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Bürgerbrief Ausgabe 102 Februar 2023

AUS DEM INHALT: Jubiläumsfeier - 50 Jahre Bürgerverein Dorfplatz buchbar – Jobangebot Platzwart Seniorenfrühstück Seniorengrillen Bastelspass Rätselspass, Witze und Gedichte Ferienspaßaktion - im Wald Reiherholz Der Bürgermeister stellt sich vor Ehrenpreis 2022 Wüsting is(s)t gut! Spendenübergaben an Feuerwehr Euer Foto als Titelbild Straßenname Heuweg Hochzeitswald Männergesangverein Wüsting stellt sich vor Jubiläumsfeier - Danke an Sponsoren Veranstaltungstipps 2023 Beitrittserklärung Stubengespräche Trauer um Mitglieder

AUS DEM INHALT:
Jubiläumsfeier - 50 Jahre Bürgerverein
Dorfplatz buchbar – Jobangebot Platzwart
Seniorenfrühstück
Seniorengrillen
Bastelspass
Rätselspass, Witze und Gedichte
Ferienspaßaktion - im Wald Reiherholz
Der Bürgermeister stellt sich vor
Ehrenpreis 2022
Wüsting is(s)t gut!
Spendenübergaben an Feuerwehr
Euer Foto als Titelbild
Straßenname Heuweg
Hochzeitswald
Männergesangverein Wüsting stellt sich vor
Jubiläumsfeier - Danke an Sponsoren
Veranstaltungstipps 2023
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AUSGABE 102 FEBRUAR NOV 2022 2023

19

STRAß ENNAME:

HEUWEG

Foto: BürgervereinWüsting

Der heutige Heuweg beginnt westlich des Fuhrenkamps an der

Bremer Straße (alte B 75) und endet nach kurzem Verlauf am

Klosterkielweg. Ein Teilstück von ihm gehörte bereits zum

früheren Gesamtweg im Ortsteil Klosterkiel.

Hemmelsberg, Altmoorhausen, Tweelbäke und Teile von Hurrel

waren in der Siedlungsphase des 17./18. Jahrhunderts den

Geestbauern der Dörfer als fette Weideflächen bekannt. Diese

Gebiete südlich der Hunte wurden häufig überschwemmt.

Dadurch haben die mitgeführten Sedimente die Grundlage

für einen fruchtbaren Boden gebildet und eine wertvolle

Nutzfläche geschaffen. Um an das nahrhafte Gras für ihr Vieh

dort im Norden zu kommen, benötigten die Bauern einen

neuen Weg. Ihre eigenen kargen Geestflächen brachten keine

Erträge.

Die Geestleute suchten die Wegeverbindung durch das damals

vorhandene Öd- und Moorland in das nördlich gelegene

Marschland. Dabei galt es das ”

Hohe Moorland“ zu umfahren,

das damals bis vor das Gebiet der heutigen alten B 75 reichte.

Wasserläufe und Geländevertiefungen bildeten Hindernisse

und mussten oft großräumig umfahren werden. Feste Wege gab

es in jener Zeit nicht. Wegen der beschwerlichen und zeitraubenden

Anfahrt in das Marschgebiet suchte man die günstigste

Fahrstrecke. So entstand der Begriff des ”

Neuen Weges“.

Mit der Zeit wurde daraus die Route, die heute noch in einem

kurzen Wegeabschnitt als ”

Heuweg“ vorhanden ist. Sie führt

von der alten B 75 (Bremer Straße), westlich des Fuhrenkamps

vorbei, weiter nördlich am Rand der heutigen Siedlung ”

Klosterkiel“

und endet an der Straße ”

Am Klosterkiel“.

Die frühere "Heuroute" führte weiter in Richtung Norden. Erst

1609 entstand dort durch die Ansiedlung von Bauernhäusern

die heutige "Neuenweger Reihe". Der Weg führte dann am Hof

Heinemann vorbei, der bereits 1552 von Hermen Heinemann

errichtet wurde. Danach waren die begehrten Weiden endlich

erreicht.

Der größte Teil der Fläche südlich der Hunte war im Besitz

des Klosters Blankenburg, das 1294 vom Bremer Erzbischof

Giesellbert eingeweiht wurde. Nur vereinzelt war etwas Weideland

bereits im Besitz von Bauern. Die Klosterflächen

standen den Geestbauen als Pachtflächen gegen Pachtabgaben

zur Verfügung. 1529 übernahm Graf Anton I. von Oldenburg

das Kloster und wandelte es in ein gräfliches Vorwerk um, das

dann auch die Pachtabgaben beanspruchte.

Die weite Anfahrt sowie das wetterbedingte Mähen per Hand

zwangen oftmals die Schnitter, an Ort und Stelle zu übernachten.

Dazu boten der ”

Huntekrug“ und der ”

Gutshof Brookeich“

Übernachtungsmöglichkeiten an.

Je nach Wetterlage blieb das Gras 1 - 2 Tage liegen. Anschließend

waren viele Hände nötig das Gemähte mit einer Holzharke zu

wenden. Danach schob man das trockene Gas in sogenannte

Schwaden. Bei sonniger Wetterlage wurde der Schnitt auf Hocken

gestellt.

Bei günstigem Wetter konnte Heu auf bereitstehende Leiterwägen

verladen werden. Der Packer achtete darauf, dass das Heu

ordentlich auf dem Wagen verteilt und gestapelt wurde. Bei

festem Wegeuntergrund wurden oft mehrere Wägen hintereinander

gekoppelt und von Pferden gezogen.

Diese mühseligen Handarbeitsvorgänge vereinfachten sich erst

in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als eine von zwei

Pferden gezogene Mähmaschine zum Einsatz kam. Mit der

Zunahme der Mechanisierung in der Landwirtshaft ab den 50er

Jahren kamen u.a. Traktoren zum Einsatz. Der Schwadenwender

bot weitere Erleichterung. Auch Kunstdünger sorgte für

eine Verbesserung der Anbauflächen und für einen größeren

Ernteertrag der Geestbauern.

Heute wird frisch gemähtes Gras in Silagemieten eingefahren.

Diese Arbeiten erledigen jetzt Lohnunternehmer. Die damaligen

Wege erhielten eine feste Straßendecke. Die frühere Heufütterung

wurde auch durch den Maisanbau und dessen Einlagerung

in spezielle Silagemieten für größeren Milchviehbestand

benötigt.

Bericht Siegfried Hoffmann

Literaturnachweise:

Willi Heinemann, 400 Jahre Neuenwege, 1522-1952",

Handelsdruckerei C. Trute, Quakenbrück, 1952 - Seite 22 ff

Peter Tornow, Heinrich wöbken ”

700 Jahre Kloster Blankenburg

zu Oldenburg“, Isensee-Verlag Oldenburg 1994, Seite 31 ff

Dr. Heinrich Munderloh ”

Das Wüstenland“, 1981 - Seite 48 - 49

Leuchtfeuer“, Heimatblatt für Jugend zwischen Niederelbe und Ems, 1965

Hilde Ackermann Aus der Geschichte des Klosters Blankenburg“, Seite 2

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