Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Kapitel 3

Die größte Teilbranche der ostdeutschen Elektroindustrie WZ-31 Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung,

-verteilung u. ä. weist überdurchschnittliche Betriebsgrößen auf. Der Rückgang zwischen 1995 mit 127 Beschäftigten

pro Betrieb auf 114 Beschäftigte pro Betrieb in 2006 fällt moderat aus. Von 2000 bis 2004 blieben die

Werte nahezu konstant. Mit Hinzurechnung von West-Berlin stiegen sie sogar an. Die durchschnittlichen Betriebsgrößen

in Westdeutschland sinken dagegen weitaus stärker, liegen jedoch weiter deutlich über den Werten Ostdeutschlands.

Die größten Betriebe dieser Teilbranche weist die WZ-31.2 Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen

mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 128 Beschäftigten pro Betrieb im Jahr 2006 auf. In

dieser Teilbranche ist jedoch deutlich der „West-Berlin-Effekt“ spürbar. Zwischen 1995 und 2004 ging die durchschnittliche

Betriebsgröße in Ostdeutschland von 137 auf 77 Beschäftigte pro Betrieb relativ stark zurück.

Die WZ-32 Rundfunk- und Nachrichtentechnik weist die höchste durchschnittliche Betriebsgröße in der ostdeutschen

Elektroindustrie auf. Sie ist dennoch von 154 Beschäftigten im Jahr 1995 auf 144 Beschäftigte pro Betrieb im

Jahr 2006 gesunken. Seit 2003 steigt sie kontinuierlich leicht an. Die größten Betriebe der Elektroindustrie Ostdeutschlands

sind in der Wachstumsbranche WZ-32.1 Herstellung von elektronischen Bauelementen („Mikroelektronik“)

tätig. Hier stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 142 im Jahr 1995 auf 192 im Jahr 2004 und 185 Beschäftigte

pro Betrieb im Jahre 2006. Deutliche Rückgänge der durchschnittlichen Betriebsgröße verzeichnen die

beiden anderen Teilbranchen der Rundfunk- und Nachrichtentechnik.

Die WZ-33 Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik, Herstellung von Uhren ist insgesamt relativ kleinbetrieblich

organisiert. Die durchschnittliche Betriebsgröße betrug 2004 55 Beschäftigte pro Betrieb in Ostdeutschland

und war damit etwa halb so groß wie in Westdeutschland. Durch den Einfluss von West-Berlin vergrößerte

sich der Wert geringfügig auf 63 Beschäftigte pro Betrieb im Jahr 2006.

In beiden großen Teilbranchen der WZ-33 Herstellung von medizinischen Geräten und orthopädischen Erzeugnissen

und Herstellung von Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen waren 2004 im Schnitt

41 bzw. 59 Beschäftigte pro Betrieb tätig. Damit wurde in beiden Teilbranchen exakt der Wert von 1995 erreicht.

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