Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Kapitel 3

Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Altersgruppen bis 35 Jahren in der westdeutschen Elektroindustrie

im Jahr 1999 noch stärker vertreten sind als in der ostdeutschen (von einigen Ausnahmen in wichtigen Teilbranchen

abgesehen). Im Jahr 2006 hat sich dieser Vorsprung annähernd egalisiert, bzw. auf die Altersgruppe 36 bis 45 Jahre

verlagert. Umgekehrt sind die Altersgruppen über 45 Jahren in der ostdeutschen Elektroindustrie stärker vertreten

als in der westdeutschen. Diese Besonderheit der Altersstruktur wird im Zeitverlauf bis 2006 und darüber hinaus

weiter geschoben.

Die „Unterjüngung“ (Michael Behr) der Belegschaften scheint in der Elektroindustrie in Ost- wie in Westdeutschland

nicht so stark ausgeprägt zu sein wie in anderen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes. Dennoch ist davon

auszugehen, dass gerade in der ostdeutschen Elektroindustrie angesichts des demographischen Wandels besondere

Anstrengungen zur Gewinnung junger Fachkräfte erforderlich sein werden. Die kollektive Alterung der heute

aktiven Leistungsträger deutet darauf hin, dass im Zuge der sich abzeichnenden Fachkräftebedarfe der Verbleib

Älterer in den Unternehmen an Bedeutung gewinnt. Daher werden alternsgerechte Arbeitsgestaltung und lebensbegleitendes

Lernen wichtige Herausforderungen für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Abbildung 13: Altersstruktur in der Elektroindustrie

Quelle: IAB/Bade, eigene Bearbeitung IMU-Institut

3.3.5. Lohn- und Gehalt

Die Angaben der Verdienststatistik liegen für den Unterabschnitt DL Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten

und -einrichtungen; Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik nicht vor. Globalaussagen für die

Elektroindustrie sind somit nicht möglich. Die nachfolgenden Ausführungen bleiben auf die Ebene der Abteilungen

(2-steller) begrenzt.

Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer (Arbeiter und Angestellte)

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst des Arbeitnehmers in Ostdeutschland in der Abteilung WZ-30 Herstellung

von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen betrug im Jahr 1996 1.585 E und war

damit mit Abstand der geringste Verdienst innerhalb der Abteilungen der ostdeutschen Elektroindustrie. Er ist bis

2006 um 45,6 % gewachsen und ereichte 2006 mit 2.308 E annähernd das Niveau der anderen Abteilungen der

ostdeutschen Elektroindustrie. Die Verdienststeigerung erfolgte trotz weitgehend konstanter Angestelltenanteile.

Ein Vergleich mit der Verdienstentwicklung in Westdeutschlands WZ-30 wird beeinträchtigt durch die signifikant

unterschiedlichen Anteile der Angestellten an den Arbeitnehmern. In Westdeutschland wuchs der durchschnittliche

Bruttomonatsverdienst der Arbeitnehmer im Zeitraum 1996 bis 2006 um 18,3 %, wobei der Angestelltenanteil in

Westdeutschland um über 7 % abnahm. Dieser lag in 2004 jedoch noch immer 15 % höher als in Ostdeutschland.

Im Zeitraum 1996 bis 2006 erfolgte eine Annäherung des Verdienstes in Ostdeutschland an das Westniveau von

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