunden.
Seine Lieferkettenstruktur für Ersatzteile hat Syntegon im vergangenen
Jahr neu aufgestellt, womit das Unternehmen seine Lieferzeiten
und Termintreue in Kund:innenprojekten deutlich verbessern
konnte. Das Servicegeschäft ist auf Basis steigender Nachfrage
für Servicevereinbarungen und digitale Lösungen insbesondere in
Amerika gewachsen.
Fortsetzung der Markttrends in 2023
Besonderes Highlight für Syntegon im Jahr 2023 ist die vom 4. bis
zum 10. Mai in Düsseldorf stattfindende Branchenmesse interpack.
Mit seinen dort präsentierten Produktneuheiten für die Pharmaund
Lebensmittelindustrie wird Syntegon erneut Antworten auf die
Markttrends Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung
geben.
Syntegon ist jüngst der Science-Based-Target-Initiative beigetreten
und wird im Zuge dessen in den nächsten Monaten seine
Ziele zur Emissionsreduzierung validieren lassen. Mitte des Jahres
veröffentlicht das Unternehmen zudem seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht.
„Mit unseren Lösungen werden wir auch im Jahr 2023 unseren
Beitrag für die Versorgung von Menschen mit sicher verpackten
Lebensmitteln und unter höchsten Produktionsstandards hergestellten
Medikamenten leisten – ganz im Sinne unserer Mission
Prozess- und Verpackungstechnik für ein besseres Leben“, so Dr.
Michael Grosse abschließend.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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EcoVadis-Silbermedaille
für
Fortschritte im
Bereich Nachhaltigkeit
Neuer Außendienstmitarbeiter
Süddeutschland
Die Firma MOHN freut sich, Herrn Manuel Kattner als neuen Berater
für den südlichen Bereich der Bundesrepublik vorstellen zu
können. Mit seinem Standort in Bad Abbach, im Donautal zwischen
Kelheim und Regensburg, wird Herr Kattner als Ansprechpartner für
Kunden in den Postleitzahlengebieten 70000-79999, 80000-89999
sowie 90000-97999 zur Verfügung stehen.
Herr Kattner bringt die erforderlichen Fachkenntnisse mit, die
er in seiner langjährigen Tätigkeit im Vertriebsbereich erworben hat.
Seine räumliche Nähe zu den Kunden im Vertriebsgebiet ermöglicht
es ihm, schnell und effizient zu reagieren und kurze Anfahrtswege
zu gewährleisten. Mit seiner freundlichen und zuverlässigen Art wird
Herr Kattner sicherlich eine wichtige Rolle in der Betreuung unserer
Kunden im süddeutschen Raum spielen.
„Wir sind sehr erfreut, dass wir Herrn Kattner für unser Team
gewinnen konnten“, so der Geschäftsführer David Mohn, MOHN
GmbH. „Seine Expertise und seine Erfahrung im Vertriebsbereich
werden uns dabei helfen, unsere Kunden noch besser betreuen zu
können. Wir sind überzeugt, dass Herr Kattner eine wichtige Rolle
in der Erweiterung unserer Präsenz im süddeutschen Raum spielen
wird.“
Die Firma MOHN ist einer der führenden Anbieter von innovativen
Lösungen im Bereich Hygiene- und Reinigungstechnik für die
lebensmittelverarbeitende Industrie und das Handwerk. Mit einem
breiten Angebot an Produkten und Dienstleistungen ist MOHN seit
mehr als 25 Jahren erfolgreich auf dem Markt tätig. Der neue Außendienstmitarbeiter
Herr Kattner wird dazu beitragen, dass das Unternehmen
seine Position als einer der wichtigsten Anbieter im süddeutschen
Raum weiter stärken wird.
MOHN GmbH
D 58540 Meinerzhagen
Manuel Kattner
Particle Measuring Systems (PMS), ein weltweit führender
Anbieter von Lösungen zur Überwachung von Verunreinigungen,
freut sich, bekannt geben zu können, dass das
Unternehmen für seine Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit
mit der EcoVadis-Silbermedaille ausgezeichnet wurde.
Das EcoVadis-Rating ist eine umfassende Bewertung der
Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) eines
Unternehmens, und PMS erhielt eine Punktzahl von 61/100,
womit das Unternehmen zu den besten 25 Prozent der von
EcoVadis bewerteten Unternehmen gehört.
„Particle Measuring Systems ist bestrebt, die Welt sauberer,
gesünder und produktiver zu machen und einen großartigen
Arbeitsplatz zu schaffen“, sagte John Mitchell, CEO
von PMS. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir für unser Engagement
für Nachhaltigkeit, das für uns an jedem Standort
oberste Priorität hat, ausgezeichnet wurden.“
Dies war die erste Teilnahme von PMS an dieser Bewertung.
Die Umfrage enthält spezifische Empfehlungen zur
Beibehaltung und Verbesserung der Punktzahl für die Bewertung
im folgenden Jahr. PMS verpflichtet sich, kontinuierlich
Empfehlungen zu identifizieren und umzusetzen und
seine ESG-Praktiken zu verbessern.
EcoVadis hat PMS für seine strengen ethischen Geschäftspraktiken,
seine Fortschritte im Bereich der erneuerbaren
Energien und seine verantwortungsvolle Abfallreduzierung
ausgezeichnet. In den letzten Jahren hat PMS alle
seine Standorte auf 100 % erneuerbare Energien umgestellt
und ist stets auf der Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung
seiner ESG-Praktiken. Die Ecovadis-Bewertung hat
dem Unternehmen viele Empfehlungen gegeben, die es in
den nächsten Jahren priorisieren und umsetzen wird.
Particle Measuring Systems Germany GmbH
Im Tiefen See 45
D 64293 Darmstadt
Telefon: +49 351 88963850
eMail: PMSGermany@pmeasuring.com
Internet: http://www.pmeasuring.de
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Silber-Medaille im Nachhaltigkeitsrating
von EcoVadis
Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Aspekt der Unternehmensstrategie von MULTIVAC: Mit langlebigen Maschinen, nachhaltigen
Prozessen, eigener Energieerzeugung, recyclingfähigen Verpackungskonzepten sowie seinem Engagement für
eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie leistet MULTIVAC einen signifikanten Beitrag zur
Verbesserung der Ökobilanz – im eigenen Unternehmen, in der Branche und bei seinen Kunden. Dies belegt nun auch die
Zertifizierung von EcoVadis, einer international anerkannten Ratingagentur für Nachhaltigkeitsbewertungen. MULTIVAC
wurde in diesem Jahr erstmalig von EcoVadis bewertet und mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet. Hiermit zählt der Verarbeitungs-
und Verpackungsspezialist zu den besten 25 Prozent der von EcoVadis analysierten Unternehmen.
Durch die intensive Prüfung verschiedener Anforderungen aus
den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie
nachhaltige Beschaffung ergibt sich ein transparentes Bild über
den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsleistung und möglicher Verbesserungspotenziale.
„Als international agierendes Unternehmen
sehen wir uns in der Pflicht, so verantwortungsvoll wie möglich
mit unserer Umwelt und Ressourcen umzugehen“, sagt Alexander
Hauschke, Executive Vice President Corporate Strategy bei MULTI-
VAC. „Vor allem in Bezug auf Umwelt sowie Arbeits- und Menschenrechte
liegen wir nach der Bewertung von EcoVadis weit über dem
Branchendurchschnitt. Unser Anspruch ist es, nun an den erkannten
Verbesserungspotenzialen anzusetzen, das Thema Nachhaltigkeit
dementsprechend weiter auszubauen und uns kontinuierlich weiter
zu verbessern.“
Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen hinsichtlich
Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte sowie Ethik messbar
machen
Nachhaltigkeitsrating (v.l.n.r.): Sophia Beck, Project Manager Corporate
Strategy, und Alexander Hauschke, Executive Vice President Corporate
Strategy, freuen sich über die EcoVadis Bewertung.
Mit einer Lösung für die Überwachung der Nachhaltigkeit in weltweiten
Lieferketten zählt EcoVadis zu den weltweit größten Anbietern
für Nachhaltigkeitsbewertungen. Analysiert werden die
Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen in den Themenfeldern
Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
Die EcoVadis-Ratings und Scorecards zeigen auf, wie gut
ein Unternehmen die Prinzipien der Nachhaltigkeit (Corporate Social
Responsibility) in sein Geschäfts- und Managementsystem integriert
hat. Die Methodik basiert auf internationalen Standards für
Nachhaltigkeit, darunter Global Reporting Initiative, United Nations
Global Compact sowie ISO 26000 und berücksichtigt über 200 Einkaufskategorien
und mehr als 175 Länder. Bis heute zählt die Eco-
Vadis-Datenbank über 100.000 bewertete Unternehmen in mehr als
160 Ländern und 200 Branchen.
MULTIVAC Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG
D 87787 Wolfertschwenden
„Echter Meilenstein“
– Schmalz erweitert US-Niederlassung
Das symbolische Band ist durchschnitten. Vor wenigen Tagen hat
Schmalz knapp zwei Jahre nach dem Spatenstich den Erweiterungsbau
seines US-amerikanischen Standorts eröffnet. Mit der Erweiterung
der Niederlassung in Raleigh, North Carolina wurde Platz für
rund 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Gruppenfoto vor dem neuen Erweiterungsbau: Das Team von Schmalz
USA feiert die Einweihung. (Bild: J. Schmalz GmbH)
„Diese Erweiterung ist ein echter Meilenstein und bietet für unsere
Kunden einen großen Mehrwert“, sagte Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender
Gesellschafter von Schmalz. „Die USA sind ein
Markt von außerordentlicher Bedeutung für uns, daher blicken wir
freudig auf die rasante Entwicklung unserer Auslandsgesellschaft
und sehen weiteren Wachstum entgegen.“
Schmalz hat in den USA einen steilen Aufstieg zu verzeichnen.
Durch den Erweiterungsbau hat sich die Fläche der Niederlassung
in Raleigh auf rund 8.000 Quadratmeter vergrößert. Schon vor dem
Ausbau hat der 1999 gegründete US-amerikanische Standort mit
rund 110 Mitarbeitenden zu den größten innerhalb der Schmalz
Gruppe gezählt. Nun sollen in Zukunft rund 60 weitere Arbeitsplätze
dazukommen.
J. Schmalz GmbH D 72293 Glatten
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Das Trockenreinraumzelt DryClean-CAPE® schafft nicht nur eine reine Produktionsumgebung,
sondern gleichzeitig auch eine mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit. © Fraunhofer IPA
In vier Schritten von der Idee bis zur Anwendung
Automatisierung von morgen
schon heute erfolgreich umsetzen
Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil bieten und sie fit machen für die Herausforderungen rund um die
Produktion der Zukunft: Mit diesem Leistungsversprechen präsentiert sich das Fraunhofer IPA von 27. bis 30. Juni 2023
auf der Messe automatica. Gäste erleben dort Anwendungen rund um Robotik, Automatisierung, Künstliche Intelligenz
sowie Reinraumtechnologien und gewinnen neue Einblicke durch regelmäßige Expert Sessions und das Interviewformat
»Interaktiv Live«.
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
IPA präsentiert sich auf der diesjährigen automatica mit elf Exponaten,
die zeigen, wie Unternehmen Automatisierungslösungen
auf höchstem Niveau umsetzen können. Das Angebot ist vielfältig:
Es richtet sich an Unternehmen mit bestehenden Anwendungen,
die diese optimieren möchten, und an Unternehmen, die ganz neue
Anwendungen realisieren möchten. Für jeden Projektabschnitt gibt
es Exponate, die dazu befähigen, eben jenen Abschnitt erfolgreich
umzusetzen.
Schritt 1: Machbarkeit technisch und wirtschaftlich einschätzen
Viele Unternehmen möchten automatisieren, befürchten jedoch
technische und wirtschaftliche Fehleinschätzungen. Hierfür bietet
das Fraunhofer IPA bereits seit Jahren die »Automatisierungs-Potenzialanalyse«
(APA). Das Entwicklerteam der APA geht für dieses
kompakte Projektformat direkt in die Unternehmen, analysiert den
Status quo und ermittelt eine objektive »Fitness for Automation« der
untersuchten Produktionsprozesse. Die APA wurde bereits bei über
500 Kunden weltweit für vielfältige Automatisierungsprojekte rund
um die Montage eingesetzt. Jetzt ist sie auch für Schweißprozesse
verfügbar. »Unternehmen erhalten so eine systematische Entscheidungsgrundlage,
die das Investitionsrisiko signifikant verringert«,
erklärt Lorenz Halt, Gruppenleiter am Fraunhofer IPA.
Bisher war die APA an das Fachwissen der Expertinnen und Experten
am Fraunhofer IPA gekoppelt. Zur Messe steht sie auch als
App beim Lizenzpartner Evia zur Verfügung. Unternehmen können
somit selbst eine Anwendung analysieren, die sie möglicherweise
automatisieren möchten. Neben den Anwendungen Montage und
Schweißen erarbeitet das Team aktuell auch eine APA für das Maschinenbeladen
sowie für die Logistik.
Und auch außerhalb von Produktionshallen ist oft mehr Automatisierung
gewünscht. Deshalb widmet sich eine Gruppe am
Fraunhofer IPA der Entwicklung einer robusten, autonomen Outdoor-Navigation
für die Herausforderungen typischer Outdoor-
Umgebungen. Outdoor-Intralogistik, Landwirtschaft oder Forst
sind Beispiele potenzieller Umgebungen. Eine zentrale Herausforderung
bei dieser Navigation sind die unterschiedlichen Lichtund
Witterungsbedingungen sowie Untergrundbefahrbarkeiten
und Hindernisse. So können bei Intralogistikprozessen zwischen
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Maschinelles Lernen macht den Griff-in-die-Kiste autonomer, schneller
und robuster. © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
Die »Automatisierungs-Potenzialanalyse« (APA) ist nun für
Schweißprozesse verfügbar. © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
Werkhallen Hindernisse wie Kabelbrücken, Gulligitter, Schlaglöcher
oder Stufen und Absätze autonome Systeme vor Schwierigkeiten
stellen. Am Messestand wird der prototypische Outdoor-
Roboter CURT_mini vorführen, wie sich solche Schwierigkeiten
durch aufeinander abgestimmte Hard- und Software lösen lassen
und wie sich Intralogistik auch in Outdoor-Bereichen erfolgreich
umsetzen lassen kann.
Verbunden ist das Exponat mit einem umfangreichen Beratungsangebot
rund um den sinnvollen Einsatz von autonomen mobilen
Robotern (AMR) in Innen- wie Außenbereichen. Das Fraunhofer
IPA blickt mit seiner Navigationssoftware auf eine lange Erfolgsgeschichte
zurück. Ein Beispiel findet sich in der Produktion
eines Automobilherstellers. 2014 kamen hier erstmals frei fahrende
fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) zum Einsatz, die die Software
des Instituts nutzten. Am Messestand wird ein solches FTF mit einem
darauf befindlichen Auto den Besucherinnen und Besuchern
auffallen – als Beleg und Symbol für den erfolgreichen Technologietransfer,
der auch zu einer Ausgründung führte.
Vom Feld zurück in die Produktionshallen geht es mit dem Exponat
»DesignChain«: Es adressiert die aktuelle Anforderung, dass
die Industrie zunehmend kundenindividuelle Produkte kostengünstig
und in immer kürzerer Zeit produzieren muss. Um dabei
im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können, empfiehlt sich
die sogenannte »DesignChain«. »Das bedeutet, dass die technische
Auftragsabwicklung von der Bestellung bis zum fertigen Produkt
durchgehend digitalisiert ist«, so Jonas Krebs, Mitentwickler des Exponats.
Die Aufwände für die Fertigungsvorbereitung halbieren sich
dadurch. Gäste am Fraunhofer-Stand können mithilfe des Exponats
ein individuelles Produkt konfigurieren, das in der Folge als CAD-
Modell erzeugt, fertigungsgerecht simuliert und anschließend für
den 3D-Druck eingeplant wird.
Schritt 2: Tragfähige Konzepte erstellen
Erfolgreiche Technologietransfers brauchen eine wasserdichte Planung
und Konzeption. Denn wenn in dieser Projektphase nicht sauber
gearbeitet wird, rächt sich das meist durch unerwartete Kosten
und Mehraufwände im späteren Projektverlauf. Um diese Projektphase
gezielt zu unterstützen, präsentiert das Fraunhofer IPA eine
auf funktionale Sicherheit (Safety) ausgerichtete Lösung sowie die
geplante Ausgründung »IntRAC« zur Umsetzung von Montagezellen
mit Robotern.
Sicherheitskonzepte können die Taktzeit einer Roboteranwendung
ungünstig beeinflussen. Mit dem Exponat »Robo-Dashcam« lässt
sich dies verbessern. Hierfür erfasst eine Kamera datenschutzkonform
sicherheitsrelevante Daten und Personen, während die Roboterzelle
in Betrieb ist. Basierend auf diesen Daten kann dann das
Sicherheitskonzept auch nachträglich angepasst werden, um die
Performance bzw. Taktzeit der Anwendung zu steigern. »Wir messen
die optimierte Roboterleistung und können Sicherheitsabstände
reduzieren. So zeigen wir den Erfolg des Projekts und die Effektivität
unserer Robo-Dashcam«, teilt Aulon Bajrami vom Fraunhofer
IPA mit, der die Anwendung mitentwickelt hat. Bis zu zehn Prozent
mehr Produktivität und eine um 54 Prozent reduzierte Zeit für die
Risikobeurteilung sind möglich.
Die Robo-Dashcam ist Teil von CARA, dem »Computer-Aided
Risk Assessment«, mit dem das Institut Unternehmen dabei unterstützt,
Sicherheitskonzepte systematisch und teilautomatisiert zu
erstellen und Performance-Verbesserungen zu ermöglichen. Da das
Institut bereits seit 15 Jahren in der internationalen Normung aktiv
ist, fließen in all seine Entwicklungen auch die neuesten Erkenntnisse
aus dieser Gremienarbeit ein.
Mit dem geplanten Spin-off »intRAC« (intelligent Robotic Assemby
Cell) bietet das Fraunhofer IPA insbesondere für die wirtschaftliche
Kabel- und Steckermontage eine modulare Automatisierungslösung,
auch für kleine Losgrößen. »Unser Angebot geht
auf die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen ein,
indem die modulare Roboterzelle flexibel und schnell an verschiedene
Produkte angepasst werden kann. Dies ermöglicht den Unternehmen
bereits mit einem System verschiedene Varianten zu fertigen
und damit planbare Investitionsentscheidungen zu treffen«, beschreibt
Arik Lämmle aus dem Gründerteam das Werteversprechen.
Damit richtet sich intRAC direkt an Betriebe, die meist kein Wissen
über Roboter besitzen und die besonders stark vom Fachkräftemangel
und hohen Lohnkosten betroffen sind. In die Ausgründung fließt
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Die »Robo-Dashcam« erfasst datenschutzkonform sicherheitsrelevante
Daten und Personen, während die Roboterzelle in
Betrieb ist. So kann das Sicherheitskonzept auch nachträglich
noch angepasst werden. © Fraunhofer IPA
»DesignChain« ist die durchgehende Digitalisierung und Automatisierung
der technischen Auftragsabwicklung – von der Bestellung
bis zum fertigen Produkt. © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
Expertenwissen aus nunmehr 15 Jahren rund um die Montageautomatisierung
und Software-Entwicklung für diesen Bereich ein.
Schritt 3: Technische Machbarkeit experimentell
oder simulativ absichern
Ist die grundsätzliche Idee abgesichert und liegt ein Konzept zur Anwendungsrealisierung
vor, geht es um das Prüfen der Machbarkeit.
Auch zu diesem Projektschritt bietet das Fraunhofer IPA beispielhafte
Exponate am Stand.
Eines davon ist »AI Picking«, der KI-basierte Griff-in-die-Kiste.
Damit adressiert das Entwicklerteam vom Fraunhofer IPA genau
die technischen Hürden, die eine umfassende Nutzung des Griffin-die-Kiste
trotz hohem wirtschaftlichem Potenzial noch immer
hemmen. »Der Einsatz von KI, oder genauer von deren Teilgebiet
Maschinellem Lernen, macht die Anwendung autonomer, schneller
und robuster«, beschreibt Mitentwickler Marius Moosmann vom
Fraunhofer IPA die KI-basierten Mehrwerte. Wie das konkret aussieht,
zeigt das zweigeteilte Exponat. Der eine Teil mit klassischem
Griff-in-die-Kiste führt vor, wie Objekte aus Kisten mit gemischtem
Inhalt zuverlässig erkannt und gegriffen werden. Zudem werden
Verhakungen automatisch erkannt und die Entnahmebahn des Roboters
so geplant, dass sich die Verhakung löst. Der andere Exponatsteil
zeigt, wie unterschiedliche Gebinde auf einer sortenreinen
Palette erkannt und gegriffen werden. Ein Roboter schichtet die Gebinde
passend um.
Zum Angebot rund um das zuverlässige Greifen nahezu beliebiger
Objekte gehören auch virtuelle Machbarkeitsuntersuchungen.
Unternehmen können so schnell und ohne Investitionen in Material
die Machbarkeit einer Griff-in-die-Kiste-Anwendung prüfen
lassen. Sie erhalten Aussagen über das passende Zellenlayout, die
Hardware, die Greifbarkeit vieler Werkstückgeometrien und weitere
Informationen wie mögliche Taktzeiten, Verfügbarkeiten und Griffe
pro Stunde. So liegt eine umfassende Analyse als Entscheidungsgrundlage
vor.
Neben dem Greifen aus einer Kiste erreichen auch immer mehr
Fragen rund um das Ablegen in eine Kiste die Expertinnen und
Experten am Fraunhofer IPA. Dieser Vorgang wird insbesondere
durch den boomenden Onlinehandel immer wichtiger. Das Exponat
zum »Bin Packing« führt vor, wie auch dies vollautomatisiert möglich
wird. Tim Nickel, Mitentwickler der Anwendung, erklärt deren
Vorteile: »Ohne zuvor eingelernte Daten zu den Objekten kann das
Robotersystem Freiformen platzsparend und ohne Packmuster oder
Vorkommissionierung greifen und sauber in einen Karton ablegen.
Wir erreichen hiermit eine fünf Prozent höhere Verpackungsdichte
und das bei deutlich reduzierten Vorbereitungsaufwänden.« Die
Gäste können auf dem Messestand mit dem Roboter interagieren,
indem sie ihm ein Objekt anreichen und dieser es ohne Vorbereitung
greift und einpackt. Auch für das Bin Packing sind Machbarkeitsstudien
in Simulationen möglich.
Schritt 4: Konzepte in der Produktion implementieren
Schließlich bietet Fraunhofer auch umfangreiche Möglichkeiten
zur finalen Realisierung einer Anwendung. Wie das aussehen kann,
zeigt das Fraunhofer IPA beispielhaft mit drei Exponaten.
So adressiert die Software »pitasc« eine häufige Hürde für die
Montageautomatisierung, nämlich die Variantenvielfalt, die bisher
mit hohen Programmieraufwänden einhergeht. Diese Aufwände
machen den Einsatz von Robotik schnell unwirtschaftlich. Genau
hier setzt pitasc an: Mit der Software muss eine Montageaufgabe
nicht mehr Punkt für Punkt programmiert werden. Stattdessen erfolgt
die Programmierung relativ zum Werkstück strukturiert und
modular basierend auf Daten, die Sensoren am Roboter liefern.
Vorgefertigte, wiederverwendbare Programmmodule helfen dabei,
insbesondere knifflige, kraftgeregelte Montage-anwendungen
schneller als bisher umzusetzen und ermöglichen eine effiziente
Anpassung an neue Varianten. »So können zum Beispiel die Position
des Roboters, die Vorrichtungen und sogar der Endeffektor ohne
Neuprogrammierung gewechselt werden«, erklärt Anwar Al Assadi,
Gruppenleiter am Fraunhofer IPA, die Vorzüge der pitasc-Lösung.
Einen anderen Ansatz für eine bessere Planung und Durchführung
einer Montage verfolgt eine Ausgründung des Fraunhofer IPA.
Das Start-up entwickelt die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren-
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Viele der beschriebenen Exponate sind Ergebnisse und Belege eines
erfolgreichen Technologietransfers und gewinnbringender Anwendungsentwicklungen
rund um die Robotik am Fraunhofer IPA.
Die Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme blickt in diesem Kontext
auf eine bereits 50-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Und das
wird groß gefeiert: Aus diesem Anlass wird es von 26. bis 29. September
2023 eine Festwoche geben. Sie steht ganz unter dem Motto
#whatsnextrobotics – denn auch wenn der Blick zurück wichtig ist
und das Erreichte gefeiert werden soll, ist der Blick in die Zukunft viel
entscheidender, um zu zeigen, wie das Fraunhofer IPA die Robotik
von morgen schon heute gestaltet und bereit für die Praxis macht.
Mit virtuellen Machbarkeitsuntersuchungen können Unternehmen
schnell und ohne Investitionen in Material die Machbarkeit einer
Griff-in-die-Kiste-Anwendung prüfen lassen. © Fraunhofer IPA
de Software »Assemblio« Assembly Suite, die CAD-STEP-Dateien
analysiert und auswertet. Jedes CAD-System kann diese informationsreichen
Dateien generieren. Sie liefern der »3D-Analyse-KI« alle
notwendigen Informationen, um strukturierte Montageinformationen
präzise abzuleiten. Eine zweite Komponente von Assemblio ist
der »Assembly Composer«, der die extrahierten Montageinformationen
einliest und in ein Tool für die Montageplanung einspeist. Das
Tool zeigt montagerelevante Informationen vereinfacht grafisch an,
sodass die Montage spielend einfach und fehlerfrei planbar ist. Die
KI-Montageassistenz »KIM« erstellt automatisch und kostengünstig
Montageassistenzen zur interaktiven Unterstützung des Personals.
Die Assistenz ist variabel und kann 2D- oder 3D-basiert sein. Alexander
Neb, CEO der Ausgründung: »Erste Nutzerstudien zeigen eine
Zeitersparnis von bis zu 92 Prozent, wenn Assemblio zum Einsatz
kommt.« Ab Juli dieses Jahres wird die Software kommerziell verfügbar
sein.
Ein drittes Beispiel für erfolgreiche Anwendungsrealisierungen
ist das Reinraumsystem CAPE®. Dies ist ein flexibles Reinraumsystem,
das eine Luftreinheit der ISO-Klassen 1 bis 9 realisiert. Ähnlich
wie bei Zelten lässt sich das CAPE®-System innerhalb weniger
Stunden bzw. weniger Tage aufbauen und in Betrieb nehmen. In
den vergangenen Jahren haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
das CAPE® zu einer ganzen Produktfamilie erweitert.
»Neuestes Familienmitglied ist unser DryClean-CAPE®, das wir auf
der automatica zeigen. Es schafft nicht nur eine reine Produktionsumgebung,
sondern gleichzeitig auch eine mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit,
beispielsweise einem Taupunkt von -50°C«, erklärt
Frank Bürger, Gruppenleiter am Fraunhofer IPA. In der industriellen
Batteriezellenproduktion ist das DryClean-CAPE® bereits im
Einsatz, aber auch für die Automobilproduktion oder die Luft- und
Raumfahrt ist die Technologie entscheidend.
Erfolgreicher Technologietransfer: »50 Jahre Robotik
am Fraunhofer IPA«
Im Rahmen der Festwoche gibt es verschiedene Programmpunkte,
zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind:
– 26. und 27. September 2023: International Symposium
on Robotics (ISR)
– 27. September 2023: Technologieforum Fahrerlose
Transportsysteme und mobile Roboter
– 28. September 2023: Application Day – Zielgruppenspezifische
Veranstaltungen zu den Themen Mensch-Roboter-Kollaboration,
Schweiß-Cobots in der Anwendung, Robotische Assistenzsysteme
für die Pflege, Technologieseminar Roboter im Warenlager,
Erfahrungsaustausch Automatisierungs-Potenzialanalyse
– 29. September 2023: Öffentliche Führungen durch die
Versuchsfelder, danach ab 17 Uhr »Lange Nacht der Robotik«
Alle Informationen rund um die 50-Jahr-Feier finden sich unter:
ipa.fraunhofer.de/50y_de
Auch auf der automatica steht das Team des Fraunhofer IPA für
alle Fragen rund um die Feierlichkeiten zur Verfügung.
Und übrigens: Schon Anfang des Jahres haben Forscherinnen
und Forscher der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am
Fraunhofer IPA ein Geheimnis gelüftet. Sie haben aufgedeckt, was
Roboter nachts alles anstellen: https://youtu.be/a8ymTUOJuZc
Weitere Informationen
Expert Sessions:
Von Dienstag bis Donnerstag (27. bis 29. Juni 2023) bietet das Fraunhofer
IPA Expert Sessions, also geführte Themenrundgänge auf dem
Stand. Alle Interessierten können sich im Vorfeld hierzu anmelden
oder einfach spontan kommen. Die voraussichtliche Terminplanung
(gültig für alle drei Tage) befindet sich unter dem Anmeldelink:
https://s.fhg.de/3hG
Interaktiv Live:
Zweimal täglich gibt es von 27. bis 29. Juni 2023 am Messestand ein
Live-Interview mit einer Expertin oder einem Experten, das auch
auf LinkedIn übertragen wird. Die Gespräche mit verschiedenen
Unternehmensvertretern und Kunden werden sich rund um den erfolgreichen
Technologietransfer mit Fraunhofer drehen. Die voraussichtliche
Terminplanung (gültig für alle drei Tage): 10.30 bis 11 Uhr
sowie 14 bis 14.30 Uhr.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12
D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
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Seite 51/83
Syntegon investiert weiter in den Standort Crailsheim:
Am 20. April fand der Spatenstich für ein neues
Bürogebäude statt.
Im neuen Bürogebäude in Crailsheim entstehen auf
vier Stockwerken mit insgesamt 2.100 Quadratmetern rund
100 Arbeitsplätze und weitere Gemeinschaftsräume.
Syntegon erweitert Kapazitäten in Crailsheim:
Spatenstich für neues Bürogebäude
– 2.100 Quadratmeter mit Dachterrasse, Kaffeeküchen und Fokusräumen
– SYNSPACES-Konzept für moderne Arbeitswelten
– Einzug im ersten Halbjahr 2025 geplant
Syntegon investiert weiter in den Standort Crailsheim. Am 20. April
fand im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer und
Standortleiter Stephan März der Spatenstich für ein neues Bürogebäude
statt. Dieses soll im ersten Halbjahr 2025 bezugsfertig sein.
Auf vier Stockwerken entstehen auf insgesamt 2.100 Quadratmetern
rund 100 Arbeitsplätze und weitere Gemeinschaftsräume. „Unsere
Produktion in Crailsheim läuft auf Hochtouren. Parallel erweitern
wir die räumlichen Kapazitäten und implementieren SYNSPACES,
das neue Konzept für moderne Arbeitswelten“, sagt Stephan März.
SYNSPACES: neues Konzept für moderne Arbeitswelten
Das neue Bürogebäude ist eines der ersten, das komplett nach dem
SYNSPACES-Konzept gestaltet wird. Die Syntegon-weite Initiative
beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit der Zukunft. „Das Konzept
hat zum Ziel, unsere Arbeitswelten so zu gestalten, dass alle Mitarbeiter:innen
ihr volles Potenzial entfalten können“, erläutert Ulrike
Bosch, projektleitende Architektin bei Syntegon. Dazu gehören
auch eine große Dachterrasse und mehrere Kaffeeküchen, die als
abteilungsübergreifende Treffpunkte genutzt werden können.
Fokus- und Besprechungsräume bieten viel Raum für gemeinsames
Arbeiten in angenehmer Atmosphäre. So soll das neue Gebäude
größtmögliche Synergien zwischen den verschiedenen Bereichen
und Teams erzeugen. „Syntegon ist ein attraktiver Arbeitgeber
– weltweit und in unserer Region“, so März. „Wir wollen weiter
wachsen und investieren in die Zukunft des Standorts Crailsheim.“
Die Bauarbeiten werden im Frühling dieses Jahres unter der Leitung
des Bauunternehmens Hans Fuchs aus Ellwangen beginnen.
Größter Standort der Syntegon-Gruppe
Mit 1.150 Mitarbeiter:innen ist Crailsheim der größte Standort der
Syntegon-Gruppe. In Crailsheim entwickelt und produziert das
Unternehmen hochwertige Lösungen für die sterile Abfüllung
flüssiger und pulverförmiger Pharmazeutika für Kund:innen weltweit.
Zum Portfolio zählen unter anderem Füll- und Verschließmaschinen
für Ampullen, Vials, Karpulen und Spritzen, sowie Barrieresysteme
und Inspektionstechnologien. Darüber hinaus bietet
Syntegon ein umfassendes Serviceportfolio – vom Ersatzteilmanagement
bis hin zur digitalen Anlagenoptimierung über den gesamten
Maschinenlebenszyklus hinweg. Die Erfolgsgeschichte des
Standortes begann 1952 als Kilian & Co. GmbH. Seit 1984 ist er Teil
der Syntegon-Gruppe.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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(Copyright: CWS International GmbH)
Digitalisierung den Waschraums
– für die PureLine gibt es jetzt IoT-Features
– Mit der neuen IoT-Lösung „smartMate“ können Waschraumbetreibende nachhaltig
und vorausschauend Spender befüllen und warten.
– smartMate ermöglicht die mobile Einsicht der Füllstadien von Verbrauchsmaterialien
sowie die Gewährleistung der Funktionalität.
Als führender Anbieter von Waschraumlösungen arbeitet CWS an
der Entwicklung des Waschraums der Zukunft. Die neueste Innovation:
eine IoT-basierte Lösung für die Waschraumserie PureLine,
die die Wartung von Waschräumen effizienter macht und somit für
höheren Komfort und Hygiene sorgt – sowohl bei Anwender*innen
als auch bei Waschraumbetreibern.
Zukunftsweisende Technologie
Die neue IoT-Lösung namens smartMate ermöglicht es Gebäudebetreibenden,
Waschräume mit PureLine-Spendern in Echtzeit zu
überwachen und zu warten. Über das Webportal von smartMate erhalten
Kunden Informationen und Datenanalysen, die ihnen helfen,
Stoßzeiten vorauszusehen und leere Spender zu vermeiden. Eine
Standortanzeige der betroffenen Spender hilft ihnen dabei, den entsprechenden
Waschraum gezielt aufsuchen zu können.
Mit der smartMate-App können Kunden auch unterwegs auf
die Echtzeit-Informationen zugreifen. Dazu gehören Batteriestatus,
Verbrauchsmaterialstatus und Online-Status. Das entsprechende
Webportal ermöglicht auch eine umfassende Datenanalyse. Anhand
Statistiken, wie der Gesamtzahl der ausgegebenen Portionen und
der Anzahl der Nachfüllungen, erkennt smartMate Spitzenzeiten
und demonstriert diese im benutzerfreundlichen Dashboard. Dies
führt zu einer schnelleren Reaktionszeit bei der Planung und einer
besseren Bestandsverwaltung.
Die smartMate-Lösung von CWS basiert auf neuester IoT-Technologie
(= Internet of Things, zu Deutsch „Internet der Dinge“), mit
der physische Objekte wie Seifenspender, Handtuchspender und
Toilettenpapierhalter mit Sensoren und Software über das Internet
verbunden werden. Auf diese Weise können Daten mit anderen Geräten
und Systemen ausgetauscht werden. Für die CWS PureLine
bedeutet die Ausstattung mit IoT-Lösungen, dass die Effizienz und
die Hygiene der Waschräume verbessert und letztendlich das Erlebnis
der Nutzenden optimiert wird.
Smart für mehr Nachhaltigkeit
smartMate ist intuitiv und nachhaltig: Die Kunden können die Verbrauchsmaterialien
auffüllen, kurz bevor sie aufgebraucht sind, und
vermeiden so unnötigen Abfall. In der Nachhaltigkeitsoptimierung
ist smartMate also eine wichtige Stütze, um die Verschwendung von
Verbrauchsmaterialien zu reduzieren, indem der Verbrauch überwacht
und die Nachfüllpläne optimiert werden. Zudem können die
Abgabemengen der Spender so angepasst werden, dass mehr Nutzungen
pro Füllung möglich sind.
Maximale Flexibilität
„Durch die IoT-basierte Lösung für unsere PureLine-Spender werden
öffentliche und halb-öffentliche Waschräume auf ein neues
Niveau gehoben,“ sagt Enzo Lagrasta, Head of Divisional & Regional
Product Management bei CWS Hygiene. „Jeder Waschraumbetreiber
hat das Ziel, seinen Nutzenden die benötigten Hygieneprodukte
wie Seife und Papier zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung stellen zu
können. Mit smartMate ausgestattete Waschräume sind darauf optimiert,
diese Produkte durchgehend bereitzustellen und auf stark
frequentierte Stoßzeiten flexibel zu reagieren.“
Die smartMate-Lösung ist ab sofort erhältlich für die PureLine-
Produktlinie für Händetrockner, Flüssigkeits- und Toilettenpapierspendern.
CWS Cleanrooms Deutschland GmbH & Co.KG
Dreieich Plaza 1 A
D 63303 Dreieich
Telefon: +49 6103 3091290 Telefax: +49 6103 309169
eMail: cleanrooms.de@cws.com
Internet: http://www.cws.com/reinraum
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1zu1 und STORZ MEDICAL realisieren im
3D-Druck kompakte, strömungsoptimierte
Luftverteiler für ein Medizintechnik-Gerät.
(Foto: Darko Todorovic)
3D-Druck erlaubt ein strömungsoptimiertes
Design und die Integration von Funktionen.
(Foto: Darko Todorovic)
1zu1 sorgt mittels automatisierter Strahlanlage
für noch mehr Effizienz in der Produktion und
Nachbearbeitung. (Foto: Darko Todorovic)
Technologievorsprung ermöglicht effiziente Fertigung für Medizintechnik-Produkt
3D-Druck in Serie:
1zu1 realisiert über 50.000 multifunktionale
Serienteile für STORZ MEDICAL
Das Dornbirner High-Tech-Unternehmen 1zu1 ist weltweit Pionier für die Serienproduktion hochwertiger Komponenten
im 3D-Druck. Technologischer Vorsprung, modernste Anlagen und langjährige Erfahrung ermöglichen schon heute die Fertigung
marktreifer Bauteile mit maximaler Flexibilität und außergewöhnlichen geometrischen Freiheiten. Für ein Medizintechnik-Produkt
des renommierten Schweizer Unternehmens STORZ MEDICAL hat 1zu1 mehr als 50.000 kompakte,
strömungsoptimierte Elemente im 3D-Druck realisiert.
Filigrane Strukturen, geringes Gewicht, begrenzte
Stückzahl und hoher Individualisierungsgrad:
Das High-Tech-Unternehmen
1zu1 erfüllt mit hochwertigen 3D-Druck-
Bauteilen die komplexen Anforderungen an
Medizintechnik-Produkte und ermöglicht
seinen Kunden so einen Wettbewerbsvorteil.
„Werkzeuglose Fertigung, freie Formgebung,
die Integration von Funktionen
und der fließende Übergang vom Prototyp
zur Serie sparen Zeit, Zusatzteile, Entwicklungskosten
und gewährleisten die Geheimhaltung“,
betont 1zu1-Geschäftsführer
Hannes Hämmerle. „Wir reizen das gesamte
Potenzial des Selektiven Lasersinterns aus,
haben neue Maßstäbe bei der Prozessstabilität
gesetzt und schaffen so homogenere
Bauteile als je zuvor“, ergänzt Geschäftsführer
Wolfgang Humml.
1zu1 hat in einem Langzeitprojekt für
das renommierte Medizintechnik-Unternehmen
STORZ MEDICAL mehr als 50.000
zweiteilige Luftverteiler für ein Stoßwellentherapie-Gerät
realisiert und so den Weg
zur industriellen Serienproduktion im 3D-
Druck geebnet. Als EOS-Entwicklungspartner
verfügt das Unternehmen über die neuesten
und leistungsstärksten Laser-Sinter-
Anlagen und wirkt bei der Weiterentwicklung
des 3D-Drucks aktiv mit. Dazu kommt
der Vorsprung bei Veredelungsverfahren
und die Effizienz- und Qualitätssteigerung
in der Nachbearbeitung und Qualitätssicherung.
Referenzprojekt: Pionierleistung als
Innovationstreiber
Design und Stückzahl des Medizintechnik-
Produkts sind wie geschaffen für die Konstruktion
im 3D-Druck. Die geometrische
Freiheit des Verfahrens ermöglicht leichte,
platzsparende und strömungsoptimierte
Komponenten mit integrierten Funktionen
wie Kanälen, Hinterschnitten und Kammern.
Der Einsatz modernster Technologie
erlaubte nun die Weiterentwicklung der
Komponente zur einteiligen Lösung. Dabei
sammelte 1zu1 durch die exklusive Nutzung
der Hochleistungsanlage EOS P500 rund
zwei Jahre lang wertvolle Praxiserfahrungen.
Die schnellste Lasersinter-Anlage am
Markt sorgt in Kombination mit optimierten
Parametern für höchste Prozessstabilität
und eine serienreife Wiederholgenauigkeit
von nahezu 100 Prozent.
Innovative Technologien wie chemisches
Glätten, automatisiertes Strahlen und
die umfassende Qualitätskontrolle mittels
Computertomographie reduzieren Prozessschritte
und erhöhen die Rentabilität der
Serienfertigung im 3D-Druck. „Wir setzen
auf die neuesten verfügbaren Maschinen,
erweitern laufend das Portfolio und optimieren
die Produktionsprozesse. Unsere
Pionierleistung und das Vertrauen unserer
Kunden sind der Antrieb für Innovationen“,
freut sich 1zu1-Betriebsleiter Christian
Humml.
1zu1 Prototypen GmbH & Co KG
A 6850 Dornbirn
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Kühlschmierstoffe für Werkzeugmaschinen bleiben mit Vinkocide BB WM von Vink Chemicals frei von Bakterien- und Pilzbefall.
(Bild: © oyoo – stock.adobe.com)
Vinkocide BB WM – effektive Nachkonservierung für Kühlschmierstoffe
Einfache Verwendung, langanhaltende Wirkung
Mit Vinkocide BB WM hat Vink Chemicals eine Biozid-Formulierung entwickelt, mit der Kühlschmierstoffe für Werkzeugmaschinen
über lange Zeit frei von Pilz- und Bakterienbefall bleiben. Vinkocide BB WM ist einfach in der Handhabung und
erfüllt die strengen Biozid-Richtlinien.
In der industriellen Fertigung sind flüssige Kühlschmierstoffe unverzichtbar
für den Betrieb moderner Werkzeugmaschinen wie beispielsweise
CNC-Fräsen. Damit die Kühlschmierstoffe, sogenannte
Emulsionen, in den Anwendungen ihre Eigenschaften behalten,
müssen sie vor Schimmelpilz-, Hefe- und Bakterienbefall geschützt
werden. Vinkocide BB WM ist ein neu entwickeltes Biozidprodukt
für die Nachkonservierung von Kühlschmierstoffen, wie sie in der
metallbearbeitenden Industrie verwendet werden. Vinkocide BB
WM ist hochwirksam gegen Schimmelpilze und Hefen und zeigt
dank einer innovativen Formulierung eine ausgezeichnete Wassermischbarkeit
und Selbstemulgierung.
Effektive Nachkonservierung wird immer wichtiger
Vor allem in der EU haben sich in jüngster Zeit die Anforderungen an
Konservierungsmittel stark gewandelt, auch im Bereich der Nachkonservierung
von Kühlschmierstoffen in der metallbearbeitenden
Industrie (Tankside Treatment). Die aktuellen EU-Verordnungen
und Richtlinien schränken die Auswahl an bioziden Wirkstoffen
stark ein, denn im Mittelpunkt steht der Schutz für Mensch und Umwelt.
Inzwischen verzichten viele Hersteller von Kühlschmierstoffkonzentraten
auf den Einsatz von Bioziden, um ein Labelling ihrer
Konzentrate zu vermeiden. Daher ist eine effektive Nachkonservierung
umso wichtiger.
Um die potenzielle Bandbreite an Mikroorganismen möglichst
gering zu halten, hat es sich bewährt, den pH-Wert des gesamten
Kühlschmierstoffkreislaufes zu erhöhen. Das jetzt alkalische System
begünstigt weniger, dafür allerdings neue Varianten einer mikrobiologischen
Kontamination, vor allem durch Schimmelpilze und Hefen.
Zudem reduziert der hohe pH-Wert die sinnvollen Optionen der
noch zugelassenen bioziden Wirkstoffe. Mit der speziellen Formulierung
von Vinkocide BB WM ist es Vink Chemicals gelungen, die
typischen Nachteile zu umgehen, welche bei der Verwendung der
drei gängigen Wirkstoffe (Natriumpyrithion, IPBC oder BBIT) entstehen.
Die neue Formulierung nutzt den Wirkstoff BBIT, ist nichtreaktiv
mit Metallen und bleibt bei pH-Werten von 7–12 sowie hohen
Temperaturen lange Zeit anwendungsstabil.
Vinkocide BB WM besitzt eine ausgezeichnete Wassermischbarkeit
und ist einfach in der Handhabung durch direktes tankseitiges
Beimischen. In der empfohlenen Einsatzkonzentration besteht
keine Kennzeichnungspflicht.
Weitere Vorteile von Vinkocide BB WM:
– Geeignet für alle gängigen Kühlschmierstoffe (synthetisch,
halb-synthetisch und mineralölbasierend)
– Keine Bildung von BBIT- Agglomerat
– Anwendungsstabil bei pH-Werten von 7–12
– Temperaturbeständig, hohe Langzeitwirkung
– Geringe Schaumbildungsneigung
– Erfüllt die EU-Richtlinien zum PT13-Gebrauch
Vink Chemicals
D 21250 Tostedt
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Sumitomo (SHI) Demag blickt auf einen gut besuchten Messestand
auf der Pariser Messe Pharmapack zurück
Großes Interesse an vollelektrischen
Maschinen sowie Automation
auf der diesjährigen Pharmapack
Mit einem zufriedenen Resümee blickt Andrew Sargisson, Regional Sales Director (Business Development Medical) bei der
Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH, auf die Pharmapack in Paris zurück. Ende Januar 2023 hatten sich hier
rund 300 Aussteller den insgesamt 5.000 Besuchern präsentiert. „Es waren viel mehr Besucher da als bei der Veranstaltung
vor einem Jahr, als die Corona-Pandemie noch ein bestimmendes Thema war“, berichtet er. Besonders die Internationalität
der Gäste sei gestiegen, so Sargisson. „Insgesamt dominierte der europäische Raum“, erklärt der Regional Sales Director.
Trotz der derzeitigen makroökonomischen Unsicherheiten durch
den Ukraine-Krieg sei die Stimmung der Besucher am Stand positiv
gewesen und es wurden einige interessante Anfragen für zukünftige
Projekte besprochen. „Viele der Unternehmen blicken durchaus
optimistisch in die Zukunft“, sagt Sargisson. Zwar habe die Energiekrise
ebenfalls viele Debatten auf der Fachschau bestimmt, jedoch
sei Sumitomo (SHI) Demag hier dank seiner vollelektrischen
Maschinen hervorragend aufgestellt. Dies gelte ebenso für die Anwendungsschwerpunkte,
die im Fokus der Messebesucher standen.
„Micromolding und LSR waren die Top-Themen. Für beides bieten
wir umfassende Lösungen an“, zeigt er sich überzeugt.
Besonders die vollelektrische Baureihe IntElect sei im mittleren
Schließkraftbereich zwischen 100 und 220 Tonnen für den
Medizinmarkt interessant. „Hier gab es das größte Interesse“, verrät
der Regional Sales Director. Er sieht sein Unternehmen für die entsprechenden
Anforderungen gut gerüstet, dank hoher Kompetenz
für medizintechnische Anwendungen mit extrem engen Toleranzen
in großen Stückzahlen. „Unsere hochpräzise Direktantriebstechnik
sorgt für mehr Präzision und Reproduzierbarkeit und damit für höhere
Qualität der medizinischen Komponenten. Dabei sind die Maschinen
besonders sauber, schnell und leise.“
Auch die neue und im vergangenen Jahr auf der K 2022 erstmals
der Weltöffentlichkeit vorgestellte PAC-E sei auf großes Interesse
gestoßen. „Diese neue vollelektrische Schnellläufer-Spritzgießmaschine
ist die Zukunft, da sie die hervorragende Performance der El-
Exis SP mit höherer Energieeffizienz und mehr Sauberkeit kombiniert.
Die Neugier auf diese neue Maschine, deren Markteinführung
bald beginnt, ist dementsprechend sehr groß“, erläutert Sargisson.
„Ein weiteres großes Thema waren unsere Automations-Lösungen.
Viele Besucher haben sich einen Überblick darüber verschafft,
was wir in diesem Bereich anbieten“, ergänzt er. Sumitomo
(SHI) Demag hatte im vergangenen Jahr zahlreiche neue Roboter-
Entwicklungen vorgestellt und nach der Einführung der SAM-C-
Baureihe (C = cartesian, karthesische Kinematik) mit SAM-S eine
6-achsige Hybrid-Robotermechanik aus „S“ (Scara)- und Linearroboter
eine weitere zukunftsweisende Automatisierungsmöglichkeit
in der Kunststoff-Fertigung präsentiert.
Sumitomo (SHI) Demag
D 90571 Schwaig
Andrew Sargisson, Regional Sales Director (Business Development Medical) at Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH
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Arburg auf der rapid+tct 2023
Größter Freeformer 750-3X Highlight auf
größter 3D-Druck-Messe in Nordamerika
Vom 2. bis 4. Mai 2023 fand in Chicago die rapid+tct, die größte US-Messe im Bereich 3D-Druck, statt. Ein Highlight auf
dem Arburg Messestand war der Freeformer 750-3X, der in Nordamerika Premiere feierte. Der industrielle 3D-Drucker mit
großem Bauraum arbeitet schnell, präzise und wirtschaftlich und ist prädestiniert für Funktionsbauteile in Hart-Weich-
Verbindung. Ein Freeformer 300-3X in Hochtemperatur-Ausführung verarbeitet für die Luft- und Raumfahrt qualifiziertes
Ultem live zu Luftkanälen. Drei weitere Exponate von innovatiQ runden das breite AM-Produktportfolie von ARBURGadditive
ab.
„Die rapid+tct ist eine der wichtigen Fachmessen für den industriellen
3D-Druck und bietet eine exzellente Plattform, unsere Markenbekanntheit
zu stärken und als Maschinen-Highlight unseren
großen Freeformer 750-3X erstmals in Nordamerika zu präsentieren”,
so Dr. Victor Roman, Geschäftsführer ARBURGadditive. „Wir
zeigen darüber hinaus unser komplettes Portfolio – vom schnellen
und wirtschaftlichen 3-Druck von Prototypen für eine beschleunigte
Time-to-Market bis zur additiven Verarbeitung anspruchsvoller
Originalmaterialien zu belastbaren, rückverfolgbaren Funktionsbauteilen
etwa für die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und
Medizintechnik.“
Nordamerika-Premiere für den Freeformer 750-3X
Der Freeformer 750-3X feierte in Nordamerika Premiere. Dieser
größte industrielle 3D-Drucker von Arburg hat mit 750 Quadratzentimetern
einen rund 2,5 Mal größeren Bauraum als der Freeformer
300-3X – bei gleichbleibenden Außenmaßen. Damit kann er größere
Funktionsbauteile herstellen oder Kleinserien industriell additiv
fertigen. Zudem wurde die Datenaufbereitung und die von Arburg
selbst entwickelte und gefertigte Gestica-Steuerung hinsichtlich
Prozessstabilität, Bauteilqualität und Bauzeit weiter optimiert. Ergebnis
sind signifikant reduzierte Kosten pro Bauteil.
Auf der rapid+tct demonstrierte ein Freeformer 750-3X eine typische
Automotive-Anwendung. Das Exponat fertigt mit Hilfe von
Stützmaterial eine Dichtung aus weichem TPU. Das Bauteil kommt
für Pkw-Fensterscheiben zum Einsatz.
3D-Druck für Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik
Ein zweites Freeformer-Exponat der Baugröße 300-3X fertigt eauf
der rapid+tct 2023 Bauteile für die Luft- und Raumfahrt. Bei dieser
Maschine in Hochtemperaturausführung lässt sich der Bauraum
auf bis zu 200 Grad Celsius beheizen. Das Exponat verarbeitet den
für die Luft- und Raumfahrt zugelassenen originalen Hochtemperatur-Kunststoff
Ultem 9085 zu Luftkanal-Prototypen für Flugzeugkabinen.
Weiterhin präsentiert Arburg auf seinem Messestand
zahlreiche Bauteilbeispiele, darunter solche aus TPE, PP und Multimaterialdesigns,
sowie die Möglichkeit zum Veredeln und Polieren
in nachträglichen Bearbeitungsprozessen. Dass der Freeformer mit
wenigen Anpassungen reinraumtauglich ist und medizinisch zugelassene
Originalmaterialien verarbeiten kann, ist am Beispiel des
Kunden iMedScreening zu sehen, der mit einem Freeformer 300-3X
im Rahmen einer IRB-Studie (Institutional Review Board) individuelle
Implantate für das menschliche Knie additiv fertigt.
3D-Drucker von innovatiQ runden Produktportfolio ab
Nordamerika-Premiere auf der rapid+tct 2023: der neue
Freeformer 750-3X mit drei Austragseinheiten und einem
signifikant vergrößerten Bauraum mit den Maßen 330 Millimeter x
230 Millimeter x 230 Millimeter. (Foto: ARBURG)
Mit den innovatiQ-Exponaten TiQ 2, TiQ 5 und LiQ 5, die auf der
rapid+tct live einen Vakuum-Greifer aus faserverstärktem Filament,
eine Halterung aus PC sowie ein Reifen-Modell aus LSR fertigten, ist
in diesem Jahr das gesamte Produktportfolio von ARBURGadditive
zu sehen. Beim Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) mit dem Freeformer
kommen die gleichen Kunststoffgranulate wie beim Spritzgießen
zum Einsatz. Auch die Drucksysteme von innovatiQ basieren
auf einer offenen Materialplattform. Die 3D-Drucker der Baureihe
TiQ verarbeiten in der FFF-Technologie (Fused Filament Fabrication)
Kunststoff-Filamente. Das kompakte Einstiegsmodell TiQ2 eignet
sich z. B. für Betriebsmittel und Roboter-Greifer, der TiQ 5 kann
anspruchsvolle Hochtemperatur-Filamente, aber auch faserverstärkte
Materialen verarbeiten. Für den 3D-Druck mit Flüssigsilikon
hat innovatiQ das Liquid Additive Manufacturing (LAM) erfunden.
Mit der aktiv beheizbaren Baukammer im neuen LSR-Drucker LiQ
5 erfährt die LAM-Technologie einen weiteren Entwicklungsschritt.
ARBURG GmbH + Co KG
D 72290 Loßburg
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interpack begeistert die globale
Processing- und Packaging-Branche
Für alle, die sich mit der Verpackung und Verarbeitung von Produkten beschäftigen, gab es vom 4. bis 10. Mai nur einen
„Place-to-be“: die interpack in Düsseldorf. Unter dem Motto „Welcome Home“ hieß die Messe Besucherinnen und
Besucher aus aller Welt willkommen. Die Freude, endlich wieder als Branche zusammenzutreffen, war groß.
Sie hielt, was sie versprach und übertraf
die Erwartungen der Aussteller: Die größte
und wichtigste Verpackungsmesse der Welt
setzte vom 4. bis 10. Mai erneut Standards,
vernetzte die Branche auf globaler Ebene,
war Marktplatz und Content-Hub zugleich.
Besucherinnen und Besucher aus 155 Ländern,
viele davon mit festen Investitionsabsichten,
kamen zur interpack 2023. 2.807
Aussteller präsentierten mit ihren Technologien
und Lösungen die Kraft und Kreativität
der Verpackungsindustrie. Was bleibt,
sind zahlreiche Impulse, Ideen und konkrete
Geschäftsabschlüsse, die in den kommenden
Jahren umgesetzt werden.
„Mit der interpack konnten wir eine
der wichtigsten Veranstaltungen der Messe
Düsseldorf endlich wieder durchführen.
Sie hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet
und ihre Position als globale Plattform für
den Austausch aller Akteure in der Verpackungsbranche,
der verwandten Prozessindustrie
und sämtlichen Anwenderindustrien
unterstrichen. Unsere Ziele wurden
weit übertroffen“, sagt Bernd Jablonowski,
Executive Director bei der Messe Düsseldorf
zum Abschluss der Messe.
Insgesamt kamen rund 143.000 Besucherinnen
und Besucher zur interpack nach
Düsseldorf, zwei Drittel davon aus dem Ausland.
Neben vielen Ländern Europas waren
die größten Besuchernationen Indien, Japan
und die USA. Rund 75 Prozent gehören der
mittleren und oberen Führungsebene an.
„Endlich wieder interpack!“ war dabei
ein oft gehörter Satz in den Hallen, denn
nach sechs Jahren Pause konnte sich hier
die große Community wieder persönlich
treffen. Dementsprechend riesig war die
Freude. „Die interpack 2023 wird noch lange
nachklingen, geschäftlich und auch persönlich“,
so Director Thomas Dohse nach
sieben Messetagen. „Die Stimmung in den
Hallen war großartig und der interkulturelle
Austausch für alle Seiten bereichernd. Es
war wieder ‚simply unique‘.“
Das unterstreichen die positiven Rückmeldungen
der Besucherinnen und Besucher,
die zu über 96 Prozent angaben,
ihre Messeziele erreicht zu haben. Ebenso
zufrieden zeigten sich die Aussteller, deren
Erwartungen vielfach übertroffen wurden.
„Wir danken der Messe Düsseldorf für die
hervorragende Organisation. Ich bin sicher,
dass ich damit im Namen aller Unternehmen
spreche. Die interpack 2023 ist einfach
ein Muss für Anbieter und Anwender aus
aller Welt, um Erfahrungen auszutauschen
und Geschäfte zu realisieren“, sagt Markus
Rustler, Präsident der interpack 2023 zum
Abschluss der Veranstaltung.
Transformation als Chance
Betrachtet man die aktuellen Marktentwicklungen,
die enormen Herausforderungen,
aber auch die noch viel größeren Chancen,
war diese interpack sicherlich eine der
wichtigsten in ihrer Geschichte. Die Notwendigkeit
zur Automatisierung, der Wille
zur Nachhaltigkeit und veränderte Konsumgewohnheiten
sind Ausdruck der Transformation.
Die strategische Ausrichtung der interpack
auf die vier Hot Topics Kreislaufwirtschaft,
Ressourcenschonung, Digitalisierung
und Produktsicherheit fand ihren
konkreten Ausdruck in zahlreichen Innovationen.
Die Messe, die traditionell ein
wichtiger Baustein im Innovationszyklus
der Verpackungsbranche und der verwandten
Prozessindustrie ist, wurde diesem Anspruch
auch in diesem Jahr mehr als gerecht.
Nachhaltige Verpackungstechnologien
Nachhaltigkeit in all ihren Facetten war das
absolute Top-Thema der interpack. Die
Aussteller präsentierten High-End-Technologien
und ganzheitliche Konzepte, die
Effizienz und Nachhaltigkeit entlang der
gesamten Produktionslinie berücksichtigen.
„Viele Unternehmen der Konsumgüterindustrie
haben sich eigene Nachhaltigkeitsziele
gesetzt“, sagt Richard Clemens,
Geschäftsführer VDMA Nahrungsmittelmaschinen
und Verpackungsmaschinen
auf der interpack. „Den Unternehmen des
Verpackungsmaschinenbaus ist es in den
letzten Jahren gelungen, die Umsetzung
nachhaltiger Verpackungskonzepte durch
entsprechende technische Anpassungen
und neu entwickelte Maschinenlösungen zu
ermöglichen. Die interpack ist das Schaufenster
der Innovationen und zugleich Ausgangspunkt
für die Weiterentwicklung in
Richtung einer nachhaltigen Kreislaufwirt-
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schaft“, resümiert Clemens.
Unter den vielen Lösungen, die auf der
interpack Weltpremiere feierten, waren
auch zahlreiche Packstoffe und Packmittel
in all ihrer Vielfalt. Über 1.000 Aussteller präsentierten
sich alleine in diesem Bereich,
ein neuer Rekord.
Zukunftsweisender Content
Die interpack ist nicht nur Business- sondern
auch Content-Plattform für die Branche,
live und digital. Alleine 50 Talks fanden
im Tightly Packed TV-Studio von interpack
und packaging journal statt und gaben so
den Top-Themen und Trends durch Live-Streams
zusätzliche Sichtbarkeit und
Reichweite. Über 200.000 Zuschauerinnen
und Zuschauer schalteten sich alleine während
der Laufzeit der Messe zu.
Das Spotlight Talks & Trends Forum
war ein Besuchermagnet und thematisierte
sieben Themen an sieben Tagen, unter anderem
Logistik, Kreislaufwirtschaft und E-
Commerce. Das Programm wurde gemeinsam
von der interpack, der dfv Conference
Group und PackReport präsentiert.
Neue und frische Formate
Große Beachtung fanden auch die weiteren
Specials wie die interpack Start-up
Zone, der Gemeinschaftsstand Co-Packing,
mehrere Preisverleihungen mit spannenden
Verpackungsinnovationen, die „SAVE
FOOD Highlight-Route“ mit neuen Ansätzen
im Kampf gegen den weltweiten Verlust
und die Verschwendung von Nahrungsmitteln
und die Förderung von Frauen bei „Women
in Packaging“. Für einen besonderen
Spirit sorgten bei dieser Premiere rund 200
Frauen aus der internationalen Branche, die
sich im Rahmen der interpack austauschten
und neue Netzwerke knüpften.
Die components, die mit 80 Ausstellern als
Parallelveranstaltung in einer eigenen Halle
stattfand, wurde von den Besucherinnen
und Besuchern ebenfalls sehr gut angenommen.
Die Zulieferindustrie mit Komponenten
und Software für Verpackungs- und
Prozesstechnologie spielt eine wichtige
Rolle bei der Digitalisierung von Produktionsprozessen.
Die nächste interpack findet vom
7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf statt.
Messe Düsseldorf GmbH
D 40001 Düsseldorf
Andreas Klatschow übernimmt die Leitung des Filterherstellers in Reinfeld
Geschäftsführerwechsel bei Camfil Deutschland
Camfil, ein führender Hersteller von Lösungen für saubere Luft, gab
heute bekannt, dass Andreas Klatschow Ende März die Position des
Geschäftsführers bei Camfil Deutschland übernommen hat. Der gebürtige
Hamburger bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in verschiedenen
Führungspositionen in der Umwelttechnik und der Metall- und
Elektroindustrie mit.
Andreas Klatschow freut sich auf seine neue Aufgabe: „Camfil
ist ein innovatives Unternehmen, das sich durch hohe Qualität und
einzigartige Filtrationslösungen auszeichnet. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter an unseren Standorten in Reinfeld und Tuttlingen
haben eine unglaubliche Leidenschaft für ihre Arbeit, und ich bin
sicher, dass wir gemeinsam das Unternehmen in eine erfolgreiche
Zukunft steuern werden.“
Mit seinem breiten Erfahrungsschatz in den Bereichen Finanzen
& Controlling, Operations und Vertrieb sowie einer hohen Affinität
zu technischen Prozessen ist der neue Geschäftsführer hervorragend
aufgestellt, um Camfil Deutschland ruhig und routiniert
weiterzuführen und die Position des Unternehmens im Markt und
in der Region zu stärken.
Klatschow tritt seine neue Position in einem spannenden Moment
an, denn Camfil plant in diesem Jahr die Einführung einer ganzen
Reihe innovativer, umweltfreundlicher Taschen-, Schwebstoffund
Aktivkohlefilterlösungen, die branchenführende Filterleistung
mit hoher Energieeffizienz verbinden. Außerdem baut das Unternehmen
sein Service-Portfolio konsequent aus, um seinen Kunden
alle technischen Dienstleistungen rund um das Thema saubere Luft
aus einer Hand bieten zu können.
„Wir heißen Andreas in der Camfil-Familie herzlich willkommen
und sind zuversichtlich, dass er uns mit seiner Erfahrung und seinen
Führungsqualitäten dabei helfen wird, das Geschäft in Deutschland
weiter auszubauen und die ehrgeizigen Ziele der Camfil-Gruppe zu
erreichen“, sagt Don Donovan, President Camfil EMEA.
Camfil GmbH
Feldstr. 26 - 32
D 23858 Reinfeld
Telefon: +49 4533 2020
Telefax: +49 4533 202202
eMail: info.de@camfil.com
Internet: http://www.camfil.com
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Bewerbungsphase für 2. FiT2clean Award hat begonnen
FiT2clean Award geht
in die zweite Runde
Der vom Fachverband industrielle Teilereinigung 2022 initiierte
Fit2clean Award prämiert jährlich hervorragende Leistungen
und neue Lösungen zu einer aktuellen Herausforderung
in der industriellen Bauteilreinigung. Vor wenigen
Tagen hat die Bewerbungsphase für die diesjährige Vergabe
der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung begonnen, die
bis 31. Juli läuft. Die Preisverleihung erfolgt wieder im Rahmen
der parts2clean am 28. September 2023.
Die industrielle Bauteilreinigung zählt heute in jeder Branche zu
den wesentlichen Fertigungsschritten, um die Qualität nachfolgender
Prozesse beziehungsweise eine einwandfreie Endanwendung
von Produkten zu sichern. Nicht selten sind angepasste Reinigungsprozesse
auch eine technische Grundvoraussetzung für die Umsetzung
innovativer Produktideen. Neu- und Weiterentwicklungen aus
den verschiedenen Bereichen der industriellen Reinigungstechnik
leisten daher nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung,
sondern sind in verschiedenen Branchen auch immer wieder Enabler
für Fortschritt. “Dass es auch in der Bauteilreinigung ein beeindruckendes
Innovationspotenzial gibt, hat die Verleihung des
ersten FiT2clean Awards 2022 gezeigt“, berichtet Dr. Michael Flämmich,
Vorsitzender des Fachverbands industrielle Teilereinigung e.
V. (FiT). „Wir freuen uns daher schon auf die Bewerbungen für den
diesjährigen FiT2clean Award.“ Die mit 10.000 Euro sowie einem
Jahr kostenloser Mitgliedschaft im Fachverband dotierte Auszeichnung
wird 2023 zum zweiten Mal vergeben. Prämiert werden damit
jährlich herausragende Leistungen und innovative Lösungen in der
industriellen Bauteilreinigung.
Bewerbungen in drei Kategorien
Die Ausschreibung richtet sich national und international an Anbieter
und Anwender industrieller Reinigungstechnik. Für den Award
2023 können innovative Lösungen, aktuell umgesetzte Produktideen
und Weiterentwicklungen aus den folgenden Themengebieten
eingereicht werden:
– Innovation: Neues Produkt oder Produktvariation zur effizienteren
Umsetzung aktueller Anforderungen in der industriellen Bauteilreinigung.
– Ökologie: Lösungen für die industrielle Teilereinigung beziehungsweise
für die Veränderung eines Produktes, Prozesses oder
Anwendungsfalls, aus denen eine ressourcenoptimierte Prozessführung
oder Einsparung von Ressourcen resultiert.
– QSRein 4.0: Innovative Systemlösung zur wissensbasierten Prozessführung
in der industriellen Teilereinigung.
Die Einreichungsfrist hat vor wenigen Tagen begonnen
und endet am 31. Juli 2023.
Preisverleihung im Rahmen der parts2clean
Um den Sieger zu ermitteln, bewertet eine unabhängige Fachjury
- – sieben Personen aus Wissenschaft, Forschung, Industrie und
Medien – die eingereichten Bewerbungen entsprechend definierter
Kriterien. Eine Teilnahme ist für Unternehmen und Organisationen,
die Jury-Mitglieder entsenden, nicht möglich. Der FiT2clean Award
wird am 28. September 2023 im Rahmen der parts2clean auf der FiT-
Aktionsfläche verliehen, davor präsentieren die drei Finalisten ihre
eingereichten Lösungen. Die Leitmesse für industrielle Teile- und
Oberflächenreinigung findet vom 26. bis 28. September 2023 auf
dem Messegelände Stuttgart statt.
Weitere Informationen über den FiT2clean Award, zur Jury sowie
die Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen sind auf
der Homepage des FiT (www.fit-online.org/fit2clean) abrufbar.
Auch in diesem werden die drei Finalisten ihre eingereichten Lösungen
im Rahmen der Preisverleihung auf der parts2clean präsentieren.
(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)
Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) e.v.
Geschäftsstelle
Hauptstraße 7
D 72639 Neuffen
Telefon: +49 7025 84340
Telefax: +49 7025 843420
eMail: info@fit-online.org
Internet: http://www.fit-online.org
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PaintExpo Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik (9. - 12. April 2024)
Positive Vorzeichen und großer
Zuspruch für die PaintExpo 2024
Die Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik verzeichnet bereits ein Jahr vor dem Beginn der nächsten Auflage einen
sehr guten Anmeldestand. Vom 9. bis 12. April 2024 wird die PaintExpo erneut zum globalen Schaufenster für die neuesten
Trends rund um die Lackierung. Das Who’s who der Lackiertechnikbranche ist in Karlsruhe vertreten.
Mit rund 430 Ausstellern aus 27 Ländern und über 9.000 Fachbesuchern
aus 57 Ländern startete die PaintExpo in 2022 – nach der
pandemiebedingten Pause – erfolgreich durch. Mehr als jeder dritte
Aussteller reiste aus dem Ausland an. Auf Seiten der Besucher war
eine Vielzahl an Top-Entscheidern oder Fach- und Führungskräften
vor Ort in Karlsruhe: So haben rund 90 Prozent der Besucher der
vergangenen PaintExpo einen Einfluss auf Investitionsentscheidungen
in ihren Unternehmen.
Für die PaintExpo 2024 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren:
Bereits ein Jahr vor dem Messestart haben sich rund 250
Firmen angemeldet und mehr als 70 Prozent der Ausstellungsfläche
der Vorveranstaltung sind vermietet. „Der Zuspruch aus der Branche
ist groß. Das verdeutlicht, dass die PaintExpo sehr gut positioniert
und ein Pflichttermin für die Branche ist. Im April nächsten Jahres
wird sie wieder zum weltweiten Schaufenster für Innovationen und
Zukunftstechnologien, aber auch für ganz praktisch handhabbare
Lösungen rund um die industrielle Lackiertechnik“, erklärt Markus
Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Die Anmeldeinformationen
sind auf der Website der PaintExpo abrufbar.
Wichtige Branchenplayer, interessante Neuaussteller,
hohe Internationalität
Auf der Weltleitmesse zeigen sowohl global agierende Markt- und
Technologieführer als auch innovative mittelständische Firmen
ihre neuesten Produkte und Anwendungen aus der industriellen
Lackiertechnik in drei Messehallen. Wichtige Branchenplayer aus
dem In- und Ausland wie beispielsweise Axalta, DeFelsko, Dürr,
Eisenmann, FreiLacke, Gema Switzerland, J. Wagner, Krautzberger,
Louis Schierholz, Nordson, PPG und Venjakob zählen dazu.
Darüber hinaus konnten auch interessante Neuaussteller vom
Messekonzept überzeugt werden: Unter anderem stellen der türkische
Anbieter für Reinigung und Vorbehandlungstechnik Mitsuda
sowie der Spezialist für das Aufheizen industrieller Behälter Neybo
erstmals ihr Leistungsspektrum im Rahmen der PaintExpo in
Karlsruhe vor.
Auch die kommende Ausgabe der PaintExpo hat international
viel zu bieten: Die meisten Aussteller stammen aus westeuropäischen
Ländern – neben Deutschland vor allem aus Italien, der
Schweiz, Österreich, den Niederlanden sowie Spanien. Allerdings
haben sich zum Beispiel auch Unternehmen aus der Türkei oder aus
Griechenland schon jetzt ihre Standplätze gesichert. Der Anteil an
internationalen Ausstellern liegt – Stand heute – bei rund 40 Prozent.
Gesamte Bandbreite der industriellen Lackierung
Die PaintExpo deckt mit den Produkten und Dienstleistungen der
Aussteller die gesamte Bandbreite der industriellen Lackierung ab.
Das Spektrum reicht auch im nächsten Jahr von Lösungen zur Oberflächenbehandlung
über Lacke und Lackieranlagen oder Pulver und
Pulverbeschichtungsanlagen bis hin zur Qualitätssicherung. Die
Branchenplattform bündelt Beschichtungslösungen für alle Industriezweige,
Anwendungen und Materialien – egal ob Nasslackierung,
Pulverbeschichtung oder Coil Coating.
Leipziger Messe GmbH
D 04356 Leipzig
(Copyright: „Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze“)
(Copyright: „Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze“)
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(Bildquelle: VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik GmbH)
20. parts2clean (26. bis 28. September 2023)
parts2clean 2023
High Purity-Reinigung
– Hype oder neue Anforderungen
Bei Hightech-Bauteilen werden die Sauberkeitsanforderungen zunehmend anspruchsvoller und strenger. Dadurch hat sich
neben den Begriffen Feinst- und Präzisionsreinigung in den letzten Jahren der Terminus High Purity-Reinigung etabliert.
Doch was steckt dahinter und gibt es Unterschiede? Diese Fragestellungen thematisiert die diesjährige parts2clean mit
dem Highlight-Thema „High Purity“. Es ergänzt die klassischen Kernbereiche der internationalen Leitmesse für industrielle
Teile- und Oberflächenreinigung, die vom 26. bis 28. September 2023 auf dem Messegelände Stuttgart (Deutschland)
durchgeführt wird.
Die enorm gestiegenen und weiter steigenden Ansprüche an die Zuverlässigkeit
und Leistungsfähigkeit von Bauteilen und Komponenten
wirken sich auch auf die Bauteilreinigung aus. Dies betrifft unter
anderem Branchen wie die Halbleiter-Zulieferindustrie, Elektronikfertigung,
E-Mobility, Präzisionsoptik, optoelektronische Industrie,
Sensortechnik, Photonik, Dünnschichttechnologie, Vakuum-, Laser-
und Analysetechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Medizin- und
Pharmatechnik. In diesen Industriebereichen ist daher immer öfter
der Begriff High Purity zu hören. „Trotz der vergleichsweise jungen
Diskussion um diesen Anwendungsbereich der industriellen Bauteilreinigung
bildet ihn die parts2clean mit ihren Ausstellern bereits
ab, die dafür vielfältige Lösungen bieten“, erklärt Christoph Nowak,
Project Director bei der Deutschen Messe AG. „Durch die zukünftig
wachsende Bedeutung dieses Kompetenzfeldes haben wir uns
erstmalig dazu entschieden, die klassischen Kernbereiche der parts2clean
durch das Highlight-Thema High Purity zu ergänzen.“
High Purity-, Präzisions- und Feinstreinigung
Eine allgemeingültige Definitionen, welche Voraussetzungen und
Anforderungen bei der High Purity-, Präzisions- und Feinstreinigung
zu erfüllen sind, gibt es nicht. Diese Termini werden daher
häufig synonym verwendet und haben auch einiges gemeinsam.
Grundsätzlich sind sehr hohe Level an partikulärer Sauberkeit,
zum Teil bis in den Nanometer-Bereich, und extrem strenge Vorgaben
hinsichtlich filmischer Restkontaminationen zu erfüllen. Es
bestehen jedoch auch Unterschiede. So wird High Purity häufig im
Zusammenhang mit der Halbleiterindustrie und deren Zulieferer,
Präzisionsoptik, Raumfahrt sowie in weiteren Branchen verwendet,
in denen Hochvakuum- und Ultrahochvakuum-Umgebungen im
Einsatz sind, um spezifische Eigenschaften der Prozesse und Endprodukte
sicherzustellen. Neben partikulären und filmisch-organischen
sowie anorganischen Verunreinigungen, sind hier sowohl bei
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den Bauteilmaterialien als auch bei den Betriebsstoffen
und Reinigungsmedien so genannte Hydrogen Induced
Outgassing (HIO)-Stoffe beziehungsweise Elemente zu
berücksichtigen.
Nicht nur eine Aufgabe der Reinigung
Bei Aufgaben in der High Purity-, Präzisions- und Feinstreinigung
geht es darum, geringste Schmutzmengen zu
entfernen, die je nach Branche und Bauteil variieren
können. Es handelt sich häufig um Feinstpartikel und
filmische Verunreinigungen, Organik und/oder Anorganik,
ionische Rückstände beziehungsweise Reste
von Mikroorganismen. Der Fokus liegt hier noch deutlich
stärker als bei klassischen Reinigungsaufgaben auf
der gesamten Fertigungskette, z. B. müssen vorgelagerte
Bearbeitungsprozesse das Sauberkeitsziel unterstützen,
sowie einem sauberkeitsgerechten Teilehandling und
den Umgebungsbedingungen, zum Beispiel Sauberoder
Reinraum.
Um die minimalen Verunreinigungen zu entfernen,
ist es erforderlich, dass die eingesetzten Anlagen und
Reinigungstechnologien – nasschemische Prozesse mit
Lösemitteln und wässrigen Medien, trockene Reinigung
mit beispielsweise CO2-Schneestrahlen, Plasmareinigungs-
und Vakuum-Ausheizsysteme – entsprechend
konstruiert und ausgelegt sowie auf die spezifischen
Sauberkeitsanforderungen der Bauteile abgestimmt
sind. Dies trifft bei nasschemischen Prozessen auch auf
die eingesetzten Reinigungsmedien und Wasserqualitäten
zu.
Ein weiterer Aspekt ist der saubere Umgang mit
den gereinigten Teilen. Daher erfolgt die Reinigung beziehungsweise
Ausgabe der Komponenten abgestimmt
auf die Sauberkeitsspezifikation in einen Sauber- oder
Reinraum.
Im zweisprachigen Fachforum ebenfalls ein Thema
„Als Leitmesse für industrielle Bauteilreinigung haben
wir den Anspruch, nicht nur Spiegelbild des Marktes
zu sein, sondern auch den fachlichen Austausch der
Themen von morgen voranzutreiben“, betont Christoph
Nowak. „Das Thema High Purity wird daher im zweisprachigen
Fachforum vertieft.“ Das ausgewogene Programm
des gemeinsam mit dem Fraunhofer Geschäftsbereich
Reinigung und dem Fachverband industrielle
Teilereinigung (FiT) organisierten Wissenstreffpunkts
sorgt dafür, dass auch Informationen zu klassischen
Reinigungsthemen, aktuellen Aufgabenstellungen und
Entwicklungen aus verschiedensten Industriebereichen
nicht zu kurz kommen. Diese Vorträge renommierter
Referenten aus Wissenschaft, Forschung und
Industrie werden ebenfalls simultan übersetzt (Deutsch
<> Englisch). „Nationalen und internationalen Besuchern
ermöglicht die parts2clean damit einen gezielten
Wissenstransfer über Trends, Innovationen und Benchmark-Applikationen
in allen Bereichen der industriellen
Teilereinigung“, ergänzt Christoph Nowak.
Moulding Expo - Simulation ermöglicht
Einblick und sichere Verbesserung
Optimierte
Werkzeugtemperierung
Auf der Moulding Expo 2023 in Stuttgart (13.-16. Juni 2023) präsentiert
SIGMA Engineering GmbH am Stand 1E18 Einblicke in die Werkzeugsimulation
und simulative Auslegung von Temperiersystemen mit SIG-
MASOFT®. Simulation ist in der Kunststoffverarbeitung in der Regel
kritisch für den Projekterfolg. Das betrifft natürlich auch den Werkzeugbau,
wo Geometrien, Angussposition und Prozessauslegung bereits
optimiert werden können. Der Experte /H&B/ ELECTRONIC setzt auf
SIGMASOFT® bei der Konstruktion und Auslegung von Temperierkanälen.
Für die Qualität des Thermoplastbauteils ist die Kühlung von entscheidender
Bedeutung. Temperaturunterschiede führen zu unterschiedlichen
Abkühlgeschwindigkeiten und erzeugen im fertigen Bauteil
Eigenspannungen und Verzug. Wandstärkenunterschiede im Bauteil
machen das problematisch, weil der Kühlbedarf lokal damit stark unterschiedlich
ist. Mittlerweile kommt die konturnahe Kühlung als etabliertes
Konzept im Werkzeugbau immer häufiger zum Einsatz. Simulation
erlaubt hier bereits im Vorfeld, Mehrkosten der konturnahen Kühlung
den Vorteilen gegenüber dem konventionellen Konzept zu bewerten
(verbesserte Bauteilqualität, kürzere Zykluszeit usw.).
Der 3D Druck hat die Möglichkeiten der Bauteilherstellung revolutioniert.
Es ist nun auch möglich, völlig beliebige Kanäle (unabhängig
von der Machbarkeit mit Fräsen, Bohren, Montieren und Dichten) herzustellen.
/H&B/ ELECTRONIC und SIGMASOFT® haben die simulationsgestützte
Auslegung einer neuartigen Temperierung aus dem 3D
Drucker im Detail betrachtet. Das Ergebnis wird auf der Messe bei beiden
Ausstellern gezeigt.
„Die Analyse und die strömungstechnische Auslegung von Kühlkanälen
ist nur eine von dutzenden Einsatzbeispielen zum erfolgreichen
Einsatz von SIGMASOFT®“, erklärt Timo Gebauer, CTO von SIGMA.
„Wichtig ist, alle Details vorher zu verstehen, bevor Geld und Zeit investiert
wird. Dies war ein spannendes Projekt, wo wir diese erfolgreiche
Innovation begleiten konnten.“ Jan Bayerbach, Leiter Entwicklung
& Konstruktion von /H&B/ ELECTRONIC fügt hinzu: „Wir setzen seit
vielen Jahren auf SIGMASOFT®, um unsere Produkte und Werkzeuge
zu entwickeln und schon vor deren Herstellung zu optimieren. Die gute
Übereinstimmung zwischen Simulation und Realität hat uns immer wieder
überrascht. Auf unsere so entstandenen Formeinsätze aus dem 3D
Drucker sind wir besonders stolz.“
SIGMA Engineering GmbH
D 52072 Aachen
Deutsche Messe AG
D 30521 Hannover
Temperaturverteilung kurz vor der Entformung, links die konturnahe Kühlung aus
dem 3D Drucker (nur zur Hälfte sichtbar), rechts die konventionelle Kühlung.
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Erfolgreiche 11. Fachtagung Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen
Wissen zum Entgraten ist gefragt
Steigende und neue Anforderungen an die Oberflächenqualität rücken Wissen und Lösungen für das Entgraten und die
Herstellung von Präzisionsoberflächen bei Unternehmen zunehmend in den Fokus. Das bestätigte nicht nur die gute Beteiligung,
sondern auch begeisterte Teilnehmende an der 11. Fachtagung Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen,
die am 26. und 27. April 2023 durchgeführt wurde.
Geht es um Lösungen fürs Entgraten und Herstellung von Präzisionsoberflächen,
gilt die Fachtagung des privaten Messer- und Kongressveranstalters
fairXperts GmbH & Co. KG seit Jahren als die Informationsplattform
im deutschsprachigen Raum. Das hat die Veranstaltung
mit begleitender Ausstellung in diesem Jahr erneut unter
Beweis gestellt. Insgesamt 81 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
nutzten am 26. und 27. April die Gelegenheit, sich über aktuelle und
innovative Lösungen sowie Best-Practice-Anwendungen für die
Fertigungsschritte Entgraten und Oberflächenfinish zu informieren.
Dabei zeigt nicht nur die Gesamtbewertung der Fachtagung mit der
Note 1,6, dass das Programm die Erwartungen des Auditoriums voll
erfüllte, sondern auch Kommentare wie „Interessante Themen, gute
Referenten, der Austausch und die Gespräche in den Pausen waren
ebenfalls super“ oder „Eine rundum sehr gute, informative Veranstaltung
mit guter Organisation und angenehmer Atmosphäre“.
Viel Knowhow zur Prozessauslegung und -optimierung
In insgesamt 17 Vorträgen boten die Experten aus Industrie, Wissenschaft
und Forschung umfangreiches Wissen zu neuen Entwicklungen,
Trends und Benchmark-Lösungen. Dabei ging es neben dem
Entgraten und Herstellen von Präzisionsoberflächen mit unterschiedlichsten
Anlagen und Werkzeugen um den Einsatz von Robotern
in der Oberflächenbearbeitung, die prozesssichere Reinigung
von Oberflächen sowie die automatisierte Qualitätskontrolle. Die an
die jeweiligen Vorträge anschließenden Fragerunden ermöglichten
den Teilnehmenden ebenso wie der direkte Dialog mit Referenten
und Ausstellern während der Pausen, Themen zu vertiefen und individuelle
Aufgabenstellungen zu besprechen. Dadurch ergaben sich
auch für die ausstellenden Unternehmen interessante Gespräche
und Kontakte.
DeburringEXPO – die Fachmesse fürs
Entgraten und Oberflächenfinish
Eine umfassende Präsentation der Technologien für das Entgraten
und die Herstellung von Präzisionsoberflächen bietet fairXperts
mit der DeburringEXPO. Das Lösungsangebot der Leitmesse deckt
das gesamte Spektrum an Verfahren, Prozessen, Werkzeugen und
Dienstleistungen für das Entgraten und Oberflächenfinish branchen-
und werkstoffübergreifend ab. Dies ermöglicht Besuchern
einen kompletten Überblick über den aktuellen Stand der Technik,
innovative Entwicklungen und Trends in diesen Bereichen. Das
Rahmenprogramm mit den Themenparks „Automatisiertes Entgraten“,
„Reinigen nach dem Entgraten“ und „Qualitätssicherung im
Entgratprozess“ adressiert drei Bereiche, die speziell dazu beitragen,
aktuelle und zukünftige Anforderungen an die Oberflächenqualität
von Bauteilen zu erfüllen. Integriert in die DeburringEXPO ist ein
dreitägiges, zweisprachiges Fachforum mit renommierten Referenten
aus Industrie, Forschung und Wissenschaft. Im Mittelpunt der
simultan (Deutsch <> Englisch) übersetzten Vorträge stehen Lösungen
für konkrete Anwendungsfälle ebenso wie aktuelle Entwicklungen
und Trends sowie Zukunftsstrategien. Die fünfte Auflage der
DeburringEXPO wird vom 10. bis 12. Oktober 2023 auf dem Messegelände
Karlsruhe durchgeführt.
fairXperts GmbH & Co. KG
D 72639 Neuffen
Die Referenten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung
vermittelten umfangreiches Knowhow zu neuesten Entwicklungen,
praxisorientierten Prozesslösungen und Benchmark-Anwendungen.
(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)
Die begleitende Ausstellung bot die Gelegenheit,
Themen zu vertiefen und Lösungen für individuelle
Aufgabenstellungen direkt mit Experten zu diskutieren.
(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)
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Fakuma: Kunststoffe für die Zukunft
Zur 28. Fakuma, internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, füllen sich die restlichen Plätze in den Friedrichshafener
Messehallen. Alle Beteiligten erwarten mit Spannung neue Impulse von der weltweit führenden Fachmesse für die
Spritzgussbranche. Mit hoher Innovationskraft und Dynamik bei zugleich praxisorientiertem Messeformat wird das Top-
Event für die Bereiche Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing vor allem die Kreislaufwirtschaft in den Blick
nehmen. Der Messetermin 17. bis 21. Oktober 2023 ist branchenweit gesetzt!
Die Fakuma gilt weltweit als führendes Messehighlight in Sachen
Spritzgießen. Sie ist Branchen- und Technologiebarometer für die
Bereiche Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing und
stellt sich auch in diesem Jahr den Themen Digitalisierung, Prozessautomatisierung
und Energieeffizienz. „Kreislaufwirtschaft und
Nachhaltigkeit sind vor allem für unsere Branchen keine bloßen
Schlagwörter“, konstatiert Annemarie Schur, Fakuma-Projektleiterin
beim Messeveranstalter P. E. Schall. „Wir erleben deutlich, dass
eine möglichst nachhaltige Kunststoffproduktion und -bearbeitung
für Hersteller und Anwender in den Mittelpunkt gerückt ist. Das Augenmerk
der Unternehmen liegt auf hochwertigen und langlebigen
Hightech-Lösungen, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz
kommen und dort unverzichtbar sind, etwa bei Solarmodulen,
der E-Mobility, im Bauwesen, bei technischen Komponenten sowie
im Konsum- und Einrichtungsbereich. Ohne Kunststoffe geht es
nicht“, gibt die Projektleiterin zu bedenken. „Die Fakuma wird einmal
mehr zeigen, dass sich das hochkomplexe Themenfeld Kunststoff
in den Klimaschutz und die Kreislaufwirtschaft einbetten lässt
und in besonderer Weise zukunftsgerichtet ist.“
Erfolgsfaktoren: Praxisnähe, Fokussierung und Kontinuität
So werden Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Design for Recycling
und auch KI-basierte Lösungen an vielen Stellen der Messe thematisiert.
Die Kunststoffverarbeitung in der intelligent vernetzten Fabrik
von morgen praxisnah zu zeigen – das ist vielfach der Anspruch
auch der Fakuma. „Die Veranstaltung besticht durch ihren hohen
Praxisbezug“, bekräftigt Nicolai Küls, Geschäftsführer der technotrans
solutions GmbH. „Auf der Fakuma werden oft technologische
Trends und ihre Verwirklichung in der Serie gezeigt. Für ein innovatives
und anwendungsbezogenes Unternehmen wie die technotrans
ist dies ein wichtiges Argument. Praxisnähe, Fokussierung und die
Kontinuität sind aus unserer Sicht auch die Zutaten des Erfolgsrezeptes
für die Zukunft.“
„Die Megatrends Klimaschutz mit dem wachsenden Umweltbewusstsein
in der Gesellschaft und ständig neuen gesetzlichen
Auflagen, beispielsweise bei der Erzeugung der Prozesskühlung die
zukünftige Verwendung von Kältemitteln mit geringerer Umweltbelastung
sicherzustellen, und die E-Mobilität sorgen dafür, dass die
Energieeffizienz auch in Zukunft ein treibender Entwicklungsfaktor
bleiben wird“, bekräftigt Nicolai Küls. „Außerdem gibt es noch viel
Einsparpotenzial im intelligenten Zusammenspiel zwischen Maschinen,
Werkzeugen und Peripherietechnik – speziell im Bereich
des thermischen Prozessmanagements.“
Zukunftsthemen: Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle
Unzählige nachhaltige Lösungen und Produkte sind ohne Kunststoff
nicht möglich. Die Wertigkeit des Kunststoffs, seine Bedeutung
für das alltägliche Leben und die Anforderungen der Zukunft wird
Thema der Fakuma sein. Deshalb ist die Messe die ideale Plattform,
um neue Produkte und technologische Lösungen vorzustellen und
fachlich fundierte Diskurse über die Herausforderungen der Gegenwart
und Zukunft zu führen. Auf der Agenda stehen weiterentwickelte
Maschinen ebenso wie optimierte Prozesse, neue Produkte
und zukunftsweisende Geschäftsmodelle.
„Die Fakuma 2023 mit ihrem praxisorientierten Format in familiärer
Atmosphäre wird wieder ein spannender und wesentlicher Meilenstein
sein, um Lösungen für die aktuellen Aufgaben der Branche
zu diskutieren“, betont Annemarie Schur. „Die Fakuma ist längst
etablierter Treffpunkt für ein internationales Fachpublikum. Wir erwarten
auch 2023 wieder mehr als 40 Prozent Aussteller aus dem
Ausland. Die hohe Internationalität, die Qualität der Fachgespräche
und natürlich das spannende, zukunftsrelevante Thema Kunststoff
machen die Fakuma zum einmaligen Businessmeeting – nicht zuletzt
auch zur Kundenpflege, Neukundengewinnung und für den
Austausch mit Geschäftspartnern, Studenten und Instituten. Das
Ausstellerforum mit hochkarätigen Fachvorträgen verspricht außerdem
inspirierende Anstöße zu allen relevanten Themen.“
P. E. Schall GmbH & Co. KG
D 72636 Frickenhausen
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ENGEL auf der Plastpol 2023
Leistung trifft Nachhaltigkeit
Green is more than a colour: Auf der Plastpol 2023 vom 23. bis 26. Mai in Kielce, Polen, stellt ENGEL seine Kompetenz für
eine ressourcenschonende und energiesparende Kunststoffverarbeitung mit zwei herausfordernden Anwendungen eindrucksvoll
unter Beweis. Die vollelektrischen Spritzgießmaschinen von ENGEL reduzieren den Energieverbrauch auf ein
Minimum und stärken in Kombination mit intelligenter Assistenz und Prozessintegration die Wettbewerbsfähigkeit.
Geringster Platzbedarf bei maximalem Output
Ein minimaler Footprint stand im Fokus bei der Entwicklung des
Prozesses zur Herstellung von Probengefäßen für die medizinische
Diagnostik unter Reinraumbedingungen. Minimal sowohl mit Blick
auf die CO2-Emissionen als auch die Stellfläche der Produktionsanlage.
Platzsparend wirkt sich vor allem die vollelektrische ENGEL
e-motion 160 combi M Spritzgießmaschine aus. In der combi M
Ausführung unterteilt eine horizontal drehende Wendeplatte den
Schließbereich der Spritzgießmaschine in der Mitte, um zwei Werkzeuge
parallel betreiben zu können. Auf der festen und auf der beweglichen
Werkzeugaufspannplatte befindet sich jeweils ein Spritzaggregat.
Die Probengefäße sind Zwei-Komponenten-Bauteile. In einem
ersten Spritzgießschritt werden aus schwarz eingefärbtem Polycarbonat
die Grundkörper, die zylindrische Hohlräume aufweisen,
gespritzt. Dann dreht sich die Wendeplatte um 180 Grad, um im
zweiten Spritzgießschritt mit transparentem Polycarbonat die Zylinder
einseitig mit linsenförmigen Abdeckungen zu verschließen.
Gleichzeitig wird auf der anderen Seite der Wendeplatte ein weiterer
Satz Grundkörper produziert. Die beiden Werkzeuge mit jeweils 32
Kavitäten kommen von Hack Formenbau in Kirchheim unter Teck,
Deutschland.
Maschinenstellfläche um mehr als 20 Prozent reduziert
Die e-motion Maschine ist mit einer Reihe intelligenter
Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL ausgerüstet.
Darunter unter anderem iQ weight control, das Schwankungen
des Einspritzvolumens und der Materialviskosität erkennt und
noch im selben Zyklus innerhalb der validierten Grenzen automatisch
ausgleicht, und iQ flow control, das für konstante Temperierverhältnisse
sorgt, indem es Temperaturdifferenzen in den einzelnen
Kühlkreisen auf einen Sollwert regelt.
Vor allem beim Einsatz von Mehrkavitätenwerkzeugen spart die
combi M Wendeplattentechnik von ENGEL wertvolle Stellfläche ein.
Ein vergleichbares 32-fach-Werkzeug mit vertikalem Drehteller hätte
eine größere e-motion Spritzgießmaschine mit mindestens 280
Tonnen Schließkraft erfordert. Die Wendeplattentechnik reduziert
in dieser Anwendung die Stellfläche der Spritzgießmaschine damit
um mehr als 20 Prozent. Vor allem im Reinraum steigert dies deutlich
die Kosteneffizienz. Hinzu kommt, dass die kleinere Maschine
noch weniger Energie verbraucht, und dabei gehören die vollelektrischen
Spritzgießmaschinen der ENGEL e-motion Baureihe bereits
zu den energieeffizientesten Maschinen ihrer Klasse am Markt.
ENGEL bringt Rezyklat in anspruchsvolle Sichtbauteile
Auch im zweiten Maschinenexponat von ENGEL auf der Plastpol
2023 gibt die vollelektrische Antriebstechnik den Ton an. Auf einer
e-mac 465/160 Spritzgießmaschine werden Elektronikboxen mit
einer hochglänzenden Oberfläche produziert. Das Besondere: Die
Boxen bestehen zu 100 Prozent aus rABS, das aus Post-Consumer-
Sammlungen stammt. Auf der Oberseite erhalten die Boxen durch
Extrem kompakt: Die combi M Technologie reduziert deutlich den Platzbedarf der Produktionszelle. (Bild: ENGEL)
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Unter Reinraumbedingungen produziert ENGEL während der Plastpol
2023 auf seinem Messestand Probengefäße für die medizinische
Diagnostik im Zweikomponentenspritzguss. (Bild: ENGEL)
Lasergravur in der Kavität innovative Muster in Regenbogenoptik,
an den Seitenflächen befinden sich Vorrichtungen für die Montage
von Lüftern und Anschlüssen. Das ultradünne Design – die Wanddicke
beträgt 1,2 mm – spart Material ein. Der konventionelle Spritzguss
würde mehr Wanddicke erfordern.
Um für anspruchsvolle Sichtbauteile aus ABS den Stoffkreislauf
zu schließen, kooperiert ENGEL mit dem Technologieunternehmen
Roctool (Le Bourget du Lac, Frankreich). Der Schlüssel für die
hohe Oberflächengüte des Recyclingbauteils steckt zum einen in
der Werkzeugtemperierung auf Basis der Induktionstechnologie. Es
kommen die neuen energieeffizienten, kompakten und luftgekühlten
Roctool-Generatoren zum Einsatz.
Zum anderen leisten die intelligenten Assistenzsysteme von
ENGEL einen Beitrag zur hohen Qualität der Rezyklatverarbeitung.
Da Rezyklate generell stärkeren Chargenschwankungen als Neuware
unterliegen, erreicht iQ weight control in dieser Anwendung einen
besonders großen Effekt für eine gleichbleibend hohe Produktqualität.
Gleichzeitig verbessert iQ melt control die Homogenität der
Kunststoffschmelze, indem es die Plastifizierzeit automatisch auf
den für die Anwendung optimalen Wert einstellt.
Für Hersteller von Haushaltsgeräten, Weißer Ware, Unterhaltungselektronik
und Telekommunikation zeigt die auf der Plastpol
präsentierte Anwendung das große Potenzial für die Kreislaufwirtschaft
auf. Der Anteil an Neuware lässt sich deutlich, im besten Fall
auf Null reduzieren. Bereits heute nehmen viele Hersteller Altgeräte
zurück, um sie zu recyclen und in die Produktion
zurückzuführen. Mit der Kombination aus Roctool Induktionstechnologie
und digitaler Assistenz von ENGEL lassen
sich jetzt auch anspruchsvolle Gehäuseteile mit einer sehr dünnen,
komplizierten Geometrie wirtschaftlich und nachhaltig aus Post-
Consumer-Rezyklat herstellen.
Gemeinsam die Kreislaufwirtschaft vorantreiben
Am Projekterfolg beteiligt sind weitere Systempartner, darunter
Moldetipo (Marinha Grande, Portugal), die das Werkzeug gebaut
haben, Lavergne (Montréal, Kanada), die das Rezyklat bereitstellen,
INCOE (Rödermark, Deutschland) für die Heißkanäle und Standex
Engraving Mold-Tech (Treviso, Italien) für die Werkzeuggravur.
Die enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
ist für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft essenziell. ENGEL engagiert
sich daher stark für die Vernetzung der Unternehmen auf
unternehmensübergreifenden, horizontalen Plattformen. Unter anderem
in der R-Cycle-Initiative, deren Ziel es ist, digitale Pässe für
Kunststoffprodukte einzuführen. Schon bei der Produktherstellung
werden alle recyclingrelevanten Informationen automatisch erfasst,
damit zum Beispiel Abfallsortieranlagen wiederverwertbare Kunststoffe
präziser identifizieren und sortenreine Fraktionen für das Recycling
bereitstellen können. Auf diese Weise wird das bisher vorherrschende
Downcycling gestoppt und die aufbereiteten Kunststoffe
werden gleich- oder sogar höherwertig wiederverwertet.
ENGEL AUSTRIA GmbH
A 4311 Schwertberg
Das rABS zur Produktion der hochwertigen Elektronikboxen
stammt aus Post-Consumer-Sammlungen. (Bild: ENGEL)
Ausgestattet mit intelligenter Assistenz, gleicht die vollelektri¬sche e-mac Spritzgießmaschine Schwankungen im Rohmaterial automatisch aus und
sorgt für eine konstant hohe Bauteilqualität. (Bild: ENGEL)
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Zwar sind die Aussichten für die Branche vielversprechend, dennoch zeichnen sich eine
Reihe von alten und neuen Herausforderungen ab. Ein Ausblick von Dr. Rainer Jakobs.
Die Zukunft der Kälte-, Klimaund
Wärmepumpentechnik
Ein Ausblick von Dr. Rainer Jakobs
Die Chillventa 2022 hat gezeigt: Unternehmen aus den Bereichen
Kälte-, Klima- und Wärmepumpen konnten ihre Umsätze halten
oder zum Teil ausweiten – trotz anhaltender gesellschaftlicher und
wirtschaftlicher Herausforderungen, wie Lieferproblemen, dem Angriffskrieg
Russlands auf die Ukraine oder den Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie. Zwar sind die Aussichten für die Branche
vielversprechend, dennoch zeichnen sich eine Reihe von alten und
neuen Herausforderungen ab. Dr. Rainer Jakobs (DMJ Beratung) gibt
einen Ausblick in die Branche bis zur nächsten Chillventa im Oktober
2024.
Die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche im Aufschwung:
Ambitionierte Pläne für den Wärmepumpenausbau
Am Ziel der Bundesregierung bis 2030 sechs Millionen Wärmepumpen
zu installieren, wird deutlich, dass das Thema Wärmepumpen in
der Politik als wichtiger Baustein für die Energiewende anerkannt
wird. „Die Wärmepumpenbranche wird einen zentralen Beitrag
leisten, um nun endlich die großen Aufgaben im Gebäudesektor anzugehen.
Sie ist bereits in Vorleistung gegangen und investiert Milliardenbeträge
in den Ausbau der Produktionskapazitäten“, so Dr.
Martin Sabel Geschäftsführer des Bundesverband Wärmepumpe
(BWP) e.V. Bereits in den vergangenen Jahren konnte die Branche
massive Steigerungen beim Wärmepumpenausbau bewerkstelligen.
Laut BWP wurden im Jahr 2022 wurden 236.000 Wärmepumpen
in der Bundesrepublik eingebaut – was einem Anstieg von 53 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Großteil davon wurde
im Rahmen von Renovierungsarbeiten eingesetzt, „wo zumeist mit
Heizkörpern und höheren Vorlauftemperaturen gearbeitet werden
muss“ (Quelle).
Aktuell werden die Produktionskapazitäten in der Branche
aufgestockt. Grundlage hierfür ist die im Koalitionsvertrag angekündigte
65-Prozent-Regelung in Bezug auf erneuerbare Energien
beim Heizungsaustausch. „Die Absatzzahlen für Januar und Februar
2023 (jeweils 29.000 Wärmepumpen) rücken die Wegmarke von
350.000 Wärmepumpen für dieses Jahr in Reichweite“, resümiert
Dr. Martin Sabel (Quelle). Insbesondere in Ein- und Zweifamilienhäusern
sowie in Quartieren sind positive Entwicklungen für die
Wärmepumpenbranche zu erwarten – ebenso in der Anwendung
im Gewerbe und in der Industrie, z.B. durch die Umstellung von Öl
und Gas auf Industriewärmepumpen oder bei der Abwärmenutzung
von Rechenzentren. Allein bis 2024 plant die Bundesregierung den
Einbau von 500.000 Wärmepumpen. Der hohe Preis für Elektrizität
sowie das Verhältnis von Elektrizitäts- zu Gaspreis stellen allerdings
weiterhin eine Herausforderung dar (weitere Informationen).
In Deutschland ist Strom pro Kilowattstunde derzeit etwa 3,3-mal so
teuer wie Gas – in Schweden und den Niederlanden liegt der Faktor
bei ca. 1,2 bis 1,5.
Chancen von hybriden Anlagen
Die klimabedingte Erderwärmung lässt die Anzahl heißer Tage (> 30
°C) pro Jahr steigen, wodurch der Bedarf an Klimaanlagen sowohl am
Arbeitsplatz als auch im privaten Bereich weiterhin zunimmt. Eine
Kombination aus verschiedenen Systemen kann hierbei sinnvoll
sein: beispielweise Klimaanlagen in Verbindung mit einer Wärmpumpe
(Luft/Luft) oder Photovoltaik kombiniert mit Klimaanlagen.
Letzteres ist wirtschaftlich und ökologisch effizient – denn bei hohen
Temperaturen kann durch Sonneneinstrahlung viel Energie produziert
werden, die direkt für die Klimatisierung genutzt werden kann.
Auch die Kältebranche hat einen kontinuierlich steigenden Bedarf
im Markt zu bedienen, wobei vor allem hybride Anlagen, die gleichzeitig
Kälte und Wärme liefern können, von wachsender Bedeutung
sind. Kälte- und Wärmebedarf gleichzeitig bedienen zu können ist
dabei die Königsdisziplin und macht die Abwärmenutzung damit zu
einer der bedeutendsten Aufgaben für die Kältetechnik.
Herausforderungen für die Kälte-, Klima- und
Wärmepumpenbranche
Das bisherige Prinzip der Just-in-Time-Lieferungen wird durch
anhaltende internationale Herausforderungen, wie Handels-, System-
und Wettbewerbsstreitigkeiten oder verzögerten Lieferketten,
an seine Grenzen gebracht (werden). So werden Lagerhaltungen
beim Produzenten wieder erforderlich und die Diversifizierung
der Zulieferer rückt wieder in den Fokus. Bei der Suche nach geeigneten
Alternativen können das Prinzip der Kreislaufwirtschaft
sowie die automatisierte Produktion im eigenen Land Lösungen
darstellen – was vom sogenannten Lieferkettengesetz befördert
werden könnte.
Uneinigkeit durch neue F-Gase-Verordnung
Kältemittel sind durch die Novellierung der F-Gase-Verordnung und
die Diskussion um PFAS eine weiter anhaltende Herausforderung,
die alle Branchen betrifft. Verschiedene Kommentare zur Abstimmung
im EU-Parlament am 30. März 2023 zeigen, wie unterschiedlich
die Verordnung bewertet wird:
– APPLiA: Major setback for heat pumps in Europe
– EFCTC: Members are disappointed
– CoolingPost: “Disastrous” for Spain
– EPEE: EU risks shooting itself in the foot
– CoolingPost: A “missed opportunity”
– EHPA: Ban jeopardises REPower targets
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– JARN: Accelerates HFC Phase-out
– CoolingPost: Vote sets “unrealistic” goals
– EIA: Welcomes ambitious F-gas vote
– EHPA: … must avoid stifling clean heating
Fachkräftemangel auch in Kälte-, Klima- und
Wärmepumpenbranche spürbar
Der Mangel an Fachkräften stellt in allen Bereichen der Gesellschaft
eine große Herausforderung dar. In den Branchen der Kälte- und
Klimatechnik kommt erschwerend hinzu, dass sie in der Öffentlichkeit
bisher wenig Wahrnehmung findet. Die Branche ist zwar klein,
aber sehr attraktiv – allerdings vergleichsweise unbekannt. Spätestens
jetzt wird spürbar, dass bisher wenig für Imageaufbau und
Bekanntheit der Branche investiert wurde. Ein in der Öffentlichkeit
bisher wenig bekanntes Gebiet der Kältetechnik ist die Tieftem-peraturtechnik.
Die im sogenannten „Deutschlandtempo“ erstellten
LNG-Terminals (LNG = liquid natural gas = -162 °C) haben die Tieftemperaturtechnik
erstmals in den Blick der Öffentlichkeit gerückt.
Die Vorstellung, dass diese Terminals später auch für Flüssig-Wasserstoff
mit -253 °C eingesetzt werden können, ist zur Klärung im
Bereich der Tieftemperaturtechnik richtig angesiedelt.
Förderungen und Weiterbildungen für die Branche
Am 01. April 2023 startete das Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz das Aufbauprogramm Wärmepumpe. Damit werden
Schulungen sowohl zur Auslegung und zum Einbau von Wärmepumpen
im Gebäudebestand als auch ein Coaching vor Ort
gefördert („training-on-the-job“). „Über 30 Monate sollen jährlich
mindestens 17.500 Handwerkerinnen und Handwerker sowie etwa
3.000 Planende und Energieberatende zu Wärmepumpen im Bestand
qualifiziert werden“ (Quelle).
Der Trend zu brennbaren Kältemitteln erfordert eine Ausbildung
sowie anknüpfende Weiterbildung und Schulungen: Eine Kältefachkraft
muss heute auch Energieberater sein und Anwender dabei
unterstützen, alle Vorschriften umzusetzen und einzuhalten – denn
diese sind Anwendern meist nicht bekannt.
Auf einen Blick
– Das Heizen mit Öl und Gas geht zu Ende, Wärmepumpen
sind als Lösung akzeptiert und werden durch Zielvorgaben und
Forderungen „gepusht“.
– Hybride Anlagen sind unter dem Aspekt
„Gesamtenergieeffizienz“ von steigender Bedeutung.
– Die Kreislaufwirtschaft wird ein zentraler Baustein sein,
um aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern.
– Der Fachkräftemangel wird die Kapazitäten der Branchen
in allen Bereichen beeinflussen.
– Die Frage, wohin der Weg mit den Kältemitteln zukünftig geht,
muss geklärt werden.
Empfehlungen
– Es existiert ein riesiges und stark steigendes Potential
für Abwärmenutzung.
– Die Technologien Kältetechnik, Wärmepumpen, Speicher
und „Energie-Netze“ sind vorhanden und werden kontinuierlich
weiter ausgebaut.
– Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um die Abwärmenutzung,
wie z.B. Wärmehandel, Wärme- und Kältenetzwerke
und Energieverbünde. Ungenutzte Abwärme sollte zukünftig
vermieden werden.
– Planer und Anlagenbauer sollten immer alle Möglichkeiten
prüfen und den Betreiber intensiv beraten – dabei ist Kreativität
gefordert.
NürnbergMesse GmbH
D 90471 Nürnberg
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Mit der interpack alliance nach China:
swop bereit zum Re-Start
Das internationale Messegeschäft in China kann durchstarten und so gibt es nach einer dreijährigen Pause endlich wieder
eine Plattform für die Processing- und Packaging-Branche in Shanghai. Im November 2023 findet dort die swop (Shanghai
World of Packaging) mit rund 700 Ausstellern statt.
Nach dem Ende der strikten Corona-Beschränkungen befindet sich
die chinesische Wirtschaft im Aufwind und die globale Branche
trifft sich wieder auf Messen. Die swop 2023 kommt daher zur genau
richtigen Zeit, um das Business der Processing- und Packaging-
Branche zu unterstützen, Innovationen in den Fokus zu rücken und
internationale Geschäftsbeziehungen zu fördern. Zur letzten swop
im Jahr 2019 kamen über 700 Aussteller und 25.000 Fachbesucherinnen
und Fachbesucher aus dem In- und Ausland. Ähnlich hoch sind
die Erwartungen für 2023, rund 62.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche
sind in Planung. Die Messe findet vom 22. bis 24. November
im Shanghai New International Expo Centre, dem drittgrößten Messezentrum
in China, statt.
Gemeinsam mit Adsale Exhibition Services veranstaltet die
Messe Düsseldorf Shanghai die swop unter der Dachmarke der
interpack alliance. Sie richtet sich ebenso wie die interpack an alle
Kernzielgruppen aus den Bereichen Nahrungsmittel, Getränke, Süßund
Backwaren, Pharma, Kosmetik, Non-Food sowie Industriegüter.
Dabei deckt sie die gesamte Lieferkette der Verpackungsindustrie
ab. Ihre Bandbreite reicht von der Herstellung und Verarbeitung von
Verpackungsmaterialien über Primär- und Sekundärverpackungen
bis hin zum Verpackungsdruck.
Die Chancen in China nutzen
Nach Angaben des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau) entfallen 34 Prozent des weltweiten Verbrauchs an verpackten
Lebensmitteln auf die asiatischen Länder. In den nächsten
Jahren wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage um 20 Prozent auf
337 Millionen Tonnen im Jahr 2026 erwartet. Innerhalb der Region
ist China der größte Markt für verpackte Lebensmittel mit einem
Anteil von fast 50 Prozent. Die größte Produktkategorie sind Milchprodukte,
gefolgt von Reis, Pasta sowie Speiseölen und Backwaren.
Der steigende Bedarf wird voraussichtlich zu mehr Investitionen
in Maschinen führen, um die Produktionskapazitäten zu erweitern.
2021 wurden in Asien Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen
im Wert von fast 7,9 Milliarden Euro importiert.
Visionäre Konzepte und Ideen
Zahlreiche begleitende Veranstaltungen und Sonderflächen während
der swop bieten Besucherinnen und Besuchern wertvolle Impulse.
Im Fokus stehen die Themen Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung,
Digitale Technologien und Produktsicherheit sowie
Fast-Moving Consumer Goods.
Zum ersten Mal wird es auf der swop 2023 die „Green Power
Immersive Interactive Exhibitor Area“ geben, eine Plattform für
Unternehmen, um nachhaltige Verpackungslösungen für die Kreislaufwirtschaft
zu präsentieren. In diesem Zusammenhang ist die
Ressourcenschonung ein weiteres wichtiges Thema auf der Messe,
auch aufgrund einer zunehmenden Einschränkung in den Verfügbarkeiten
von Materialien und Komponenten auf dem Weltmarkt.
Die Aussteller präsentieren leistungsstarke Komponenten, automatisierte
Technologien und umweltfreundliche Verpackungsmanagementsysteme.
Die fortschreitende Digitalisierung beschäftigt die Verpackungsbranche
gleichermaßen und wird auch auf der swop ein
zentrales Thema sein. So gibt es auf der Messe zum Beispiel eine
Sonderfläche für intelligente Produktionsanlagen für Verpackungen
und Materialien.
Die swop wird zudem innovative Verpackungslösungen präsen-
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tieren, die helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden und gleichzeitig
die Produktsicherheit zu gewährleisten. Für den chinesischen Markt
sind etwa Verpackungen für Fertiggerichte ein wichtiges Thema.
Diesbezüglich gibt es neue Verpackungsmaterialien und -technologien,
die die Haltbarkeit von Lebensmitteln in Zukunft verlängern
können.
Die FMCG Infinity Zone ist eine Kooperation zwischen der
swop und „PKG Family“, um eine effiziente Kommunikationsplattform
für Fast-Moving Consumer Goods (FMCGs) zu schaffen. Darunter
fallen alle Produkte, die im Verkaufsregal schnell wechseln,
zum Beispiel Konsumgüter des täglichen Bedarfs. Mit der rasanten
sozioökonomischen Entwicklung und dem Aufkommen des digitalen
Zeitalters haben sich die Wünsche der Verbraucher nach Personalisierung,
emotionaler Ansprache sowie nach Innovation und
Kreativität zu neuen Trends in der FMCG-Industrie entwickelt.
Die Verpackung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Auf der swop
werden diesbezüglich die neuesten Verpackungsmaterialien, Ideen,
Technologien und Designs vorgestellt. Über 300 Aussteller werden
sich in diesem Bereich präsentieren.
Bundesbeteiligung für Aussteller aus Deutschland
Für Unternehmen aus Deutschland ist eine durch den Bund geförderte
Teilnahme an der swop möglich. Das Angebot der Bundesbeteiligung
unterstreicht die Bedeutung der Messe. Aussteller können
sich gemeinsam mit anderen deutschen Unternehmen unter der
Marke „Made in Germany“ präsentieren und erhalten dadurch zusätzliche
Aufmerksamkeit.
Messe Düsseldorf GmbH
D 40001 Düsseldorf
Rohre sicher und optisch sauber verbinden
Stabil, belastbar, variabel konfigurierbar und präzise: Rohrbasierte Konstruktionen sind im Maschinen- oder Anlagenbau
nicht wegzudenken. Leistungsfähige Klemmverbinder spielen dabei die entscheidende Rolle. Jetzt nimmt Ganter Verbinder
aus glasfaserverstärktem Polyamid in sein Standardprogramm.
Denkt man an Klemmverbinder, jene universell nutzbaren Verbindungselemente
für rohrbasierte Konstruktionen, dann hat man
meist Exemplare aus Metall vor Augen. In der Regel bestehen diese
tatsächlich aus Edelstahl-Feinguss oder Aluminium-Druckguss.
Doch keine Regel ohne Ausnahme: Bei Ganter finden sich ab
sofort Klemmverbinder unterschiedlichster Konfiguration aus glasfaserverstärktem
Polyamid. Die bis 100 °C temperaturbeständigen
Verbinder sind dort angebracht, wo es um Korrosionsbeständigkeit
geht, wo Gewicht gespart werden soll oder es auf die visuelle Wirkung
ankommt. Denn die Kunststoff-Verbinder gefallen dank ihrer
ausgesprochen glatten und matten Oberflächen sowie ihrer Farbigkeit.
Neben der schwarzen Durchfärbung (RAL 9005) sind sie auch
in elegantem Grau (RAL 7040) zu haben.
Gemein ist allen Varianten die Maßhaltigkeit und die Hochwertigkeit
– so verstehen sich die Kunststoff-Varianten keinesfalls
als billige Alternativen, sondern als High-End-Lösungen mit definierten
Belastungswerten. Abhängig vom Anzugsdrehmoment der
Verschraubungen listet Ganter die axiale Auszugskraft, das radiale
Torsionsmoment sowie das Drehmoment bei vorhandener Gelenkachse
auf. Die Verbinder sind so konstruiert, dass sie handelsübliche
Konstruktionsrohre vollflächig umfassen und so kraftschlüssig
klemmen. Fixiert werden die Rohre mittels Zylinderschrauben und
Muttern aus Edelstahl oder per Klemmhebel (GN 911.9).
Diese sind speziell auf den Kunststoff abgestimmt und vor allem
dann sinnvoll, wenn die Rohrkonstrukte häufig oder werkzeuglos
umzubauen sind.
Ganter bietet die Kunststoff-Rohrverbinder als Kreuz-,
Flansch-, Fuß-, Winkel-, Muffen-, Laschen- sowie Gelenkverbinder
in den wichtigsten Abmessungen an. Der Umsetzung individuellster
Konstruktionen steht damit nichts im Wege. Und sind andere Rohrdurchmesser
gefragt, dann kann auf speziell gerippte, ebenfalls aus
Polyamid bestehende Reduzierbuchen (GN 290) zurückgegriffen
werden.
Otto Ganter GmbH & Co. KG
Triberger Straße 3
D 78120 Furtwangen
Telefon: +49 7723 65070
Telefax: +49 7723 4659
eMail: info@ganternorm.com
Internet: http://www.ganternorm.com
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PharmaGuard, das recyclingfähige Blisterkonzept
– für ein Plus an Nachhaltigkeit
Unternehmen der Pharma-, Medizingüter- und Life Science-Industrie be-fassen sich derzeit mit der Evaluierung der eingesetzten
Verpackungskon-zepte für ihre Produkte. Der Grund: Sie positionieren sich im Bereich der Nachhaltigkeit und
viele haben sich zu wissenschaftsbasierten Zielen be-kannt. Hierbei ist die Substitution eines wenig umweltverträglichen
Ver-packungskonzeptes durch eine recyclingfähige Alternative ein Baustein in Bezug auf die Verbesserung der Ökobilanz.
Für einen optimalen Produktschutz und
bestmögliche Stabilität lassen sich die innovativen
Materialstrukturen in Abhängigkeit
des zu verpackenden Produkts mit
unterschiedlichen Barrieren ausstatten.
„PP als Rohstoffbasis bietet von Natur aus
eine hervorragende Wasserdampfbarriere.
Durch un-ser Coextrusionsverfahren kann
das Material aber auch mit Barriere gegen
Sauerstsoff sowie UV-Strahlen ausgestattet
werden“, resümiert Michael Hermann.
Im Vergleich zu den derzeit im Markt
verfügbaren PP-basierten Blisterfo-lienlösungen
punktet die SÜDPACK Lösung zusätzlich
mit einer besonders hohen Transparenz
und erlaubt damit die klare Sicht auf
das Produkt.
Höchste Materialeffizienz
und günstigere Ökobilanz
„Aktuell verpflichtet die Rechtslage die
Pharmaindustrie noch nicht zur Ein-haltung
von Recyclingquoten. Wer allerdings schon
jetzt auf recyclingfähige Verpackungskonzepte
umsteigt, investiert in sein Image und
verschafft sich damit einen guten Vorsprung
im Markt“, unterstreicht Michael Hermann,
Head of Research & Development bei SÜD-
PACK Medica.
Blisterkonzept mit starken Eigenschaften
Mit seiner jüngsten Innovation, dem Blisterkonzept
PharmaGuard für Soli-daanwendungen,
setzt SÜDPACK Maßstäbe in puncto
Performance und Nachhaltigkeit. Denn
die in einem einzigartigen Coextrusionsverfahren
her-gestellten Ober- und Unterfolien
basieren auf PP und sind insbesondere in
Bezug auf ihre Siegelperformance perfekt
aufeinander abgestimmt. Dies garantiert
nicht nur höchste Packungsqualität, sondern
auch maximale Si-cherheit in einem
hocheffizienten Prozess.
Die Unterfolie überzeugt dank ihres
großen Verarbeitungsfensters mit ex-zellenter
Tiefziehperformance und gleichmäßigem
Ausformverhalten. Dar-über hinaus
profitieren SÜDPACK Kunden trotz der
materialtypischen Be-sonderheiten von
PP-Folien auch bei der Verarbeitung, denn
die Materia-lien können mit nur geringfügigen
Modifikationen auf bestehenden Verpa-ckungslinien
sicher und mit optimaler
Performance verarbeitet werden. Live in der
Anwendung ist dies erstmals Anfang Mai
auf der interpack in Düssel-dorf zu sehen,
auf dem Messestand von IMA MAI S.A.,
Halle 17, A20 sowie bei Partena S.P.A in Halle
15, A02.
Dank der exzellenten Materialeffizienz und
der geringen Dichte von PP spart Pharma-
Guard deutlich an Ressourcen bei gleichzeitig
hoher Ergiebig-keit. Als komplette
Monomateriallösung kann sie bestehenden
Wert-stoffströmen zugeordnet werden.
Eine von Sphera durchgeführte Lebenszyklusanalyse
belegt, dass das Verpackungskonzept
im Vergleich zu den im
Markt üblicherweise eingesetzten Blisterlösungen
eine deutlich reduzierte Klimawirkung
(in CO2-eq.) sowie einen geringeren
Energie- und Wasserverbrauch aufweist.
SÜDPACK Kunden, die auf ein nachhaltigeres
Verpackungskonzept umstel-len
wollen, werden von den Folienspezialisten
bei SÜDPACK Medica tatkräf-tig unterstützt.
„Als One-Stop-Supplier ist es unser
Ziel, Kunden stets die bestmögliche Alternative
für die individuellen Anforderungen
aus einer Hand anzubieten – und eine optimale
Lösung mit schneller Time-to-market
zu realisieren“, fasst Michael Hermann die
Philosophie von SÜDPACK Medi-ca kurz
und prägnant in einem Satz zusammen.
SÜDPACK Medica AG
CH 6341 Baar
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Individueller PC-Schrank aus Edelstahl schützt
sensible Technik verlässlich vor Feuchtigkeit
Höcker entwickelt zielorientiert Produkte für alltägliche Herausforderungen
Viele Kunden der Fleisch- und Lebensmittelindustrie
sowie Pharmazie stehen vor der
gleichen Herausforderung: Häufig müssen
gleich mehrere empfindliche Geräte wie
Labeldrucker, Steuerungen von Waagen
und andere sensible Geräte, zum Beispiel
zur Kommissionierung, direkt an den Anlagen
platziert werden. Dabei ist es im laufenden
Betrieb oft nicht zu vermeiden, dass sie
sich auch in der Nähe von Reinigungsanlagen
befinden und so zwangsläufig Feuchtigkeit
ausgesetzt sind. Wenn Standard-
Schränke dann nicht dafür ausgelegt sind,
alle Geräte darin unterzubringen, braucht es
individuelle Lösungen, um sie verlässlich zu
schützen. So wie den speziell optimierten
PC-Schrank aus verstärktem Edelstahl, den
die Höcker Gruppe speziell für den konkreten
Bedarf eines Kunden entwickelt hat.
„Die Lösung ist ein gutes Beispiel dafür, wie
wir bestehende Produkte anpassen und in
Zusammenarbeit mit unseren Kunden gezielt
auf deren Anforderungen abstimmen“,
so Geschäftsführer Benjamin Höcker. Dabei
ist es keine Seltenheit, dass individuelle Lösungen
ins Produktportfolio des Problemlöser
für die e und entwickeln Produkte aufgenommen
werden, weil viele Kunden ähnliche
Herausforderungen meistern müssen.
Im speziellen Fall der Kundenanfrage
wurde ein Schrank zur Unterbringung von
PC und Drucker benötigt, der die Technik
vor Sprühwasser aus Reinigungsschläuchen
der nahegelegenen Reinigungsstation
schützen sollte. Zudem war eine spezielle
Kabelführung nach oben notwendig, um
keine Schwachstellen im Spritzschutz zu
bieten, die Kabel vor Bodennässe zu schützen
und ein Stolperrisiko zu vermeiden.
Aus langjähriger Erfahrung schätzte der
Kunde die Höcker-Qualität und Flexibilität
und hatte bereits mit einem ähnlichen
Schrank dieser Art gute Erfahrungen gemacht.
„In enger Absprache entwickelten
wir das Produkt entsprechend seinen Anforderungen
weiter“, berichtete Christian
Weber, Technischer Vertrieb bei Höcker.
Unser Standard-PC-Schrank wird zumeist
vor allem in Bereichen eingesetzt,
in denen PC, Bildschirm und Tastatur vor
Sprühwasser und anderen Umwelteinflüssen
geschützt werden müssen und ist für
diese Anforderungen ausgelegt: Er besteht
aus Edelstahl in Blechstärke 0,8 Millimeter,
verfügt über ein Monitorfach mit Zylinderschloss
und Fenster sowie eine Tastaturschublade,
einen Unterschrank, Drehtüren
mit Zylinderschloss und einen höhenverstellbaren
Fachboden. „Um das Standardmodell
für die speziellen Anforderungen
unseres Kunden, nämlich die Unterbringung
von Drucker und PC anzupassen, wurden
einige Modifikationen vorgenommen“,
so Weber. Ziel war es, beide Geräte auf
Arbeitshöhe nebeneinander zu platzieren.
Da die Bedienung über ein Touch-Display
erfolgt, konnte auf eine Tastaturschublade
verzichtet werden. Für noch mehr Stabilität
der querformatigen Konstruktion fiel
die Entscheidung darüber hinaus auf die
Verwendung von robustem 1,2 mm starkem
Edelstahlblech. Der Schrank kann mit einer
Klappe mit zwei Knebelgriffen fest und sicher
geschlossen werden. Eine umlaufende
Dichtung aus Gummi schützt vor eindringendem
Wasser und die Kabelzuführung
nach oben sorgt dafür, dass es keine offenen
Stellen im Spritzwasserbereich gibt. Der
Schrank kann zudem sicher an Wand und
Boden befestigt werden, um ein Verrücken
oder Umfallen zu verhindern.
Insgesamt zeigt die Entwicklung des
PC-Schranks, wie wichtig die Zusammenarbeit
mit dem Kunden bei der Entwicklung
neuer Produkte ist. „Nur so kann sichergestellt
werden, dass die Anforderungen und
Bedürfnisse erfüllt werden und das Produkt
lange den erhofften Nutzen erbringt“, so
Höcker.
Schützt verlässlich: der individuelle PC-Schrank von Höcker.
Höcker GmbH
D 49134 Wallenhorst
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Seite 73/83
Maßgeschneiderte Void-Labels:
Der passende Effekt für jede Anwendung
Manipulationssichere Verschlusssiegel für Pharmaverpackungen
Der weltweite Markt für gefälschte Arzneimittel ist rund 200 Milliarden US-Dollar groß. Jedes Jahr wächst er um etwa
20 Prozent – doppelt so schnell wie der legale Arzneimittelmarkt. Durch Fälschungen und Manipulationen drohen
Patienten mögliche Gesundheitsgefahren. Für die Pharmaindustrie sind große wirtschaftliche Einbußen und Imageschäden
die Folge. Mithilfe spezieller Void-Siegel von Schreiner MediPharm lassen sich Pharmaverpackungen schützen.
Manipulationsversuche und die Erstöffnung werden so eindeutig und irreversibel sichtbar.
Bereits im Februar 2019 hat die Europäische Union
auf den wachsenden Markt mit gefälschten Arzneimitteln
reagiert und die EU-Fälschungsschutzrichtlinie
für Arzneimittelverpackungen erlassen. Auch
die global einheitliche Norm ISO 21976 gibt an, wie
Sicherheitsmerkmale an Arzneimittelverpackungen
verwendet und Manipulationen überprüft werden
können. Zudem legt sie die Anforderungen an die
Originalitätssicherung der Pharmaverpackungen
fest. All das erfüllen die maßgeschneiderten Void-
Labels von Schreiner MediPharm.
Durch die Verwendung der Void-Siegel von
Schreiner MediPharm wird es Fälschern deutlich
erschwert, Originalverpackungen wiederzuverwenden.
Beim Ablösen eines Labels mit Void-Effekt
wird eine vorher versteckte Botschaft sichtbar. Die
Verschlusssiegel werden von Schreiner MediPharm
nach umfangreichen Tests spezifisch an Verpackung,
Material, Untergrund und Anwendung adaptiert und
können kundenindividuell gestaltet werden. Beim
Folienmaterial kann zwischen verschiedenen Farben,
weiß und transparent ausgewählt werden. Die
Void-Effekte können außerdem auch für Glas- oder
Plastikgefäße eingesetzt werden. Ganz nach individuellem
Use Case können unterschiedliche Void-Effekte
realisiert werden:
Außerdem kann eine komfortable Anfasslasche
integriert werden. Diese macht die Handhabung für
den Endnutzer besonders einfach. Durch die Ergänzung
offener oder verborgender Authentifizierungsmerkmale
können die Void-Siegel darüber hinaus als
Originalitätsnachweis dienen. Dabei stellt Schreiner
MediPharm eine optimale und zuverlässige Funktion
des Siegels sicher, das passgenau an die jeweilige
Verpackung und das konkrete Bedrohungsszenario
adaptiert wird.
Schreiner MediPharm
D 85764 Oberschleissheim
Ohne Übertragung
– No Transfer
Beim Ablösen des Labels bleiben
keinerlei Rückstände auf
der Pharmaverpackung. Der
Void-Effekt wird nach dem
erstmaligen Öffnen nur im
Label sichtbar. Ein Wiederverschluss
des Labels mit sichtbarem
Void-Effekt ist möglich.
Partielle Übertragung
– Semi Transfer
Das Ablösen des Siegels hinterlässt
partielle Rückstände auf
der Pharmaverpackung. Nach
dem erstmaligen Öffnen ist der
Void-Effekt sowohl im Label,
als auch auf der Verpackung
sichtbar. Ein Wiederverschluss
des Labels mit sichtbarem
Void-Effekt ist möglich.
Komplette Übertragung
– Full Transfer
Das Void-Label hinterlässt
beim Ablösen eine komplette
Schicht auf der Verpackung.
Der Void-Effekt ist also nach
dem erstmaligen Öffnen auf
Pharmaverpackung und Label
sichtbar, jedoch ist ein Wiederverschluss
des Labels nicht
möglich.
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Seite 74/83
Kundenindividueller 8-Achs-Positionierer
Der hochpräzise 8-Achs-Positionierer des Dresdner Positionierspezialisten Steinmeyer Mechatronik bietet eine Vielzahl
an Verstellmöglichkeiten und lässt sich zu 100 % an die kundenindividuelle Applikation anpassen. Eine ideale Lösung zum
Vermessen von Optiken, beispielsweise für die Qualitätssicherung oder in der Produktion.
Wenn Präzision, Bauraum und Umgebung vorgeben sind, passt selten
ein bestehendes Positioniersystem. Der Dresdner Positionierspezialist
Steinmeyer Mechatronik hat Individualität zum Standard
erklärt und realisiert 100 % kundenspezifische Positionierlösungen.
Ein Beispiel ist der 8-Achs-Positionierer zur Inspektion von Optiken.
Das Positioniersystem zeichnet sich durch ein Höchstmaß an
Präzision sowie eine stabile und steife Konstruktion aus und bietet
eine Vielzahl an Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Damit
ist es hervorragend geeignet für den flexiblen Aufbau von kompakten
Inspektionssystemen – sei es für Reinraum, Labor oder Produktion.
Hochpräzise Inspektion aus jedem Betrachtungswinkel
Das Positioniersystem realisiert eine drehende Scanbewegung rotationssymmetrischer
Optiken und hat dafür eine freie Apertur von 45
mm. Das Ausrichten und Vermessen erfolgt somit am aktiven Strahlengang.
Eine Besonderheit des Systems ist, dass die Lage der Linse
auf dem Drehtisch in zwei Achsen senkrecht zur optischen Achse
geschwenkt und ebenfalls in zwei Achsen lateral korrigiert werden
kann. Kippungen bis 1,5° und ein lateraler Versatz bis 2 mm können
korrigiert werden. Die Position des Messsensors kann in Winkel und
Abstand (Fokus) verstellt werden. Somit lassen sich Fehler zweiter
Ordnung minimieren oder eine Optik mit dem optimalen Strahlengang
bei nicht ganz konzentrischer Fassung ausmessen. Eine globale
Vertikalverstellung des Sensors erlaubt das Vermessen von Optiken
unterschiedlicher Dicke. Das alles geschieht mit sub-µm-Wiederholbarkeit.
Dank Luftlagerung erreicht der Drehtisch Genauigkeiten
von bis zu 0,0005°. Ein sehr steifer Vertikalhub trägt die manuelle
Winkelverstellung mit motorischer Abstandsverstellung für den
Sensor. Damit kann auch relativ schwere Messtechnik wie Konfokalsensoren
oder Digitalmikroskope für die Messung universell verwendet
werden.
Kundenspezifische Anpassung und Entwicklung
Der 8-Achs-Positionierer lässt sich applikationsspezifisch an Ihre
Inspektionsaufgabe anpassen – angefangen von der Integration beliebiger
Messsensoren und Probenhalter über einen individuellen
Aufbau mit Gestell, Schwingungsisolierung und Umhausung bis hin
zur kabellosen Strom- und Signalübertragung sowie Einbindung in
Workflows per SPS oder PC-Steuerung. Auch eine ganz individuelle
Lösungsfindung mit 3D-Entwurf gehört zu den Engineering-Leistungen
von Steinmeyer Mechatronik.
Kompetenter und erfahrener Partner der optischen Industrie
Der 8-Achs-Positionierer von Steinmeyer Mechatronik erlaubt eine Tangential-Abtastung
in acht Freiheitsgraden mit einer sehr hohen Wiederholbarkeit.
(Copyright: Steinmeyer Mechatronik GmbH)
Hochpräzise, 100 % kundenindividuell, kompakt gebaut: Mit dem
8-Achs-Positionierer bietet Steinmeyer Mechatronik eine einzigartige
Lösung, um Optiken zur Qualitätssicherung oder produktionsunterstützend
extrem genau zu vermessen. Als kompetenter
und erfahrener Partner der optischen Industrie kennt der Positionierspezialist
die Anforderungen der Branche genau und realisiert
maßgeschneiderte Konzepte, die exakt auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse
zugeschnitten sind. Am Standort Dresden arbeiten alle
Abteilungen – Entwicklung, Mechanik, Elektronik, Software, Fertigung,
Montage, Messlabore, Testzentrum – vernetzt unter einem
Dach. So können Synergien optimal genutzt und spezifische Kundenanforderungen
schnell und unkompliziert realisiert werden. Alle
Abteilungen sind dabei an der Lösungsfindung beteiligt.
Steinmeyer Mechatronik GmbH
D 01259 Dresden
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Hohe Drehmomente dank kompakter
Kegelrad- und Schneckengetriebe
Neu im Programm hat Ganter zwei kompakte und robuste Winkelgetriebe, die Drehbewegungen um 90 Grad umlenken
und dabei mit oder ohne Übersetzung hohe Drehmomente übertragen. Eingesetzt werden sie beispielsweise in Handlingssystemen
und Verpackungsmaschinen, oder auch in der Fördertechnik.
Das Kegelradgetriebe GN 3971 ist in sieben Größen mit Gehäuselängen
zwischen 32 und 60 mm und Breiten zwischen 18 und 35
mm erhältlich. Das Übersetzungs-verhältnis zwischen den Getriebewellen
ist immer 1, die Drehrichtung ist beliebig wählbar. Radial
und auch axial können die Getriebewellen bei der kleinsten Bauart
60 Newton, bei der größten 550 Newton aufnehmen. Eine spezielle
Verzahnung der aus einsatzgehärtetem Stahl gefertigten Kegelräder
ermöglicht im Verhältnis zur Baugröße ein besonders hohes Drehmoment.
Dieses liegt je nach Betriebsdrehzahl bei bis zu 10 Newtonmeter.
Das Schneckengetriebe GN 3975 misst an den Seiten dank geringer
Achsabstände nur 60 mm und in der Breite nur 35 mm. Im
Inneren bewegt eine gehärtete Stahlschnecke ein Schneckenrad
aus Sondermessing. Sieben Ausführungen liefern Übersetzungen
zwischen 1:13 und 1:65. Die maximale Radial- und Axialkraft beträgt
auf der Antriebsseite zwischen 200 und 500 Newton, auf der Abtriebsseite
immer 500 Newton. Ab einer Übersetzung von 1:18 wirkt
eine statische Selbsthemmung, sodass sich das Schneckenrad von
der Abtriebsseite aus nicht verdrehen lässt – ein Plus an Sicherheit
in zahlreichen Anwendungen.
Ihr gekapseltes Gehäuse aus eloxiertem Aluminium macht beide
Winkelgetriebe leicht und korrosionsbeständig. Außerdem leitet es
die entstehende Reibungswärme gut ab. Zahlreiche Befestigungsbohrungen
ermöglichen die Montage der Getriebe in vielen Positionen.
Die in beide Richtungen drehbaren Wellen besitzen eine
Gewindebohrung und Passfedern zur formschlüssigen Verbindung
zur Nabe. Kegelrad- und Schneckengetriebe sind für die gesamte
Lebensdauer geschmiert und damit wartungsfrei. Beide Getriebe
lassen sich auch kombinieren, etwa mit der Elastomer-Klauenkupplung
GN 2240.
Otto Ganter GmbH & Co. KG
Triberger Straße 3
D 78120 Furtwangen
Telefon: +49 7723 65070 Telefax: +49 7723 4659
eMail: info@ganternorm.com Internet: http://www.ganternorm.com
METOCLEAN Reinraumtücher – Preiswerte, fusselfreie
Reinigungstücher für den Reinraum
Bakterizide Reinigungstücher oder Reinraumtücher
aus Lagervorrat im Sortiment erhältlich
Die Asmetec GmbH bietet eine große Auswahl an verschiedenen Wischtuch-
Formaten und auch Sorten. Diese sind zumeist aus Lagervorrat erhältlich und finden
Ihre Anwendung in der Reinigung von Glasoberflächen, Filmen, Geräten und auch
zur Reinigung der METOCLEAN Handroller und Elastomerrollen.
Die METOCLEAN Reinraumtuch PL-Serie sind Tücher aus 100% kontinuierlichem Microfiber Filament.
Dabei entspricht das Tuch der Reinraumklasse 100 bzw. 6 und ist für kritische Reinraumanwendungen
nutzbar. Ausgezeichnet sind diese mit einer exzellenten Feuchtigkeitsaufnahme und einem
sehr hohen Reinigungseffekt. Diese Tücher sind in den Formaten 10x10cm, 23x23cm, 30x30cm und
40x40cm.
Die METOCLEAN DTS-IPAW-200 Tücher sind IPA-getränkte, bakterizide Tücher, welche in einer
wiederverschließbaren Box mit insgesamt 200 Tüchern gelagert sind. Diese sind besonders reißfest
und weisen ein Format von 200x220mm auf. Sie haben eine antistatische Wirkung auf die gereinigte Oberfläche.
Copyright:
www.asmetec-shop.de
ASMETEC GmbH
D 67294 Orbis
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Pfeiffer Vacuum bietet zur Auswahl des richtigen Messprinzips anschauliche Erklärvideos.
Pfeiffer Vacuum veröffentlicht anschauliche Erklärvideos zur Auswahl
des richtigen Messprinzips
Blick ins Innere eines Vakuummessgeräts
– Innenleben und Funktionsweise von Vakuummessgeräten
– Vorstellung aller relevanten Messprinzipien
Zur Auswahl des richtigen Messprinzips hat Pfeiffer Vacuum hilfreiche
Erklärvideos erstellt, die einen detaillierten Einblick in das Innenleben
und die Funktionsweise von Vakuummessgeräten geben.
Denn die Auswahl des richtigen Messgeräts ist entscheidend dafür,
ob das gewünschte Vakuum erfolgreich gemessen und kontrolliert
werden kann.
„Drücke oder Druckverläufe müssen exakt eingehalten werden,
will man eine optimale Effizienz in der Produktion und höchste
Produktqualität gewährleisten. Unsere Vakuummessgeräte sind hier
wichtige Qualitätsindikatoren. Moderne Technologien erlauben die
Totaldruckmessung von Atmosphärendruck bis ins Ultrahochvakuum,
wodurch alle Vakuumbereiche präzise abgedeckt werden. In
fünf Videos erklären wir die relevanten Messprinzipien: Von Kapazitiver
Messung über Piezo, Pirani, Kaltkathode bis hin zur Heißkathode“,
erläutert Patrick Walther, Strategischer Produktmanager bei
Pfeiffer Vacuum.
Dabei wird wichtigen Fragen auf den Grund gegangen: „Wie genau
funktioniert die Physik in einer Vakuummessröhre?“ oder „Wie
kann von den Eigenschaften des Gases auf den Totaldruck geschlossen
werden?“
Das Video zur kapazitiven Vakuummessung zeigt, wie sich die
Membran im Inneren der Messröhre in Abhängigkeit von den Veränderungen
des Totaldrucks bewegt.
Bei der Piezo-resistiven Vakuummessung erfährt der Betrachtende,
wie sich die Dehnungsmesswiderstände in der Membran des
Transmitters in Abhängigkeit vom Druck verändern. Das Video zur
Pirani-Vakuummessung erläutert das Funktions-prinzip des Wärmeleitungsvakuummeters.
Es wird anschaulich dargestellt, wie die
Übertragung der Wärme durch das Vakuum im Inneren des Messgeräts
vom Totaldruck abhängt. Auch die Abhängigkeit des Wärmetransports
und damit des angezeigten Drucks von der Gasart wird
veranschaulicht. Das Video zur Kaltkathoden-Vakuummessung
zeigt, wie Gasmoleküle durch Hochspannung ionisiert werden und
ein Plasma entsteht. Bei der Darstellung der Heißkathoden Vakuummessung
sieht man das Funktionsprinzip eines Heißkathoden-
Transmitters und wie die Gasmoleküle durch Elektronen, die an
einem heißen Heizfaden austreten, ionisiert werden.
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
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Seite 77/83
Hochreine pneumatisch betätigte Ventilserie JLV20/30 für chemische Flüssigkeiten
Partikelbildung war einmal
Geringe Partikelbildung, kompakte Baugröße und hohe Betriebs- und Rückdrücke – in zahlreichen Branchen, in denen
chemische Flüssigkeiten gehandhabt werden, stehen Ventile vor besonderen Anforderungen. Um genau diese noch besser
zu erfüllen und eine noch geringere Partikelbildung zu erreichen, hat SMC die Serie JLV20/30 entwickelt. Die kompakten
Reinstmedien-Ventile punkten u.a. mit chemikalienbeständigen Materialien, einer platzsparenden Bauweise, hohen
Druck- und Rückdruckbereichen sowie einer Betriebsanzeige zur visuellen Kontrolle über den Öffnungs- und Schließzustand
des Ventils.
Über viele Branchen hinweg kommen
Reinstmedien-Ventile zum Einsatz: von den
Sektoren Chemie und Medizin über die Lebensmittel-
und Elektroindustrie bis hin zur
Wasseraufbereitung. Damit Konstrukteure
noch flexibler für verschiedene Anwendungen
agieren und Ventile die Branchenanforderungen
noch besser erfüllen können, hat
SMC nun die Serie JLV20/30 entwickelt. Die
neuen Reinstmedien-Ventile überzeugen
dabei u. a. mit der Verwendung von chemikalienbeständigen
Materialien, einer noch
geringeren Partikelbildung dank eines innovativen
Schließmechanismus des Ventils,
reduzierten Montageabständen und Ventilbreiten,
einem flexiblen Einsatz durch hohen
Druck und Rückdruck und schließlich einer
Betriebsanzeige zur visuellen Kontrolle des
Öffnungs- und Schließzustands des Ventils.
Verringerte Partikelbildung
und chemikalienbeständig
Die Ventilserie JLV20/30 verfügt über eine
innovative Konstruktion, die die Entlüftung
der Pilotluft optimiert und damit die Schließgeschwindigkeit
des Ventils kurz vor dem Auftreffen des Ventils auf
den Ventilsitz reduziert. Dadurch konnte die Aufsetzenergie gegenüber
dem bestehenden Modell um 90 % verringert werden, was zu
einem sanften Schließen des Ventils führt und so eine geringere
Partikelbildung zur Folge hat. Zusätzlich haben Anwender die Möglichkeit,
mit der optionalen Flaire-Ausführung ein Ventil zu erhalten,
das dank eines Hyper-Fittings mit Bördel-Klemmhülsenkonstruktion
der Serie LQ3 dreifach abgedichtet ist und so Leckagen noch
besser reduziert.
Anwender profitieren bei der Serie JLV20/30 außerdem von der
vielfältigen Einsetzbarkeit. Denn dank der Verwendung von chemikalienbeständigen
Materialien ist die Serie bestens für Anwendungen
mit aggressiven Flüssigkeiten geeignet. So besteht das Gehäuse
aus neuem PFA, die Endplatte und die Antriebseinheit aus PVDF
sowie das Ventil aus PTFE. Das gewährleistet den Einsatz u. a. bei
Medien wie Phosphor- und Salzsäure, trockenem Ozon, Wasserstoffperoxid
und Natriumhydroxid bei einer Medientemperatur von
max. 100 °C. Unter Berücksichtigung bestimmter Zusatzmaßnahmen
Die Serie JLV20/30 von SMC bietet Anwendern
ein hochreines pneumatisch betätigtes Ventil,
das mit aggressiven Flüssigkeiten verwendet
werden kann, die Partikelbildung verringert,
dank reduzierten Montageabständen und
schmaleren Ventilbreiten Platz spart und sich
ideal für Anwendungen eignet, die einen
hohen Druck und Rückdruck erfordern.
(Foto: SMC Deutschland GmbH)
können die Reinstmedien-Ventile bei einer
ganzen Reihe weiterer Chemikalien wie
Aceton oder Schwefelsäure verwendet werden.
Das macht sie ideal für die Chemie- und
Pharmabranche wie auch die Lebensmittelund
Elektroindustrie.
Kompaktere Bauweise
bei verbesserten Druckbereichen
Die neue Serie JLV20/30 überzeugt zudem
durch eine kompaktere Bauweise im Vergleich
zum bestehenden Modell. So wurde
nicht nur der Montageabstand beim JLV20
um 45 % (von 56 auf 31 mm) reduziert, sondern
auch die Ventilbreite um 20 % auf 24
mm (zuvor 30 mm) verringert – insgesamt
klare Vorteile für einen Einsatz in Anlagen
mit wenig Platz oder zur Konstruktion von
kompakten Maschinen.
Zugleich sind die Ventile für Anwendungen,
die einen hohen Druck und Rückdruck
erfordern, bestens geeignet. So wurde der
Betriebsdruck beim JVL30 im Vergleich zum
bestehenden Modell um bis zu 66 % auf nun
0 bis 0,5 MPa verbessert – beim Rückdruck
beträgt der Bereich ebenfalls 0 bis 0,5 MPa, was einer Optimierung
von bis zu 150 % entspricht.
Vielfältige Montageoptionen und Status auf einen Blick
Während die Serie JLV20 über eine Nennweite von Ø 4 und einen
Schlauch-Außen-Ø von 1/4 Zoll verfügt, liegen die Nennweite bei
der Serie JLV30 bei Ø 8 und dem Schlauch-Außen-Ø bei 3/8 Zoll.
Die verwendbaren Schlauchgrößen entsprechen 1/4 x 5/32 Zoll
(JLV20) bzw. 3/8 x 1/4 Zoll (JLV30) – für den Pilotanschluss stehen
die Gewindearten Rc1/8, NPT1/8 und G1/8 zur Verfügung.
Standardmäßig profitieren Anwender bei der Nutzung der Serie
JLV20/30 von der fest verbauten Betriebsanzeige, die durchgängig
den Öffnungs- und Schließzustand des Ventils wiedergibt. So ermöglicht
diese eine einfache visuelle Kontrolle und punktet damit
beim Komfort bspw. nach einem Maschinenstillstand.
SMC Pneumatik GmbH
D 63329 Egelsbach
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Seite 78/83
Die Wandeinbau-Steckdosenverteilungen der Reihe 8150/5-V88 erweitern
das R. STAHL Produktportfolio für Reinräume
Neue Steckdosenverteilungen für den Wandeinbau
Wandeinbau-Steckdosenverteilungen der
Reihe 8150/5-V88 für Reinräume (Bild: R. Stahl)
R. STAHL erweitert sein Produktportfolio
für Steckdosenverteilungen. Die Steckdosenverteilungen
der Reihe 8150/5-V88
wurden für Anwendungen entwickelt, bei
denen eine Partikelkontamination vermieden
werden muss. Diese können sowohl in
explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen
1 und 2 nach EN 60079-10-1 als auch in
den Zonen 21 und 22 nach EN 60079-10-2
installiert werden.
Zum Hintergrund: Die Zahl und die
Anforderungen an Produkte, die den hygienischen
Standards entsprechen, steigen,
und zwar unabhängig davon, ob dort pharmazeutische
Produkte oder Komponenten
für die Mikroelektronik und Mikrostrukturtechnik
gefertigt werden. Der einzige Unterschied:
Während in der pharmazeutischen
Industrie die Gesundheit des Menschen
im Mittelpunkt seht, verkürzen Partikel in
der Halbleiterindustrie die Nutzungsdauer
von Komponenten wie Chips, LEDs oder
Touchscreens.
In Produktionsstätten für die genannten
Produkte müssen portable Geräte wie Pumpen,
Reinigungsgeräte, Sauger oder Kompressoren
sicher angeschlossen werden.
Daher sollen Stecker und Steckdosen in
dieser Umgebung gleich zwei Schutzbedingungen
erfüllen: die GMP-Anforderungen
und die des Explosionsschutzes.
Die Edelstahl-Steckdosenverteilungen
der Reihe 8150/5-V88 wurden genau für solche
Anwendungen entwickelt. Um Kontaminationen
durch Partikel auszuschließen,
stand das GMP-gerechte Design an oberster
Stelle. Dazu zählen die biologische und
chemische Beständigkeit, das Nichtvorhandensein
von Ecken und Kanten und eine
gute Reinigbarkeit. Erreicht wird diese unter
anderem durch eine hohe Oberflächenqualität
sowie eine glatte Oberflächenstruktur,
damit Partikelanhaftungen von vorne herein
ausgeschlossen werden.
Eine wandbündige Montage und Edelstahl-Gehäuse
in AISI 316L mit verdecktem
Dichtungssystem geben weitere Sicherheit.
Darüber hinaus verhindert ein verriegelter
Schalter versehentliches Herausziehen des
Steckers unter Last. Die Steckdosen gibt es
in unterschiedlichen Ausführungen. Angefangen
bei Einfach- oder Duplex-Steckdosen
in den Stromstärken 16 A und/oder 32 A
bis hin zu einem vierfachen Steckdosenverteiler
für den Wandeinbau. Selbstverständlich
sind die Einbausteckdosen in unterschiedlichen
Spannungsbereichen verfügbar.
Zertifikate für ATEX, IECEx und den
nordamerikanischen Bereich ermöglichen
einen weltweiten Einsatz.
R. STAHL Aktiengesellschaft
D 74638 Waldenburg
Neue Pirani/Bayard-Alpert Vakuummessröhre
sorgt für Prozesskontrolle und Betriebssicherheit
Viele Vakuumanwendungen arbeiten ausschließlich in einem bestimmten Druckbereich. Um solche
Vakuumanlagen effizient zu betreiben, muss der Totaldruck zuverlässig gemessen werden. Pfeiffer
Vacuum bietet dazu verschiedene Messgeräte-Baureihen mit digitalem oder analogem Signalausgang
an. Die analogen Vakuummessgeräte der ActiveLine wurden nun mit einem Nachfolgemodell der
PBR 260 auf den neuesten technologischen Stand gebracht. Die neue Messröhre namens PBR 360
deckt den Bereich von 5 x 10-10 bis 1.000 hPa ab und zeichnet sich durch hohe Messgenauigkeit aus.
Die Messröhre lässt sich durch ihre kompakte Bauweise raumsparend in Vakuumprozessanlagen,
analytische Instrumente, Lecksuchanlagen und zahlreiche weitere Anwendungen einbauen. Zwei Filamente
sorgen für verbesserte Betriebssicherheit, Prozesskontrolle und Langlebigkeit. Ein weiterer
Vorteil ist die höhere Genauigkeit im Vergleich zu anderen Messprinzipien. Bestehendes Zubehör
vom Vorgängerprodukt kann einfach weiterverwendet werden. Ein attraktives Servicekonzept mit
Austauschsensoren rundet das Profil der PBR 360 ab.
„Durch die Redundanz bei den Filamenten und das attraktive Servicekonzept werden über den
gleichen Zeitraum weniger Messröhren benötigt und öfter repariert als ausgetauscht. Damit tragen wir
zur Abfallvermeidung und nachhaltigem Wirtschaften bei“, sagt Produkt Manager Sedrick Njomou.
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
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Seite 79/83
Cleanmaster Sohlenreinigungsmaschine der Höcker Gruppe für jeden Betrieb
Platzsparende Lösungen mit
überzeugend langlebiger Technik
Die Erfolgsgeschichte begann vor einem knappen Vierteljahrhundert.
Mit dem Prototypen einer Sohlenreinigungsmaschine hat
die Höcker Gruppe den Startschuss für die erfolgreiche Cleanmaster-Serie
gegeben. Zahlreiche Modelle sind seit der Serienreife
der Cleanmaster SOWM 1000 gefolgt, der Klassiker wurde mit bewährten
Materialien und cleveren Lösungen weiterentwickelt. Die
aktuellen Modelle haben höhenverstellbare Füße zum Ausgleich
von Bodenunebenheiten und können sicher am Boden montiert
werden. Zur Verbesserung der Hygiene wurde ein Schrägdach ergänzt.
Es verhindert das Abstellen von Gegenständen auf dem Gerät
Immer und überall hygienisches Schuhwerk Die Cleanmaster Sohlenreinigungsmaschine
von Höcker überzeugt an allen Einsatzorten.
und Wasser läuft einfach ab. Durch die Optimierung der Bürstenachsenaufnahme
wurde die Langlebigkeit auch dieser Verbindung
weiter erhöht. Die einst weißen Bürsten sind blauen gewichen. Sie
sind noch immer aus dem bewährten PBT gefertigt, aber inzwischen
optional mit weicheren oder härteren Borsten verfügbar, um auch
stärkste Verschmutzungen zu beseitigen.
„Unsere Cleanmaster Sohlenreinigungsmaschine verrichten in
tausenden Hygienebereiche von Kunden aus der Fleisch- und Lebensmittelindustrie
sowie Pharmazie unermüdlich ihren Dienst: In
der Lebensmittelindustrie, aber auch im Handwerk, in der Landwirtschaft
und sogar in einigen Feuerwachen“, so Geschäftsführer Benjamin
Höcker. „Manche von ihnen schon fast so lange, wie es die Serie
gibt.“ Möglich ist die lange Nutzungsdauer durch die hochwertige
Verarbeitung von robustem Edelstahl und die gute Austauschbarkeit
von Verschleißteilen. Sämtliche Bestandteile sind bis heute in moderneren
und nach wie vor kompatiblen Ausführungen verfügbar.
Deutlich größer geworden ist der Variantenreichtum. Weil die
Kundenanforderungen an die Funktionalität so vielfältig sind wie
die Einsatzgebiete, wurden die Anlagen immer wieder individuell
angepasst, wenn zum Beispiel hohe Stiefel statt Sicherheitsclogs
gereinigt werden müssen, eine Sohlenkantenreinigung benötigt
oder ein Schürzenwaschplatz kombiniert werden sollte. Viele Varianten
sind dann mit der Zeit wie bei Höcker typisch ins ständige
Produktportfolio aufgenommen worden. Die Sohlenkanten-Reinigungsmaschine
Cleanmaster SOWM 1010 ebenso wie die Sohlenund
Stiefelreinigungsmaschine Cleanmaster SOWM 2000 und die
Stiefel-Reinigungsmaschine Cleanmaster STWM 1000. Alle gemeinsam
haben die Modelle, dass sie wie der Prototyp vor 25 Jahren
mit ihren schlanken Abmessungen auch in kleinen Durch- und Eingangsbereichen
ihren Platz finden. Darüber hinaus sind prinzipiell
alle Ausführungen auch als Trockenmodelle lieferbar, die dann sogar
für Raumtemperaturen bis -15° Celsius und damit im Kühlhaus zugelassen
sind. Auch können fast alle Maschinen der Cleanmaster Serie
mit 230 V olt 400 V olt oder Sonderspannungen geliefert werden.
Bei allen Varianten der Serie trifft bewährte Technik auf Bauteile,
die auch bei größeren Hygieneschleusen zum Einsatz kommen.
Ein Beispiel: Die Borsten der Walzenbürsten bestehen aus langlebigem
PBT, ein lebensmittelkonformer Werkstoff, dessen Qualität
sich bewährt hat. Bei der Reinigungsmittelbeimischung wird auf ein
passives Injektorsystem nach dem Venturi-Prinzip statt auf ein aktives
Pumpensystem gesetzt. Das bietet mehrere Vorteile: Gänzlich
ohne bewegliche Teile ist diese Lösung vor allem sehr zuverlässig,
für lange Lebensdauer. Das Venturi-Prinzip nutzt die Energie des
Flüssigkeitsstroms, was eine effiziente und präzise Dosierung des
Reinigungsmittels ermöglicht, und kommt ohne zusätzliche Stromversorgung
aus. Ähnlich pragmatisch ist auch der Einsatz von SPS-
Komponenten in der Steuerung. Sie sind weniger störanfällig bei
Feuchtigkeit und es können, anders als bei einer Platinensteuerung,
im Falle eines Defekts gezielt einzelne Komponenten ausgetauscht
werden, statt das ganze Modul zu ersetzen.
Höcker GmbH
D 49134 Wallenhorst
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Veranstaltungen
im Juni 2023
12.06.2023
Training & Schulung
Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in
mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb. (IHK)
Veranstaltungsort: Krefeld
Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein
MEHR ...
12.06.2023 - 16.06.2023
Training & Schulung
Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement
und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: Hamburg
Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
MEHR ...
13.06.2023 - 14.06.2023
Seminar
Auditierung fachfremder Bereiche
Veranstaltungsort: Olten (CH)
Veranstalter: PTS Training Service
13.06.2023 - 15.06.2023
Seminar
Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block II
Veranstaltungsort: Mannheim
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
14.06.2023 - 15.06.2023
Seminar
Computervalidierung: Keep IT Validated
Veranstaltungsort: Neunkirchen
Veranstalter: PTS Training Service
15.06.2023
Webinar
Laborplanung mit Lean Lab Design
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: Geniu GmbH
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15.06.2023
Seminar
Tages-Seminar «Reinheit und Verhalten in Reinräumen
der technischen Produktion»
Veranstaltungsort: Buchs SG (CH)
Veranstalter: Rohr AG Reinigungen
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16.06.2023 - 17.06.2023
Seminar
Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika
Veranstaltungsort: Elmshorn
Veranstalter: Berner International GmbH
19.06.2023
Messe
24. Swiss Cleanroom Community Event
Veranstaltungsort: Pratteln (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
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19.06.2023
Webinar
Webinar: Aseptische Abfüllung - Grundlagen
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum
Veranstalter: PTS Training Service
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20.06.2023 - 22.06.2023
Training & Schulung
Lehrgang zum Reinraum-Verantwortlichen mit Zertifikat
Veranstaltungsort: Frankfurt am Main
Veranstalter: Cleanroom Future
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20.06.2023 - 21.06.2023
Webinar
GMP-Facility Manager - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: Heidelberg
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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20.06.2023 - 21.06.2023
Seminar
GMP-Basis-Training Technik (PT 28) mit 3 interaktiven Workshops
zu Dokumentation / Anlagendesign / Qualifizierung
Veranstaltungsort: Mannheim
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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20.06.2023
Training & Schulung
Tagestraining Verhalten im Reinraum
Veranstaltungsort: Leipzig
Veranstalter: ReinraumAkademie
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20.06.2023
Training & Schulung
Praxis Schulung «Reinigung und Verhalten in GMP Reinräumen»
Veranstaltungsort: Hausen (CH)
Veranstalter: Rohr AG Reinigungen
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21.06.2023
Training & Schulung
Tagestraining Professionelle Reinraumreinigung
Veranstaltungsort: Leipzig
Veranstalter: ReinraumAkademie
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21.06.2023 - 22.06.2023
Seminar
Seminar für Reinigungsverantwortliche und -dienstleister
Veranstaltungsort: Weinheim
Veranstalter: nora systems GmbH
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21.06.2023 - 22.06.2023
Tagung
6th Annual Aseptic Processing Summit
Veranstaltungsort: Wien (A)
Veranstalter: VONLANTHEN EVENTS MANAGEMENT S.R.O.
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21.06.2023
Seminar
Tages-Seminar «Reinheit und Hygiene in der Apotheke»
Veranstaltungsort: Hausen (CH)
Veranstalter: Rohr AG Reinigungen
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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023
Seite 81/83
Veranstaltungen
im Juni 2023
22.06.2023
Seminar
Hygiene
Veranstaltungsort: Olten (CH)
Veranstalter: PTS Training Service
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22.06.2023
Training & Schulung
Tagestraining Management GMP-regulierter Reinräume
Veranstaltungsort: Leipzig
Veranstalter: ReinraumAkademie
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22.06.2023
Seminar
Teamleiter im Reinraum
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
23.06.2023
Webinar
Webinar: Aseptische Abfüllung - Personal
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum
Veranstalter: PTS Training Service
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27.06.2023 - 29.06.2023
Seminar
GMP-Auditing: Regelwerke, Ablauf und Kommunikation
Veranstaltungsort: Wiesbaden
Veranstalter: PTS Training Service
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27.06.2023 - 30.06.2023
Messe
automatica – Die Leitmesse für intelligente Automation
und Robotik
Veranstaltungsort: München
Veranstalter: Messe München GmbH
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27.06.2023 - 29.06.2023
Workshop
GMP-Compliance: Grundlagen und Qualifizierung
Veranstaltungsort: Mörfelden-Walldorf
Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
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27.06.2023 - 28.06.2023
Training & Schulung
Reinraum-Schulung: Produzieren unter reinen Bedingungen
Veranstaltungsort: Stuttgart
Veranstalter: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
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27.06.2023 - 28.06.2023
Seminar
Grundlagen der Good Manufacturing Practice (GMP)
Veranstaltungsort: Ostfildern
Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
28.06.2023 - 30.06.2023
Seminar
Validierungsbeauftragte/r in der
pharmazeutischen Industrie (QV 16)
Veranstaltungsort: Hamburg
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
28.06.2023
Seminar
Lean Management im Labor
Veranstaltungsort: Hamburg
Veranstalter: Geniu GmbH
29.06.2023
Workshop
Risikobasierte Qualifizierung
Veranstaltungsort: Mörfelden-Walldorf
Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
30.06.2023 - 01.06.2023
Seminar
Experte für GMP: Hygiene und Qualitätskontrolle
Veranstaltungsort: Niederkassel
Veranstalter: PTS Training Service
30.06.2023
Webinar
Aseptic process simulation - Media Fill
Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum
Veranstalter: PTS Training Service
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Veranstaltungen
im Juli 2023
05.07.2023 - 06.07.2023
Webinar
Annex 1 Intensive Training Course - Live Online Training
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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10.07.2023 - 14.07.2023
Training & Schulung
Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement
und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: München
Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 06-2023 Seite 82/83
Veranstaltungen
im Juli 2023
11.07.2023 - 12.07.2023
Seminar
Lüftungstechnik im Reinraum Planung, Ausführung und Betrieb
Veranstaltungsort: Filderstadt
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH
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12.07.2023 - 13.07.2023
Workshop
Open Air-Workshop für Reinraum-Verantwortliche
Veranstaltungsort: Kandertal, Berner Oberland (CH)
Veranstalter: Cleanroom Future
19.07.2023 - 20.07.2023
Workshop
Open Air-Workshop für Reinraum-Zulieferer
Veranstaltungsort: Kandertal, Berner Oberland (CH)
Veranstalter: Cleanroom Future
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27.07.2023
Webinar
Lean Lab Webinar – Erfolgreiche Optimierungen im Labor
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: Geniu GmbH
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Veranstaltungen
im August 2023
03.08.2023 - 05.08.2023
Messe
Vietnam Medi-Pharm Expo
Veranstaltungsort: Hochiminh City (Vietnam)
Veranstalter: VINEXAD - Exhibition & event
15.08.2023 - 16.08.2023
Seminar
Reinraumtechnik und Reinraumpraxis
Veranstaltungsort: München
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH
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22.08.2023 - 23.08.2023
Seminar
Experte für GMP: Regelwerke, Dokumentation und Personal
Veranstaltungsort: Olten (CH)
Veranstalter: PTS Training Service
MEHR ...29.08.2023 - 30.08.2023
Seminar
Quality by Design, ICH Q8-Q11
Veranstaltungsort: Muttenz (CH)
Veranstalter: PTS Training Service
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29.08.2023
Seminar
Sicherer Umgang mit Zytostatika – Praxisbeispiele: Setzen Sie das
Erlernte direkt um!
Veranstaltungsort: Allschwil (Basel) (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
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30.08.2023
Seminar
Smoke Studies und Computersimulationen in der Reinraumtechnik
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
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31.08.2023
Webinar
Laborplanung mit Lean Lab Design
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: Geniu GmbH
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31.08.2023
Seminar
PSA in reinen Räumen
– Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung
Veranstaltungsort: Allschwil (Basel) (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
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Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
Originaltexte und Bilder:
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der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine
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