Die Elektroindustrie in Ostdeutschland - Otto Brenner Shop

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Kapitel 2

arbeitenden Gewerbes (0,6 %). Auffällig ist, dass der Anstieg der Kosten für Leiharbeitnehmer in der Elektroindustrie

aber deutlich schneller als im Verarbeitenden Gewerbe (VAG) insgesamt erfolgt. So erhöhten sie sich im VAG

zwischen 2003 und 2006 um 55 %, in der Elektroindustrie stiegen sie im gleichen Zeitraum um 85 %. Absolut fielen

in 2003 ca. 672 Mio. E als „Kosten für Leiharbeitnehmer“ an, während es im Jahr 2006 bereits 1,24 Mrd. E waren.

Zweitens: Die Entwicklung der Leiharbeit verlief in den Teilbranchen unterschiedlich. In der WZ-30 Büromaschinen,

EDV blieb sie mit einem Wachstum von 28 % und einem Anteil am BPW von 0,4 % unterdurchschnittlich. Im Branchendurchschnitt

lag die Teilbranche WZ-31 Elektrizitätserzeugung und -verteilung mit einem Wachstum von 80 % und

einem Anteil am BPW von 0,6 %. Zu vermerken ist jedoch das starke Wachstum der Leiharbeit in der Teilbranche

31.1 H. v. Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren. Hier stiegen die Kosten für Leiharbeitnehmer zwischen

2003 und 2006 um 114%, ihr Anteil am BPW war mit 1,2 % doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Elektroindustrie.

Im gleichen Zeitraum erfolgte in dieser Teilbranche zwischen 2003 und 2006 ein Beschäftigungsabbau um insgesamt

3.700 Beschäftigte (–3.450 in West-, –250 in Ostdeutschland).

Ähnlich wie der Branchendurchschnitt entwickelte sich die Leiharbeit auch in der WZ-33 Medizin-, Mess-, Steuerund

Regelungstechnik, Optik, H. v. Uhren. Die Kosten stiegen um 72 %, ihr Anteil am BPW auf 0,6 %. Eine Besonderheit

ist in der Teilbranche WZ-33.3 H. v. industriellen Prozesssteuerungen festzustellen, in der der Zuwachs der

Leiharbeit mit 26 % vergleichsweise gering ausfiel, jedoch die Verbreitung dieser Beschäftigungsform mit einem

Anteil der Kosten am BPW von 1,4 % mehr als doppelt so hoch war wie in der Elektroindustrie insgesamt. Da in

dieser Teilbranche ein moderater Beschäftigungszuwachs um 250 Beschäftigte festzustellen ist, liegt die Vermutung

nahe, daß dieser auf den Anstieg der Leiharbeit zurückzuführen ist.

Tabelle 1: Kosten für Leiharbeitnehmer

Quelle: Statistisches Bundesamt; eigene Berechnungen IMU-Institut

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Ein deutlicher Zuwachs der Leiharbeit ist in der WZ-32 Rundfunk- und Nachrichtentechnik festzustellen. Die Kosten

für Leiharbeitnehmer stiegen hier zwischen 2003 und 2006 um 152 %, ihr Anteil am BPW liegt mit 0,5 % des BPW

weiterhin leicht unter dem Mittelwert der Elektroindustrie. Ähnlich entwickelte sich die Teilbranche 32.1 H. v. elektronischen

Bauelementen (Mikroelektronik). Hier ist ebenfalls ein hoher Zuwachs der Kosten (160 %) und ein Kostenanteil

am BPW von 0,5 % festzustellen. Auch in dieser Teilbranche liegt die Vermutung nahe, dass (zumindest in

Ostdeutschland) ein Teil des Beschäftigungsaufbaus auf das Anwachsen der Leiharbeit zurück zu führen ist.

Drittens: Der Einsatz von Leiharbeitern ist deutlich betriebsgrößenabhängig. In der Tendenz kann festgestellt werden,

dass die Zahl der Leiharbeiter steigt, je größer das Unternehmen ist. Entsprechend nehmen die absoluten

Kosten für Leiharbeiter mit steigender Betriebsgröße zu. Anders verhalten sich die Anteile der Kosten für Leiharbeitnehmer

am BPW. Sie nehmen (wie der Personalkostenanteil insgesamt) mit zunehmender Betriebsgröße ten-

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