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Schlossturm_2023-02_Festausgabe

Vereinszeitschrift des St. Seb. Schützenverein 1316 e.V.

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Gästekönig 2<strong>02</strong>2<br />

Julien Mounier<br />

überrascht mit treffsicherem Schuss<br />

Gästekönig kann sich digitale Reform zur Attraktivität des Brauchtums vorstellen<br />

von Peter Frank<br />

Seit gut einem Jahr haben die Schützen vom St. Sebastianus<br />

Schützenverein 1316 einen neuen Gastkönig. Julien Mounier, der<br />

Vorstandsvorsitzende der SDW Düsseldorf, holte die Mösch mit<br />

einem gezielten Schuss von der Platte. Mit dem 50. Gastkönig haben<br />

die Schützen nicht nur zum ersten Mal einen gebürtigen Franzosen,<br />

sondern auch noch einen ausgesprochen sympathischen Vertreter der<br />

Manager-Zunft.<br />

Heute stellen wir euch diesen, relativ jungen Vorstandsvorsitzenden<br />

der Stadtwerke näher vor: Julien Mounier stammt aus der Hauptstadt<br />

des westfranzösischen Departements Charente. Angeouleme,<br />

das auch als Stadt des Comics bekannt ist, liegt inmitten eines großen<br />

Weinanbaugebietes, das sich ausschließlich der Fertigung des edlen<br />

Cognacs beschäftigt. Nichts von dem ist seine Leidenschaft, vielmehr<br />

interessierte er sich für Chemie und speziell fürs Wasser. Nach<br />

seinem Studium des Chemieingenieurwesens in England machte er<br />

seinen Master in Umweltmanagement und Wasserqualität an der Universität<br />

de Limoges. Und nun nahm sein Weg einen ungewöhnlichen<br />

Verlauf. Möchte man doch annehmen, dass er in seinem Heimatland<br />

oder in England seinen beruflichen Werdegang fortsetzen und sein<br />

know how dort zur Verfügung stellen wird, kam es anders. „In der<br />

Tat hatte ich völlig andere Pläne. So waren bereits die Fühler nach<br />

Kanada ausgestreckt“, gibt Mounier zu. Er lacht! „Aber dann geschah<br />

etwas, was mein Leben völlig veränderte“, erzählt er. Denn auf einer<br />

Tagung in Paris traf Julien Mounier einen jungen deutschen Manager,<br />

der bereits mit 27 Jahren ein großes Unternehmen mit mehr als<br />

3000 Mitarbeitern sehr erfolgreich führte. Die Sympathie war auf beiden<br />

Seiten sehr schnell erkennbar. „Während unseres sehr positiven<br />

Gesprächs fragte er mich, ob ich mir vorstellen könnte, in Deutschland<br />

zu arbeiten. Er konnte! Es reizte ihn, die andere Art der Wasserproduktion<br />

kennenzulernen. „Es gibt erhebliche Unterschiede in der Art<br />

und Weise der Wasseraufbereitung“, erklärt Mounier. Und weil die<br />

Lust auf etwas Neues so ausgeprägt war, heuerte er als Technischer<br />

Leiter der MIDEWA, einer in Mitteldeutschland ansässigen Wasserversorgungsgesellschaft,<br />

an.<br />

32<br />

Unaufhaltsamer Aufstieg<br />

Der Aufstieg des gebürtigen Franzosen ist unaufhaltsam. So wurde er<br />

mit erst 28 Jahren Bereichsleiter und Prokurist der BS Energy Gruppe.<br />

Dem folgte bereits sieben Jahre später die Berufung in den Vorstand<br />

des Unternehmens und im Jahre 2017 hatte Julien Mounier den<br />

Vorsitz inne. Somit führte er die Braunschweiger Versorgungs AG verantwortlich<br />

für die BS Energy Gruppe. Zusätzlich wurde ihm die Verantwortung<br />

für die Veolia Deutschland GmbH übertragen. Seine wie<br />

er sagt „Lust auf Neues“ treibt ihn weiter an und die Aufgaben können<br />

gar nicht groß genug sein. Da kam ihm die Berufung in den Aufsichtsrat<br />

der Stadtwerke Düsseldorf gerade recht. Da passt eigentlich alles<br />

zusammen: ein Unternehmen, das sich auf anhaltendem Erfolgskurs<br />

befindet, ernennt einen Spezialisten für Wasser, Energie und ganz speziell<br />

für die Digitalisierung zum Vorstandsvorsitzenden. „Meine Arbeit<br />

hat sich seitdem weiter ausgebreitet“, erzählt Mounier und ergänzt,<br />

„so bin ich nicht nur in meinem Metier als Spezialist für Wasserqualität<br />

tätig, es ist heute viel mehr, denn das Unternehmen ist sehr gut in<br />

der Breite aufgestellt und wir können sogar auf ein eigenes Labor<br />

zurückgreifen.“ Nach seiner Auffassung wird es in den nächsten<br />

Jahrzehnten vermehrt zu Auseinandersetzungen um die Ressource<br />

Wasser gehen. „Es ist jetzt schon abzusehen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende,<br />

„dass es bereits heute schon Auflagen zur Wassernutzung<br />

gibt. Man braucht nur über die Grenzen Deutschlands schauen, da hat<br />

der Präsident meines Heimatlandes über Anordnungen die Wasserentnahme<br />

konsequent eingeschränkt.“ Mounier führt beruhigend<br />

aus: „Für Düsseldorf sehe ich keine großen Probleme, da die Landeshauptstadt<br />

den Rhein vor der Tür hat.“ Selbstverständlich ist das<br />

Thema in einzelnen Bereichen Deutschlands akut, doch macht sich<br />

der Wasserspezialist weniger Sorgen, weil die heutige Technik viele<br />

Lösungen anbietet. Doch wird in Zukunft das Wasser teurer werden,<br />

weil es weniger geben wird.

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