Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Kapitel 3

Dennoch wird in Ostdeutschland ein überproportional hoher Umsatzanteil in dieser Abteilung erzielt. Die Abteilung

WZ-30 erreicht, damit gemessen an ihrer Größe, stark überdurchschnittliche Umsätze.

Die größte Abteilung der Elektroindustrie, die WZ-31 Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung

u. ä. hat ihren Umsatz in Ostdeutschland bis 2004 kontinuierlich um knapp 65 % des Ausgangsniveaus von

1995 gesteigert. Insgesamt ist dies jedoch, gemessen an der gesamten ostdeutschen Elektroindustrie, eine unterdurchschnittliche

Umsatzsteigerung. Der Anteil an der gesamtdeutschen WZ-31 hat sich dennoch zwischen 1995

und 2004 von 5,5 % auf 7,6 % gesteigert. Innerhalb der ostdeutschen Elektroindustrie hat die Abteilung WZ-31

Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung u.ä. stetig an Bedeutung verloren. Betrug der

Umsatzanteil an der ostdeutschen Elektroindustrie im Jahr 1995 noch knapp 60 %, belief er sich 2004 auf lediglich

noch 37 %, womit die Abteilung jedoch noch immer die umsatzstärkste Abteilung innerhalb der ostdeutschen

Elektroindustrie ist.

Die WZ-32 Rundfunk- und Nachrichtentechnik zeigt sich auch hinsichtlich des Umsatzes als stark wachsende

Abteilung der Elektroindustrie in Ostdeutschland. Der Umsatz ist zwischen 1995 und 2004 mit Faktor 6,67 gewachsen,

einschließlich der Betriebe von West-Berlin hat er sich mehr als verneunfacht. Der Anteil Ostdeutschlands

an der gesamtdeutschen Rundfunk- und Nachrichtentechnik wuchs zwischen 1995 und 2004 von 4,0 % auf

10,2 % (2006: 13,8 %). Innerhalb der ostdeutschen Elektroindustrie wuchs der Umsatzanteil zwischen 1995 und

2004 von 13,7 % auf 34,8 % und erreichte 2004 nahezu den Umsatz der wesentlich beschäftigungsreicheren Abteilung

WZ-31. Die Teilbranchen der WZ-32 verhalten sich wie im gesamtdeutschen Rahmen sehr heterogen. Die

Boombranche WZ-32.1 Herstellung von elektronischen Bauelementen erreichte 2004 1.141,5 % des Umsatzes von

1995. Im Jahr 2006 wurde der Umsatz sogar um den Faktor 14,4 gegenüber 1995 gesteigert. In der Teilbranche WZ-

32.2 Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik hat sich der Umsatz zwischen

1995 und 2004 fast verdreifacht.

Die sich sehr stabil und kontinuierlich entwickelnde Abteilung WZ-33 Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,

Optik, Herstellung von Uhren zeigt hinsichtlich des Umsatzes deutliche Steigerungsraten. Der Umsatz verdoppelt

sich zwischen 1996 und 2004. Damit wurden höhere Steigerungsraten erreicht als in Westdeutschland. Der

Anteil der ostdeutschen an der gesamtdeutschen WZ-33 stieg von 5,0 % im Jahr 1995 auf 6,4 % im Jahr 2004, ist

jedoch noch immer unterdurchschnittlich. Nach der Einbeziehung von West-Berlin in die Statistik der Neuen Länder

betrug dieser Anteil 2006 9,7 %. Innerhalb der ostdeutschen Elektroindustrie haben die Steigerungsraten dazu

geführt, dass die Abteilung WZ-33 im Umsatzanteil von 21,3 % 1995 auf 16,2 % 2004 abrutschte. Mit West-Berlin

betrug dieser Anteil im Jahr 2006 zumindest wieder knapp 20 %.

Einen Umsatzrückgang zwischen 1995 und 2004 verzeichnet in Ostdeutschland die in Gesamtdeutschland stark

wachsende Teilbranche WZ-33.3 Herstellung von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen mit einem Umsatzrückgang

von 5,5 % bis 2004. Die großen Teilbranchen der Abteilung WZ-33 sind die WZ-33.1 Herstellung von medizinischen

Geräten und orthopädischen Erzeugnissen sowie WZ-33.2 Herstellung von Mess-, Kontroll-, Navigations-

u.ä. Instrumenten und Vorrichtungen und sie erreichten in 2004 mit 297 % bzw. 242 % des Niveaus von 1995

ein starkes Wachstum. Die zusammenfassende Abbildung 6 veranschaulicht die Aufteilung des Umsatzes der

Elektroindustrie auf die Teilbranchen:

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