Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Kapitel 3

gen. Wie Abbildung 3 zeigt, werden die Zentren der sächsischen Elektroindustrie durch Dresden, Leipzig, Freiberg,

Chemnitz, das Gebiet zwischen Chemnitz und Schwarzenberg, den Zwickauer Raum sowie Plauen gebildet. In

Thüringen ist die Elektroindustrie insbesondere in Mittelthüringen angesiedelt. Erfurt, Ilmenau und Sömmerda sind

hier Standorte mit hoher Bedeutung. Auch Jena, Saalfeld, Gera und der Eisenacher Raum haben hohe Relevanz für

die Branche. In der Bundeshauptstadt ist die Elektroindustrie traditionell mit einer Vielzahl von Unternehmen vertreten.

In den anderen Bundesländern Ostdeutschlands sind mit den Standorten Halle, Magdeburg, Brandenburg/

Havel, Schwerin, Rostock und Frankfurt/O. die größeren urbanen Zentren sowie insbesondere das (süd-)westliche

Berliner Umland zu nennen.

Als Ursachen für die weitgehende Standort-Konzentration auf die Ballungsräume können gezielte Investitions- und

Innovationsförderungen angesehen werden, die die Standortwahl der Unternehmen positiv beeinflusst haben. Darüber

hinaus fanden ansiedlungswillige Unternehmen günstige Standortfaktoren an den ehemaligen Zentren der

DDR-Elektroindustrie vor, zu denen eine gute infrastrukturelle Anbindung, die Nähe zu leistungsstarken FuE-Einrichtungen

und ein sehr gut qualifiziertes Fachkräftepotenzial gehören. Darüber hinaus verfügen die urbanen Zentren

Ostdeutschlands über zahlreiche positive „weiche Standortfaktoren“.

3.1.4. Eigentümerstruktur

Ein Ergebnis der Auswertungen der IMU-Industriedatenbank (in der annähernd alle Unternehmen der ostdeutschen

Elektroindustrie verzeichnet sind) ist die Analyse der Eigentümerstruktur und der Außenabhängigkeit der Unternehmen.

In die Analyse der Eigentümerstrukturen in der ostdeutschen Elektroindustrie sind nur Unternehmen mit

mindestens 250 Beschäftigten einbezogen. Dieses Kriterium erfüllen 68 der insgesamt 1.415 2 in der IMU-Datenbank

eingetragenen Unternehmen. Für eines dieser Unternehmen ließ sich die Eigentümerstruktur nicht ermitteln,

die Grundgesamtheit beläuft sich damit auf 67 Unternehmen.

Herkunft der Eigentümer

Tabelle 5: Eigentümerstrukturen in der ostdeutschen Elektroindustrie

Quelle: IMU-Industriedatenbank

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Die Mehrheit der ostdeutschen Elektrounternehmen ist nicht in ostdeutschem Besitz. Ein Drittel der Unternehmen

hat westdeutsche, ein weiteres Viertel ausländische Muttergesellschaften bzw. Eigentümer. Von den 68 größten

Unternehmen ist jedes Vierte unter ostdeutscher unternehmerischer Kontrolle.

Differenziert man die räumliche Struktur der westdeutschen Eigentümer weiter, ist eine klare Dominanz süddeutscher

Unternehmen – neun ostdeutsche Elektrounternehmen haben einen baden-württembergischen, sieben

2 In der IMU-Industriedatenbank sind mehr Unternehmen als in der Statistik des Bundesamtes verzeichnet, da letztere nur Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten

erfasst.

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