Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Abbildung 17: Ost-West-Vergleich Wochenstunden, Löhne und Verdienste in der WZ-33 Medizin-, Mess-, Steuerund

Regelungstechnik, Optik, Herstellung von Uhren 1996–2006

Quelle: Statistisches Bundesamt; eigene Berechnungen IMU-Institut

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Kapitel 4

Insgesamt ist in allen Abteilungen eine signifikant höhere Wochenarbeitszeit der Arbeiter in Ostdeutschland zu verzeichnen

als in Westdeutschland. In allen Abteilungen ist das Arbeitsvolumen sowohl in Ost als auch in West gestiegen.

In Abteilung WZ-30 ist die Mehrarbeit in Ostdeutschland seit jeher höher. Von einer Angleichung der Verdienstverhältnisse

zwischen Ost- und Westdeutschland kann in der Elektroindustrie keine Rede sein. Nach anfänglichen

Ansätzen der Konvergenz entwickeln sich die Verdienste in den letzten Jahren in nahezu allen Abteilungen

auseinander.

Nach Bundesländern und Teilbranchen gegliedert ergeben sich innerhalb der Elektroindustrie hinsichtlich der

Wochenarbeitszeiten kaum strukturelle Unterschiede. In den ostdeutschen Flächenländern pendelt die Anzahl der

durchschnittlich bezahlten Wochenstunden der Arbeiter zwischen dem Minimalwert von 38,6 h (Rundfunk- und

Nachrichtentechnik in Sachsen) und dem Maximum von 41 h (Büro- und EDV-Technik ebenfalls in Sachsen). Als

Ausnahme von dieser Regel ist Berlin zu betrachten. In Berlin liegt die Arbeitszeit im Mittelwert um zwei bis drei

Stunden unter der Arbeitszeit der anderen ostdeutschen Bundesländer.

In allen Bundesländern und über alle Teilbranchen ist in der ostdeutschen Elektroindustrie ein Trend zur Verlängerung

der Wochenarbeitszeit zu erkennen. Dabei war die Anzahl der Wochenstunden branchenübergreifend in den

neuen Ländern zwischen den Jahren 2000 und 2002 zunächst leicht rückläufig, erhöhte sich aber in der Folgezeit

bis zum Jahr 2006 wieder deutlich.

Insgesamt zeigt die Tendenz einen Anstieg der Wochenarbeitszeit um durchschnittlich eine halbe bis eine ganze

Stunde. Als Ausnahme von dieser Entwicklung ist die Teilbranche Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,

Optik, Herstellung von Uhren, wo die Arbeitszeit in den meisten Bundesländern auf sehr hohem Niveau stagnierte

oder sogar leicht unter die 40-Stunden-Schwelle zurückging, zu werten.

4. Die Elektroindustrie in den ostdeutschen Bundesländern

In Ostdeutschlands Elektroindustrie waren 2006 im Durchschnitt 1.144 Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr

Beschäftigten tätig. 351 dieser Betriebe hatten ihren Standort in Sachsen, 264 in Thüringen und 198 in Berlin. In

Brandenburg wurden 132 Betriebe gezählt, in Sachsen-Anhalt 126. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es 2006

einen signifikanten Besatz mit Betrieben der Elektroindustrie. Dort wurden 73 Betriebe ausgewiesen.

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